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Einladung zur Soziologie

Eine humanistische Perspektive

von Berger, Peter L. Fach: Soziologie;

Peter L. Berger eröffnet mit seiner „Einladung zur Soziologie“ auf leichtfüßige und eingängige Art einen Zugang in die Denkweise des Fachs. Im Alter von nur 35 Jahren schrieb er diese zeit- und konkurrenzlose Einführung, welche zwischenzeitlich in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Ergänzt wird das Werk durch ein aktuelles Interview, das die Herausgeberin Michaela Pfadenhauer mit Peter L. Berger über dieses Buch und sein heutiges Verständnis von Soziologie führte. Peter L. Berger gilt als bedeutendster Vertreter der sogenannten „neueren Wissenssoziologie“ und scharfer Analytiker der Gegenwart. Er leitete 30 Jahre lang das von ihm gegründete „Institute for Culture, Religion and World Affairs“ (CURA) an der Boston University.
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Details
ISBN 9783825234959
UTB-Titelnummer 3495
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2011
Erscheinungsdatum 20.04.2011
Einband Kartoniert
Formate UTB S (12 x 18,5 cm)
Originalverlag UVK
Umfang 220 S.
Inhalt
Please, invite me! Peter L. Berger im Rückblick auf
die Entstehung der »Invitation to Sociology« und
zum Zustand der Soziologie heute 7
Vorwort 17
1 Soziologie als Fröhliche Wissenschaft 21
2 Soziologie als Bewusstsein 45
3 Exkurs: Lebenslauf und Lebensläufe oder:
Vergangenheit nach Maß und von der Stange 73
4 Soziologische Perspektive I: Mensch in der Gesellschaft 87
5 Soziologische Perspektive II: Gesellschaft im Menschen 115
6 Soziologische Perspektive III: Gesellschaft als Drama 145
7 Exkurs: Machiavellismus und Moral in der Soziologie oder: Auch
mit Skrupeln kann man weiter mogeln 175
8 Soziologie als humanistische Wissenschaft 189
Bibliografische Notizen 203
Namenregister 213
Sachregister 215
Autoreninfo

Berger, Peter

Prof. Dr. Peter L. Berger leitete das von ihm gegründete "Institute for Culture, Religion and World Affairs" (CURA) an der Boston University.
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Please, invite me! Die Neuauflage eines Klassikers mit moderner Perspektive

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Kundenmeinung von Simone Ines

Forschende, die sich für Wissenssoziologie und Sozialkonstruktivismus interessieren, sind mit dem Standardwerk von Berger und Luckmann, "The Social Construction of Reality" bestens vertraut. Doch dass man den Soziologen Peter L. Berger (geboren 1929) nicht nur auf dieses eine Werk reduzieren kann, dürfte spätestens nach der Lektüre der "Einladung zur Soziologie" klar sein. Erstmals erschien das 1963 von ihm verfasste Werk 1977 in deutscher Sprache; und die Mitherausgeberin Michaela Pfadenhauer erläutert in einer Einleitung samt Interview mit Berger aus dem Jahr 2007 die Gründe dafür, warum eine Neuauflage dringend notwendig war. Denn das Feld der Soziologie hat sich gewandelt, insbesondere durch den Neuanfang der Wissenssoziologie, der unter anderem mit dem eingangs genannten Werk von Berger und Luckmann eingeläutet wurde. Berger selbst bezeichnet dieses Buch als Essay, als "Zusammenschreiben dessen, was man denkt" - und nicht als Forschungsarbeit. Und genau darin liegt der besondere Reiz dieses 220 Seiten starken Buches: Es macht neugierig auf die Forschungsgebiete der Soziologie, ohne einschüchternd zu wirken. Deshalb ist es sowohl für fachaffine, als auch für fachfremde Studierende (oder Interessierte) zur Lektüre bestens geeignet: Es führt "explizit an die Disziplin als solche [heran] - eine Einführung von zeitlosem Wert".

