utb-Shoputb-Shop

0 Artikel zum Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Gesamtsumme 0,00 €
Zwischensumme 0,00 €

Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945

von Bernecker, Walther L. Fach: Geschichte; Reihe: Handbuch der Geschichte Europas

Das Buch stellt eine differenzierte Analyse der Zwischenkriegsjahre in Europa dar, es untersucht sowohl gesamteuropäische Strukturen und Entwicklungen als auch nationalgeschichtliche Besonderheiten. Das Erkenntnisinteresse richtet sich auf die unterschiedlichen Bedingungen für die Erhaltung von Demokratie oder für den Übergang zu einer Variante von Diktatur.

Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) vermittelt in kompakter Form historisches Wissen auf dem neuesten Forschungsstand. Alle 9 Bände werden von führenden Historikern geschrieben, die auf langjährige Lehrerfahrungen an Universitäten zurückblicken können. Deshalb richtet sich das HGE als Lehrwerk neben Studierenden auch an Schüler der gymnasialen Oberstufe. Es will Grundwissen in verständlicher Form zur Darstellung bringen und die Deutungen der einzelnen Epochen herausarbeiten.

Gliederung jedes Bandes:
- Charakter der Epoche
- Geschichte aller europäischen Länder (Länderkapitel)
- Europäische Gemeinsamkeiten (Sachbereichskapitel) gegliedert nach Verfassung und Recht, Politik und internationale Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Religion
- Forschungsstand, Forschungskontroversen, Forschungsperspektiven
- Bibliographie
Erweitern/ reduzieren Zusatzinformationen

Verfügbare Formate

Print-Ausgabe *(verfügbar)
24,90 €
1. Aufl.
Online-Zugang **(verfügbar)
19,99 €
1. Aufl.
Buch und Online-Zugang nur
29,90 €
AGB / Widerrufsbelehrung

Beim Kombi-Angebot sparen Sie 33% gegenüber dem Preis der Einzelprodukte!

Was ist der »Online-Zugang«?

* Print-Ausgabe inkl. 7% Mehrwertsteuer ** Online-Zugang inkl. 19% Mehrwertsteuer Kostenlose Lieferung innerhalb Deutschlands ab einem Bestellwert von 10,- €. Details

