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Arbeitsbuch Linguistik

Eine Einführung in die Sprachwissenschaft

von Müller, Horst M. Fach: Sprachwissenschaft/ Linguistik; Germanistik;

Die Linguistik hat sich von einer traditionell ausgerichteten Sprachwissenschaft hin zu einer Disziplin der Kognitionswissenschaft mit starken computerlinguistischen und neurowissenschaftlichen Bezügen verändert.

Das vorliegende Arbeitsbuch greift diese interdisziplinäre Neuausrichtung der Linguistik auf und stellt traditionelle und innovative Forschungsrichtungen in einen Zusammenhang. So werden zunächst die linguistischen Grundlagen dargestellt; im Anschluss daran führt der Band in neuere Bereiche der Linguistik ein, z.B. Klinische Linguistik, Psycholinguistik, Neurolinguistik und Computerlinguistik.

Der mit Graphiken, Übungsfragen und Glossar ausgestattete Band bietet so eine Einführung in die wichtigsten Teilbereiche einer modernen Linguistik.
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Details
ISBN 9783825221690
UTB-Titelnummer 2169
Auflagennr. 2. überarb. u. akt. Aufl.
Erscheinungsjahr 2009
Erscheinungsdatum 16.09.2009
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Schöningh
Umfang 532 S., 129 Abb.
Inhalt
Vorwort 15
I. EINFÜHRUNG
1. WAS IST SPRACHE? (MÜLLER) 19
1. Kommunikation 19
2. Sprache als Form zeichenbasierter Kommunikation 20
3. Die Kognition und ihre Bedeutung für Sprache 24
4. Sprache als physikalisches Ereignis 26
5. Sprache: Die rekursive Variablenverwendung 28
6. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 1 31
2. INNENANSICHT UND AUSSENANSICHT:
WAS IST LINGUISTIK? (FINKE) 33
1. Was ist Linguistik? 33
2. Die Unterscheidung von Objekt- und Metawissenschaft 34
3. Linguistischer Paradigmenwechsel 35
3.1 Zur Entstehung der Linguistik 35
3.2 Drei exemplarische Leitfiguren: Humboldt – Saussure –
Chomsky 36
3.3 Vorläufige Vielfalt 38
4. Nachbardisziplinen und außerwissenschaftliche Umwelt 39
4.1 Vernetzung statt Autonomie 39
4.2 Die Linguistik in der Welt 40
5. Die Zukunftsfähigkeit der Linguistik 41
6. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 2 43
II. TRADITIONELLE BESCHREIBUNGSEBENEN DER LINGUISTIK
3. GRUNDBEGRIFFE DER PHONETIK (FLOHR & MÜLLER) 47
1. Gegenstand und Arbeitsfelder der Phonetik 47
2. Das Internationale Phonetische Alphabet IPA 49
2.1 Transkriptionen auf Basis des IPA 49
3. Artikulatorische Phonetik 50
3.1 Die an der Lautproduktion beteiligten Organe 50
3.2 Klassifikation von Konsonanten 54
3.3 Klassifikation von Vokalen 60
4. Akustische Phonetik 64
4.1 Schall, Wellen und akustische Parameter 64
4.2 Akustik des Sprachsignals: Erzeugung und Modifikation des Rohschalls 67
4.3 Visualisierung des Sprachsignals: Oszillogramm und Spektogramm 68
5. Auditive Phonetik 69
5.1 Organe der auditiven Wahrnehmung: Außen-,
Mittel- und Innenohr 69
5.2 Aspekte der auditiven Wahrnehmung 72
6. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 3 75
4. LAUTSYSTEME DER SPRACHE: PHONOLOGIE (FÉRY) 77
1. Segmentinventare 77
2. Distinktive Merkmale von Lauten 81
2.1 Die Eigenschaften von Lautmerkmalen 81
2.2 Merkmale der Konsonanten und Vokale des Deutschen 84
3. Lautliche Alternationen: Die Allophonie 88
4. Die Phonotaktik: Systematische vs. akzidentelle Lücken 92
5. Die Silbe als phonologische Einheit 93
6. Die Markiertheitstheorie 97
7. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 4 99
5. DIE STRUKTUR VON WÖRTERN: MORPHOLOGIE (FLOHR & PFINGSTEN) 102
1. Der Gegenstandsbereich und die Teilbereiche der Morphologie 102
1.1 Die Flexionsmorphologie 103
