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Europa zwischen Reform und Revolution 1800-1850

von von Hippel, Wolfgang; Stier, Bernhard Fach: Geschichte; Reihe: Handbuch der Geschichte Europas

Was folgt auf die Französische Revolution? Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts bildet in Europa den Übergang aus den Lebensverhältnissen des „Ancien Régime“ in neue politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnungen.

Dieser Band gibt einen Überblick über Grundlinien und -probleme der europäischen Geschichte sowie der Entwicklung der einzelnen europäischen Staaten im Zeitraum 1800 bis 1850. Die einzelnen Sachbereiche werden systematisch dargestellt.

Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) umfasst 9 Bände in chronologischer Abfolge. Alle Bände folgen der gleichen Gliederung:
- Charakter der Epoche
- Geschichte der europäischen Länder
- Europäische Gemeinsamkeiten, gegliedert nach Verfassung und Recht, Politik und internationale Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Religion
- Forschungsstand

Dieser Titel ist auf verschiedenen e-Book-Plattformen (Amazon, Libreka, Libri) auch als e-Pub-Version für mobile Lesegeräte verfügbar.
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Details
ISBN 9783825235857
UTB-Titelnummer 3585
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2012
Erscheinungsdatum 18.04.2012
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Ulmer
Umfang 400 S., 30 Karten
Inhalt
Vorwort des Herausgebers 10
Vorwort der Verfasser 11
1 Charakter der Epoche 13
1.1 Zur Periodisierung – „Signaturen des Zeitalters“. 13
1.2 Europa, Europagedanke, Europaerfahrung – Europäisierung? 30
1.3 Europa begegnet sich selbst in Krieg und Frieden: E ntwicklungsphasen der europäischen Politik 1800–1850 39
1.3.1 Zwischen „Episode“ und „Zeitalter“: Napoleon und die Vorherrschaft Frankreichs in Europa 1800/1815 39
1.3.1.1 Das Ringen um Vorherrschaft oder Gleichgewicht in Europa 1792/1815. 41
1.3.2 Das „Zeitalter der Restauration“ 1814/15–1830 60
1.3.2.1 Europäische Neuordnung auf dem Wiener Kongress 61
1.3.2.2 Heilige Allianz – „Europäisches Konzert“ – Kongressdiplomatie. 66
1.3.2.3 „Orientalische Frage“ I – der griechische Freiheitskampf 70
1.3.3 Von der „Juli-“ zur „Februar-“ und „Märzrevolution“ (1830–1848/49) 73
1.3.3.1 Die Julirevolution und ihre Auswirkungen auf die internationale Politik 73
1.3.3.2 Englisch-französische Kooperation und Rivalitäten in den 1830er-Jahren – „Orientalische Frage“ II 77
1.3.3.3 Die unruhigen 1840er-Jahre. Der Weg in die Revolution. 79
1.4 Europa und ‚der Rest der Welt‘ 81
1.4.1 Ein neues französisches Kolonialreich? – Algerien 86
1.4.2 Der Weg Lateinamerikas in die Unabhängigkeit 88
1.4.3 Die Vereinigten Staaten von Amerika und die europäischen Mächte 91
1.4.4 Ausbau des British Empire. 93
1.4.5 Sonstige europäische Kolonien und koloniale Interessengebiete – Kolonialer Nutzen? – Wahrnehmung der außereuropäischen Welt 97
1.4.6 Sklavenemanzipation. 103
Teil 2: Die europäische Staatenwelt – Vielfalt des Kontinents 106
2.1 Frankreich – revolutionärer Modernisierungsmotor Europas? 109
2.1.1 Napoleon – Erbe der Revolution? 110
2.1.2 Staat und Gesellschaft Frankreichs zur Zeit von Konsulat und Kaiserreich 113
2.1.3 1814–1848: Das Frankreich der Notabeln und der konstitutionellen Monarchie 120
2.1.3.1 Das kurze „Zeitalter der Restauration“ (1814–1830) – der schwierige Ausgleich zwischen Vergangenheit und Gegenwart 121
2.1.3.2 Die Julimonarchie im Zeichen des großbürgerlichen „juste milieu“ (1830–1848) – Politik, Wirtschaft, soziale Entwicklungen 125
2.2 Das „Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland“ – die große Alternative zum revolutionären Weg in die Moderne 132
2.2.1 Französische Revolution und Napoleon – Bedrohung und Gewinn 133
2.2.2 „Industrielle Revolution“. 135
2.2.3 Das politische System zwischen Tradition und Neuerung 141