Details
ISBN 9783825222970
UTB-Titelnummer 2297
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2002
Erscheinungsdatum 17.09.2002
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Ulmer
Umfang 569 S., 17 Karten, 6 Tab.
Inhalt
Vorwort des Herausgebers 10
Vorwort des Verfassers 11
1 Charakter der Epoche: Europa zwischen den Weltkriegen 13
2 Nationalstaatliche Entwicklungen 37
2.1 Deutschland: Weimarer Republik und Drittes Reich 37
2.1.1 Die Weimarer Republik 37
2.1.2 Das nationalsozialistische Deutschland 69
2.2 Italien: Geburt des Faschismus 99
2.2.1 Liberaler Staat in der Defensive 99
2.2.2 Aufbruch zur Macht 103
2.2.3 Die totalitäre Diktatur 108
2.2.4 Großmachtträume 113
2.3 Die Sowjetunion: Aufbau des „Sozialismus in einem Land“ 117
2.3.1 Krieg und Revolution 117
2.3.2 Bürgerkrieg und Reichszerfall 124
2.3.3 Die „Übergangsgesellschaft“ 130
2.3.4 Sozialistischer Aufbau 135
2.3.5 Methoden der Herrschaft 140
2.4 Frankreich: Die lange Krise der Dritten Republik 145
2.4.1 Nationale Bewährung und Triumph 145
2.4.2 Prosperität und Ordnung: die 20er Jahre 148
2.4.3 Krise und Destabilisierung: die 30er Jahre 155
2.5 Großbritannien: Sozialstaatsentwicklung, Kolonialproblematik, Appeasement 163
2.5.1 Der Erste Weltkrieg und die Parteienentwicklung 164
2.5.2 Weltwirtschaftskrise, Welfare State und das Scheitern totalitärer Bewegungen 169
2.5.3 Vom Empire zum Commonwealth 174
2.5.4 Die Problematik der Appeasement-Politik 177
2.6 Spanien: Der zweifache Zusammenbruch der Demokratie 183
2.6.1 Die Krisen der Restaurationsmonarchie (1898–1923) 183
2.6.2 Die Diktatur Primo de Riveras (1923–1930) 186
2.6.3 Die Zweite Republik zwischen Reform und Revolution (1931–1936/39) 190
2.6.4 Der Bürgerkrieg 1936–1939 und seine Folgen 195
2.6.5 Spaniens „Neutralität“ im Zweiten Weltkrieg 204
2.7 Portugal: Republik und Estado Novo 206
2.7.1 Der Zusammenbruch der Demokratie 206
2.7.2 Salazarismus und Estado Novo 209
2.8 Skandinavien: Neutralität, Demokratie, Sozialstaatsentwicklung 215
2.8.1 Dänemark 216
2.8.2 Schweden 221
2.8.3 Norwegen 226
2.9 Osteuropa: Strukturprobleme einer Neuordnung 231
2.9.1 Der Weg in die Nachkriegsordnung 231
2.9.2 Wiederaufbau und wirtschaftliche Konsolidierung 241
2.9.3 Zwischen Demokratie und Diktatur 247
2.9.4 Weltwirtschaftskrise und Destabilisierung 257
2.9.5 Zum Scheitern der parlamentarischen Demokratie 264
2.10 Die Schweiz: Neutralität, Strukturveränderungen, Kriegsverwicklungen 266
2.10.1 Der langsame Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft 266
2.10.2 Politische Gegensätze und Frontenfrühling 268
2.10.3 Zu den umstrittenen Geschäften der Schweiz im Zweiten Weltkrieg 271
2.11 Die westeuropäischen Kleinstaaten 277
2.11.1 Belgien 278
2.11.2 Die Niederlande 280
2.11.3 Luxemburg 283
2.11.4 Die drei Kleinstaaten im Zweiten Weltkrieg 283
3 Der Zweite Weltkrieg 287
3.1 Der militärische Verlauf 288
3.1.1 Der Krieg um Frankreich 290
3.1.2 Der Luftkrieg um England und der U-Boot-Krieg 291
3.1.3 Italien, der Balkan und Nordafrika 294
3.1.4 Der Überfall auf die Sowjetunion und der Kriegseintritt Japans 297
3.1.5 Das Ende des Krieges 302
3.2 Okkupation, Kollaboration, Widerstand, Holocaust 304
3.2.1 Besatzungsmacht und Kollaboration 304
3.2.2 Die Rolle der europäischen Faschismen 308
3.2.3 Widerstand und Befreiung besetzter Territorien 311
3.2.4 Das andere Deutschland 314
3.2.5 Der Holocaust 317
3.3 Nachkriegspläne zur Neuordnung Europas 328
3.3.1 Die Gipfeltreffen der „Großen Drei“ 328
3.3.2 Die Gründung der UNO 332
4 Strukturprobleme der Zwischenkriegszeit 335
4.1 Zur Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft: Widersprüche, Diskontinuität und Zerrissenheit 335
4.1.1 Gesellschaft 337
4.1.2 Wirtschaft 346
4.1.3 Strukturwandel, Staat und Innovation 354
4.1.4 Ausblick und Konsequenzen 359
4.2 Die internationalen Beziehungen zwischen Status quo und Radikalrevisionismus 360
4.2.1 Die Pariser Vorortverträge 361
4.2.2 Reparationsproblematik und Weltwirtschaftskrise 364
4.2.3 Völkerbund und Paktsysteme 366
4.2.4 Die Kommunistische Internationale 368
4.2.5 Die Destabilisierung der Versailler Ordnung in den 30er Jahren 370
4.2.6 Der Fehlschlag der Europabewegung 375
4.3 Verfassungen und Recht: gemeineuropäische Tendenzen und nationalstaatliche Entwicklungen 376
4.3.1 Gemeineuropäische Tendenzen 377
4.3.2 Deutschland: von der liberal-demokratischen Republik zum rassenideologischen „Führerstaat“ 381
4.3.3 Italien: vom liberalen Parlamentarismus zum faschistischen Korporatismus 384
4.3.4 Jugoslawien: von der verfassungsmäßigen Monarchie zum autoritären Zentralismus 386
4.3.5 Die sowjetischen Verfassungen der UdSSR 387
4.3.6 Ausblick 390
4.4 Kultur und Kunst: Avantgarde, Vermassung, Propaganda 390
4.4.1 Krieg, Revolution und künstlerische Avantgarde 390
4.4.2 Modernes Leben und Massenkultur 394
4.4.3 Die „Gleichschaltung“ der Massenkultur und die Polarisierung der Kunst 400
5 Forschungsstand, Forschungskontroversen und Forschungsperspektiven 407
5.1 Deutschland: Weimarer Republik und Drittes Reich 407
5.1.1 Die Weimarer Republik 407
5.1.2 Das Dritte Reich 413
5.2 Italien 427
5.3 Die Sowjetunion 431
5.4 Frankreich 439
5.5 Großbritannien 444
5.6 Spanien 452
5.7 Portugal 459
5.8 Skandinavien 464
5.9 Osteuropa 469
5.10 Die Schweiz 475
5.11 Die westeuropäischen Kleinstaaten 479
6 Bibliographie 481
6.1 Charakter der Epoche 481
6.2 Deutschland 483
6.3 Italien 498
6.4 Sowjetunion 500
6.5 Frankreich 505
6.6 Großbritannien 507
6.7 Spanien 511
6.8 Portugal 513
6.9 Skandinavien 516
6.10 Osteuropa 520
6.11 Schweiz 524
6.12 Die westeuropäischen Kleinstaaten 528
6.13 Der Zweite Weltkrieg 530
6.14 Wirtschaft und Gesellschaft 535
6.15 Die internationalen Beziehungen 537
6.16 Verfassungen und Recht 538
6.17 Kultur und Kunst 539
/Abkürzungen und Siglen
Zeittafel 1914 –1945 542
Verzeichnisse 548
Personen-, Orts- und Sachregister 550
Autorenregister 562
Pressestimmen
Aus einem Gespräch auf „WDR 3 Mosaik“ am 23.01.2013. Hans-Jörg Modlmayr zur Reihe „Handbuch der Geschichte Europas“
[…] Das ist für Studenten, das ist für jedermann ein Werkzeug. Ich kann es wärmstens empfehlen. Das brauchen wir. […]"
Aus: Innsbrucker Historische Studien – Lothar Höbelt – Nr. 25/2007
[…] – hervorzuheben ist unter diesen Tugenden neben der Erfassung der Geschichte auch der „Mindermächtigen“ insbesondere ein bei politisch-weltanschaulich so umstrittenen Themenkomplexen besonders lobenswertes Bemühen um unaufgeregte Ausgewogenheit, was sich nicht zuletzt in den abschließenden Abschnitten zum Forschungsstand sehr positiv bemerkbar macht.