1.2 Die Wortbildung 104
2. Die Stellung der Morphologie im Sprachsystem 105
2.1 Morphologie und Phonologie 106
2.2 Morphologie und Syntax 107
2.3 Morphologie in Grammatik und Lexikon 107
3. Morphologische Einheiten I: Wörter 108
3.1 Wortform, Lexem und Grammatisches Wort 109
3.2 Wörter im Lexikon 110
4. Morphologische Einheiten II: Morpheme 112
4.1 Die Segmentierung von Wörtern in Morpheme 112
4.2 Die Regelhaftigkeit von Wortstrukturen 113
4.3 Typen von Morphemen 114
5. Morphologische Analysen 118
5.1 Die Segmentierung: Das Auffinden der Morphe 119
5.2 Die Klassifikation: Die Zuordnung von Morphen zu Morphemen 120
5.3 Zusammenfassung: Das Verhältnis von Morph,
Morphem und Allomorph 122
6. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 5 123
6. DIE STRUKTUR VON SÄTZEN: SYNTAX (FLOHR & LOBIN) 125
1. Grammatik und Syntax 125
2. Einheiten und Relationen 126
2.1 Der Satzbegriff 127
2.2 Kategorien, Funktionen und Relationen 127
2.3 Die Distributionsanalyse – Die Ermittlung von Relationen 130
3. Konstituenz und Dependenz 131
3.1 Die Konstituentenstrukturgrammatik und IC-Analyse 131
3.2 Die Dependenzgrammatik 134
3.3 Konstituenz und Dependenz – Vor- und Nachteile
beider Ansätze 136
4. Zum Problem der Wortstellung in der Syntax 137
5. Die Generative Grammatik 139
5.1 Die Phrasenstrukturgrammatik 140
5.2 Erweiterungen der Phrasenstrukturgrammatik 142
6. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 6 147
7. SUPRASEGMENTALE MERKMALE UND PROSODIE (ALTER) 148
1. Was sind suprasegmentale Merkmale? 148
1.1 Die Grundfrequenz 152
1.2 Die Amplitude 152
1.3 Die Dauer 153
1.4 Weitere Merkmalssysteme 154
2. Eingrenzung auf den F0- und Dauer-Parameter 155
2.1 Akzentplazierung, Prominenz und Metrische Phonologie 156
2.2 Assoziierung mit Tonsequenzen für Akzentuierung 158
2.3 Tonale Realisierung von Intonationsphrasen 160
3. Prosodische Analysen 163
4. Prosodie und Informationsstruktur 164
5. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 7 169
8. ASPEKTE DER BEDEUTUNG: SEMANTIK (SCHUMACHER & STEINER) 170
1. Grundlagen der Semantik 170
1.1 Worum geht es in der Semantik 170
1.2 Was ist Bedeutung? 172
2. Lexikalische Semantik 179
2.1 Der Lexembegriff 179
2.2 Beschreibung lexikalischer Bedeutung 180
2.3. Bedeutungsbeziehungen 186
3. Semantik komplexer Ausdrücke 191
3.1 Die Semantik von Ad-hoc-Komposita und -Derivata 191
3.2 Sätze 193
4. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 8 198
9. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN ZUR REPRÄSENTATION VON
BEDEUTUNG: DIE PROTOTYPENSEMANTIK (BÄRENFÄNGER) 199
1. Prototypensemantik: Eine Antwort auf die Probleme der
strukturalistischen Merkmalssemantiken 199
2. Kennzeichen der Prototypensemantik 202
2.1 Typische Merkmale zur Beschreibung von
Bedeutungskategorien 202
2.2 Graduell gestufte Bedeutungskategorien 203
2.3 Unscharfe Grenzen 203
2.4 Das Prinzip der Familienähnlichkeit 205
2.5 Anwendungsmöglichkeiten der Prototypensemantik:
Polysemie 206
3. Die Prototypensemantik: Eine kritische Bilanz 207
4. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 9 208
10. WARUM IST GRAMMATIK SO, WIE SIE IST? (HASPELMATH) 210
1. Warum sind die sprachlichen Zeichen und Regeln so,
wie sie sind? 210
2. Sprachliche Ökonomie und Deutlichkeit 212
3. Ökonomie und Deutlichkeit in der Phonologie und
Morphologie 213
4. Ökonomie und Deutlichkeit in der Syntax 215
5. Die diachrone Dimension der Erklärung 218
6. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 10 218
III. ENTWICKLUNG DER SPRACHE
11. SPRACHEVOLUTION: DIE ENTSTEHUNG DER SPRACHE (MÜLLER) 223
