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Die ersten 100 Jahre des Christentums 30-130 n. Chr.

Die Entstehungsgeschichte einer Weltreligion

von Schnelle, Udo Fach: Theologie/ Religionswissenschaft;

Von einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung zur eigenständigen Religion

Innerhalb von nur 100 Jahren entwickelte sich das frühe Christentum von einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung zu einer universal agierenden neuen und eigenständigen Religion.

Udo Schnelle zeichnet die Entwicklung des Christentums historisch nach und fragt nach den politisch-kulturellen Rahmenbedingungen, den Hauptakteuren und den theologischen Konzepten, die dieser außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte zugrunde liegen.

Dabei zeigt sich, dass das frühe Christentum keine weltabgewandte, eher primitive apokalyptische Kleinst- und Randgruppe war, sondern eine bewusst expandierende und argumentierende Bewegung mit einem hohen Bildungs- und Reflexionsniveau.

Die frühen Christen traten als eine kreative literarische und denkerische Bewegung auf. Keine religiöse Gestalt wurde zuvor und danach so schnell und so umfassend literalisiert und denkerisch durchdrungen wie Jesus Christus.

Udo Schnelle hat einen umfassenden Grundriss der Urchristentumsgeschichte gezeichnet. Wer mehr über die Umwelt der ersten Christen erfahren möchte, sollte hier zugreifen. Ideal zur Prüfungsvorbereitung und als Literatur für Proseminararbeiten.
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Details
ISBN 9783825246068
UTB-Titelnummer 4411
Auflagennr. 2. durchges. Aufl.
Erscheinungsjahr 2016
Erscheinungsdatum 07.03.2016
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Vandenhoeck & Ruprecht
Umfang 589 S., 12 Abb.
Inhalt
1. Vom Schreiben einer Ursprungsgeschichte 17
1.1 Geschichte als Gegenwarts- und Vergangenheitsdeutung 17
Interesse und Erkenntnis 17
Fakten und Fiktion 18
Das Vorgegebene 19
1.2 Geschichte und Methode 20
Quellen 20
Chronologischer Ansatz 21
Kulturelle Kontexte und Handlungsträger 21
Ideen- und Sozialgeschichte 22
Mikrogeschichte 22
Makrogeschichte 23
2. Begriff und Abgrenzung der Epoche 25
2.1 Urchristentum oder frühes Christentum? 25
2.2 Der zeitliche Rahmen 26
3. Voraussetzungen und Kontexte 29
3.1 Der Hellenismus als Weltkultur 29
Karte: Der Feldzug Alexanders 30
Griechisch als Weltsprache 31
Judentum und Hellenismus 32
3.2 Die griechisch-römische Kultur 34
Griechische Religion 35
Römische Religion 39
Mysterienreligionen 40
3.2.1 Philosophische Hauptströmungen 45
Kyniker 46
Stoa 48
Epikur 52
Skeptizismus 54
Mittelplatonismus 55
Tafel 1: Philosophische Schulen/Strömungen 58
3.3 Das Judentum 59
Der Begriff ‚Judentum‘ 60
Die Diaspora 61
Die politische Situation des Judentums um die Zeitenwende 62
Makkabäeraufstand und Gruppenbildung 62
Messianische Gestalten und Bewegungen 66
Der jüdische Krieg 69
3.3.1 Die jüdische Religion 72
Apokalyptik 75
Weisheit 77
Tafel 2: Chronologie der jüdischen Literatur 79
3.4 Die politische und wirtschaftliche Situation im Imperium Romanum des 1./2. Jh. n.Chr. 80
Karte: Das römische Reich in ntl. Zeit 81
3.4.1 Grundzüge der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der frühen Kaiserzeit 85
Die Gesellschaftsstruktur 85
Die antike Wirtschaft 89
Das frühe Christentum in seinen Kontexten 91
Tafel 3: Chronologie Weltgeschichte/Palästina 93
4. Die neue Bewegung der Christusgläubigen 95
4.1 Die Osterereignisse 95
Das Begräbnis Jesu 96
Erfahrungen des Auferstandenen 97
Das leere Grab 99
4.2 Die Entstehung der Christologie 100
Jesu vorösterlicher Anspruch 101
Das Wirken des Geistes 102
Relecture der Schrift 102
4.3 Der neue Diskursgründer und das neue Denken 104
Jüdische Basissätze 104
Griechische Vorstellungen 105
Neues Denken 106
5. Die Jerusalemer Gemeinde 109
5.1 Die Anfänge 110
Die ersten Ereignisse 110
Erste Strukturen 111
Religiöse Erfahrungen 113
