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Europa am Vorabend der Moderne 1650-1800

Frühe Neuzeit II

von Duchhardt, Heinz Fach: Geschichte; Reihe: Handbuch der Geschichte Europas

Im vollen Bewusstsein der unaufhebbaren Spannung zwischen gemeinsamen europäischen Werten, Prozessen und Erfahrungen einerseits und nationalen/regionalen Besonderheiten und "Sonderwegen" zeichnet das Buch für die Epoche vor dem Übergang zur eigentlichen Moderne, die in die Moderne einmündenden Entwicklungslinien nach.

Auch das Staatenleben in seiner Umbruchphase, Aufklärung und Verwissenschaftlichung, Handel und Wirtschaft, Sozialstrukturen und das zunehmende Wissen von "Europa" werden beleuchtet. Die "nationalen" Kapitel gehen in komprimierter Form den individuellen Entwicklungsprozessen nach.

Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) umfasst 9 Bände in chronologischer Abfolge.

Alle Bände folgen der gleichen Gliederung:
- Charakter der Epoche
- Geschichte der europäischen Länder
- Europäische Gemeinsamkeiten, gegliedert nach Verfassung und Recht, Politik und internationale Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Religion
- Forschungsstand
- Bibliographie
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Details
ISBN 9783825223380
UTB-Titelnummer 2338
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2003
Erscheinungsdatum 15.03.2003
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Ulmer
Umfang 464 S., 16 Karten, 3 Tab.
Inhalt
Vorwort des Herausgebers 9
Vorwort des Verfassers 10
1 Charakter und Einheit der Epoche . 13
1.1 Chronologie 13
1.2 Europa – Definition und „Erfahrbarkeit“ eines Kontinents 27
1.3 Natur und Umwelt 37
2 Die Strukturen der Epoche: Institutionen, Akteure, bewegende Kräfte 47
2.1 Verfassung: Fürsten, Höfe, Verwaltung . 47
2.1.1 Die Vielgestaltigkeit Europas und das Modell des fürstlichen Zentralstaats 47
2.1.2 Ständewesen und Fürstenstaat 50
2.1.3 Hofkultur und herrscherliches Selbstverständnis 51
2.1.4 Fürstenstaat und Verwaltung 56
2.2 Die Beziehungen zwischen den Staaten: Krieg, Frieden, Völkerrecht 62
2.2.1 Kriegstypen 62
2.2.2 Heerwesen 68
2.2.3 Heeresverfassung und Staatsverfassung 71
2.2.4 Die Europäisierung von Krieg und Frieden 73
2.2.5 Das Ius Publicum Europaeum . 76
2.2.6 Grundmuster der internationalen Beziehungen 78
2.3 Gesellschaft und Wirtschaft 82
2.3.1 Demographie und Alltagswelt 82
2.3.2 Die Gesellschaft 92
2.3.3 Wirtschaft, Handel und Verkehr 117
2.4 Kultur und Religion 132
2.4.1 Das Europa der Aufklärung 132
2.4.2 Wissenschaft und République des Lettres 165
3 Die „nationalen“ Entwicklungen 176
3.1 Frankreich 176
3.1.1 Die innen- und außenpolitische Ausgangslage 177
3.1.2 Das Régime Ludwigs XIV. 178
3.1.3 Das „Erbe“ des Roi-Soleil 183
3.1.4 Die Krone in der Kritik 188
3.1.5 Die Revolution als nationales und internationales Ereignis 191
3.2 Großbritannien 197
3.2.1 Die Ausgangslage: Revolution und Commonwealth 199
3.2.2 Restauration und Stuart-Regime 200
3.2.3 Die Glorious Revolution als politische Zäsur und Verfassungszäsur 203
3.2.4 England als Modell- und Vorbildstaat 206
3.2.5 Großbritanniens antirevolutionäre Führerschaft 216
3.3 Niederlande 217
3.3.1 Verfassungs- und Verwaltungsstrukturen 217
3.3.2 „Goldenes Zeitalter“ 218
3.3.3 Die Republik als europäische Großmacht 219
3.3.4 Der ökonomische Höhenflug und der wirtschaftliche Abstieg der Republik 222
3.4 Heiliges Römisches Reich 226
3.4.1 Der verfassungsrechtliche Sonderfall 226
3.4.2 Das Reich in den internationalen Konflikten des ludovizianischen Zeitalters 234
3.4.3 Die Zäsur von 1740 und die Konflikte um das österreichische Erbe 242
3.4.4 Aufklärung im Alten Reich 245
3.4.5 Das Alte Reich und die Revolution 246
3.5 Der Habsburgerstaat 249
3.5.1 Die Dynastie als Integrationsfaktor 249
3.5.2 Der Dreikronenverbund 253
3.5.3 Die Dynastie in der Offensive und in der Defensive 260
3.5.4 Der preußisch-österreichische Dualismus 266
3.5.5 Der Habsburgerstaat und die Revolution 269
3.6 Brandenburg-Preußen 270
3.6.1 Die Ausgangslage: Kurbrandenburg unter dem Großen Kurfürsten 270
3.6.2 Der lange Weg zur Krone und Großmacht 272