Im ersten Kapitel (Soziologie als Fröhliche Wissenschaft) räumt Berger zunächst mit gängigen Missverständnissen auf, die sich über Soziologie gebildet haben. Beispielsweise stellt er klar, dass ein Soziologe kein "social worker" ist, oder dass Soziologie nicht mit "Sozialarbeit" gleichzusetzen und keine "Sozialreform" ist. Zudem übt er Kritik an der zahlenaffinen, quantitativen Sozialforschung, welche bisweilen die Lehre von der Gesellschaft auf Statistiken reduziert. Auch die Ideologisierung der Soziologie ab den 1960er Jahren kritisiert er - und in all diesen Punkten wird deutlich, warum Außenstehende sich mit der Einordnung soziologischer Forschung schwer tun: Die Vielfalt an quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden, die zahlreichen theoretischen Schulen und die Vielzahl möglicher Tätigkeitsfelder für Soziologen lassen sich schwerer begreifen oder definitorisch in einen gemeinsamen Rahmen fassen als bei anderen Fächern - deshalb meint Berger auch, dass der Begriff Wissenschaft zu schwach sei; stattdessen sagt er: "Soziologie ist eine Leidenschaft".

Im zweiten Kapitel (Soziologie als Bewusstsein) geht Berger dann näher auf das Bezugssystem des Soziologen und auf das soziologische Denken ein. Für das soziologische Bewusstsein nennt er vier Motive (Bedürfnis zu demaskieren, Interesse für weniger anständige Seiten der Gesellschaft, relativieren können, Kosmopolitismus), die den Lesenden dabei helfen sollen, ein Verständnis für die Fragestellungen der Soziologie zu entwickeln. Dabei verzichtet er bewusst auf Namedropping, erwähnt lediglich einige zentrale Figuren und Schulen, so dass der Text leicht verständlich bleibt.

Die Kapitel drei und sieben bilden zwei Exkurse; erst geht es um "Lebenslauf und Lebenläufe oder: Vergangenheit nach Maß und von der Stange", dann um "Machiavellismus und Moral in der Soziologie oder: Auch mit Skrupeln kann man weiter mogeln". In diesen Abschnitten wird das soziologische Denken eher auf die menschlichen Aspekte, also auf die Mikro-Ebene heruntegebrochen, so dass ein konkreter Bezug von der Terminologie zum handelnden Subjekt entsteht.

In den Kapiteln vier bis sechs hingegen erläutert Berger anschaulich drei wesentliche soziologische Perspektiven: "Mensch in der Gesellschaft", "Gesellschaft im Menschen" und "Gesellschaft als Drama". Dabei geht er darauf ein, wie der Einzelne in der Gesellschaft verortet ist und wie Gesellschaft als Ganzes dem Einzelnen übergeordnet ist. Er thematisiert die Beziehung der beiden Faktoren zu einander aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigt sowohl deterministische, als auch konstruktivistische Herangehensweisen, geht auf das Innere und das Äußere ein; schärft den Blick für die Vereinbarkeit von "Freiheit" und "Kausalität". Dank zahlreicher Beispiele führt er die Konzepte stets auf die Ebene des Verständlichen und des Konkreten zurück.

Im abschließenden achten Kapitel (Soziologie als humanistische Wissenschaft) vertritt Berger eine damals wenig kommunizierte Herangehensweise an die Soziologie. Er argumentiert, dass den Theorien und Methoden eine grundsätzlich menschlich ausgerichtete Sichtweise zugrunde liegt; zudem besitzt die Soziologie weitere Eigenschaften, die sie in die Nähe der Geisteswissenschaften rückt: "Es gehört Aufgeschlossenheit des Geistes und Universalität des Blickes dazu, wenn man den humanistischen Ort der Soziologie bestimmen will. Dass das kaum anders denn auf Kosten streng logischer Systematik möglihc ist, geben wir ohne Weiteres zu (...)." Hier wird abschließend nochmals der innere Konflikt der Soziologie deutlich, der aber gleichzeitig die faszinierende Vielfalt dieses Faches ausmacht: Die Anziehungskraft des Positivismus mit seiner Logik trifft auf das menschliche Element, auf die "paradoxe Vielfalt des Lebens". Bergers fesselnder und lehrreicher Essay regt Lesende zum Nachedenken an - und trägt dazu bei, ein Bewusstsein für die Vielfalt soziologischer Forschung zu schaffen. Um sich ein Bild von der Soziologie zu machen, ist dieses Buch hervorragend geeignet.

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