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Einführung in die islamische Philosophie

Die Geschichte des Denkens von den Anfängen bis zur Gegenwart

von Yousefi, Hamid Reza Fach: Philosophie;

Hamid Reza Yousefi lässt in beeindruckender Weise die islamische Philosophie aus der Asche der Vergessenheit neu erblühen.

Die leicht verständliche Sprache und viele Porträtzeichnungen der Philosophen machen das Lesen zum Vergnügen. Eine Auswahl von 32 Philosophen und Naturwissenschaftlern gibt uns Einblick in eine Geistesgeschichte von erstaunlicher Vitalität. Das Buch umfasst die islamische Philosophie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Die klar gegliederte, chronologische Vorstellung der wichtigsten Phasen und Schulen ermöglicht auch Lesern ohne Vorkenntnisse einen schnellen Einstieg und Überblick. Wer die Grundlage für ein umfassendes Islambild sucht, der wird sie hier finden.
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Details
ISBN 9783825245238
UTB-Titelnummer 4082
Auflagennr. 2. überarb. Aufl.
Erscheinungsjahr 2016
Erscheinungsdatum 12.09.2016
Einband Kartoniert
Formate UTB S (12 x 18,5 cm)
Originalverlag W. Fink
Umfang 240 S., 35 Abb.
Zusatzmaterial
Inhalt
VORWORT 11
I. WAS IST PHILOSOPHIE? 19
1. DAS WESEN DER PHILOSOPHIE 19
1.1 Was bedeutet Denken? 19
1.2 Sprache als Ausdruck des Denkens 20
2. ORTE DES DENKENS 21
3. SEHNSUCHT – WURZEL DER PHILOSOPHIE 25
II. VORÜBERLEGUNGEN ZU EINEM LANGEN WEG 31
1. GRÜNDUNGS- UND BLÜTEZEIT DES ISLAMISCHEN ORIENTS 31
2. PHILOSOPHIE – MYSTIK – WEISHEIT 35
3. ISLAMISCHE WELT UND GRIECHISCHE PHILOSOPHIE 36
III. PHILOSOPHIEN DER ISLAMISCHEN WELT 39
1. GRÜNDUNGS- UND ERSTE BLÜTEPHASE (8. BIS BEGINNENDES 14. JAHRHUNDERT) 41
1.1 Mutaziliten und die Dialektik 43
1.2 Ibn Musa Kharazmi und die Entwicklung von Algebra und Algorithmus 45
1.3 Al-Kindi und die Stufen der menschlichen Erkenntnis 51
1.4 Zakariya Razi und das Primat der Vernunft 55
1.5 Abu Nasr Farabi und die Typologie der Wissenschaft 60
1.6 Ikhwan as-Safa und das Verhältnis von Moral und Wissenschaft 68
1.7 Ibn Miskawayh und die Interdependenz von Ethik und ewiger Vernunft 79
1.8 Ibn Sina und der ethische Grundsatz des weisen Maßes 83
1.9 Abu Reyhan Biruni und das empirische Experiment 90
1.10 Abu Hamid Ghazali und die Erneuerung des Denkens 96
1.11 Ibn Ruschd und die Universalität der Vernunft 107
1.12 Schahabeddin Sohrewardi und die Idee des vollkommenen Menschen 113
1.13 Khage Nasireddin Tousi und die optische Astronomie 119
1.14 Ghotbeddin Schirazi und die Revision der ptolemäischen Planetenbewegungen 124
2. MEHRDIMENSIONALE ÜBERGANGSPHASE (14. BIS 19. JAHRHUNDERT) 127
2.1 Ibn Khaldun und das Prinzip ›Solidarität‹ 132
2.2 Mir Damad und das Mensch-Kosmos-Verhältnis 138
2.3 Molla Sadra und die substantielle Bewegung 141
2.4 Faiz Kaschani und die Prinzipien der Erkenntnistheorie 148
2.5 Molla Ahmad Naraghi und die Grundlagen der rationalen Ethik 153
2.6 Hadi Sabzewari und der rationalistische Existentialismus 157
3. KRITISCHE GEGENWARTSPHASE (19. BIS 21. JAHRHUNDERT) 161
3.1 Mirza Fathali Akhondzade und Dimensionen der Sozialkritik 162
3.2 Mirza Aghakhan Kermani und die Rückbesinnung auf eigene Traditionen 166
3.3 Talbof Tabrizi und Aufklärung durch Bildung 169
3.4 Mohammad Ali Foroughi und Selbstkritik als Motor des Fortschritts 173
3.5 Allameh Tabatabai und die hermeneutische Erneuerung des Geistes 178
3.6 Mehdi Haeri Yazdi und die universalistische Pyramide des Seins 187
3.7 Abdoldjavad Falaturi und dialogische Verständigung zwischen Orient und Okzident 191
3.8 Mohammed Arkoun
und die Unmoral verschlafener Vernunft 197
3.9 Mohammed Abed Al-Jabri und die Kritik traditionsgebundener arabischer Vernunft 204
3.10 Karam Khella und die Erkenntnispyramide der Einheit 210
3.11 Seyyed Hossein Nasr und die Grenzen zwischen Tradition und Moderne 216
3.12 Reza Davari Ardekani und die Zukunft der Philosophie 223
Nachwort 229
Literaturverzeichnis 233
Autoreninfo

