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Grundlagen der Psychiatrie

von Paulitsch, Klaus; Karwautz, Andreas Fach: Medizin/ Ernährung/ Gesundheit; Psychologie;

Ausgehend von einer Einführung in psychiatrische Konzepte und deren historische Entwicklungen wird im allgemeinen Teil dieses Lehrbuchs auch ein Überblick zu Einrichtungen und Behandlungsmethoden für PatientInnen mit psychischen Störungen vermittelt. Im speziellen Teil werden konkrete psychiatrische Krankheitsbilder sowie deren Diagnose- und Therapiemethoden dargestellt. Dazu zählen beispielsweise Depressionen, Angsterkrankungen, Schizophrenie, Ess- oder Persönlichkeitsstörungen. Durch den praxisnahen und strukturierten Aufbau eignet sich das Buch sowohl als Lernbehelf für die Ausbildung wie auch als Nachschlagewerk. Ergänzt durch Fotografien von Ausdrucksformen psychischer Störungen, bildet dieses Werk eine anschauliche Einführung in die Psychiatrie.
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Details
ISBN 9783825230807
UTB-Titelnummer 3080
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2008
Erscheinungsdatum 19.03.2008
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag facultas
Umfang 357 S., 17 Fotos, 11 Abb., 9 Tab.
Inhalt
Vorwort (Paulitsch, Karwautz) 5
Geleitwort (Lenz) 7
I Einführung (Paulitsch) 13
1 Begriffsbestimmung 13
2 Historische Aspekte 16
II Versorgungsstrukturen in der Psychiatrie (Paulitsch) 21
1 Reformen in der Psychiatrie 21
1.1 Voraussetzungen 21
1.2 Allgemeine Ziele von Reformen in der Psychiatrie 23
1.3 Umsetzung der Reform 23
2 Psychiatrische Einrichtungen 25
2.1 Vollstationäre Einrichtungen 25
2.2 Teilstationäre Einrichtungen 26
2.3 Ambulante Einrichtungen 28
3 Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie und rechtliche
Rahmenbedingungen 29
3.1 Vorbemerkung 29
3.2 Zwangsmaßnahmen und Unterbringung 30
III Therapieverfahren (Paulitsch) 33
1 Psychopharmakotherapie 33
1.1 Einleitung 33
1.2 Antidepressiva 34
1.3 Phasenprophylaktika 37
1.4 Tranquilizer 40
1.5 Antipsychotika (Neuroleptika) 42
1.6 Weitere Psychopharmaka 45
2 Andere biologische Therapieverfahren 46
2.1 Elektrokrampftherapie (EKT) 46
2.2 Schlafentzugstherapie 48
2.3 Lichttherapie 49
3 Psychotherapie in der Psychiatrie 49
3.1 Definition 51
3.2 Wirkungsweise, Rahmenbedingungen, Indikationen der Psychotherapie 52
3.3 Psychotherapeutische Schulen und Methoden 53
4 Ergotherapie und Soziotherapie 58
4.1 Ergotherapie 58
4.2 Soziotherapie 59
IV Ursachen von psychischen Störungen (Karwautz) 61
1 Begriffsdefinition 61
2 Risikofaktoren und prädisponierende Faktoren 63
2.1 Genetik 63
2.2 Neurobiologie 63
2.3 Prä- und Perinatalfaktoren bzw virale Infektionen 64
2.4 Psychosoziale Ursachen 64
2.5 Auslösende Faktoren 66
3 Modelle psychischer Störungen 66
3.1 Medizinisches Krankheitsmodell 67
3.2 Psychodynamisches Modell 68
3.3 Verhaltenstheoretisches Modell 69
3.4 Kognitives Modell 70
3.5 Sozialpsychiatrisches bzw systemisches Modell 70
3.6 Integratives Modell 71
3.7 Zusammenfassung 74
V Grundlagen der psychiatrischen Diagnostik (Paulitsch) 75
1 Einleitung 75
1.1 Bedeutung der Diagnose in der Psychiatrie 75
1.2 Diagnostische Ansätze 76
2 Psychopathologie 78
2.1 Symptom, Syndrom, Störung und Krankheit 78
2.2 Der psychopathologische Status 80
2.3 Syndrome 93
3 Grundlagen von modernen Diagnosesystemen (ICD-10) 94
3.1 Einleitung 94
3.2 Deskriptiver diagnostischer Ansatz 97
3.3 Komorbidität 97
3.4 Multiaxiale Diagnostik 98
3.5 Diagnosekategorien in der ICD-10 99
4 Krankheitsanamnese und Exploration 99
4.1 Hauptbeschwerden 101
4.2 Aktuelle Vorgeschichte 101
4.3 Psychiatrische Anamnese 101
