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Geschichtsschreibung und Geschichtsdenken im 19. und 20. Jahrhundert

von Metzger, Franziska Fach: Geschichte;

Das Studienbuch fördert die systematische Reflexion über die Geschichte des Geschichtsdenkens und der Geschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert.

Zunächst diskutiert die Autorin Debatten, Spannungsfelder – Geschichte und Gedächtnis, Geschichte und Literatur – sowie Analysemodelle. Darauf aufbauend verbindet sie mittels konkreter Quellenbezüge Langzeitperspektiven und Tiefenschnitte auf Geschichtsdenken und Geschichtsschreibung im deutschsprachigen Raum mit transnationalen Bezügen.

Im Fokus stehen Themenfelder wie
• Diskurse der Wissenschaftlichkeit seit der Jahrhundertwende von 1800,
• Institutionalisierung,
• Deutungskämpfe um die Nation,
• Unsicherheiten im Selbstverständnis und Neupositionierungen im Verhältnis zu anderen Wissenschaften um 1900,
• Nationalgeschichte als Volksgeschichte in der Zwischenkriegszeit sowie Kontinuitäten und Transformationen in der Struktur- und Sozialgeschichte,
• geschichtsphilosophisch-theoretische Umdeutungen seit den späten 1960er Jahren vom «linguistic turn» zu sprachzentrierten Ansätzen und kulturgeschichtlichen Perspektiven.
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Details
ISBN 9783825235550
UTB-Titelnummer 3555
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2011
Erscheinungsdatum 16.11.2011
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Haupt
Umfang 313 S., 7 Abb., 2 Tab.
Inhalt
Historiographiegeschichte als Reflexionsdisziplin – zur Einführung 9
1 Perspektiven, Konzepte, Modelle 9
2 Geschichtsdenken und Geschichtsschreibung 10
I Problemfelder, Konzepte und Modelle zur Analyse von Geschichtsdenken und Geschichtsschreibung
15
1 Beobachtungsperspektiven der Historiographiegeschichte – wissenschaftsgeschichtliche und -
heoretische Zugänge 17
1.1 Kulturgeschichtliche Perspektive 17
1.2 Geschichtsschreibung als Wirklichkeitskonstruktion 19
1.3 Beobachtung der Beobachtung – Reflexionsebenen 20
1.4 Geschichtsschreibung als Kommunikation, soziale Praxis und Diskurs 24
1.5 Pluralität von Kontexten als Selektionsräume 28
1.6 Diachrone und synchrone Pluralität 30
2 Historiographiegeschichtsschreibung – ein Forschungsüberblick 34
3 Geschichte und Gedächtnis 42
3.1 Gedächtnisbegriffe 44
3.2 Gedächtnis als Selektionsraum 48
3.3 Erinnerung, Erfahrung, Erwartung 51
4 Geschichte vs. Literatur? Geschichte als Literatur? 60
4.1 Realismus vs. Narrativismus 60
4.2 Diskursivität von Wahrheit und Methode in der Geschichtsschreibung 63
4.3 Narrativität von Geschichtsschreibung: Darstellungsmodi und rhetorische Strategien 65
5 Verwissenschaftlichung, Paradigmenfolge, Lebenswelt – eine kritische Auseinandersetzung 71
5.1 Diskursivität von Wissenschaftlichkeit vs. These der Verwissenschaftlichung 72
5.2 Synchrone und diachrone Pluralitäten vs. teleologisches Paradigmenmodell und
homogenisierende Epocheneinteilungen 76
5.3 Komplexität von Kommunikations zusammenhängen vs. Trennung lebensweltlicher und
wissenschaftlicher Faktoren 80
6 Identität, Masternarrative, Kommunikationsgemeinschaften – zu einem Modell der Analyse 88
6.1 Geschichtsschreibung als kommunikative Strategie der Identitätsbildung 88
6.2 Masternarrative und Metanarrative 91
6.3 Das Konzept der Kommunikationsgemeinschaften 93
6.4 Kommunikationsgemeinschaften als Erinnerungs- und Wissensgemeinschaften 96
6.5 Diskursfelder – diskursive Mechanismen – narrative Strukturen 98
6.6 Die Diskursivität der Selbstreflexion 102
II Geschichtsdenken und Geschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert: Diskurse, Strategien,