5.2 Gruppen und Personen 114
Der Zwölferkreis 115
Die Apostel 116
Das lukanische Konzept 117
Das paulinische Konzept 118
Weitere Apostelkonzeptionen 119
Petrus 121
Jakobus 123
Die Familie Jesu 124
Die Zebedaiden 124
Barnabas 125
5.3 Orte: Der Tempel 126
5.4 Konflikte 128
Die Sadduzäer als Gegner der neuen Bewegung 128
Paulus als Verfolger 130
5.5 Theologische Institutionen und Diskurse 133
Taufe 133
Herrenmahl 135
Neue Sozialformen? 138
Hebräer und Hellenisten 141
Stephanus und die Folgen 144
5.6 Texte: Die Passionsgeschichte 147
5.7 Die theologische Entwicklung der frühen Jerusalemer Gemeinde 149
Christologische Hoheitstitel 149
Weisheit und Präexistenz 152
6. Frühe Gemeinden und frühe Mission außerhalb Jerusalems 154
6.1 Kontexte: Mobilität und religiös-philosophische Vielfalt im Römischen Reich 154
Äußere Faktoren 154
Innere Faktoren 159
6.2 Personen 162
Philippus 162
Petrus 163
Barnabas 164
Paulus 165
Apollos 167
Prisca und Aquila 169
6.3 Gruppen: Die Jesus-Bewegung 171
Strukturen 172
Leben und Ethik 173
In den Konflikten der Zeit 175
Jesus als Wundertäter 177
Die Vielfalt der Jesus-Bewegung 178
6.4 Landschaften/Orte 179
Galiläa 180
Judäa 182
Samaria 183
Damaskus 184
Antiochia 185
Rom 188
Alexandria 190
6.5 Konkurrenten und Konflikte 190
Die Täuferbewegung 190
Die Verfolgung unter Agrippa I 192
Das Claudius-Edikt 194
Lokale Konflikte 197
6.6 Die Herausbildung einer eigenen Kultpraxis und Theologie/erste Institutionalisierungen 198
Neue Normen im jüdischen Kontext 198
Neue Normen im hellenistischen Kontext 201
Wertegeneralisierung 205
6.7 Texte 207
Frühe Traditionen 207
Vorformen der Evangelien 210
Die Logienquelle 211
6.8 Die 1. Missionsreise und die beschneidungsfreie Völkermission 212
6.9 Die drei großen Strömungen des Anfangs 216
Die Jerusalemer Gemeinde 216
Die Jesusbewegung 217
Antiochia und Paulus 217
Pluralität von Anfang an 218
Exkurs: Gab es eine frühe vierte Entwicklungslinie? 219
7. Der Apostelkonvent 223
7.1 Der Ausgangskonflikt 223
7.2 Das Sachproblem 224
7.3 Der Verlauf 226
7.4 Das Ergebnis 228
7.5 Die Interpretationen des Ergebnisses 231
7.6 Der antiochenische Zwischenfall 232
Tafel 4: Chronologie des frühen Christentums bis 50 n. Chr. 235
8. Die eigenständige paulinische Mission 236
8.1 Perspektive, Verlauf und Konflikte 237
Die 2. Missionsreise 237
Die 3. Missionsreise 244
Missionsstrategien 247
8.2 Personen 249
Paulus und seine Mitarbeiter 249
Die Paulusschule 250
8.3 Strukturen 253
Hausgemeinden 253
Ekklesia 257
Gaben, Aufgaben und Ämter 259
Soziale Schichtung 260
Sklaven und Herren 263
Männer und Frauen 265
Griechen und Juden 267
8.4 Außen-Diskurse 269
Der Diskurs mit dem Judentum 269
Der Diskurs mit dem Imperium Romanum 272
8.5 Innen-Diskurse 276
Pneumatischer Enthusiasmus 277
‚Starke‘ und ‚Schwache‘ 279
Das Apostelamt 281
Die Mission gegen Paulus und die galatische Krise 283
Die Kollekte und die Jerusalemer Gemeinde 288
8.6 Theologie in Briefform: Die Paulusbriefe 291
8.7 Paulus und die Herausbildung des frühen Christentums als eigenständige Bewegung 296
Bedingungen für die Herausbildung einer neuen Bewegung 297
Die Systemqualität paulinischer Theologie 297
9. Die Krise des frühen Christentums um das Jahr 70 304
9.1 Der Tod von Petrus, Paulus, Jakobus und erste Verfolgungen 304
9.2 Die Zerstörung des Tempels, der Untergang der Jerusalemer Gemeinde und der fiscus Judaicus 309
9.3 Der Aufstieg der Flavier 312
9.4 Evangelienschreibung und Pseudepigraphie als innovative Krisenbewältigung 314
Evangelienschreibung 314
Pseudepigraphie 316
Tafel 5: Chronologie des frühen Christentums bis 70 n.Chr. 319
10. Die Etablierung des frühen Christentums 320
10.1 Eine neue Gattung für eine neue Zeit: Die Evangelien 320
10.2 Die Synoptiker und die Apostelgeschichte als Meistererzählungen 322
10.2.1 Markus: Der Gottessohn für alle 323
10.2.2 Matthäus: Das Heil Israels für alle Völker 327