4.4 Somatische Anamnese 102
4.5 Familienanamnese 102
4.6 Biografie 102
4.7 Abschluss der Exploration und Zusammenfassung 103
5 Zusatzbefunde in der Psychiatrie 104
5.1 Elektroenzephalografie (EEG) 104
5.2 Bildgebende Verfahren 105
5.3 Blut- und Harnanalyse 106
5.4 Psychologische Testverfahren 107
VI Schizophrenie und sonstige psychotische Störungen (Paulitsch) 109
1 Schizophrenie 109
1.1 Einleitung 109
1.2 Häufigkeit der Schizophrenie 110
1.3 Ursachen der Schizophrenie 110
1.4 Symptome der Schizophrenie 114
1.5 Verlaufsformen, Klassifikation und Typen der Schizophrenie 118
1.6 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 120
1.7 Therapie der Schizophrenie 121
2 Schizoaffektive Störung 124
3 Akute psychotische (schizophreniforme) Störung 125
4 Schizotype Störung 126
5 Wahnhafte Störung 126
6 „Stillpsychose“ (Puerperalpsychose) 128
VII Affektive Störungen (Paulitsch) 129
1 Depressionen 129
1.1 Einleitung 129
1.2 Häufigkeit und Ursachen von Depressionen 130
1.3 Klinik der Depression 133
1.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 141
1.5 Therapie der Depression 142
1.5.1 Biologische Therapieverfahren 142
1.5.2 Psychosoziale Maßnahmen 144
2 Bipolare affektive Störungen 146
2.1 Einleitung 146
2.2 Häufigkeit und Ursachen der bipolaren affektiven Störung 146
2.3 Klinik der bipolaren affektiven Störung 147
2.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 151
2.5 Therapie der bipolaren affektiven Störung 154
VIII Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (Paulitsch) 156
1 Angststörungen 157
1.1 Einleitung 157
1.2 Häufigkeit und Ursachen von Angststörungen 158
1.3 Klinik der Angststörungen 159
1.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 166
1.5 Therapie von Angststörungen 167
2 Zwangsstörung 171
2.1 Einleitung 171
2.2 Häufigkeit und Ursachen der Zwangsstörung 171
2.3 Klinik der Zwangsstörung 172
2.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 175
2.5 Therapie der Zwangsstörung 175
3 Psychische Reaktionen auf Belastungen 176
3.1 Einleitung 176
3.2 Häufigkeit und Ursachen von Belastungsreaktionen 177
3.3 Klinik der Belastungsstörungen 177
3.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 180
3.5 Therapie der Belastungsstörungen 182
4 Dissoziative Störungen 182
4.1 Einleitung 182
4.2 Häufigkeit und Ursachen von dissoziativen Störungen 183
4.3 Klinik der dissoziativen Störungen 183
4.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 187
4.5 Therapie der dissoziativen Störungen 187
5 Somatoforme Störungen 188
5.1 Einleitung 188
5.2 Häufigkeit und Ursachen von somatischen Störungen 188
5.3 Klinik der somatoformen Störungen 189
5.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 194
5.5 Therapie der somatoformen Störungen 194
IX Essstörungen (Karwautz) 196
1 Einleitung 196
2 Häufigkeit und Ursachen von Essstörungen 196
3 Klinik und Klassifikation 198
3.1 Anorexia nervosa 199
3.2 Bulimia nervosa (Bulimie) 202
4 Früherkennung und Warnsignale 203
5 Therapie 204
5.1 Therapie der Anorexia nervosa 204
5.2 Therapie der Bulimia nervosa 205
6 Prävention 206
X Schlafstörungen und sexuelle Störungen (Paulitsch) 207
1 Schlafstörungen 207
1.1 Einleitung 207
1.2 Häufigkeit und Ursachen von Schlafstörungen 208
1.3 Klinik der Schlafstörungen 208
1.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 210
1.5 Therapie von Schlafstörungen 211
2 Sexuelle Störungen 212
2.1 Einleitung 212
2.2 Häufigkeit und Ursachen von sexuellen Störungen 213
2.3 Klinik und Formen von sexuellen Störungen 214
2.4 Diagnostik und Abgrenzung von sexuellen Störungen 218
2.5 Therapie von sexuellen Störungen 219
