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Grundinformation Dogmatik

Ein Lehr- und Arbeitsbuch für das Studium der Theologie

von Leonhardt, Rochus Fach: Theologie/ Religionswissenschaft;

Das Buch vermittelt einen Einblick in die Hauptinhalte und -probleme der christlichen Dogmatik sowie maßgebliche dogmen- und theologiegeschichtliche Zusammenhänge. Die quellennah ausgearbeitete Darstellung ist didaktisch aufbereitet: Definitionen, Arbeitsaufgaben, Übersichten, Hinweise auf vertiefende
Literatur, Tipps zur Arbeit mit dem Internet, Glossar etc. – völlig neu bearbeitet.
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Print-Ausgabe *(angekündigt)
38,99 €
4. Aufl. / Nachdruck geplant für 04.12.2017
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Details
ISBN 9783825222147
UTB-Titelnummer 2214
Auflagennr. 4. Aufl. / Nachdruck geplant für 04.12.2017
Erscheinungsjahr 2009
Erscheinungsdatum 23.10.2009
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Vandenhoeck & Ruprecht
Umfang 496 S., 7 Abb.
Inhalt
Einleitung 15
I Zum Aufbau der Grundinformation Dogmatik 15
II Hinweise zur Benutzung 18
1. Hauptteil: Dogmen- und theologiegeschichtliche Orientierung 20
1 Die Zeit der Alten Kirche 20
1.1 Die Auseinandersetzung mit der hellenistisch-römischen Umwelt 29
1.2 Die innerchristlichen Auseinandersetzungen über die Rechtgläubigkeit 22
1.3 Die Fixierung christlicher Lehrnormen 26
2 Augustin und das christliche Mittelalter 29
2.1 Zur Theologie Augustins 29
2.2 Die Trennung von Rom und Byzanz 31
2.3 Die scholastische Theologie des Mittelalters 33
2.3.1 Die Frühscholastik 34
2.3.2 Die Hochscholastik 35
2.3.3 Die Spätscholastik 36
3 Die Reformation und ihre Folgen 37
3.1 Die Konfessionalisierung des europäischen Christentums 37
3.2 Der römische Katholizismus 38
3.2.1 Das Konzil von Trient (1545–1563) 39
3.2.2 Das 1. Vatikanische Konzil (1869/70) 40
3.2.3 Das 2. Vatikanische Konzil (1962–1965) 40
3.3 Der Anglikanismus 41
3.4 Der lutherische Protestantismus 44
3.5 Der reformierte Protestantismus 48
3.6 Leuenberger Konkordie und Leuenberger Kirchengemeinschaft 52
4 Von der Reformation zur Aufklärung 53
4.1 Vorbemerkungen 54
4.2 Die altprotestantische Orthodoxie 57
4.3 Der deutsche lutherische Pietismus 59
4.4 Der englische Deismus 62
4.5 Voraussetzungen, Merkmale und wichtige Vertreter der deutschen Neologie 63
4.6 Gotthold Ephraim Lessing und Immanuel Kant 70
4.6.1 Lessing und der Fragmentenstreit 70
4.6.2 Religion und Moralität bei Kant 71
5 Zur evangelischen Theologie im 19.Jahrhundert 78
5.1 Friedrich Schleiermacher 78
5.2 Theologische Schulen im deutschen Protestantismus des 19.Jahrhunderts 81
5.3 Der theologische Liberalismus im Kaiserreich 88
5.3.1 Albrecht Ritschl 88
5.3.2 Adolf von Harnack 90
5.3.3 Ernst Troeltsch 91
6 Zur evangelischen Theologie im 20.Jahrhundert 93
6.1 Die Neuaufbrüche nach 1914/18 93
6.1.1 Vorbemerkungen 93
6.1.2 Der Religiöse Sozialismus 94
6.1.3 Die Luther-Renaissance 95
6.1.4 Die Dialektische Theologie 96
6.2 Die Barmer Theologische Erklärung und die Spaltung der Dialektischen Theologie 99
6.3 Hinweise zur Nachkriegstheologie des deutschen Protestantismus 103
6.3.1 Das Problem der Entmythologisierung 103