2.2.4 Wirtschaftspolitik und „soziale Frage“ 145
2.2.5 Irland – Die Große Hungersnot (1845/51) 148
2.3 Die deutsche Staatenwelt – Umbruch im Zentrum Europas 149
2.3.1 Von der Jahrhundertwende bis 1815 149
2.3.1.1 Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. 149
2.3.1.2 Reformansätze in den Rheinbundstaaten 151
2.3.1.3 Die Habsburgermonarchie – außenpolitische Niederlagen, Modernisierung und Reformansätze im Inneren 153
2.3.1.4 Phoenix aus der Asche: Zusammenbruch und Erneuerung des preußischen Staates. 153
2.3.2 Der Deutsche Bund 156
2.3.2.1 Bundesverfassung und Bundespolitik 156
2.3.3 Die traditionelle Führungsmacht in Deutschland und ihre Probleme: Kaisertum Österreich 161
2.3.3.1 Grundlinien und Grundprobleme der Politik 162
2.3.3.2 Die Kronländer der Habsburgermonarchie 163
2.3.3.3 Wirtschaftspolitik und wirtschaftliche Entwicklung der Habsburgermonarchie im Zeichen anlaufender Industrialisierung 166
2.3.4 Preußen: Modernisierung durch Verwaltung 168
2.3.4.1 Verwaltung statt Verfassung, liberale Wirtschaftsund Gesellschaftspolitik 171
2.3.4.2 Industrialisierung und Zollverein – Preußen auf dem Weg zur Führungsmacht in Deutschland 172
2.3.5 Das „Dritte Deutschland“ der Mittel- und Kleinstaaten 173
2.3.5.1 Innere Entwicklung zwischen Kooperation und Konflikt. 176
2.4 Russland – „rückständige“ Großmacht und Vielvölkerreich an Europas Peripherie 178
2.4.1 Außenpolitische Perspektiven 178
2.4.2 Das Regierungssystem – Staat und Gesellschaft, Adel und Bauern. 180
2.4.3 Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung 184
2.4.4 Konservative Modernisierung im autokratisch regierten Vielvölkerreich. 187
2.4.5 Die Suche nach Alternativen der nationalen Zukunft – Dekabristen, Westler und Slawophile 191
2.5 Volk ohne Staat – die „Polnische Frage“ 193
2.6 Europas Norden: Dänemark – Norwegen – Schweden 198
2.6.1 Mitspieler in der europäischen Politik zwischen Konkurrenz und Kooperation 198
2.6.2 Wirtschaftliche Entwicklungstendenzen 200
2.6.3 Gesellschaftliche Verhältnisse – Ansätze zu innenpolitischer Liberalisierung 203
2.7 Schwierige Nachbarschaft in unruhiger Zeit: die Niederlande und Belgien 207
2.7.1 Zwischen Republik und Monarchie – die „Franzosenzeit“ 208
2.7.2 Missglückte Staatseinheit im Königreich der Vereinigten Niederlande (1815–1830/31) 210
2.7.3 Getrennte Wege I: Die Niederlande 1830–1848 – die Mühsal der Anpassung 212
2.7.4 Getrennte Wege II: Belgien – erfolgreicher Start eines liberalen Staatswesens 214
2.8 Die Schweiz – auf dem Weg zum modernen Bundesstaat, Aufbruch ins industrielle Zeitalter 216
2.8.1 Von der alten Eidgenossenschaft zum Bundesvertrag von 1815 – Helvetische Republik (1798–1803) und Mediationszeit (1803–1813) 217
2.8.2 Der mühsame Weg vom Staatenbund zum Bundesstaat (1815–1848) 219
2.8.3 „Sonderbundskrieg“ und Gründung des Bundesstaates 221
2.8.4 Wirtschaft und Gesellschaft im Umbruch 225
2.9 Italien – zwischen „geografischem Begriff“ und nationaler „Wiedergeburt“ 227
2.9.1 Zwischen Revolution und Restauration 228
2.9.2 Vom „Triennio“ zum „Risorgimento“. 230
2.9.3 Wirtschaft und Gesellschaft zwischen Stagnation und Wandel. 234
2.10 Spanien und Portugal – Krisenherde am westlichen Rand Europas. 237
2.10.1 Spanien 238
2.10.1.1 Französische Fremdherrschaft und spanischer Unabhängigkeitskrieg 238
2.10.1.2 Zwischen Reaktion, Revolution und Bürgerkrieg – Spaniens schwieriger Weg ins konstitutionelle Zeitalter. 241
2.10.2 Portugal – Varianten des spanischen Wegs ins konstitutionelle Zeitalter 244
2.10.3 Die Iberische Halbinsel – Aspekte wirtschaftlicher und gesellschaft licher Entwicklung. 248
2.11 Balkanstaaten und Osmanisches Reich 251
2.11.1 Das Osmanische Reich zwischen Traditionalismus und Modernisierung 252
2.11.2 Das Fürstentum Serbien und der großserbische Nationalismus 254
2.11.3 Die Donaufürstentümer Moldau und Walachei auf dem Weg nach „Rumänien“ 255
2.11.4 Der griechische Freiheitskampf und die Anfänge des Königreichs Griechenland 256