XI Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (Paulitsch) 222
1 Spezifische Persönlichkeitsstörungen 222
1.1 Einleitung 222
1.2 Häufigkeit und Ursachen von Persönlichkeitsstörungen 223
1.3 Klinik von spezifischen Persönlichkeitsstörungen 224
1.4 Klinik der Borderline-Persönlichkeitsstörung 228
1.5 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 233
1.6 Therapie von Persönlichkeitsstörungen 234
2 Sonstige Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen 236
2.1 Andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung 236
2.2 Andauernde Persönlichkeitsveränderung nach psychischer Erkrankung 236
2.3 Störung der Impulskontrolle 237
2.4 Münchhausen-Syndrom 238
XII Suizidalität (Paulitsch) 240
1 Begriffsbestimmung 240
2 Häufigkeit 241
3 Ursächliche Faktoren von Suizidalität 242
3.1 Neurobiologische Faktoren 242
3.2 Psychische Störungen 242
3.3 Risikogruppen und -merkmale 242
3.4 Psychosoziale und psychodynamische Modelle von Suizidalität 243
4 Beurteilung der Suizidalität 246
4.1 Beurteilung nach Schemen 246
4.2 Gesprächsführung zur Einschätzung der Suizidalität 247
5 Therapie 248
5.1 Psychosoziale Interventionen 248
5.2 Pharmakotherapie 249
XIII Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigkeit (Paulitsch) 250
1 Begriffe und Klassifikation 250
2 Alkoholabhängigkeit 253
2.1 Einleitung 253
2.2 Häufigkeit und Ursachen von Alkoholabhängigkeit 254
2.3 Charakteristikum von Alkohol 254
2.4 Klinik und Verlauf der Alkoholabhängigkeit 255
2.5 Folgekrankheiten 257
2.6 Therapie 260
3 Drogenabhängigkeit 262
3.1 Opiatabhängigkeit 263
3.2 Cannabisabhängigkeit 267
3.3 Kokainabhängigkeit 268
3.4 Halluzinogenabhängigkeit 269
3.5 Amphetaminabhängigkeit 271
4 Benzodiazepinabhängigkeit 272
4.1 Einleitung 272
4.2 Pharmakologie und klinische Wirkung 273
4.3 Therapie 273
5 Nikotinabhängigkeit 274
5.1 Einleitung 274
5.2 Häufigkeit und Ursache von Nikotinabhängigkeit 274
5.3 Klinische Wirkung 275
5.4 Therapie 276
XIV Organische psychische Störungen (Paulitsch) 277
1 Demenz 277
1.1 Einleitung 277
1.2 Häufigkeit und Ursachen der Demenz 278
1.3 Klinik und Typen der Demenz 279
1.4 Diagnose und Abgrenzung zu anderen Störungen 284
1.5 Therapie der Demenz 285
2 Delir (Akute organische Störung) 287
2.1 Einleitung 287
2.2 Häufigkeit und Ursache des Delirs 288
2.3 Klinik des Delirs 289
2.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 289
2.5 Therapie des Delirs 290
3 Organisches Psychosyndrom (OPS) 290
3.1 Ursachen von organischen Psychosyndromen 291
3.2 Klinik der organischen Psychosyndrome 291
3.3 Therapie der organischen Psychosyndrome 292
XV Intelligenzminderung (Karwautz) 293
1 Einleitung 293
2 Häufigkeit und Ursachen von Intelligenzminderung 293
3 Klassifikation und Klinik 295
3.1 Einteilung nach dem Intelligenzquotienten (IQ) (ICD-10) 295
3.2 Diagnostik 296
4 Abgrenzung zu anderen Störungen 296
5 Therapie 297
5.1 Psychosoziale Maßnahmen 297
5.2 Psychopharmaka 298
XVI Kinder- und Jugendpsychiatrie (Karwautz) 299
1 Einleitung 299
2 Ursachen kinderpsychiatrischer Störungen 300
2.1 Grundlagen 300
2.2 Entwicklungsaufgaben 301
3 Diagnostik und Klassifikation von Störungen in der Kinderund Jugendpsychiatrie 302
3.1 Entwicklungsaspekte in der Diagnostik 302
3.2 Multiaxiale Diagnostik 303
3.3 Diagnostik und Klassifikation nach ICD-10 304
4 Therapeutische Prinzipien 305
5 Psychische Krankheiten und Störungen des Kindes- und Jugendalters 307
5.1 Unspezifische psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters 307
5.2 Spezifische psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters 317
Literatur 331
Sach- und Personenregister 343
Autoreninfo