10.2.3 Lukas: Gottes Treue in der Geschichte 332
10.3 Das bleibende Erbe des Paulus 338
10.3.1 Die Apostelgeschichte als erste Paulusbiographie 338
10.3.2 Die Deuteropaulinen und die Sammlung der Paulusbriefe 343
Die Deuteropaulinen 344
Die Sammlung der Paulusbriefe und die Anfänge der christlichen Überlieferungskultur 348
10.4 Das johanneische Christentum als vierte große Strömung 350
10.4.1 Die Konflikte der Anfangszeit 352
10.4.2 Der Johannesbrief und der Doketismus 355
10.4.3 Das Johannesevangelium als erste Einführung in das Christentum 360
10.5 Das Judenchristentum als bleibende Kraft 366
10.5.1 Das Judenchristentum vor 70 369
10.5.2 Das Judenchristentum nach 70 373
Matthäusevangelium 373
Jakobusbrief 376
Hebräerbrief? 378
Johannesoffenbarung 382
Didache 383
Judenchristentum im Spiegel der Gegnerpolemik 386
Weitere Zeugnisse 386
10.6 Außenwahrnehmungen 389
11. Gefährdungen 394
11.1 Das Ausbleiben der Parusie 394
Paulus 395
Synoptische Evangelien 397
Präsentische Eschatologie 400
11.2 Arm und Reich 406
Lukas 406
Pastoralbriefe 408
Jakobusbrief 409
Johannesoffenbarung 410
11.3 Kontroversen/Falschlehren/Gegner 411
Konflikte in den nachpaulinischen Gemeinden 412
Zweite Buße und Sündenvergebung 415
Gegner in der Johannesoffenbarung 417
Orthodoxie und Häresie 419
11.4 Strukturen und Ämter 421
Paulus und Lukas 422
Die Pastoralbriefe 424
11.5 Auseinandersetzungen mit dem Judentum nach 70 426
12. Christenverfolgungen und Kaiserkult 432
12.1 Der Kaiserkult als politische Religion 432
12.2 Die Verfolgung unter Nero 436
12.3 Verfolgungen unter Domitian? 443
1Petrusbrief 446
Johannesoffenbarung 447
12.4 Plinius und Trajan über das Christentum 450
13. Das frühe Christentum als eigenständige Bewegung 457
13.1 Die neue Erzählung und die neue Sprache der Christen 457
Die Sprache der Christologie 458
Die Sprache des Kreuzes 460
Die Sprache des Glaubens 462
Die Sprache der geschwisterlichen Gemeinschaft 464
Die Sprache der Eschatologie 466
Neue Schriften 467
Kanonsbildung 469
13.2 Neue Gottes-Modelle 471
Die Attraktivität des frühchristlichen Gottesbildes 473
13.3 Dienen als Erfolgsmodell 477
Die Anfänge und Paulus 478
Die Evangelien 479
Die johanneischen Schriften 480
Heil und Heilung 482
Die spätere Entwicklung 483
Die alte Welt und das neue Verhalten der Christen 484
13.4 Das frühe Christentum als Stadt- und Bildungsreligion 485
Das frühe Christentum als Stadtreligion 485
Das frühe Christentum als Bildungsreligion 491
13.5 Die theologischen Hauptströmungen und Vernetzungen gegen Ende des 1. Jh. 496
13.5.1 Die fünf Hauptströmungen 496
Paulus 496
Die Synoptiker 497
Petrus 500
Johannes 505
Jakobus und das Judenchristentum 507
13.5.2 Vernetzungen 509
Paulus und Markus 509
Paulus und Lukas 511
Paulus und Matthäus 513
Paulus und Johannes 514
Die Synoptiker 517
Johannes und die Synoptiker 519
Paulus und Petrus 520
Paulus und Jakobus 521
Paulus und der Hebräerbrief 522
Die Johannesoffenbarung zwischen Johannes, Paulus und Jakobus 524
13.6 Die Verbreitung des frühen Christentums 526
14. Der Übergang zur Alten Kirche 533
14.1 Machtansprüche und feste Strukturen 533
1Klemensbrief 533
Ignatius von Antiochien 535
14.2 Die Herausbildung einer anderen Botschaft: Die frühe Gnosis 540
Quellen und Definition 541
Die Anfänge der Gnosis 546
Grundannahmen gnostischen Denkens 552
Die Entstehung des gnostischen Denkens 556
Tafel 6: Chronologie des frühen Christentums bis 130 n.Chr 559
15. Fünfzehn Gründe für den Erfolg des frühen Christentums 560
Literaturverzeichnis 563
Autorenregister 571
Personen- und Sachregister (in Auswahl) 581
Stellenregister (in Auswahl) 585
Pressestimmen
Aus: Der Heidewanderer – Heinrich Kröger – 16.4.2016
[…] Der Verfasser hat sein umfassendes Buch übersichtlich strukturiert und versteht durch seinen argumentativen Stil zu überzeugen. Das Buch eignet sich auch in Einzelfragen als Nachschlagewerk, das erschöpfende Auskunft gibt.