2.12 Die Revolutionen von 1848/49 als Modernisierungskrise Europas 258
2.12.1 Revolutions-„Peripherie“ – Revolutionsabwehr und Reformimpulse 262
2.12.2 Im Zentrum des revolutionären Geschehens: Frankreich – Italien – die deutschen Großmächte und der Deutsche Bund. 267
2.12.2.1 Frankreich – ein neuer Revolutionszyklus 268
2.12.2.2 Italien – zwischen Revolution und „Unabhängigkeitskrieg“ 271
2.12.2.3 Deutschland und Österreich – das Ringen um die staatliche Neugestaltung im Zentrum Europas 274
2.12.3 Gescheiterte Revolutionen?. 282
Teil 3: Gesamteuropäische Aspekte 285
3.1 Der Raum und die Menschen – die Bevölkerungsentwicklung 285
3.1.1 „Demografische Revolution“ – Zeitgenössische Besorgnisse 285
3.1.2 „Demografischer Übergang“? – Natürliche Bevölkerungsbewegung. 287
3.1.3 „Wanderungsbewegungen“ – Anfänge der modernen Urbanisierung – beginnende „Massenauswanderung“ 292
3.2 Wirtschaftswelten 299
3.2.1 Die Welt der Landwirtschaft im Zeichen beginnenden Umbruchs – Agrarreformen 299
3.2.1.1 „Agrarrevolution“ 301
3.2.1.2 Die „liberalen Agrarreformen“. 305
3.2.1.3 Agrarkonjunktur – Agrarkrisen – Hungerrevolten 311
3.2.2 Gewerbe, Handel, Finanzen – „Industrielle Revolution“. 314
3.3 Gesellschaftsaufbau – soziale Mobilität – gesellschaftlicher Wandel 324
3.3.1 Adel 326
3.3.2 Vom alten zum neuen Bürgertum. 331
3.3.3 Unterschichten, Arbeiterschaft – „soziale Frage“. 334
3.3.4 Frauenfrage – Frauenbewegung – Frauenemanzipation? 336
3.4 Staat und Politik 339
3.4.1 Monarchie 341
3.4.2 Zwischenstaatliche Beziehungen – Strukturen, Konzepte, Instrumente. 343
3.4.3 Krieg und Frieden – Militär und Gesellschaft 348
3.4.4 Reformen 356
3.4.4.1 Bürokratie – Verwaltungsorganisation – Statistik – Polizei – Justiz – Finanzen und Steuern – Ordnungspolitik. 356
3.4.4.2 Die Verfassungsproblematik. 367
3.4.4.3 Der Kampf um mehr Öffentlichkeit: „Öffentliche Meinung“ – Presse – Zensur – Feste 374
3.4.4.4 Partizipation und Assoziation – Wege in die Zivilgesellschaft 380
3.4.4.5 Unruhen und sozialer Protest 384
3.4.4.6 Exil – Asyl 386
3.5 Politische Ideen, Strömungen und Bewegungen 388
3.5.1 Konservatismus 389
3.5.2 Liberalismus – Radikalismus/Republikanismus 393
3.5.3 Sozialismus, Kommunismus, Anfänge der Arbeiterbewegung 399
3.5.4 Nationalismus 404
3.6 Religion und Kultur. 408
3.6.1 Religion 408
3.6.1.1 Kirche und Staat – „Ultramontanisierung“ der katholischen Kirche. 411
3.6.1.2 Der mühsame Weg zu religiöser Toleranz – Säkularisierung? – Individualisierung des Glaubens? – Erweckungsbewegungen 415
3.6.1.3 Religion – Politik – Nation 420
3.6.1.4 Judenemanzipation 421
3.6.2 Kultur 425
3.6.2.1 Elementarbildung 428
3.6.2.2 Universitäten und Hochschulen 430
3.6.2.3 Wissenschaft 432
3.6.2.4 Wissenschaftspopularisierung und Meinungsbildung – Bibliotheken, Konversationslexika, Museen 445
3.6.2.5 Die „ästhetische Kultur“: Literatur – Kunst – Musik 447
Teil 4: Die Epoche in der Forschung. 458
4.1 Europa 1800/50 in der Geschichtsschreibung – neue Forschungsansätze 459
4.2 Einige Aspekte 461
Teil 5: Bibliografie 478
Zeittafel 1789–1849 511
Verzeichnis der Karten, Abbildungen und Tabellen. 523
Personen-, Orts- und Sachregister 525
Autorenregister 563
Pressestimmen
Aus einem Gespräch auf „WDR 3 Mosaik“ am 23.01.2013. Hans-Jörg Modlmayr zur Reihe „Handbuch der Geschichte Europas“
[…] Das ist für Studenten, das ist für jedermann ein Werkzeug. Ich kann es wärmstens empfehlen. Das brauchen wir. […]"
Aus: GWU 63, 2012, H 11/12 – Christian Jansen
[…] Auch hier ist Europäische Geschichte mehr als eine Floskel. […] lösen die Autoren den Anspruch einer integrierten europäischen Geschichte ein. […] Der Großteil der Darstellung gilt gesamteuropäischen Aspekten. […] Auch in jüngster Zeit diskutierte Aspekte […] werden ausführlich aufgegriffen und regen zur Diskussion und weiteren Forschung an. Diesen guten Eindruck unterstreichen auch hier die vielen Tabellen
Autoreninfo