6.3.2 Die Wiederentdeckung der Geschichte im deutschen Protestantismus 105
6.3.3 Theologie der Befreiung und feministische Theologie 107
2. Hauptteil: Systematische Entfaltung 110
I Religionsphilosophische Vorbemerkungen 110
§ 1 Die Religion 110
1.1 Herkunft und neuzeitliche Prägung des Religionsbegriffs 110
1.1.1 Ursprung und Bedeutung des Wortes religio 110
1.1.2 Neuzeitlicher Religionsbegriff und konfessionelles Zeitalter 111
1.1.3 Die Neuformulierung des Religionsbegriffs bei Friedrich Schleiermacher 117
1.2 Das Verhältnis des Christentums zu den anderen Religionen 119
1.2.1 Der Absolutheitsanspruch des Christentums und seine Problematisierung bei Ernst Troeltsch 119
1.2.2 Karl Barths Kritik der Religion im Namen der (Christus-)Offenbarung 123
1.2.3 Christliche Kirche und nichtchristliche Religionen im modernen Katholizismus 125
1.3 Säkulare Religionstheorien 127
1.3.1 Religionskritik im 19.Jahrhundert: Ludwig Feuerbach und Karl Marx 127
1.3.2 Sozialphilosophische Religionstheorie im 20.Jahrhundert:
Hermann Lübbe 129
II Fundamentaltheologie 132
§ 2 Die Theologie 132
2.1 Systematische Theologie bzw. Dogmatik als Disziplin der Theologie 132
2.2 Der Gegenstand der (systematischen bzw. dogmatischen) Theologie 137
2.3 Theologie als Wissenschaft 141
2.3.1 Problempräzisierung 141
2.3.2 Theologie als untergeordnete Wissenschaft – Thomas von Aquin 142
2.3.3 Theologische Aussagen als wissenschaftliche Hypothesen? –Wilfried Joest und Wolfhart Pannenberg 143
2.3.4 Die Abhängigkeit aller Wissenschaft von vorwissenschaftlichen Gewissheiten – Eilert Herms 145
§ 3 Die Offenbarung 146
3.1 Das biblische Zeugnis und seine dogmatischen Folgeprobleme 146
3.2 Inklusives und exklusives Offenbarungsverständnis 151
3.2.1 Das inklusive Offenbarungsverständnis 151
3.2.2 Das exklusive Offenbarungsverständnis 153
3.2.3 Die Ablehnung aller ‚natürlichen Theologie‘ bei Karl Barth 156
3.3 Schleiermachers Transformation des Offenbarungsbegriffs und ihre Bedeutung für die Gegenwartstheologie 158
§ 4 Der Glaube 162
4.1 Vorbemerkungen 162
4.2 Glaubensakt und Glaubensinhalt 164
4.2.1 Zur altkirchlichen und mittelalterlichen Tradition 164
4.2.2 Zum reformatorischen Glaubensverständnis 167
4.3 Glaube und Vernunft 171
4.3.1 Glaube und Vernunft in der Aufklärung 171
4.3.2 Glaube und Vernunft in der neueren Theologie 175
§ 5 Die Heilige Schrift 179
5.1 Vorbemerkungen 180
5.1.1 Zur Entstehung des biblischen Kanons 180
5.1.2 Die Bibel in altkirchlicher und mittelalterlicher Zeit 181
5.2 Die normative Bedeutung der Heiligen Schrift 183
5.2.1 Die reformatorische Lehre von der Heiligen Schrift 183
5.2.2 Zur römisch-katholischen Lehre von der Schrift 186
5.2.3 Die Durchsetzung der historisch-kritischen Methode und ihre Bedeutung für die evangelische Theologie 188
5.3 Die Schriftautorität in der gegenwärtigen Theologie 191
5.3.1 Die jüdische Bibel im christlichen Kanon 191
5.3.2 Das reformatorische Schriftprinzip im gegenwärtigen Protestantismus 194
5.3.3 Die Bibelautorität im gegenwärtigen ökumenischen Dialog 195
III Materiale Dogmatik 200
§ 6 Gotteslehre I: Gottes Sein, Wesen und Eigenschaften 200
6.1 Philosophische Beweise der Existenz Gottes 200