Aus: helvetia archaeologica – Dr. Rudolf Degen – 46/2015
[…] Der Autor (Universität Halle) hat einen umfassenden Grundriss der Geschichte des Urchristentums gezeichnet.

Aus: Christ in der Gegenwart – Gerd Häfner – 42(2015)
[…] Das Buch bietet eine solide und zuverlässige Einführung in die Geschichte des frühen Christentums in Auseinandersetzung mit der älteren und jüngsten Forschung.

Aus: Scientia Halensis 3/2015 – Margarete Wein
[…] legt Udo Schnelle, […] ein für Theologen wie Laien gleichermaßen lesenswertes Kompendium zur Entstehungsgeschichte der christlichen Weltreligion vor. […] Dem vorrangig wissenschaftlich Interessierten kommen die vielen Kapiteln vorangestellten Quellenangaben zugute – zahllose Möglichkeiten, zusätzliche Zugänge zum Thema zu finden. Grafisch markiert fürs Durchblättern, fallen eiligen Lesern ständig spannende Stichworte ins Auge, an denen sie sich schnell festlesen

Aus: lehrerbibliothek.de – Thomas Bernhard – 21.08.2015
[…] Diese Darstellung beschreibt die ersten 100 Jahre Christentum mit folgender Überzeugung: a) Das frühe Christentum war von Beginn an eine vielgestaltige, plurale Bewegung, b) Ereignisse und Ideen als theologische Konzepte befruchten sich wechselseitig, c) das frühe Christentum entwickelt eine hohe Literaturproduktion, die durchaus als Bildungsphänomen und kulturelle Leistung zu begreifen ist.de