Yousefi, Hamid Reza

Yousefi, Hamid Reza

PD Dr. Hamid Reza Yousefi lehrt interkulturelle Philosophie und Geschichte der Philosophie an der Universität Koblenz-Landau und ist der Gründungspräsident des Instituts zur Förderung der Interkulturalität in Trier. Er gibt die Schriftenreihe "Interkulturelle Bibliothek" heraus.

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Leserbewertungen

Bewertungen

Gute Einführung in ein bisweilen noch unerforschten Bereich der Philosophie

Bewertung

Kundenmeinung von Andreas Hillbrandt

Für mich als Leser ist die Einführung besonders interessant, da ich mich beruflich sehr intensiv mit Konstruktion und Reproduktion von Wissen auseinandersetzte. In dieser Diskussion ist (kurz gefasst) die europäische Philosophiegeschichte epochenartig besonders dominat und es wird wenig auf nicht-eurozentristische Philosophie und Ideologie bezug genommen. Es ist mit der Arbeit von Hamid Reza Yousefin also schön zu sehen, dass nicht nur in Kreisen postkolonialer Kritiker*Innen eine Philosophiegeschichte (die unglaubliche Kontinuität besitzt) unweit des eurozentristischen Mainstreams thematisiert werden kann. Die Gründe hierfür beitet das Werk genügend.

Der Inhalt gliedert sich dabei beginnend mit allgemeiinen Fragen der Philosophie, über die Entwicklungszusammenhänge des Islams, hin zu der im 8. Jahrhundert beginnenden islamisches Philosophie und dessen Vertreter (alle männlich). Die chronologische Vorstellung der einzelnen islamischen Philosophen und dessen Kernpunkte sind für mich und meine Forschung unglaublich interessant und aufschlussreich gewesen.
Die Sprache ist dabei in einem auch für Einstieger*Innen verständlichem Rahmen.

Ich kann dieses Buch nicht nur Einsteiger*Innen und Laien empfehlen, sondern ebenso höheren Semestern.

Dementsprechend mache ich auch keinen Punkt abzug.

Einführung in die islamische Philosophie

Bewertung

Kundenmeinung von Laura Becker

Diese Einführung von Hamid Reza Yousefi gibt einen umfassenden und doch konzisen Überblick über wichtige Philosophen im islamischen Raum aus verschiedenen Strömungen, Epochen und Schulen. Dabei wird die islamische Philosophie als solche vorgestellt, in chronologisch begründete Phasen unterteilt sowie in einen größeren allgemein-philosophischen Kontext eingeordnet.

Der erste Teil des Buches besteht darin, ganz allgemein in die Fragen, Thematiken und Vorgehensweisen der Philosophie einzuführen. Besonders für fachfremde Leser eignet sich dieses klar und verständlich gehaltene Kapitel gut als allgemeiner Einstieg in die (bzw. einige der) Problematiken und Fragestellungen der Philosophie.