Autoreninfo

Bernecker, Walther L.

Akad. Werdegang Geb. 1947, Schulbesuch in Spanien, 1968-1973 Studium der Geschichte, Germanistik und Hispanistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 1973-1977 und 1979-1984 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Akad. Rat am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Augsburg, 1984/85 University of Chicago, 1986 Habilitation, 1986-1988 Lehrstuhlvertretungen, 1988-1992 Lehrstuhl für Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Bern, seit 1992 Lehrstuhl für Auslandswissenschaft (Romanischsprachige Kulturen) an der Universität Erlangen-Nürnberg, 1998-2001 Dekan der WiSo-Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. April 2002 bis März 2003 Sonderlehrstuhl "Wilhelm und Alexander von Humboldt" in Mexiko-Stadt.
Reiheninfo
Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) zeigt in 9 Bänden die historischen Voraussetzungen des modernen Europa. Es behandelt jedes Land gesondert und Europa als kulturelle Einheit insgesamt. Das Handbuch ist von international anerkannten Historikern mit langjähriger Lehrerfahrung an Universitäten geschrieben. Es ist für den Unterricht an Hochschulen und Gymnasien verfasst und dient der Orientierung historisch Interessierter. Alle Bände folgen der gleichen Gliederung: Charakter der Epoche; Geschichte aller europäischen Länder; Europäische Gemeinsamkeiten, gegliedert nach Verfassung und Recht, Politik und internationale Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Religion; Forschungsstand, Forschungskontroversen, Forschungsperspektiven; Bibliographie.

Weitere Titel aus dieser Reihe anzeigen

Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von W. Simon

Der Autor schafft einen guten Überblick über die Jahre zwischen den großen Kriegen. Dabei räumt er, seinen Forschungsinteressen gemäß, dem südwestlichen Teil Europas weitaus mehr Darstellungsraum ein als etwa dem Osten.