6.1.1 Zu Bedeutung und Einteilung der Gottesbeweise 200
6.1.2 Der ontologische Gottesbeweis nach Anselm von Canterbury und Ren_ Descartes 202
6.1.3 Der kosmologische Gottesbeweis nach Thomas von Aquin 205
6.2 Neuzeitliche Krise und gegenwärtige Bedeutung der Gottesbeweise 207
6.2.1 Die Kritik der Gottesbeweise durch Immanuel Kant 207
6.2.2 Zur Beurteilung der Gottesbeweise in der neueren Theologie und Philosophie 210
6.3 Gottes Wesen und Eigenschaften 213
6.3.1 Gottes Unzugänglichkeit als Ausgangspunkt seiner Wesensbestimmung 213
6.3.2 Gottes Offenbarung als Ausgangspunkt seiner Wesensbestimmung 217
§ 7 Gotteslehre II: Die Trinität Gottes 219
7.1 Vorbemerkungen 219
7.2 Zum Inhalt des trinitarischen Dogmas 221
7.2.1 Positionen im Vorfeld der Dogmenformulierung 221
7.2.2 Die trinitarischen Distinktionen 223
7.2.3 Augustins Beitrag zur Trinitätstheologie 228
7.3 Zu Kritik und gegenwärtiger Gestalt der Trinitätslehre 231
Exkurs 1: Trinitätsdarstellungen in der christlichen Ikonographie 234
1. Drei gleichgebildete Gestalten 235
2. Der Gnadenstuhl 237
§ 8 Gottes Schöpfung und Weltregierung 239
8.1 Vorbemerkungen 239
8.2 Hauptgedanken der christlichen Schöpfungslehre 240
8.2.1 Schöpfung als freie Tat des dreieinen Gottes 240
8.2.2 Die Voraussetzungslosigkeit der Schöpfung 242
8.3 Schöpfungsglaube und Naturwissenschaft 243
8.4 Gottes Wirken 248
Exkurs 2: Das Theodizeeproblem 251
1. Problembeschreibung 251
2. Leibniz’ Lösung des Theodizeeproblems 252
3. Zum christlich-theologischen Umgang mit dem Theodizeeproblem 255
§ 9 Der Mensch und die Sünde 257
9.1 Der Mensch in der Schöpfung 257
9.1.1 Die unsichtbare Schöpfung (Engelwelt) 258
9.1.2 Die sichtbare Schöpfung 260
9.1.3 Der Mensch 262
9.2 Der Mensch als Gottes Ebenbild und Sünder 264
9.3 Zum Menschen- und Sündenverständnis in der neueren Theologie 270
9.3.1 Zur theologischen Anthropologie im 20.Jahrhundert 270
9.3.2 Zur Sündenlehre in der neueren Theologie 272
§ 10 Jesus Christus (Christologie) 276
10.1 Vorbemerkungen 277
10.2 Die ältere dogmatische Lehre von Person und Werk Jesu Christi 278
10.2.1 Gottheit und Menschheit im fleischgewordenen Logos 278
10.2.2 Das Heilswerk des fleischgewordenen Logos 282
Zwischenbemerkung: Das Werk Jesu Christi im Spiegel der mittelalterlichen Kunst 287
10.3 Akzente reformatorischer Christologie 289
10.3.1 Die Lehre von der Person Christi 289
10.3.2 Die Lehre vom zweifachen Stand Christi (Entäußerung, Erhöhung) 292
10.3.3 Die Lehre vom dreifachen Amt Christi (Prophet, Priester und König) 294
10.4 Probleme der neueren Christologie 296
10.4.1 Zur modernen Kritik am christologischen Dogma 296
10.4.2 Die Frage nach dem historischen Jesus 298
10.4.3 Die Historizität der Auferstehung 303
Exkurs 3: Die römisch-katholische Lehre von Maria (Mariologie) 305
1. Maria als Gottesgebärerin (theotokos) 306
2. Marias immerwährende Jungfräulichkeit (aeiparthenia) 306
3. Marias unbefleckte Empfängnis (immaculata conceptio) 307
4. Leibliche Aufnahme (assumptio) Marias in den Himmel 308
§ 11 Die Heilsaneignung durch den Menschen (Soteriologie) 310
11.1 Der Heilige Geist (Pneumatologie) 310
11.2 Die Rechtfertigung des Sünders 314
11.2.1 Von Augustin bis zum späten Mittelalter 314