Autoreninfo

Schnelle, Udo

Schnelle, Udo

Prof. Dr. theol. Udo Schnelle, o. Professor für Neues Testament an der theologischen Fakultät in Halle. Veröffentlichungen: Gerechtigkeit und Christusgegenwart. Vorpaulinische und paulinische Tauftheologie, 2. Aufl., 1986; Antidoketische Christologie im Johannesevangelium, 1987; Wandlungen im paulinischen Denken, 1989; Neutestamentliche Anthropologie, 1991; Neuer Wettstein II (mit G. Strecker); Neuer Wettstein I/2, I/1.1, I/1.2, 2001.2008. 2013; Einleitung in das Neue Testament, 8. Aufl., 2013; Das Evangelium nach Johannes, 4. Aufl., 2009; Paulus. Leben und Denken, 2. Aufl., 2014; Theologie des Neuen Testaments, 2. Aufl., 2014 Aufsätze.

Weitere Titel von Schnelle, Udo

Leserbewertungen

Bewertungen

Für Theologiestudenten uneingeschränkt zu empfehlen

Bewertung

Kundenmeinung von Sebastian Chatsman

Das Werk „Die ersten 100 Jahre des Christentums“ von Udo Schnelle hat direkt meine Aufmerksamkeit erlangt, da ich selber zu einem Teil dieses Prozesses meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Zu beachten ist dabei, dass Udo Schnelle den Lehrstuhl für Neues Testament inne hat und kein Historiker ist. Dieses wäre vorweg auch mein einziger Kritikpunkt, dass zu viel nur auf Grundlage der Bibel darstellt und zu wenig außerbiblische Quellen verwendet werden, wobei diese natürlich auch nur schwer und teilweise gar nicht zu finden sind. Wenn man sich mit diesem Wissen im Hinterkopf das Werk Schnelles anschaut, bin ich persönlich ziemlich begeistert.
Es handelt sich hierbei um eine wirklich gelungene Zusammenfassung der Geschehnisse zwischen 30 n. Chr. bis 300 n. Chr., wobei es natürlich auf Grund der Zeitspanne keine umfassende Betrachtung der einzelnen Unterpunkte sein kann. Dieses ist aber auch nicht das Ziel dieses Werks und für die weitere Beschäftigung mit den einzelnen Themen werden immer, soweit ich das für den von mir behandelten Bereich einschätzen kann, aktuelle weiterführende Literaturangaben an die Hand gegeben.

Wenn ich einschätzen sollte für welche Zielgruppe dieses Buch ist, würde ich sagen, dass Theologiestudenten mit dem Erwerb dieses Buches auf keinen Fall etwas falsch machen und auch ein Historiker sollte im Bewusstsein der oben genannten Einschränkungen mit diesem Werk gut arbeiten können, wobei für diesen die Abschnitte zur Entwicklung der christlichen Theologie natürlich weniger von Bedeutung sind.

Alles in allem kann ich für Leute, die sich für ein Überblickswerk in diesem Bereich interessieren, eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