Gut strukturierte, fundierte Überblicksdarstellung

Bewertung

Kundenmeinung von Andreas Eder

Das Buch erscheint in der Handbuch Reihe der Geschichte Europas. Aufgebaut ist es in folgende 5 Kapitel:
- Charakter der Epoche: Europa zwischen den Weltkriegen
- Nationalstaatliche Entwicklungen
- Der Zweite Weltkrieg
- Strukturprobleme der Zwischenkriegszeit
- Forschungsstand, Forschungskontroversen und Forschungsperspektiven
Es folgt eine ausführliche Bibliographie zu den einzelnen Länder und zu Themen wie Wirtschaft und Gesellschaft, Kultur und Kunst oder Die internationalen Beziehungen.
Etwas irritierend an dem Aufbau ist der Umstand, dass der Erste Weltkrieg nicht so ausführlich wie der Zweite Weltkrieg behandelt wird. Der Titel des Buches macht allerdings schon darauf aufmerksam, dass es vor allem um die Zwischenkriegszeit gehen soll.
Durch den klaren Aufbau nach Ländern im zweiten Kapitel wird langem Suchen entgegengewirkt. Aber auch eine europäische komparative Sichtweise kommt dank des vierten Kapitels nicht zu kurz.

Der Inhalt ist sehr gut verständlich und wird mit einer klaren, pointierten Sprache besonders (aber nicht nur) Studierende niedriger Semester erfreuen. Werden Informationen zu bestimmten Ländern oder Bereichen gesucht, kann schnell das entsprechende Kapitel gefunden werden und für das eigene Interesse nachgründige Informationen ausgelassen werden.

Hintergrundwissen kann sehr gut erlangt, bzw. ergänzt werden und mit der angeschlossenen Bibliographie kann dann weiter bibliographiert werden. Anfänger/-innen im Studium ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen wobei darauf geachtet werden sollte -ja nach Bedarf- den Gesamtblick auf Europa im Auge zu behalten und sich nicht in Detailwissen zu verlieren, wenn dies gar nicht erforderlich ist. Auch für Staatsexamenskandidaten/-innen und andere Studierende vor Abschlussprüfungen ist das Buch sehr gut geeignet.

Das schlichte, übersichtliche und kompakte aber gut ergänzende Layout des Werkes erhöhen das Verständnis einzelner Gegebenheiten, Prozesse und Strukturen. Besonders herauszugreifen sind hier die 17 Karten, obwohl an einigen Stellen vielleicht ein paar mehr benutzt werden hätten können.

Zusammenfassend lässt sich das Buch als sehr gute Überblicksdarstellung charakterisieren, die phasenweise mit einem hohen Detailreichtum und Spezialwissen brilliert. Als erster Einsteig und weiterführende Informationsquelle kann das Buch sehr gut herhalten, dennoch darf nicht darüber hinweggesehen werden, dass es ein Handbuch und keine durchgängig argumentative Darstellung, ist.
Wer sich über die Zeit vor oder nach der behandelten Zeitspanne informieren möchte, kann auf die anderen Bücher der Reihe zurückgreifen.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von A. Pinwinkler

An dem Lehrbuch ist an positiven Aspekten hervorzuheben, dass es auch für Studienanfänger - da einfach und verständlich geschrieben - einen guten Einstieg in die Beschäftigung mit der Zwischenkriegszeit bietet. Wer sich über die wesentlichen Ereignisse und Strukturen der europäischen Zwischenkriegszeit informieren möchte, ist mit diesem Handbuch durchaus gut beraten.

Zwei wesentliche Problemfelder sind gleichwohl hervorzuheben:
1) Dass beide Weltkriege laut Titel in dem Band behandelt werden sollen, spiegelt sich nicht in adäquater Weise in dem Buch wider. Besser wäre eine Konzentration auf die Zeit zwischen 1918-
1945. Dabei könnte man einleitend auf die Erblast des Ersten Weltkriegs hinweisen.

2) Nicht alle Länder bzw. Regionen Europas werden in dem Band gleichgewichtig behandelt. Besonders verwunderlich dabei ist die vergleichsweise knappe Auseinandersetzung mit Osteuropa (wobei nicht nur etwa Österreich, sondern auch die Türkei hier mitbehandelt werden), während Westeuropa, hier besonders Spanien und Portugal, wesentlich mehr Raum in dem Buch
beanspruchen.

Für historisch Interessierte, die eine Überlicksdarstellung suchen ein MUSS!!