3.6.3 Preußens außenpolitische Optionen und Zwänge nach dem Siebenjährigen Krieg 278
3.7 Dänemark 282
3.7.1 Die Auswirkungen des Hegemonialkampfes gegen Schweden 282
3.7.2 Der Konflikt mit Schweden als innen- und außenpolitisches Problem 284
3.7.3 Das 18. Jahrhundert als „inneres“ Jahrhundert 286
3.8 Schweden 288
3.8.1 Die Krone Schweden in den 1650er Jahren: Erfolge und neue Konflikte 288
3.8.2 Die Verfassungsentwicklung 290
3.8.3 Karl XII. und der Große Nordische Krieg 293
3.8.4 Die Libertätszeit: verfassungspolitische und soziale Umbrüche 295
3.8.5 Der Staatsstreich von 1772 und die Restitution der Krongewalt 297
3.9 Polen 300
3.9.1 Zäsurcharakter des mittleren 17. Jahrhunderts? 300
3.9.2 Türkenkriege als Ausweg aus der Verfassungskrise? 302
3.9.3 Die wettinische Personalunion 303
3.9.4 Die Reformära und die Teilungen Polens 306
3.10 Russland 309
3.10.1 Russlands Aufstieg zu einer Regionalmacht 310
3.10.2 Die Anfänge des Europäisierungsprozesses 313
3.10.3 Peters I. Nachfolgerinnen und Nachfolger 318
3.10.4 Katharina II.: Reform- und Großmachtpolitik 319
3.11 Osmanisches Reich 323
3.11.1 Die Andersartigkeit des Osmanischen Reiches 324
3.11.2 Niedergangsphase? 329
3.11.3 Die Anfänge eines „Europäisierungsprozesses“ 331
3.11.4 Russland und das Osmanische Reich 332
3.12 Italienische Staatenwelt 334
3.12.1 Savoyen 335
3.12.2 Mailand 337
3.12.3 Venedig 338
3.12.4 Toskana 341
3.12.5 Der Kirchenstaat 343
3.12.6 Neapel-Sizilien 346
3.12.7 „Italien“ und die Revolution 347
3.13 Eidgenossenschaft 348
3.13.1 Die staatsrechtliche Signatur 348
3.13.2 Soziale und politische Unruhen 351
3.13.3 Aufbruch und Modernisierung 353
3.14 Spanien 354
3.14.1 Westfälischer und Pyrenäenfriede als negative Einschnitte 355
3.14.2 Der fragile Frieden: Die Revision der Utrechter Friedensordnung als außenpolitisches Axiom 361
3.14.3 Das Leitthema der bourbonischen Familienallianzen 364
3.14.4 Revolutionsdisposition? 366
3.15 Portugal 367
3.15.1 Die Kolonialmacht 367
3.15.2 Bevölkerung und Sozialstruktur 367
3.15.3 Königsmacht und Außenpolitik 368
3.15.4 Die Aufklärung in Portugal 369
4 Forschungsstand 372
4.1 Das innovative Potential der Frühneuzeitforschung 372
4.2 Quelleneditionen 372
4.3 Gesamtdarstellungen, zentrale Begriffe und Deutungsmuster 377
4.4 Der „geistesgeschichtliche“ Forschungsansatz 379
4.5 Stereotypenbildung 380
4.6 Die Aufklärung als europäisches Forschungsanliegen 381
4.7 Sozialgeschichte 383
4.8 Historische Kriminalitäts- und Hexenforschung 385
4.9 Rechts- und Verfassungsgeschichte, Ständegeschichte 386
4.10 Kulturgeschichtliche Ansätze und symbolisches Handeln 387
4.11 Geschichte der internationalen Beziehungen 391
4.12 Die nationalen Historiographien und die Europäisierung der Geschichtswissenschaft 393
5 Bibliographie 394
5.1 Abkürzungsverzeichnis 394
5.2 Europa 394
5.2.1 Allgemeine Literatur 394
5.2.2 Recht und Verfassung, politisches Denken 396
5.2.3 Internationale Beziehungen, Krieg und Völkerrecht 399
5.2.4 Wirtschaft, Handel, Verkehr 402
5.2.5 Soziale Strukturen, Demographie 403
5.2.6 Kultur, Wissenschaft und Religion 408
5.2.7 Natur und Umwelt 413
5.3 Länder 413
5.3.1 Frankreich 413
5.3.2 Großbritannien 415
5.3.3 Niederlande 418
5.3.4 Heiliges Römisches Reich 419
5.3.5 Habsburgerstaat 422
5.3.6 Brandenburg-Preußen 423
5.3.7 Dänemark 424
5.3.8 Schweden 424
5.3.9 Polen 425
5.3.10 Russland 426
5.3.11 Osmanisches Reich 427
5.3.12 Italienische Staatenwelt 427
5.3.13 Eidgenossenschaft 428
5.3.14 Spanien 429
5.3.15 Portugal 429
Zeittafel 1648–1804 430
Verzeichnisse der Karten und Tabellen 437
Personen-, Orts- und Sachregister 439
Autorenregister 459
Pressestimmen
Aus einem Gespräch auf „WDR 3 Mosaik“ am 23.01.2013. Hans-Jörg Modlmayr zur Reihe „Handbuch der Geschichte Europas“
[…] Das ist für Studenten, das ist für jedermann ein Werkzeug. Ich kann es wärmstens empfehlen. Das brauchen wir. […]"
Aus: Auskunft – Zeitschrift für Bibliothek, Archiv und Information in Norddeutschland – 10/2006
[…] So wird in kompakter, klar strukturierter Form anregend historisches Wissen auf neuestem Stand vermittelt. Diese Reihe wird in Schule und Hochschule sowie bei historisch Interessierten ihren festen Platz finden. […]