empfehlenswert

Bewertung

Kundenmeinung von ute wendler

Das Buch richtet sich sowohl an Theologen als auch an Laien. Zu ergänzen ist, dass das Buch auch für Studierende anderer Fachrichtungen, insbesondere Geschichte, uneingeschränkt emfohlen werden kann.
Der Umfang des Buchs von fast 600 Seiten zeigt bereits, dass es über eine bloße Einführung in die Geschichte des frühen Christentums deutlich hinausgeht und detailliert die Entwicklung insbesondere im 1. Jh. n.Chr. nachzeichnet, wobei auch die Vorgeschichte nicht ausgespart wirdn Der Autor geht chronolgisch vor und verfolgt dabei die Auffächerungen in verschiedene Richtungen und Strömungen abhängig von einzelnen Protagonisten, ohne dass der Gesamtzusammenhang aus den Augen verloren würde. Interessant ist gerade auch für den theologischen Laien die Einordnung der Evangelien in den Kontext der Etablierung des frühen Christentums.
Das Buch ist klar und übersichtlich gegliedert und in einer niemals trockenen, anschaulichen Sprache gehalten. Je nach Interesse lassen sich auch nur einzelne Kapitel lesen, da für das Verständnis wichtige Grundaussagen nach Bedarf wiederholt werden. Bei kontinuierlichem Lesen wirken diese regelmäßigen Wiederholungen bereits bekannter Sachverhalte etwas ermüdend, haben aber auch eine gute Einprägsamkeit zur Folge.
Angenehm sind die farbig unterlegten Kästen am Kapitelende, in denen nicht nur die Kernaussagen zusammengefasst werden, sondern auch weiterführende Denkanstöße erfolgen. Störend ist dagegen die Anordnung von Schlagworten für einzelne Kapitel, die nicht wie üblich am Seitenrand stehen, sondern im Fließtext und dort den Lesefluss stören.
Schließlich ermöglichen ausführliche Fußnoten und Literaturhinweise bei Bedarf eine Vertiefung sämtlicher Themen.

Übersichtliches Einstiegswerk

Bewertung

Kundenmeinung von T. Wittor

In 15 Kapiteln gibt Udo Schnelle einen guten und detaillierten Überblick über das erste Jahrhundert des Christentums. Um die Zusammenhänge der Entstehung des Christentums zu verstehen, stellt er zunächst die Voraussetzungen und Kontexte der drei Jahrhunderte v. Chr. und derer um das Jahr 0 dar. Darauf aufbauend skizziert er die Entwicklung der neuen religiösen Bewegung, indem er sowohl auf die Jerusalemer Urgemeinde, als auch auf andere frühe Gemeinden, Missionsbestrebungen, die ersten Christenverfolgungen eingeht. Den Abschluss bildet letztendlich der Übergang zur Alten Kirche.

Für das Theologiestudium ist dieses Übersichtswerk besonders für den Anfang eine praktische Hilfe sowohl für den Fachbereiche des Neuen Testaments als auch den der Kirchen- und Theologiegeschichte.

Der Text ist leicht verständlich geschrieben. Das Layout ist sehr übersichtlich, das Werk gut strukturiert. Viele Unterkapitel gliedern es und vereinfachen den Gebrauch. In den einzelnen Textabschnitten sind am Rand grau unterlegte Kästchen zu finden, welche Stichworte zur besseren Orientierung liefern. Häufig schließen hervorgehobene Fazits die einzelnen Unterpunkte ab und fokussieren noch einmal zentrale Thesen.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von A. Seifert

Neutestamentliche Texte sind nur dann zu verstehen, wenn ihr Entstehungskontext verstanden und mitgedacht wird. Udo Schnelle bietet mit diesem Band eine fundierte Darstellung des Werdens der christusgläubigen Gemeinschaft des 1.-2. Jh. auf dem neuesten Stand der Forschung.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von J. Quenstedt

Schlüssige, detaillierte Gliederung; sehr übersichtlich; knappe Zusammenfassungen verdeutlichen die wichtigsten Inhalte; gute Literaturhinweise.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von C. Kuß

Es gibt zahlreiche Überschneidungen mit seinen anderen Büchern, sodass sich mir die Frage nach dem "Neuen" in diesem Buch stellt.

Gutes Einstiegswerk, leicht zu verstehen

Bewertung

Kundenmeinung von Julia Peter

Das Buch von Udo Schnelle gibt einen guten Einblick in das Christentum der ersten Jahre beginnend mit der Umwelt, in der es entstand, über die auftauchenden Probleme und Strömungen, hin zu dem Übergang in die Alte Kirche. Ausführliche Fußnoten und Literaturhinweise ermöglichen ein Vertiefen bei vorhandenem Interesse. Besonders hervorzuheben sind die zwei Arten von grauen Kästen. Die einen enthalten neben dem Text Schlagwörter und die anderen am Ende der Kapitel fassen das Wichtigste des Inhalts noch einmal gut zusammen. Schade finde ich, dass über Petrus eher wenig zu finden ist.
Als Einstiegswerk und Grundlage ist dieses Werk sehr zu empfehlen, für weitere Informationen und größere Arbeiten kann den Literaturhinweisen gefolgt werden.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von M. Öhler