Stier, Bernhard

Prof. Dr. Bernhard Stier lehrt am Institut für Geschichte der Uni Koblenz-Landau.

von Hippel, Wolfgang

Prof. Dr. Wolfgang von Hippel lehrt an der Uni Mannheim.
Reiheninfo
Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) zeigt in 9 Bänden die historischen Voraussetzungen des modernen Europa. Es behandelt jedes Land gesondert und Europa als kulturelle Einheit insgesamt. Das Handbuch ist von international anerkannten Historikern mit langjähriger Lehrerfahrung an Universitäten geschrieben. Es ist für den Unterricht an Hochschulen und Gymnasien verfasst und dient der Orientierung historisch Interessierter. Alle Bände folgen der gleichen Gliederung: Charakter der Epoche; Geschichte aller europäischen Länder; Europäische Gemeinsamkeiten, gegliedert nach Verfassung und Recht, Politik und internationale Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Religion; Forschungsstand, Forschungskontroversen, Forschungsperspektiven; Bibliographie.

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Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von M. Hedler

Auf dem neuesten Stand der Forschung, alle wesentlichen Aspekte werden angemessen behandelt.

Sehr hilfreiches Werk

Bewertung

Kundenmeinung von Naomi Groß

Die Epoche zwischen Reform und Revolution wird aus einer europäischen Perspektive in einer verständlichen Sprache und zudem kurzweilig dargestellt. Das detaillierte Inhaltsverzeichnis sowie der Sachregister ermöglichen einen schnellen Zugriff. Vor allem Kapitel 3, das gesamteuropäische Aspekte wie beispielsweise demographische oder gesellschaftspolitische Fragen in den Mittelpunkt stellt, überzeugt. Die Autoren entfalten kenntnisreich nationale und europäische Entwicklungen, deren Brüche und Kontinuitäten. Ein Nachschlagewerk für Studenten sowie Geschichtsliebhaber.

Ein Muss für jeden Geschichtsinteressierten!!!

Bewertung

Kundenmeinung von A. Geilenkirchen

Das Handbuch der Geschichte Europas (HGE) aus dem UTB Verlag besteht aus neun Bänden und deckt einen Zeitraum von 3.000 Jahren ab. Der siebte und jüngste Band wurde geschrieben von Wolfgang von Hippel und Bernhard Stier mit dem Titel „Europa zwischen Reform und Revolution 1800 – 1850“ und ist erschienen im Jahr 2012. Dieser bildet den Abschluss der Reihe nach zehn Jahren.