Aus: Historsiche Zeitschrift – Harm Klueting – Band 285/2007
Peter Blickle hätte für diesen Band seines „Handbuchs der Geschichte Europas“ im deutschen Sprachraum kaum einen besseren Autor gewinnen könne als Heinz Duchhardt. […]

Reiheninfo
Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) zeigt in 9 Bänden die historischen Voraussetzungen des modernen Europa. Es behandelt jedes Land gesondert und Europa als kulturelle Einheit insgesamt. Das Handbuch ist von international anerkannten Historikern mit langjähriger Lehrerfahrung an Universitäten geschrieben. Es ist für den Unterricht an Hochschulen und Gymnasien verfasst und dient der Orientierung historisch Interessierter. Alle Bände folgen der gleichen Gliederung: Charakter der Epoche; Geschichte aller europäischen Länder; Europäische Gemeinsamkeiten, gegliedert nach Verfassung und Recht, Politik und internationale Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Religion; Forschungsstand, Forschungskontroversen, Forschungsperspektiven; Bibliographie.

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Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von A. Pinwinkler

Der Band folgt dem bewährten Konzept des "Handbuchs der Geschichte Europas" und ist mit Heinz Duchhardt von einem ausgewiesenen Kenner verfasst, der sein Thema in verständlicher Sprache darstellt.

Ein treuer Begleiter für alle, die in Beruf, Schule und vor allem Studium mit Geschichte zu tun haben

Bewertung

Kundenmeinung von Jutta Saltzmann

Konzept der Reihe: Das Handbuch der Geschichte Europas aus dem Verlag UTB hat den Anspruch die historischen Voraussetzungen des modernen Europa zu zeigen. Es behandelt den Zeitraum vom Beginn der Antike (1000 v. Chr.) bis zum Fall des Eisernen Vorhangs (1990) in zehn Bänden. Während die Antike noch in einem Band abgehandelt wird, gesteht die Reihe dem Mittelalter bereits drei Bände zu. In Richtung Neuzeit wird dies noch ausdifferenzierter, auch in Form des vorliegenden Bandes, der den Zeitraum von 1650 bis 1800 behandelt und somit eine Zweiteilung der frühen Neuzeit vornimmt. Alle Bände der Reihe folgen einem gemeinsamen Aufbau: 1. Charakter der Epoche, 2. Geschichte der Europäischen Länder, 3. Europäische Gemeinsamkeiten, 4. Bibliographie und 5. Forschungsstand. Im Gegensatz zum Oldenbourg Grundriss (OGG) geht das HGE auf die einzelnen Staaten Europas ein, orientiert sich darüber hinaus aber an der der OOG-Dreiteilung Darstellung, Forschungsstand und Bibliographie.