1. Sprachevolutionsforschung 223
2. Schriftsprachliche Zeugnisse als sprachwissenschaftliche
›Fossilien‹ 224
3. Wie weit kann die Entwicklung der Sprache zurückverfolgt
werden? 225
4. Die Evolution des Menschen 229
5. Die Evolution der Kognition 232
6. Indizien für die erstmalige Sprachverwendung 234
7. Der Zeitpunkt der Sprachentstehung 239
8. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 11 239
12. HISTORISCH-VERGLEICHENDE SPRACHWISSENSCHAFT:
DER WANDEL VON SPRACHE (WIRRER) 241
1. Die Veränderung von Sprache 241
2. Zwei Arten der Sprachbetrachtung: Synchronie und Diachronie 243
2.1 Die diachrone Betrachtung 243
2.2 Die synchrone Betrachtung 248
3. Prozesse des Sprachwandels 250
3.1 Hat Sprachwandel ein Ziel? 250
3.2 Wodurch wird Sprachwandel ausgelöst? 251
4. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 12 261
13. DER SPRACHERWERB: DAS ERLERNEN VON SPRACHE
(ROHMANN & AGUADO) 263
1. Der Erstspracherwerb 263
1.1 Theorien und Erklärungsansätze 263
1.2. Die Phasen des Erstspracherwerbs 268
2. Der Zweit- und Fremdspracherwerb 273
2.1 Hypothesen 273
2.2 Individuelle Lernerfaktoren 279
3. Der Bilingualismus 281
3.1 Balancierter Bilingualismus 281
3.2 Die sprachliche und kognitive Entwicklung bilingualer
Sprecher 284
4. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 13 284
IV. SPRACHE UND KOMMUNIKATION
14. PRAGMATIK: DIE HANDLUNGSTHEORETISCHE
BEGRÜNDUNG DER LINGUISTIK (KINDT) 289
1. Fragestellungen der Pragmatik 289
2. Sprechakttheorie und Handlungsstrukturen 290
2.1 Ergebnisse der Sprechakttheorie 290
2.2 Theorieerweiterung: Die Struktur von Sprechhandlungen 292
2.3 Theorieerweiterung: Mittel der Strukturbildung 294
3. Kooperation, Koordination und kollektive Erwartungen 295
3.1 Kommunikationsziele und Entscheidungsprozesse 295
3.2 Kooperationsziele und kollektive Erwartungen 296
3.3 Kooperation und Koordination 297
3.4 Die Lösung von Verständigungsproblemen 298
4. Bedeutungskonstitution 299
4.1 Zum Verhältnis von Semantik und Pragmatik 299
4.2 Äußerungsbedeutung und Handlung 300
4.3 Bedeutungskonstitution als interaktiver
Koordinationsprozess 301
4.4 Selektions- und Konstruktionsprozesse bei der
Bedeutungskonstitution 303
5. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 14 305
15. GESPRÄCHE IM ALLTAG – ALLTAG IM GESPRÄCH:
DIE KONVERSATIONSANALYSE (FURCHNER) 306
1. Die ethnomethodologische Analyse von Kommunikation 306
2. Die empirische Analyse von Kommunikation 307
2.1 Die Grundannahmen der Konversationsanalyse 307
2.2 Die Leitlinien der Konversationsanalyse 308
3. Allgemeine Organisationsprinzipien der Interaktion 311
3.1 Die sequenzielle Organisation 311
3.2 Einer nach dem anderen: Die Organisation des
Sprecherwechsels 313
3.3 Wenn das Sprechen verunglückt – Reparaturen 316
4. Die Teile und das Ganze – Übergreifende
Organisationsstrukturen 319
4.1 Gesprächstyp und konversationelle Aufgaben 320
4.2 Hauptaktivität und Nebensequenzen 323
4.3 Gesprächssituation und Rollen 325
5. Anhang: Transkriptionskonventionen 327
6. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 15 327
16. STÖRUNGEN DER SPRACHLICHEN KOMMUNIKATION: KLINISCHE
LINGUISTIK (RICKHEIT, HEDTMANN & HIELSCHER) 329
1. Neurogene Sprach- und Sprechstörungen 329
1.1 Die Aphasien 330
1.2 Die Dysarthrien und Sprechapraxie 342
2. Störungen der Sprachentwicklung 344
2.1 Spezifische Sprachentwicklungsstörungen (SSES) 346
2.2 Diagnostik und Therapie der Sprachentwicklungsstörungen . 347
3. Zusammenfassung 348
4. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 16 348
