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Freizeit

von Immerfall, Stefan ; Wasner, Barbara  Fach: Soziologie; Reihe: UTB Profile

Freizeit prägt viele Lebensbereiche und spielt auch in zeitgenössischen Analysen eine immer bedeutendere Rolle.

Die AutorInnen Stefan Immerfall und Barbara Wasner ermöglichen einen strukturierten Zugang zu diesem vielfältigen Themenfeld. Historische Entwicklungen oder die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung von Freizeit werden ebenso behandelt wie ihre Erlebnisqualität oder ihr Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit.

Dieser Titel ist auf verschiedenen e-Book-Plattformen (Amazon, Libreka, Libri) auch als e-Pub-Version für mobile Lesegeräte verfügbar.
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Details
ISBN 9783825234461
UTB-Titelnummer 3446
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2011
Erscheinungsdatum 20.07.2011
Einband Kartoniert
Formate UTB S (12 x 18,5 cm)
Originalverlag Barbara Budrich
Umfang 107 S., 8 Abb., 5 Tab.
Inhalt
Warum Freizeit? 7
Freizeit im Profil 9
1 Was ist Freizeit? 9
2 Wie hat sich Freizeit entwickelt? 18
3 Wie ist Freizeit verteilt? 25
4 Wie wird Freizeit erlebt? 40
5 Ausgewählte Bereiche des Freizeiterlebens: Sport und Tourismus 47
6 Aktuelle Entwicklungen 58
7 Wirtschaftliche Effekte von Freizeit und Tourismus 65
8 Zukunft der Freizeit 74
Serviceteil 81
Pressestimmen
Aus: ekz-Informationsdienst, Hans-Dieter Kübler, 2011/41
[…] Erfreulicherweise stützen sich die Autoren dabei auf aktuelle, auch internationale Forschungen, benennen wissenschaftliche Lücken und distanzieren sie deutlich von üblichen, schlichten Marketingstudien, sodass das Kompendium einen seriösen Ein- und Überblick in und über die Freizeitforschung […] bietet […]
Autoreninfo

Immerfall, Stefan

Prof. Dr. Stefan Immerfall lehrt an der PH Schwäbisch Gmünd.
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zur "Freizeit"

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Kundenmeinung von Melina Riegel

Bei dem flachen Büchlein mit dem pauschalen Titel "Freizeit" handelt es sich um einen mehr oder weniger wissenschaftlichen Essay aus einer knappen Einleitung und einem Haupttextteil („Freizeit im Profil“) mit insgesamt acht Unterkapiteln (s.u.), der den Anspruch erhebt, einen ersten, strukturierten Einstieg ins Themenfeld Freizeit sowie in die sog. Freizeitwissenschaft zu ermöglichen.

Von der Einleitung an (die eher mit „Freizeit – wie?“ als mit der hier nicht beantworteten Frage „Warum Freizeit?“ zu überschreiben wäre) ist der Text durch methodische Vorsicht geprägt, die an der Schwierigkeit sowohl „Freizeit“ als auch „Freizeitwissenschaft“ klar zu umgrenzen und definitorisch zu fassen keinen Zweifel lässt. Die Bestimmung des Gegenstands erfolgt entsprechend weder durch prämissenhafte Setzungen noch durch archivarische Sammlung bisheriger Forschungsversuche und -ergebnisse, sondern durch Auswahl einzelner, relevant erscheinender Aspekte (hier werden „Zentralität und Aktualität“ [S. 7] als Kriterien angegeben, deren Bestimmung jedoch m. E. partiell ein idem per idem riskiert).

Korrekterweise wird bereits in der Einleitung darauf hingewiesen, dass es vor allem darum gehe, „[i]nsbesondere [...] Studierenden in den verschiedenen Studiengängen des Freizeit-, Kultur- und Tourismusmanagement“ (S.7) eine Einführung zu geben und ihnen „Grundorientierungen“ (ebd.) zu ermöglichen. So lässt sich wahrscheinlich auch rechtfertigen, dass im Laufe der Untersuchung, bei den Definitionsversuchen (Kap. 1), historischen Entwicklungsskizzen (Kap. 2) sowie gesellschaftlichen Betrachtungen (Kap. 3, 4), ökonomische Aspekte der Freizeit (v. a. Kap. 6-8) im Vordergrund stehen, wie auch die Auswahl der Schwerpunkte „Sport“ und „Tourismus“ (Kap. 5) vermuten lässt.