Auch Heinz Duchard, bis 2011 Direktor des Instituts für Europäische Geschichte in Mainz, ist neben zahlreichen Autoren- und Herausgeberschaften ebenfalls Autor des OGG Bandes zum Zeitalter des Absolutismus. Dies unterstreicht den Anspruch des HGE jeden Band von einem namhaften Experten schreiben zu lassen und stellt es zugleich qualitativ auf eine Stufe mit dem OGG, das seit drei Jahrzehnten als Standartwerk in keiner Universitätsbibliothek fehlt. Duchardt widmet sich zunächst der Epocheneinheit 1650 bis 1800 (das HGE teilt die Frühe Neuzeit in zwei Teile. Siehe Günter Vogler: Europas Aufbruch in die Neuzeit, 1500 – 1650) und einer räumlichen Definition Europas.

Die Einteilung wirft tatsächlich einige Fragen auf. Wo liegen die Grenzen Europas in einer Welt welche immer mehr von Europa durchdrungen und geprägt wird? Wie sind zum Beispiel die Siedlungskolonien Australien, Neuseeland und Nordamerika zu behandeln? Wie sind die Eckdaten 1650 und 1800 aus gesamteuropäischer Perspektive zu erklären? Schwieriger als die chronolgischen und geographischen Fragen gestaltet sich die Suche nach einem Namen für die Epoche. Während die Begriffe „Absolutismus“ und „dynastisches Zeitalter“ eine Beschränkung auf das Politische bedeuten, würde der Begriff „Barock“ eine Beschränkung auf kulturgesschichtliche Aspekte bedeuten. Duchardt entschied sich daher für den neutraleren Begriff „Vormoderne“, welcher im Titel des Bandes anklingt.

Im zweiten Teil widmet sich Duchardt den Strukturen der Epoche, gegliedert nach Verfassung (Fürsten, Höfe, Verwaltung), internationalen Beziehungen (Krieg, Frieden, Völkerrecht), Gesellschaft und Wirtschaft sowie Kultur und Religion. Auf knapp hundert Seiten gelingt es Duchardt mit viel Augenmaß ein differenziertes Bild der Epoche zu zeichnen. Auf begrenztem Raum gelingt ihm beispielsweise eine kompakte Darstellung des Heerwesens und dessen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Ebenso bringt er seinen Lesern die Alltagswelt der Menschen und deren familiäre Strukturen näher.


Der dritte Teil ist den proto-nationalen Entwicklungen gewidmet, wobei die europäische Staatenwelt noch überschaubar ist: Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Heiliges Römisches Reich, Habsburgerstaat, Brandenburg-Preußen, Dänemark, Schweden, Polen, Russland, Osmanisches Reich, Italienische Staatenwelt, Eidgenossenschaft, Spanien und Portugal. Auch hier gelingt es Duchardt stets auf die wichtigsten Merkmale der einzelnen Länder einzugehen. Dem „Goldenen Zeitalter“ der Niederländischen republik, den Reformen Peters des Großen, den portugiesischen Kolonien oder der französischen Revolution als (inter)nationales Ereignis.
Diese Aufteilung ermöglicht es dem Leser, sich kompakt zu Ereignissen und Strukturen der einzelnen Staaten zu informieren und diese auf der nationalen Ebene miteinander zu vergleichen. Auf kompakten Raum entsteht ein breites Panorama der europäischen Staatenwelt, welches zum Kennenlernen der Vielfalt der Epoche förmlich einlädt.

Im Anschluss folgen Forschungssstand und Bibliographie. Aufgrund des Erscheinugnsjahres sind beide leider nicht mehr auf dem neusten Stand. Gerade bei der ansonsten beachtlichen und umfassenden Bibliographie ist die mangelnde Aktualität ein großes Manko. Dennoch lohnt sich ein Blick, da viele Standartwerke enthalten sind. Auch der Forschungsstand bietet auf zwanzig Seiten für Studenten, an die dieses Werk hauptsächlich gerichtet ist, eine Möglichkeit sich solide zu informieren.