Karwautz, Andreas

Prof. Dr. Karwautz ist Oberarzt an der Wiener Universitätsklinik für Psychiatrie.

Paulitsch, Klaus

Dr. Paulitsch ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeut und lehrt an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien.

Weitere Titel von Paulitsch, Klaus; Karwautz, Andreas

Leserbewertungen

Bewertungen

Empfehlenswert

Bewertung

Kundenmeinung von V. Alex

Da ich momentan im 2. Semester meiner Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bin, wollte ich mir mit diesem Buch einen Überblick und Nachschlagewerk zulegen, da nun mein Psychiatriejahr ansteht und ich als gelernte Sozialpädagogin keinerlei Vorerfahrungen habe. Da dieses Buch sehr verständlich geschrieben und übersichtlich gestaltet ist, ist es, wie für mich, sehr gut geeignet sollte noch kein allzu großes Vorwissen vorhanden sein. Es ist auf jeden Fall ein guter Lernbehelf bzw. Nachschlagewerk für psychische Störungen. Ich fand es jedoch etwas schade, dass der Teil des Buches, der exakt auf meine Ausbildung ausgerichtet ist, etwas kurz ausfällt und daher das Thema der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie relativ oberflächlich anreißt.

Kompakte und verständliche Darstellung rund um die Psychiatrie

Bewertung

Kundenmeinung von Pascal Backes

Das Lehrbuch „Grundlagen der Psychiatrie“ richtet sich an alle Berufsgruppen, die in einer Psychiatrie tätig sind. Die Intention der Autoren war es, sowohl ein Lehrbuch für die Ausbildung sowie ein „Nachlagewerk für psychische Störungen“ zu verfassen. Die komplexe Sprache der PsychiaterInnen soll den anderen Berufsgruppen verständlich vermittelt werden.