Transformationen 111
1 Zwischen Wissenschaftlichkeitsdiskurs und «Geschichtsreligion»: Transformationen im
Geschichtsdenken in der Sattelzeit der zweiten Hälfte des 18. und im 19. Jahrhundert 113
1.1 Wandlungen im Zeitbegriff und im Verhältnis zur Geschichte um die Jahrhundertwende von 1800 .
115
1.2 Kontinuitäten und Transformationen in den Geschichtsvorstellungen zwischen Aufklärung und
Historismus 118
1.3 Diskurse der Wissenschaftlichkeit, Wahrheit und Objektivität 124
1.4 Idee – Gott – Geist: «geschichtsreligiöse» Begründung der Geschichtsphilosophie als Metadiskurs
im 19. Jahrhundert 129
1.5 Verhältnisbestimmung zwischen verschiedenen Wahrheitsdiskursen: katholische Aneignungen
und Umdeutungen 133
2 Institutionalisierung der Geschichts schreibung im 19. Jahrhundert: strukturelle Verankerung und
diskursive Kanonisierung 141
2.1 Geschichte an der Universität: Formen der Institutionali sierung und Ausdifferenzierung 142
2.2 Zeitschriften, Vereine und Netzwerke zwischen Wissensgemeinschaft und
Erinnerungsgemeinschaft 145
2.3 Institutionalisierung als Kanonisierung: Lexika, Handbücher, Großdarstellungen und Editionen 150
3 Geschichten der Nation: Erinnerungsgemeinschaften, Deutungskämpfe, Mythisierung und
Sakralisierung 156
3.1 Die Umkämpftheit der Nation: Faktoren konkurrierender Geschichtsdiskurse und
Erinnerungsgemeinschaften 158
3.2 Nationen des Protestantismus: Sakralisierung und Konfessionalisierung nationaler
Geschichtsdiskurse 165
3.3 Katholische Umdeutungen: zwischen Ultramontanisierung und Nationalisierung 171
3.4 Kontinuität, teleologischer Fortschritt, Synchronisierung und Entzeitlichung 178
4 Unsicherheit, Reflexion und interdisziplinäre Transfers zwischen Kultur und Natur: Umdefinitionen
der Metadiskurse in der Sattelzeit um 1900 186
4.1 Geschichts- und Kulturkritik: Gegendiskurse zum Historismus und neue Semantiken bei Jacob
Burckhardt und Friedrich Nietzsche 188
4.2 Kulturgeschichte zwischen Mikro- und Universalgeschichte, zwischen Typologisierung und
organizistischer Semantik 195
4.3 Methoden- und erkenntnistheoretische Debatten im Verhältnis zu den Natur- und
Sozialwissenschaften 199
4.4 Antihistoristische Tendenzen in Bezug auf das Verhältnis von Theologie und Geschichte 204
5 Nation, Volk, Gesellschaft: Transformationen zwischen Kontinuität und Gleichzeitigkeit des
Ungleichzeitigen in den 1920er bis 1960er Jahren 209
5.1 Volk, Raum, Expansion: Essentialisierung und Politisierung historischer Masternarrative 211
5.2 Vom Verhältnis zwischen Individualität und Struktur zur Modernisierungstheorie: Metadiskurse der
Struktur- und Sozialgeschichte 219
5.3 Eine vergleichende Perspektive auf die Annales in Frankreich und die marxistische britische
Geschichtsschreibung 230
6 Dekonstruktion, Pluralisierung, Dezentrierung: Verschiebungen der Beobachterperspektive im
transdisziplinären Kontext 239
6.1 Der linguistic turn und die Dekonstruktion der «großen Erzählungen» 241
6.2 Die sprachzentrierten Ansätze der Begriffsgeschichte und der Intellectual History 245
6.3 Kulturgeschichte als Beobachtungsperspektive: Konstruktivismus und Deessentialisierung 250
6.4 Pluralisierung der Blickwinkel: Dekonstruktion von Räumen, Transnationalität und
Verschränkungen 259
Anhang 267
Literaturverzeichnis 268
Quellenverzeichnis 293
Glossar 303
Personenregister 307
Sachregister 310
Pressestimmen
Aus: SZRKG – Edith Maienfisch – 107/2013
[…]Dessen ungeachtet hat Metzger eine fundierte Einführung in die Geschichte der Historiographie und des historischen Denkens des 19. und 20. Jahrhunderts geschaffen, die das Interesse an der weiteren Auseinandersetzung mit der Thematik fördert.