Alle Bände folgen einem identischen Muster und Aufbau, wobei den einzelnen Autoren durchaus Freiräume gelassen wurden. Jeder Band ist gegliedert in 1. Charakter der Epoche, 2. Geschichte der europäischen Staaten, 3. Europäische Gemeinsamkeiten, 4. Forschungsstand und 5. Bibliographie.

Dem Charakter der Epoche widmen die beiden Autoren 90 Seiten. Dies ist deutlich mehr als in anderen Bänden der Reihe, was aber der Tragweite der Ereignisse in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschuldet ist: Französische Revolution, Napoleon, Wiener Kongress, Restauration, Revolutionen 1830 und 48, Kolonialreiche, Britisches Empire, Sklavenhandel und Lateinamerikanische Unabhängigkeit. Den Autoren gelingt der Spagat zwischen kompakter Darstellung und Detailfülle nicht zuletzt aufgrund der Konzeption des Bandes, denn einzelne Aspekte werden in späteren Abschnitten erneut aufgegriffen und vertieft, sei es auf nationaler Ebene im Kapitel 2 zu den einzelnen Staaten oder im Kapitel 3 zu den gesamteuropäischen Aspekten. Dieser Gliederung ermöglicht eine transnationale Betrachtung und gleichzeitig eine auf der nationalen Ebene. Eine große Stärke des Bandes.

Da das Zeitalter der Nationalstaaten erst am Horizont erscheint, fällt die europäische Staatenwelt noch überschaubar aus. Sie umfasst die westlichen Nationalstaaten Frankreich, England, die deutsche Staatenwelt, einschließlich des Habsburger Imperiums, das Vielvölkerreich Russland, Polen als „Volk ohne Raum“, den europäischen Norden mit Dänemark, Norwegen und Schweden, die Niederlande und Belgien, die Schweiz, Italien vor dem Risorgimento, Spanien und Portugal, sowie den Balkan und das Osmanische Reich. Jeder Staat, bzw. jedes Reich wird nach seinen Spezifika betrachtet, wobei die Darstellung stets kompakt bleibt, was dem begrenzten Raum von 180 Seiten geschuldet ist.
Teil 3 beschäftigt sich mit gesamteuropäischen Aspekte und ist gegliedert nach Recht und Verfassung, Politik und internationale Beziehungen, Gesellschaft und Wirtschaft, Kultur und Religion. Auch hier finden die Autoren die goldene Mitte zwischen Detailfülle und Kompaktheit auf knapp 160 Seiten.

Der Forschungsstand fällt in diesem Teil äußerst knapp aus mit lediglich 20 Seiten. Den Schluss bietet die Bibliographie von 30 Seiten, gegliedert nach Themen: Allgemeine Litaratur zum 19. Jahrhundert, Europagedanke, Internationale Beziehungen oder Sklavenemanzipation. Im wesentlichen Orientiert sie sich thematisch an der Gliederung des Buches. Sie umfasst neben älteren Standartwerken die aktuellsten Publikationen bis zum Jahr 2009 und läßt von ihrem Umfang her nichts zu wünschen übrig. Die Autoren gingen auch hier mit großen Augenmaß, weshalb die Liste ausgewogen und übersichtlich ist. Ein großes Plus gemessen an der Fülle der Publikationen. Der Anhang bietet eine Zeittafel sowie ein Personen-, Orts-, und Sachregister, zum schnellen Nachschlagen. Zur Veranschaulichung dienen zusätzlich zahlreiche Tabellen und Grafiken.

In Darstellung und Sprache bleibt das HGE immer nachvollziehbar und verständlich, weshalb es auch für Studienanfänger geeignet ist. Aufgrund der Fülle an Informationen halte ich es durchaus auch geeignet für Abiturienten, wobei es deutlich über das Prüfungswissen hinausgeht. Dennoch. Das HGE ist für jeden geeignet, der sich für Geschichte interessiert, ob privat oder beruflich. Auch für fachverwandte Richtungen wie Soziologie, Kunstgeschichte oder Politikwissenschaften sind die Bände eine Bereicherung. Das HGE ist ein treuer Begleiter für Beruf und Studium!!

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