Umfassende Aufarbeitung eines wesentlichen Bereichs neutestamentlicher Wissenschaft, übersichtlich und mit klaren Positionen.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Bewertung

Kundenmeinung von André Flimm

Wie konnte aus einer Bewegung einiger weniger in der Peripherie des römischen Reiches eine die Welt kraftvoll bewegende und gestaltenden Religion werden? Udo Schnelle untersucht in seinem neu erschienenen Werk die Dynamik der ersten 100 Jahre des entstehenden und sich verfestigenden Christentums. Dabei wird schnell deutlich, wie das Frühe Christentum seine ersten Formen und Formeln aus der es umgebenden religiös-kulturellen Umwelt schöpft und durch das Prisma des Christuserzählung bricht und neu bzw. anders deutet (Vgl. S. 457). Im Blick ist hierbei nicht nur die jüdische Religion, sondern auch die Kultwelt Griechenland und Roms. Schnelle zeigt, dass das entstehende Christentum von Beginn an unter einem starken hellenistischen Einfluss stand, sodass hier von Beginn an von einer produktiven Kultursynthese zu sprechen ist.

Nachdem er sich über seine Methode und seinen Standpunkt Rechenschaft abgelegt hat, geht der Verfasser in seiner Darstellung chronologisch vor und lässt außerbiblische Quellen und Zeugnisse so oft es geht mit einfließen. Dabei wird eine doppelte Perspektive eingenommen: zum einen wird sehr eindrücklich dargestellt, wie sich die neue Bewegung zu den verschiedenen Trägern nach außen verhält, aus ihnen ersteht und sich langsam von ihnen abgrenzt. So kommt es durch eine Bestimmung durch Abgrenzung nach außen. Zum anderen werden auch die zahlreichen innerchristlichen Probleme und Aufgaben geschildert, sodass neben dem Außendiskurs stets der Innendiskurs identitätsstiftend wirkt. Die Pluralität der Ansichten hat dabei keineswegs schädigend, sondern fördernd gewirkt.
Kommunikation nach außen wie nach innen gehört demnach zu den maßgebenden Faktoren des Erfolgs der neuen Bewegung. Dies meint einerseits die reiche Produktion von Literatur und Kultformen, andererseits die aktive Beteiligung der Christinnen und Christen am Gesellschaftsleben.
Diese verschiedenen Formen der Kommunikation nach außen und innen bilden den Schwerpunkt von Schnelles Darstellung: neben den biblischen und außerbiblischen Schriften und Gruppierungen werden die Ausbildung einer Theologie, die Etablierung von Taufe und Abendmahl, sowie die Einbettung in die Gesellschaft thematisiert, sodass hier zeit-, kultur-, ideen-, und sozialgeschichtliche Aspekte in ein produktives Verhältnis gesetzt werden. Schließlich wird die Darstellung mit 15 Gründen über den Erfolg des Frühen Christentums zusammenfassend beschlossen.

Neben den herauszuhebenden inhaltlichen Aspekten ist das Buch auch auf formaler Ebene zu loben: der Stil ist durchweg gut und leicht lesbar, Begriffe werden erklärt und gegebenenfalls übersetzt, sodass auch NichttheologInnen vom Lesen profitieren dürften. Jedes Kapitel beginnt mit Literaturhinweisen und endet mit einer kurzen Zusammenfassung. Oft wird die Darstellung durch Zeittafeln, Schaubildern oder Fotos bereichert.

Alles in allem ist dieses Buch all denen zum Kauf empfohlen, die tiefer in die faszinierende gestalterische Kraft des entstehenden Christentums eintauchen wollen. Auf das theologische Studium bezogen ließe es sich sowohl als Grundlage für neutestamentliche Studien, wie auch für kirchengeschichtliches und systematisch-theologisches Lernen lesen. Neben Schnelles Theologie des Neuen Testaments und seiner Einleitung in das Neue Testament dürfte auch dieses Buch das Potential haben, ein Standardwerk zu werden.

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