Hilfreich und erwähnenswert sind auch die Anhänge: Auf sechs Seiten gewährt eine Zeittafel einen schnellen chronologischen Überblick. Personen-, Orts-, Sach- und Autorenregister ermöglichen ein schnelles Nachschlagen. Das Buch spart mit Abbildungen und Tabellen (16 Karten und 3 Tabellen auf 400 Seiten) und ist daher stark textlastig. Auf Marginalien am Rand und große Überschriften wurde aus Platzgründen verzichtet. Herausgekommen ist ein kompaktes und vor Spezialwissen strotzendes Informationspaket, das nicht nur zum schnellen Nachschlagen dienst sondern auch zum Lesen und stöbern einlädt. Dies liegt auch an Durchardts klarem und lebendigem Erzählstil. Dennoch ist beim Leser ein gewisses Maß an Vorwissen erforderlich, um alle Zusammenhänge zu verstehen. Dieser Band sollte ein treuer Begleiter für alle sein, die in Beruf, Schule und vor allem Studium mit Geschichte zu tun haben.

Informative und erschöpfende Darstellung!

Bewertung

Kundenmeinung von Oliver Groß

Duchhardt veranschaulicht eindrucksvoll Kontinuitäten und Brüche einer europäischen Epoche sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den einzelstaatlichen Entwicklungen zwischen Dreißigjährigen Krieg und Französischer Revolution. Sowohl verfassungsrechtliche und zwischenstaatliche als auch ökonomische und gesellschaftliche Betrachtungen fanden Eingang in dieses Handbuch. Eine umfangreichere Darstellung zu kulturellen Entwicklungen wäre indes erfreulich gewesen.

Umfassende Darstellung, aber streitbare Thesen im Detail

Bewertung

Kundenmeinung von Sebastian

Duchhardts umfangreiches Werk liefert einen detaillierten Gesamtüberblick über ca. 150 Jahre der Frühen Neuzeit. Die Themenabschnitte sind fein untergliedert und nehmen die zentralen Staatengebilde ausführlich in den Blick, sogar für Polen, Russland, das Osmanische Reich und die Eidgenossenschaft. Die Anmerkung auf dem Klappentext, es handle sich um eine „Orientierung“ darf als Untertreibung gewertet werden. Es ist durchaus eine umfassende Gesamtdarstellung eines historischen Abschnitts aus eurozentrischer Perspektive. Die thematisch untergliederte Abschlussbibliographie ist mit 35 Seiten ein nützliches und hilfreiches Arbeitsinstrument, die gesonderte Darstellung der neuesten Forschungskontroversen meiner Ansicht äußerst pointiert dargestellt. Bei ca. 400 Seiten Text hätte ich mir statt lediglich 16 schematischer Abbildungen mehr Bild- und Graphikdarstellungen gewünscht.

Für den Abschnitt über die Aufklärung (S.245-246) habe ich folgende inhaltliche Einwände zu den Thesen Duchhardts. Er behauptet erstens die deutsche Aufklärung habe „kein Fanal […] hervor-gebracht wie die Encyclopédie“, zweitens habe sie keine „keine europäischen Lichtgestalten wie Voltaire oder Montesquieu“ hervorgebracht.

Zur ersten Behauptung möchte ich mit Schwaiger erwidern, dass Christian Wolff rund 50.000 Druckseiten verfasst hat und „viele Artikel der berühmten ‚Encyclopédie‘ von Diderot und d‘Alembert beinahe Wort für Wort aus Wolffs Werken abgeschrieben sind“ (Clemens Schwaiger: Christian Wolff. Die zentrale Gestalt der deutschen Aufklärungsphilosophie“, in: Kreimendahl, Lothar (Hrsg.): Philosophen des 18. Jahrhunderts. Eine Einführung, Darmstadt 2000, S.48-67, hier: S.48.).

Zur zweiten These Duchhardts möchte ich fragen. Unter welchen Gesichtspunkten lässt sich diese Behauptung aufrechterhalten, wenn wir die Werke, Einflüsse und Nachwirkungen von dieses Christian Wolffs, eines Leibniz‘, eines Mendelssohns, eines Herders oder eines Kants betrachten? Der Themenaspekt der Aufklärung erscheint mir für diese Darstellung nicht abschließend geklärt worden zu sein.

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