Ob die Verfasser, (habilitierte) Universitätsdozenten im Fachbereich Soziologie/ Politikwissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch-Gmünd, dem Phänomen Freizeit mit einer prädominant sozialwissenschaftlichen und Deutschland-fokussierten Betrachtungsweise in seiner Komplexität und Vielfalt gerecht werden, wäre zu diskutieren. Das Risiko jedenfalls – entgegen der anfangs erklärten Absicht der Verfasser – eine Tendenz der als „Freizeitwissenschaft“ titulierbaren Forschung zu zementieren, ist (auch wenn hier ökonomische Bias-Gefahren ungleich stärker reflektiert werden) gegeben.

Es soll jedoch nicht gesagt sein, dass z.B. der Geisteswissenschaftler in "Freizeit" gedanklich nicht fündig würde. Der Ansatz, Freizeit als „‚Produkt‘ individueller Sinnzuschreibung“ zu begreifen, scheint (nicht nur psychologisch, sondern auch) kulturtheoretisch und ggf. philosophisch produktiv. In theoretischer Hinsicht ergiebig und interdisziplinär anschlussfähig wären außerdem die Gedanken zur Trennung gesellschaftlicher Betrachtungsebenen von Freizeit in Mikro-, Meso- und Makroebenen (S. 14-17), zur Kopplung von Freizeit und Konsum (vgl. z.B. S. 23f.), zur Beschreibung und Erklärung differenter sozialer Muster unter Zuhilfenahme von Bourdieus Habitus-Begriff (vgl. Kap. 3).

Insgesamt ist "Freizeit" wenig abstrahierend, vielmehr stehen (Anwendungs-)Beispiele im Vordergrund, Thesen werden zumeist durch Datenmaterial und ausgewählte Statistiken ergänzt. Dass die Erläuterungen der Verfasser weder hinsichtlich der wissenschaftlichen Methodik noch inhaltlich in die Tiefe gehen, ist wahrscheinlich im Sinne laienorientierter Reduziertheit. Immerhin mag die Lektüre von Freizeit die Sensibilität des Lesers für interne Mechanismen und Grenzen eines Marktes und Forschungsfeldes erhöhen, zumal der Blick auf das Problematische an Auftragsstudien gelenkt wird und methodologische Schwierigkeiten nicht ausgeblendet werden.

In diesem Sinne kann "Freizeit" als pragmatisches Manual verstanden werden, das sowohl inhaltlich als auch durch die beigefügte „Service“-Rubrik (S. 81-94), in der Freizeit-affine Studiengänge aufgelistet werden, anwendungsbezogen ist und hervorragend in die UTB-Reihe „Profile“ passt. Wie man es von der Taschenbuchreihe kennt und erwarten mag, ist der Aufbau übersichtlich, jedes Kapitel mit einer bündigen, etwa halbseitigen Zusammenfassung und wenigen, ausgewählten weiterführenden Literaturhinweisen versehen und die Orientierung durch ein Sach- und Personenregister am Ende leicht möglich.

Fazit: Wer sich eine systematische und umfassende Abhandlung zum im Titel proklamierten Thema erhofft, mag enttäuscht sein. Zwar werden unterschiedliche fachwissenschaftliche Zugänge vorgestellt und deren Grundzügen skizziert, am Ende gelingt die Synthese – d.h. der Versuch, eine Freizeitwissenschaft mittels einheitlicher theoretischer Fundierung auf eine die bisherigen Ansätze verbindende, interdisziplinäre Basis zu stellen – jedoch m.E. nicht. Die Reduziertheit von "Freizeit" (über die die Verfasser übrigens nicht hinwegtäuschen) ist vielleicht eine Folge des geringen Publikationsumfangs und mag den Experten stören, dem Pierre Bourdieu oder Wertschöpfungsberechnungen hinreichend bekannt sind. Nichtsdestotrotz bietet die Publikation, die sich vor allem für am deutschen Freizeitwesen interessierte Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt Tourismusforschung eignet, Bologna-tauglich und rezipientenorientiert die Möglichkeit eines ersten thematischen Zugriffs.

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