V. EMPIRISCHE ERFORSCHUNG DER SPRACHE
17. LINGUISTISCHE FELDFORSCHUNG (SENFT) 353
1. Grundlagen der linguistischen Feldforschung 353
2. Die Methoden der Feldforschung 355
3. Phasen der Feldforschung 357
3.1 Orientierung 357
3.2 Exploration 358
3.3 Hauptphase 359
3.4 Erhebung spezieller Daten 361
4. Zusammenfassung 362
5. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 17 363
18. KORPUSLINGUISTIK (PAPROTTÉ) 364
1. Korpuslinguistik – eine sprachwissenschaftliche Methode 364
2. Was sind Korpora? 366
3. Text-encoding und automatische Werkzeuge für die
Korpusanalyse 369
4. Korpora und linguistische Annotation – morphosyntaktisches
Tagging 370
5. Treebanks und das syntaktische Parsing von Korpora 372
6. Semantische Aspekte der Korpuslinguistik 374
7. Wozu Korpuslinguistik? 376
8. Anhang 376
9. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 18 380
19. DIE EXPERIMENTELLE ANALYSE VON SPRACHE: PSYCHOLINGUISTIK
(RICKHEIT, SICHELSCHMIDT & STROHNER) 382
1. Was ist Psycholinguistik 382
1.1 Eine Disziplin zwischen Psychologie und Linguistik 382
1.2 Themen, Theorien und Methoden der Psycholinguistik 383
2. Psycholinguistische Grundkonzepte 385
2.1 Gedächtnis – Repräsentation – Bedeutung 385
2.2 Referenz – Kohärenz – Inferenz 391
3. Zur Produktion sprachlicher Äußerungen 393
3.1 Phänomene und Prozesse 393
3.2 Eine Theorie der Sprachproduktion 395
4. Zum Sprachverstehen 396
4.1 Phänomene und Prozesse 396
4.2 Die wichtigsten Verstehenstheorien 399
5. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 19 402
20. NEUROBIOLOGIE DER SPRACHE: EXPERIMENTELLE NEUROLINGUISTIK
(MÜLLER & WEISS) 406
1. Sprache und Gehirn 406
2. Neurolinguistische Methoden zur Untersuchung der Sprache 408
3. Die Analyse des ereigniskorrelierten Potentials im EEG
(ERP-Analyse) 413
4. Die Kohärenzanalyse 415
5. Neurolinguistische Befunde zur Verarbeitung komplexer Sätze 417
6. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 20 422
VI. COMPUTERLINGUISTIK:
UMSETZUNG LINGUISTISCHER THEORIEN
21. GRUNDLAGEN FÜR DEN COMPUTEREINSATZ IN DER LINGUISTIK:
ATTRIBUTE, WERTE, UNIFIKATION (WITT & MÜLLER) 425
1. Modelle und Merkmalsstrukturen 425
1.1 Linguistische Modelle 426
1.2 Merkmalsstrukturen und deren Beschreibungen 427
2. Beschreibungen von Merkmalsstrukturen 429
2.1 Aufbau von Merkmalsstrukturbeschreibungen 429
2.2 Eigenschaften und die Operation Unifikation 431
2.3 Erweiterungen 434
3. Beschreibungen getypter Merkmalsstrukturen 437
3.1 Das Typensystem 437
3.2 Getypte Merkmalsstrukturbeschreibungen 441
4. Ausblick 441
5. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 21 442
22. COMPUTERSIMULATION VON SPRACHPRODUKTION:
KONNEKTIONISTISCHE SYNTAXMODELLIERUNG (KUPIETZ) 443
1. Was ist Konnektionismus? 443
2. Geschichte des Konnektionismus 446
3. Methodologie 446
4. Konnektionistische Modelle zum Spracherwerb 447
4.1 Muster-Assoziatoren 447
4.2 Selbstorganisierende Karten 450
5. Konnektionistische Modelle zum Sprachverstehen 453
6. Konnektionistische Modelle der Sprachproduktion 455
6.1 Sequenzialisierung 455
6.2 Die Simulation von Versprechern 457
7. Fazit 459
8. Arbeitsaufgaben zu Kapitel 22 460
VII. ANHANG
Glossar 463
Literaturverzeichnis 487
Sachverzeichnis 511
Personenverzeichnis 521
Anschriftenverzeichnis 529
Pressestimmen
Aus: Sascha Bechmann – Mai 2013
[…] ein fundiertes und allumfassendes Studienbuch [.], das sich zur Einführung in das Fach Linguistik jedem Studenten empfiehlt […] Aufgrund der inhaltlichen Vielfalt ist das Buch auch in Sachen Preis-Leistung absolut empfehlenswert.
> Zum Volltext der Rezension

