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Aufführungsanalyse

Eine Einführung

von Weiler, Christel ; Roselt, Jens Fach: Kultur/ Musik/ Theater;

Das zeitgenössische Theater stellt häufig eine Herausforderung für das Publikum und die Aufführungsanalyse dar. Um verschiedene Möglichkeiten des Zugangs zu erläutern, führt der Band praxisnah und anschaulich in die theoretischen und methodischen Grundlagen der theaterwissenschaftlichen Aufführungsanalyse ein. Dabei wird eine flexible Methode vorgestellt, die es den Analysierenden ermöglicht, die ästhetischen Merkmale einzelner Aufführungen des zeitgenössischen Theaters zu ermitteln und zu untersuchen.

Anhand konkreter Beispiele wird schrittweise gezeigt, wie die eigene Wahrnehmung und Erinnerung zum Dreh- und Angelpunkt der Aufführungsanalyse wird. Leitfragen und exemplarische Analysen zeigen jedem Leser und jeder Leserin, wie sie eine eigene Analysepraxis entwickeln können.

Aufführungsanalyse gehört zum Themenkanon der BA-Studiengänge. Diese erste Einführung zum Thema schließt eine große Lücke.
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Details
ISBN 9783825235239
UTB-Titelnummer 3523
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2017
Erscheinungsdatum 17.07.2017
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag A. Francke
Umfang 388 S.
Zusatzmaterial
Inhalt
1. Über die Liebe zum Theater und die Ausrüstung künftiger Wissenschaftlerinnen 9
1.1 Inter-Subjektivität und Objektivität 12
1.2 Wiederholung und Einmaligkeit 17
1.3 Ko-Präsenzen 19
1.4 Wahrnehmung lernen 22
2. Aufführungsanalyse und Theaterwissenschaft 29
2.1 Kurze Geschichte der Aufführungsanalyse 30
2.1.1 1920er: Aufführung als soziales Spiel 31
2.1.2 1970er: Aufführung als Kommunikationsakt 37
2.1.3 1980er: Aufführung als Text 41
2.1.4 2000er: Aufführung als Erfahrungsgeschehen 43
2.2 Theorie der Aufführung 45
2.3 Inszenierung und Aufführung 57
2.4 Aufzeichnung und Aufführung 59
3. Zeichen über Zeichen – Semiotik im Alltag, als Wissenschaft und in der Theaterkunst 63
3.1 Semiotik im Alltag 63
3.2 Semiotik als Wissenschaft 66
3.3 Semiotik in der Theaterwissenschaft und im Theater 68
3.3.1 Semiotik des Theaters 69
3.3.2 Performance Analysis: Theory and Practice 74
4. Phänomenologie 81
4.1 Wahrnehmung und rfahrung im Theater 81
4.2 Zeichen und Phänomne 86
4.3 Intentionalität und Resonsivität 90
4.4 Erfahrung und Reflexion 96
5. Aufführungsanalyse als Erinnerungsarbeit 103
5.1 Erinnerungsprotokolle 106
5.2 Beispielanalyse: Ein Sommernachtstraum (Schauspiel Hannover) 111
5.3 Entwicklung von Fragestellungen 127
6. Raum 131
6.1 Realer Raum und erlebter Raum 132
6.2 Aufführungsraum 134
6.3 Raumanalyse 138
6.3.1 Raum als Zeichen 139
6.3.2 Raum als Erlebnis 142
6.4 Beispielanalyse: Maß für Maß (Schauspiel Hannover) 145
6.5 Die Dinge des Theaters: Requisiten 154
6.5.1 Dinge im Gedächtnis 157
6.5.2 Funktionen der Dinge 161
7. Figur 171
7.1 Figuration als historische Praxis 171
7.1.1 Rolle 174
7.1.2 Schauspieler 175
7.1.3 Verkörperungen 177
7.2 Figurationen im zeitgenössischen Theater 179
7.2.1 Homogene Figuren 179
7.2.2 Heterogene Figuren 184
7.2.3 Inszenierung von Geschlecht 195
7.3 Kostüme 203
7.3.1 Kostüm als Zeichen 204
7.3.2 Performativität von Kostümen 208
7.4 Leitfragen für die Figurenanalyse 210
8. Das Theater mit dem Drama: Text, Inszenierung und Aufführung 211
8.1 Text als gesprochene Sprache 220
8.2 Text als Form der Rede 224
8.2.1 Dialog 225
8.2.2 Monolog 230
8.2.2 Chor 235
8.3 Dramaturgie 240
8.3.1Textfassungen 242
8.3.2 Struktur und Gliederung 244
8.3.3 Beispielanalyse: Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution von Heiner Müller (Schauspie Hannover/Ruhrfestspiele Recklinghausen) 247
8.4 Text als Referenz der Aufführung 267
8.5 Beispielanalyse: „Da steh’ ich nun.“ – Faust. Der Analyse zweiter Teil 274
8.6 Exkurs: Regie und Interpretation 278
9. Exemplarische Aufführungsanalysen 281
9.1 While We Were Holding It Together– oder: Eine Einladung, die Imagination zu entfalten 283
9.1.1 Wahl und Erkundung des Materials bzw. der konkreten sinnlichen Elemente 284
9.1.2 Strukturierung des Materials 290
9.1.3 Erfahrung des Publikums 294
9.1.4 bschließende Bemerkungen zum analytischen Vorgehen 298
9.2 Medea (Schauspiel Frankfurt)– Konzeptionalisierung einer Figur 299
9.2.1 Figuren und Raum inMedea 300
9.2.2 Medea – gesehen von der Amme und dem Chor der Frauen 302
9.2.3 Medea – Erscheinen und Selbstbeschreibung 306
9.2.4 Relationales Gefüge, Positionen im Raum 308
9.2.5 Kreon – Medea 309
9.2.6 Jason – Medea 313
9.2.7 Medeas ‚Rettung‘ durch Aigeus 315
9.2.8 Bewegung des Raumes– neuer Spielraum für die Figuren 318
9.2.9 Gestaltung der Figuren– vorläufige Zusammenfassung 319
9.2.10Ästhetik des Diskurses 322
9.2.11 Der Raum als Akteur 324
9.2.12Abschließende Bemerkungen zur Analyse 326
9.3 Earthport– Theater als Kunst der Begegnung 327
9.3.1 Theater und Partizipation 328
9.3.2 Allgemeine Voraussetzungen für Earthport 330
9.3.3 Stationen, Begegnungen, Situationen 331
9.3.4 Involviert sein als Problem für die Analyse 333
9.3.5 Materialbasis des Ereignisses, Wissen um Produktionsbedingungen 335
9.3.6 Erinnerungsprotokoll 337
9.3.7 Analytische Anmerkungen zu den ‚Bestimmungen‘ 338
9.3.8 Relationale Aufmerksamkeit und gesteigerte Aufmerksamkeit 343
9.4 Zeit im Theater: Zeit der Aufführung – aufgeführte Zeit 347
9.4.1 Theater einer anderen Zeit– andere Theaterzeit 348
9.4.2 Überlagerung verschiedener Zeitschichten in Medea 355
9.4.3 Ereigniszeit in While We Were Holding it Together 357
9.4.5 Verdichtete Zeit in Earthport 3610. Aufführungsdiskurse 365
11. Anhang 371
11.1 Auswahlbibliographie zur Aufführung und zur Aufführungsanalyse 373
11.2 Literaturverzeichnis 373
11.3 Dank 383
12. Register 384
Autoreninfo

Weiler, Christel

Dr. Christel Weiler ist Akademische Rätin am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin.
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