11.2.2 Die Rechtfertigungslehre Martin Luthers 317
11.2.3 Die Rechtfertigungslehre des Konzils von Trient 324
Zwischenbemerkung: Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre 325
11.3 Die Lehre von der göttlichen Vorherbestimmung (Prädestination) 328
§ 12 Die Heilsmittel 334
12.1 Gesetz und Evangelium 334
12.1.1 Vorbemerkungen 334
12.1.2 Gesetz und Evangelium in der reformatorischen Theologie 336
12.1.3 Zur Entwicklung im 20.Jahrhundert 341
12.2 Die Sakramente 343
12.2.1 Allgemeines zum Sakramentsbegriff 343
12.2.2 Die Taufe 346
12.2.3 Das Abendmahl 349
12.3 Überblick zur römisch-katholischen Sakramentenlehre 355
§ 13 Die Lehre von der Kirche (Ekklesiologie) 357
13.1 Kirche im Neuen Testament und in den Glaubensbekenntnissen 357
13.2 Konfessionelle Differenzen im Kirchenverständnis 360
13.2.1 Das Kirchenverständnis im römischen Katholizismus 360
13.2.2 Zum reformatorischen Kirchenverständnis 365
13.2.3 Christliche Kirche(n) als Lebensraum des Glaubens 371
13.3 Zum Verhältnis von Kirche und Staat bzw. von Religion und Politik 377
13.3.1 Von der Alten Kirche bis zum Ende des Politischen Augustinismus 377
13.3.2 Kirche und Staat in der reformatorischen Theologie 381
13.3.3 Protestantische Kirche im Pluralismus 386
§ 14 Die Lehre von den letzten Dingen (Eschatologie) 388
14.1 Vorbemerkungen: Biblischer Hintergrund und Themen der christlichen Eschatologie 388
14.2 Probleme und Grundentscheidungen der _lteren Eschatologie 391
14.2.1 Augustins Grundlegung der abendl_ndischen Eschatologie 391
14.2.2 Eschatologische Probleme im Mittelalter 394
Zwischenbemerkung: Mittelalterliche Eschatologie in Dichtung und darstellender Kunst 396
14.2.3 Die reformatorische Eschatologie 399
14.3 Probleme der neueren Eschatologie 405
14.3.1 Eschatologie und Geschichte 405
14.3.2 Eschatologie und Anthropologie 413
IV Nachbemerkungen zur Ethik 420
§ 15 Das Verhältnis von Dogmatik und Ethik 420
15.1 Die kritische Rezeption der antiken Tugendethik im vorreformatorischen Christentum 420
15.1.1 Anknüpfung an die vorchristliche Tugendlehre: Ambrosius von Mailand 420
15.1.2 Die Kritik der vorchristlichen Tugendlehre: Augustin 423
15.1.3 Ethik als Anwendungsdisziplin der Dogmatik 425
15.2 Theologische und philosophische Ethik im Horizont von Reformation und Neuzeit 426
15.2.1 Die Aufwertung der weltlichen Existenz in der reformatorischen Ethik 426
15.2.2 Die Entkoppelung von Ethik und Religion bei Christian Wolff und Immanuel Kant 429
15.3 Zum Verhältnis von Dogmatik und Ethik im modernen und gegenwärtigen Protestantismus 432
Literatur 438
Glossar 457
Register 489
I Namen 489
II Bibelstellen 494
Pressestimmen
Aus: lehrerbibliothek.de - Thomas Bernhard - 31.07.2014
Wenn ein Dogmatik-Lehrbuch seit der Erst-Auflage 2001 nach 8 Jahren bereits in die 4. Auflage geht, dann ist dieses Werk jedenfalls erfolgreich! Und dieser Erfolg ist auch begründet; denn der wesentliche Vorteil dieser "Grundinformation Dogmatik" liegt darin, dass die einzelnen dogmatischen Themengebiete einerseits Lehrbuch-artig zusammenfassend dargestellt werden, andererseits aber immer auch sinnvoll ausgewählte kurze Quellentexte die Topoi exemplarisch beleuchten.