Autoreninfo

Müller, Horst M.

Müller, Horst M.

Horst M. Müller ist apl. Professor und Leiter der AG Experimentelle Neurolinguistik an der Universität Bielefeld. 1985 Staatsexamen (Biologie/Germanistik), 1986 Magister Artium (Linguistik), 1987 Diplom (Neurobiologie). 1988 Dr. phil. (Linguistik), 1993 Dr. rer. nat. (Neurobiologie), 1997 Habilitation (Linguistik). Lehrtätigkeit in den Bereichen Linguistik, Klinische Linguistik und Kognitive Neurowissenschaft. Wichtige Buchpublikationen: Evolution, Kognition und Sprache (1987); Sprache und Evolution (1990) und Arbeitsbuch Linguistik: Eine Einführung in die Sprachwissenschaft (2009, Hrsg.).

Weitere Titel von Müller, Horst M.

Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von D. Schröder

Ich vermisse ein Kapitel über Semiotik. Außerdem wären mehr Übungen, auch zwischendurch, sinnvoll gewesen. Lobenswert ist, dass das Buch sehr umfangreich ist, für Anfänger evtl. sogar zu umfangreich. Ich könnte den Stoff nicht in einem Semester behandeln, aber als Referenzwerk zu empfehlen.

Ideales Buch für den Einstieg in die spannende Welt der Sprache

Bewertung

Kundenmeinung von Bernhard Waltl

Das hier rezensierte Buch "Arbeitsbuch Linguistik" von H. M. Müller ist meiner Meinung ein gut gelungenes Buch und ein hervorragender Einstieg in eine spannende und komplexe wissenschaftliche Disziplin. Das Buch ist in 22 eigenständige Kapitel gegliedert, welche weitgehend unabhängig voneinander gelesen werden können. Diese schließen jeweils mit kurzen Fragen zum Inhalt ab und regen zum Nachdenken und Nachlesen an.

Das Buch hat mir im Rahmen meines Studiums (Informatik) sehr geholfen, nicht zuletzt durch die wertvollen Verweise auf weitere und tiefergehende Literatur. Das macht das Buch besonders als Arbeitsbuch sehr wertvoll. Insbesondere die Kapitel über Syntax, Semantik, Korpus- und Computerlinguistik haben mir einen guten Einblick in die Inhalte und auch Methodik (!) der Linguistik gegeben. Andere Kapitel, insbesondere historische Betrachtungen bzw. Spracherwerb, waren für mich weniger relevant. Der durchdachte Aufbau machten es aber (wie oben erwähnt) nicht notwendig diese durchzuarbeiten. Vor dem Hintergrund kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der sich einen ersten (umfangreichen) Einblick, in die Welt der Sprachwissenschaft verschaffen möchte. Der durchdachte Aufbau ermöglicht auch weniger erfahrenen Lesern Schritt für Schritt die aktuellen Probleme zu verstehen.

Wie bereits erwähnt kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der sich für Sprachwissenschaft interessiert. Mir hat es sehr geholfen, besonders hervorheben möchte ich:
1) klare verständliche Sprache
2) die Erläuterung komplizierter Sachverhalte durch anschauliche Beispiele
3) die zahlreichen weiterführenden Referenzen
4) das Glossar am Ende, welches ein schnelles Nachschlagen von Begriffen deutlich erleichtert.