Autoreninfo

Metzger, Franziska

Dr. Franziska Metzger lehrt an der Universität Freiburg/Schweiz.
Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von E. Schmidt

- Gute Mischung zwischen "herkömmlichen" Geschichtsüberblickswerken und Sonderthemen (wie z.B. katholische Rezeption)
- Entgegen der häufigen Kombination von 18. und 19. Jh. wird hier das 19. und 20. kombiniert
- Gute Mischung von Details und Systematisierung (z.B. gleich im großen 1. Kapitel)

Von diesem Buch gibt es wirklich viel zu lernen! Well done!

Eine Historiographiegeschichte mit Bergen und Tälern

Bewertung

Kundenmeinung von Philipp Gottschalk

Formal zum Buch gibt es nicht viel zu sagen. Die Eintragungen in den Seitenspalten und auch die eingefügten Zitate sind hilfreich und erweitern das Panorama. Zum Oxford Zitieren kann man stehen wie man will, mein Fall ist es jedenfalls nicht. Gerade Klammern die in einzelnen Fällen 2-3 Zeilen füllen sind im Lesefluss nicht schön. Das am Ende eines jeden Kapitels eine Literaturliste zu finden ist vereinfacht die weitere Recherche ungemein.
Zum Inhalt fälle ich ein gespaltenes Fazit. Das Buch ist in 2 Teile geteilt. Der erste ist für ein Einführungs- und Überblickswerk viel zu umständlich formuliert und auch ohne eine tiefgreifende Kenntnis der unterschiedlichen Ansätze schwer verständlich. Es gilt hier einiges an Wissen mitzubringen und schon einen ungefähren Überblick über die Grundstrukturen z.B. des Erinnerns zu haben. Für Studienanfänger also eher ein Hemmnis, aber für jeden der damit vertraut ist ein guter Überblick. Weiterhin scheint die Autorin mit Fachbegriffen und Fremdwörtern glänzen zu wollen, so dass kaum jemand ohne die eine oder andere Bedeutung nachzuschlagen das Buch verstehen werden wird.
Ein kompletter Kontrast hierzu ist der 2. Teil. Dieser ist wunderbar gegliedert und zeigt viele Kontinuitäten aber auch Diskontinuitäten facettenreich auf. Es macht Spaß diesen zu lesen und man lernt sogar etwas dabei, das man sonst so zentral sicher in kaum einem anderen Buch dieser Art findet. Insgesamt kann man das Buch im 1. Teil mit 2 und im 2. Teil mit 4 Sternen bewerten, was 3 im Schnitt macht.

Historiographiegeschichte in zwölf überzeugenden Kapiteln

Bewertung

Kundenmeinung von Oliver Gross

Metzger entfaltet ein überzeugendes Panorama der facettenreichen Entwicklungen der Geschichtswissenschaft. Sie verdeutlicht Kontinuitäten und Brüche sowie die Verwissenschaftlichung der Disziplin. Diskurse im Zuge einer zunehmenden Institutionalisierung im 19. Jahrhundert werden dem Leser nachhaltig mittels kleiner nicht ausufernder Kapitel nahe gebracht. Die Ausführungen zu den Entwicklungen im 20. Jahrhundert hätten indes gerne umfangreicher ausfallen können.

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