Autoreninfo

Leonhardt, Rochus

Prof. Dr. Rochus Leonhardt lehrt an der Universität Leipzig.
Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von M. Höfler

Das Buch beginnt mit einem dogmengeschichtlichen Einstieg, der von der Alten Kirche bis zur evangelischen Theologie im 20. Jahrhundert rein. Dieser Einstieg ist gut gelungen und dient zum besseren Verständnis der folgenden systematischen Entfaltungen. Der systematisch-theologische Hauptteil des Buches ist für fortgeschrittene Theologen sinnvoll gegliedert. Interessierten Laien erschließt sich der Aufbau erst durch die Lektüre des Buches.

Sehr lobenswert sind außerdem die kurzen Zusammenfassungen der Kapitelinhalte in grauen Kästchen. Die Grundinformationen werden so nochmals stichwortartig zusammengefasst was gerade bei Vorbereitungen auf Prüfungen einen positiven Lerneffekt hat.

Alles in allem bietet das Buch eine ausgezeichnete und vollständige Grundinformation in die Systematische Theologie. Die einzelnen Kapitel sind lesefreundlich knapp gehalten, behandeln dabei aber wesentliche Punkte und sind trotz ihrer angenehmen Kürze nicht oberflächlich. Dem Schreibstil des Autors ist gut zu folgen, komplizierte Sachverhalten werden gut erläutert. Alles in allem eine gute Einführung zum Lernen auf Prüfungen und zur persönlichen Auffrischung von systematischen Grundinformationen.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von A. Heiser

Es ist ein hervorragendes Arbeitsbuch. Die Studierenden können anhand der Arbeitsaufträge und Hinweise auf zusätzliche Literatur am Ende jedes Abschnitts die Intensität der Erarbeitung selbst für sich bestimmen.

Für Studienanfänger und für Examenskandidaten unverzichtbar

Bewertung

Kundenmeinung von Kristin Zimmermann

Das Buch „Grundinformation Dogmatik“ von Rochus Leonhardt bietet für das Fach Systematische Theologie (und Kirchengeschichte) die wichtigen Grundlagen und einen sehr guten Überblick. Sowohl für Studienanfänger als auch für Examenskandidaten ein unverzichtbares Lehrbuch. Aber auch alle Theologieinteressierten kommen bei diesem Lehrbuch voll auf ihre Kosten. Vor allem aufgrund seiner leicht verständlichen Sprache ist es nicht nur zur Prüfungsvorbereitung geeignet, sondern lässt sich auch wunderbar zum Seminar oder zur Vorlesung nebenbei lesen. Besonders gut gelungen ist auch die grafische Gestaltung innerhalb des Buches: in grau unterlegten Kästchen werden wichtige Begriffe nochmal in Stichwörter zusammengefasst, so dass man das wichtigste auf einen Blick parat hat. Aber auch die vielen Quellenbelege untermauern nochmal zusätzlich die Inhaltspunkte. Positiv hervorzuheben ist noch der Glossar am Ende des Buches, in dem die wichtigen verwendeten Fachbegriffe nochmal zum Nachschlagen aufgelistet werden.
Das Buch ist in zwei Hauptteile aufgebaut: Die Dogmen- und theologiegeschichtliche Orientierung, welche einen sehr guten geschichtlichen Überblick über die Kirchengeschichte von der Alten Kirche bis hin zur Theologie im 20.Jahrhundert bietet und die Systematische Entfaltung. Als Grundinformation will der Autor zum einen elementare Kenntnisse der wichtigsten Themen der christlichen Dogmatik vermitteln und zum anderen jene Fragestellungen und Zusammenhänge benennen, die für eine eigene theologische Urteilsbildung unverzichtbare Voraussetzung sind. Es ist dabei nicht nur ein Lehrbuch, sondern lädt nach jedem Kapitel auch mit Aufgabenstellungen, vertiefender und weiterführender Literatur sowie Anregungen zur Arbeit mit dem Internet zur eigenen Vertiefung und Weiterarbeit mit dem jeweiligen Thema ein.
Für das theologische Examen bietet es einen sehr guten Überblick über die Dogmatik, sowie Vorbemerkungen zur Religionsphilosophie und Nachbemerkungen zur Ethik, allerdings ist es unverzichtbar eine eigenständige Dogmatik sowie Ethik für das Fach Systematische Theologie zu lesen.
Man muss noch erwähnen, dass dieses Buch vor allem aus protestantischer Perspektive geschrieben ist mit dem Schwerpunkt auf der Reformation, dennoch werden auch die Unterschiede oft gut dargestellt und es gibt einen Exkurs zur Mariologie. Die katholische Sakramentenlehre fehlt aber.
Alles in allem eine sehr gelungene und vor allem auch sehr verständliche Einleitung in die Dogmatik, die einen tollen Überblick bietet und auch als Nachschlagwerk unabdingbar ist. Ich kann dieses Lehrbuch einfach nur weiterempfehlen. Wer jedoch einen tieferen Einblick erlangen möchte, sollte auf andere Literatur zurückgreifen.

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