Einführungs- und Nachschlagewerk für alle Semester

Bewertung

Kundenmeinung von Kristina Erk

Das Buch „Arbeitsbuch Linguistik“ von Horst M. Müller ist sehr umfangreich und bietet viele verschiedene Themenbereiche der Linguistik.

Neben grundlegenden Kapiteln, wie beispielsweise Phonetik, Morphologie oder Syntax, gibt es auch Einblick in weitere Bereiche der Germanistik, die nicht zwangsläufig in Vorlesungen oder Seminaren behandelt werden, wie unter anderem Computerlinguistik, Neurolinguistik oder klinische Linguistik. Auch in Hinblick auf das Lehramtsstudium Deutsch bietet das Buch Themen, wie „Der Spracherwerb: Das Erlernen von Sprache“, welchem ein ganzes Unterkapitel gewidmet ist.
Die Wiederholungsaufgaben am Ende jedes Kapitels erlauben es, das gerade erworbene Wissen zu rekapitulieren, bieten allerdings keine Lösungsvorschläge, was teilweise verunsichert. Sprache und Grafiken sind leicht verständlich und übersichtlich gestaltet und geben zu keinem Zeitpunkt das Gefühl von gekünstelter Wissenschaftssprache. Allgemein lässt sich sagen, dass dieses Exemplar sehr gut geeignet ist, um Grundlagen zu erarbeiten und immer wieder aufzufrischen.


Es ist kein Buch, das man nach einem Semester ins Regal stellt, sondern sowohl im ersten Semester als auch in höheren Semestern gut gebrauchen kann. Das Preis-Leistungsverhältnis ist im Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Büchern gerechtfertigt und ermöglicht es, sich selbst als Student einige davon anschaffen zu können.

Ein sehr ausführliches Einführungswerk

Bewertung

Kundenmeinung von Dr. Sascha Bechmann

Mit dem Arbeitsbuch Linguistik, herausgegeben von dem Bielefelder Sprachwissenschaftsprofessor Horst M. Müller, liegt seit der ersten Ausgabe von 2002 ein fundiertes und allumfassendes Studienbuch vor, das sich zur Einführung in das Fach Linguistik jedem Studenten empfiehlt und das nun in der überarbeiteten Auflage von 2009 bei UTB erschienen ist. Auf der Suche nach einer Einführung in die Teilbereiche des Faches Linguistik stößt man gerade als Studienanfänger auf eine Vielzahl von Studienbüchern, aber keines ist so umfangreich wie dieses. Müller hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit seiner Einführung in die Linguistik sowohl die traditionellen Fragestellungen in den Fokus zu nehmen (Was ist Sprache? Wie wird Sprache traditionell beschrieben und wissenschaftlich untersucht?) als auch neuere Ansätze der Sprachforschung (z.B. Neurolinguistik oder Computerlinguistik) zu thematisieren und anschaulich darzustellen. Insbesondere diese Fokussierung auf moderne und anwendungsbezogene Aspekte der Sprachforschung macht dieses Studienbuch auch für den fortgeschrittenen Leser und nicht zuletzt für Lehrende interessant und wertvoll.

Das Einführungsbuch umfasst 22 Kapitel auf knapp 460 Seiten, so dass dem Leser ein breites Spektrum linguistischen Grundwissens präsentiert wird. Abschnitt 1, der die Kapitel 1 und 2 umfasst, befasst sich als Hinführung zu den speziellen Teilbereichen der Sprachwissenschaft mit dem Untersuchungsgegenstand Sprache selbst, den kognitionswissenschaftlichen Zusammenhängen zwischen Sprache und Denken und mit der Frage, was Linguistik als Geisteswissenschaft eigentlich ist.