Der zweite Teil bietet einige Vorbemerkungen zum Ursprung und zur historischen/geographischen Entwicklung des Islams als Religion sowie zu einigen kulturellen Bereichen, die mit der Philosophie eng verschmolzen sind. Dieses Kapitel ist hilfreich für ein Publikum, welches nicht so sehr vertraut mit dem Islam ist.
In diesem Teil wird darüber hinaus der Bogen gespannt zwischen antiker griechischer und islamischer Philosophie, wobei letztere z.T. auf antike Konzepte zurückgeht und anderes in bereits Bestehendes aufnimmt.

Der dritte Teil besteht aus der Vorstellung ausgewählter Philosophen der islamischen Welt, die jeweils innerhalb einer Periode der islamischen Philosophie porträtiert werden.
Der Autor begründet zu Beginn die chronologisch-konzeptuelle Einteilung der islamischen Philosophie in drei Phasen und gibt in diesem Abschnitt jeweils eine kleine allgemeinere Einleitung, bevor Einzelpersonen vorgestellt werden. Die drei Phasen sind eine „Gründungs- und erste Blütephase“ (8.-14. Jh.), eine „mehrdimensionale Übergangsphase“ (14.-19. Jh.) und eine „kritische Gegenwartsphase“ (19.-21. Jh.).
Die erste Phase beginnt mit der Entstehung und Expansion des Islams und entwickelt sich mit Bagdad und später Kairo als wachsendes kulturelles und wissenschaftliches Zentrum des Orients. Sie endet in der Mitte des 14. Jahrhunderts mit bewegenden Umbrüchen in der europäischen Welt, mit dem Einfall der Mongolen, welcher der Kultur und Wissenschaft im islamischen Raum Schaden zufügt, und mit anderen internen politisch-gesellschaftlichen Problemen.
Innerhalb der zweiten „Übergangsphase“ entsteht im 16. Jahrhunderteine neue Schule in Esfehan und später in Tehran, deren Wirkung bis in die Gegenwart reicht.
Die dritte „Gegenwartsphase“ ist gekennzeichnet von neuen Fragestellungen der islamischen Philosophie, die sich nun mit dem europäischen Expansionismus und der schwächer werdenden Position des Islam konfrontiert sehen. Neuzeitliche Ideen aus Europa werden integriert und in die Sozialkritik mit aufgenommen. Darüber hinaus wird zunehmend ein Dialog und Austausch mit der europäischen Philosophie gefördert, bzw. versucht, die islamische Philosophie für Europa offener zu machen.

Die Vorstellung der einzelnen Philosophen der islamischen Welt geht nicht isoliert auf das Werk der Einzelperson ein, sondern setzt dies in einen biographischen, philosophischen und zeitgenössisch-geschichtlichen Kontext. Dabei wird auch häufig auf Geschehnisse in Europa verwiesen, was für viele Leser das Einordnen erleichtern kann und einen gelungenen Gesamtüberblick schafft. Am Ende eines jeden Abschnittes werden ausgewählte Verweise auf Primärtexte gegeben, die einen guten Ansatzpunkt für eine tiefere Auseinandersetzung mit einzelnen Autoren/Philosophen ermöglichen.

Insgesamt eignet sich diese Einführung sehr gut, um einen allgemeinen Überblick über islamische Philosophie und eine Vielzahl ihrer Vertreter zu bekommen. Neben der Darstellung einzelner Personen und Werke werden kulturelle, politische, gesellschaftliche und philosophisch-wissenschaftliche Kontexte aufgezeigt, sodass auch ein Leser ohne Vorkenntnisse oder ohne wissenschaftlichen Anspruch dem Werk viel abgewinnen kann. Durch die Querverweise auf europäische Fragestellungen, Theorien und Konzepte in der Philosophie ist die Einführung auch geeignet für Philosophie-Kenner, die den islamischen Raum neu erkunden wollen.

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