Bewertung

Kundenmeinung von A. Geilenkirchen

Das Handbuch der Geschichte Europas von UTB nimmt die Grundlagen und historischen Voraussetzungen für das moderne Europa in den Fokus. Zehn Bände decken einen breiten Zeitraum von 1.000 v.Chr. Bis 1990 ab und sind von international renommierten Experten geschrieben worden. Im vorliegenden Fall Walter L. Bernecker, Professor für Auslandswissenschaft an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg.

Charakteristisch für die Handbuchreihe ist eine Gliederung in fünf Teile: (1) Charakter der Epoche, (2) Geschichte der europäischen Länder, (3) europäische Gemeinsamkeiten (gegliedert nach Verfassung und Recht, Politik und internationale Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Religion), (4) Forschungsstand sowie (5) Bibliographie. Als erstes wird der Versuch einer Charakterisierung der Epoche unternommen, was in Form einer kompakten Darstellung durchaus gelingt. Die Periodisierung (1914-1945) und der Titel (zwischen den Weltkriegen) lassen bilden einen Widerspruch, welcher dadurch aufgelöst wird, dass der Erste Weltkrieg in der Einleitung und der Zweite Weltkrieg in einem eigenen Kapitel thematisiert werden. An dem geringen Raum, dem ein derartiges epochamachendes Ereignis eingeräumt wird, wird klar, dass der Fokus auf der Zwischenkriegszeit liegt. Abgesehen von der gerade beschriebenen Abweichung (eigenes Kapitel für 2. WK), folgt der Band der gängigen HDGE-Gliederung:

Dieser beginnt mit der Charakterisierung der Epoche, welcher eine kompakte Darstellung der einzelnen europäischen Staaten folgt: (Italien, Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Portugal, Schweiz), wobei auffällt, dass, in Anbetracht der zahleichen Neugründungen und Vielfalt nach 1918, Skandinavien (Dänemark, Schweden, Norwegen) und die weteuropäischen Kleinstaaten (Niederlande, Belgien, Benelux) unter eigenen Gliederungspunkten zusaammengefasst werden, während die neugegründeten osteuropäischen Staaten in einem eigenen Kapitel zusammengefasst werden. Nach einer kurzen Einführung werden die charakteristischen Merkmale der einzelnen Länder herausgearbeitet. Im Falle Italiens der Faschismus oder bei der Sowjetunion Revolution und Bürgerkrieg. Mit dem folgenden Kapitel weicht der Autor, wie schon erwähnt von der üblichen Gliederung ab und widmet dem 2. Weltkrieg ein eigenes Kapitel, wobei er aufgrund des knappen Raumes eine ereignisgeschichtliche Zusammenfassung der militärischen Verlaufs liefert. Ein zweiter Teil ist der Darstellung des besetzen Europas gewidmet. Bernecker gibt aber auch einen Ausblick auf den europäische Nachkriegsordnung (Gipfeltreffen der „großen Drei“, Gründung der UNO). Selbstverständlich können lediglich die wichtigsten Eckpunkte dargestellt werden, was Bernecker in durchaus gelingt.

Im Anschluss daran geht der Autor auf die Strukturprobleme der Zwischenkriegszeit ein und konzentriert sich auf vier Kernbereiche: Wirtschaft und Gesellschaft, Internationale Beziehungen, Verfassung und Recht sowie Kunst und Kultur. Dieser Teil ist eng verknüpft mit der im eingang des Buches erfolgten Charakterisierung der Epoche, weshalb beide gemeinsam besprochen werden sollen. Die Charakterisierung beginnt mit der Darstellung der Urkatastrophe Erster Weltkrieg, die einen zweiten Dreißigjährigen Krieg einleitet, ein Krisenzeitalter für Europa, welches zugleich das Ende der weltweiten Hegemonie Europas bedeutete. Bernecker konzentriert sich zunächst auf die großen Zusammenhänge, prägende Strutkuren. Anschließend folgt eine in einzelne Themenfelder kleinteilig aufgeschlüsselte transnationale Darstellung. Zu nennen sind die Pariser Voroerverträge, die Entstehung der kommunistischen Internationale, die blühte einer künstlerischen Avantgarde mit Berlin als „Weltkulturhauptstadt“ oder die ökonomischen Krisen. Dies macht den Reiz des Handbuchs aus. Es stellt zugleich die großen europaweoiten Zusammenhänge dar, begibt sich aber auch auf die Ebene der Nationalstaaten und liefert eine Darstellung der europäischen Vielfalt.