Die klassischen Teilgebiete der Linguistik Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Grammatik werden in jeweils geschlossenen Kapiteln in Abschnitt 2 besprochen, der den Titel „Traditionelle Beschreibungsebenen der Linguistik“ trägt. Erstaunlicherweise findet in diesem Abschnitt die Besprechung des wohl wichtigsten Teilbereichs, die Pragmatik mit ihren vielfältigen handlungstheoretischen Fixierungen, keine Erwähnung.
Stattdessen stößt man nach einem eigenen Abschnitt 3, der sich mit der Sprachentwicklung, also mit synchronen und diachronen Fragestellungen beschäftigt, in Kapitel 4 auf pragmalinguistische Themen, die unter dem Titel „Sprache und Kommunikation“ zusammengefasst sind. Dem Autor scheinen handlungstheoretische Aspekte der Linguistik so wichtig, dass er ihnen einen eigenen Raum gibt, was linguistisch sicher vertretbar ist, in einem Einführungsbuch aber leicht verwirren kann, operieren andere Werke schließlich mit dem Begriff Pragmatik als linguistische Teildisziplin. Dass sich in diesem Kapitel auch interessante Ausführungen zur Konversationsanalyse und zur klinischen Linguistik finden lassen, verdient ausdrücklich großes Lob; in anderen Einführungen werden solche modernen Aspekte der Sprachwissenschaft allenfalls im Vorübergehen gestreift.

Der fünfte Abschnitt des Studienbuches ist der empirischen Sprachforschung gewidmet, ebenfalls ein Bereich linguistischer Forschung, der anderswo nicht oder kaum einführend besprochen wird. Insbesondere die Korpuslinguistik und die Werkzeuge der korpuslinguistischen Arbeit werden an dieser Stelle besprochen, was lobend hervorgehoben werden darf, weil korpuslinguistische Untersuchungen in letzter Zeit mehr und mehr zum Arbeitsfeld von Linguisten geworden sind. Dasselbe gilt auch für die Bereiche Psycholinguistik und Neurolinguistik – zwei überaus spannende Felder, in denen die Linguistik interessante Befunde in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Forschern aus naturwissenschaftlichen Fächern hervorgebracht hat und auch in Zukunft noch verstärkt hervorbringen wird. Dass sich Müllers Einführung auch diesen Themen widmet und für den Laien verständliche Zusammenhänge und Methoden vorstellt, halte ich für wichtig und hervorragend gelungen.

Einen eigenen Abschnitt widmet der Autor Fragestellungen zur Computerlinguistik. In den Kapiteln, die sich mit solchen Themen beschäftigen, findet auch der fortgeschrittene Student oder der lehrende Sprachwissenschaftler neue Informationen, ist Computerlinguistik – ebenso wie die zuvor besprochenen Themen aus Abschnitt 5 – kein Bereich, der klassischerweise im Studium behandelt wird. An dieser Stelle darf man den Wirkungsbereich dieses Buches über die Einführung für Studenten durchaus erweitern und kann auch Wissenschaftlern oder interessierten Laien (auch aus benachbarten oder vernetzten Fächern) das Buch zur einführenden Lektüre empfehlen.

Das didaktische Konzept dieses Buches zeigt sich anhand der stringenten Arbeitsaufträge, die den Schlusspunkt jedes Kapitels bilden. Es muss aber kritisch angemerkt werden, dass die Übungsaufgaben nicht gerade einfach sind und – da leider Musterlösungen fehlen – gerade von Studienanfängern vermutlich nicht sehr gewinnbringend beantwortet werden können. Über dies hält sich das Buch mit Grafiken und Abbildungen zurück, was zu einer starken Textlastigkeit führt. Dieser Umstand allein soll noch nicht als Mangel verstanden werden, allerdings würde man sich mehr typografische Elemente wünschen, die den Textfluss besser strukturieren. Fettdruck oder hervorgehobenen Textboxen würden den Lesefluss nicht stören und dennoch den Text klarer gliedern und zudem das Nachschlagen erleichtern.

Im Sinne eines Studienbuches würde ich zudem Literaturempfehlungen am Ende eines jeden Kapitels vorschlagen, damit der Leser – gerade bei der großen Vielfalt der Themen – den Überblick über die weiterführende Literatur nicht verliert.
Positiv fällt hingegen das Glossar auf, das dem Text angefügt ist. Damit sich einzelne Aspekte leichter finden lassen, gibt es zudem ein Sachwortverzeichnis.

Insgesamt handelt es sich um ein thematisch sehr dichtes Studienbuch, das in Sachen Didaktik und Typografie noch ein wenig Nachholbedarf hat. Ich würde es dennoch als uneingeschränkt empfehlenswert bezeichnen, da die wenigen Schwächen den vielen Stärken unterliegen. Aufgrund der inhaltlichen Vielfalt ist das Buch auch in Sachen Preis-Leistung absolut empfehlenswert.

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