Der Aufbau ermöglicht ein schnelles Nachschlagen und informieren. Besonders ansprechend ist die Dreiteilung der Darstellung in Epochencharakter, Staaten und Strukturen. Die einzelnen Abschnitte lassen sich allein oder in Kombination als Ganzes lesen. Sei ermöglichen einen schnellen Zugriff zu Informationen zu einzelnen Themen oder Sachbereichen, aber auch einen Querschnitt durch alle europäischen Staaten in Form eines komparativen Ansatzes. Dies ist die große Stärke der Reihe.

Im folgenden Teil werden Forschungsstand, Forschungskontroversen und Forschungsperspektiven darsgestellet. Anschließend folgt eine umfassende Bibliographie, aufgeschlüsselt nach Nationalstaaten und Themenfeldern (leider nicht mehr auf dem neuesten Stand aufgrund des Erscheinungsdatums 2002).

Die graphische und schriftbildliche Darstellung ist schlicht, zweckmässig und platzsparend. Auf Marginalien am Rande wurde verzichtet, was durch die kleinteilige Gliederung jedoch kein Nachteil ist. Fussnoten am Seitenende ersparen zeitraubendes Umblättern zum Ende der Kaitel. Zahlreiche Tabellen und Karten tragen sehr zur Veranschaulichung bei. Eine ausführliche Zeittafel findet sich im Anhang sowie ein umfassendes Personen-, Orts-, Sach- und Autorenregister was langes Suchen und Blättern spart.

Das Buch ist in erster Linie für Studenten geeignet. Schüler werden den darstellenden Teil zwar gebrauchen können, mit dem Forschungs- und Literaturteil aber nur bedingt etwas anfangen können.

Unter den Unmengen an Handbüchern bietet das Handbuch der Geschichte Europas eine echte Alternative mit zentralen Alleinstellungsmerkmalen. Es ist sowohl Nachschlagewerk zum schnellen Informieren als auch Lesebuch zum Blättern und Schmökern. Dem Buch und der gesamten Reihe sind viele Leser zu wünschen. Für historisch Interessierte, die eine Überlicksdarstellung suchen ein MUSS!!

Weitaus mehr als reines „Überblickswissen“

Bewertung

Kundenmeinung von Isabelle Götz

Berneckers umfangreiches Werk bietet ausführlichen Überblick über die 30 Jahre von Beginn des Ersten Weltkrieges bis zu seinem Ende, welcher von Ernst Nolte als Zeitraum des „Europäischen Bürgerkrieges“ bezeichnet wurde. Die einzelnen Abschnitte sind je nach Ländern aufgeteilt, was sich als recht praktisch erweist, wenn man sich einen Überblick über die Ereignisse und Entwicklungen eines bestimmten Landes verschaffen will. Separat werden der Zweite Weltkrieg sowie die Strukturprobleme der Zwischenkriegszeit behandelt. Von besonderem Interesse sind auch die beiden letzten Kapitel, die sich mit der Geschichte der Verfassungen einzelner europäischer Staaten beschäftigen sowie noch einen kurzen Abriss der Kunst und Kultur bieten.

Als vorteilhaft finde ich auch, dass die Fußnoten jeweils auf derselben Seite angegeben sind anstatt in einem separaten Kapitel, wodurch lästiges Blättern vermieden wird. Ein weiterer Bonus ist die klar formulierte und dabei immer verständliche Sprache des Autors, wodurch dieses Buch auch für Studienanfänger sehr geeignet ist. Die äußerst ausführliche Bibliographie liefert eine wahre Flut von weiterführenden Werken, ebenfalls säuberlich aufgeteilt nach einzelnen Ländern.

Zusammenfassend handelt es sich um weitaus mehr als reines „Überblickswissen“ und hat mir bei meinem Referat (Völkerbund und internationale Beziehungen) sehr geholfen. Eine kleine Anmerkung noch: Hilfreich wäre es gewesen, wichtige Begriffe zu unterlegen, sodass diese aus dem Text hervorstechen und durch einige Absätze wäre der Fließtext leserfreundlicher, aber das sind meiner Meinung nach subjektive Empfindungen, deshalb will ich sie nicht in die Wertung mit einbeziehen.

5 Artikel

Bewerten Sie den Titel "Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945"

 
1 Stern
2 Sterne
3 Sterne
4 Sterne
5 Sterne
Bewertung
Produktfragen

Fragen zu Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945

Es wurden bis jetzt noch keine Fragen gestellt.

Stellen Sie eine Frage

Europa zwischen den Weltkriegen 1914-1945
 
  Lade...