Das Buch ist in viele verschiedene Kapitel gegliedert. Zu Beginn gibt es eine kurze Einführung in der relevante Begriffe erläutert und historische Aspekte dargestellt werden. Es folgt eine kurze Darstellung rund um die Psychiatrie. Hier werden die Reformen, die psychiatrischen Einrichtungen sowie die Zwangsmaßnahmen und rechtlichen Rahmenbedingungen erläutert und vorgestellt. Kapitel III – V widmen sich den „Therapieverfahren“, den „Ursachen von psychischen Störungen“ und den „Grundlagen der psychiatrischen Diagnostik“. Die Kapitel sind ebenfalls kurz bzw. kompakt gehalten. Die einzelnen Unterkapitel gehen teilweise nur über eine halbe Seite. Die Kapitel VI bis XVI gehen schließlich ausführlich auf „alle[.] relevanten psychischen Störungen“ ein. Das letzte Kapitel beschäftigt sich speziell mit den psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter.

Wie bereits geschrieben, erfolgt in der Einführung eine kurze Begriffserläuterung. Diese bezieht sich hauptsächlich auf die Erläuterung der unterschiedlichen Psychiatrieeinrichtungen, sowie der allgemeinen Begriffe wie „Psychosomatik“, „Neurologie“ und „Psychologie“. Weitere Begriffserläuterungen erfolgen themenbezogen in den einzelnen (Unter-)Kapiteln. Obwohl die Begriffe teilweise sehr komplex sind, werden sie durch die Autoren verständlich dargestellt. Das Lehrbuch enthält zwar nur sehr wenige ausgewählte Abbildungen, diese tragen jedoch ebenfalls zur Verständlichkeit bei. Sehr schön sind die einzelnen Photos, die die verschiedenen „Ausdrucksformen [der] psychische[n] Störungen“ verdeutlichen. Somit erhält der Leser eine Vorstellung über die einzelnen Ausdrucksformen der Erkrankungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass den Autoren mit ihrem Lehrbuch ein sehr interessantes und aufschlussreiches Buch gelungen ist. Das besondere Anliegen der Autoren, die Verständnisschwierigkeiten zwischen den einzelnen Berufsgruppen zu reduzieren, ist ihnen ausreichend gelungen. Es ist jedoch anzumerken, dass das vorliegende Buch dennoch sehr komplex ist. Auch wenn das Buch „Grundlagen der Psychiatrie“ heißt, ist es für Studienanfänger aber eher weniger geeignet. Dies ist allerdings nicht weiter von Bedeutung, da sich die Autoren, wie bereits erwähnt, an die in einer Psychiatrie tätigen Personen richten. Studenten sind somit nicht die primäre Zielgruppe. Für alle die sich jedoch über die Studieninhalte hinaus weiterbilden wollen, ist es ein sehr interessantes und empfehlenswertes Lehrbuch.

Dieses Buch schließt eine Lücke

Bewertung

Kundenmeinung von Andreas Schmidt, Wien

Die bislang vorhandene Lücke von passenden aktuellen Lehr- und Fachbüchern für die Vermittlung eines ausreichend satten Grundstockes im Studienfach Psychiatrie für Studenten, die sich mit psychisch leidenden Patienten befassen, ist mit Erscheinen dieses Werkes endlich geschlossen. Ähnlich wie in dem besonders für den Einstieg im diagnostischen Umgang mit dem ICD-10 der WHO sehr empfehlenswerten Buch "Praxis der ICD-10 Diagnostik" vom Autor Klaus Paulitsch, orientiert man sich taxonomisch an der Grundstruktur des derzeit geltenden ICD-10 selbst. Der in der Ethologie üblichen Darstellung von Ethogrammen (qualitativer Verhaltenskatalog) zum Studium und Erforschen des Verhaltens wird hier erstmalig Rechnung getragen unter Verwendung von sehr ausdrucksstarken Photographien des Psychiaters Daniel Schützenberger. Die Autoren haben überwiegend das Werk in Einleitende Beschreibung, Klassifikation und Diagnostik, Häufigkeit und Ursachen, Abgrenzungen (besonders wichtig für Störungen phänomenologisch ähnlicher Symptomatik), Klinik und Therapie strukturiert. Sie verwenden eine sehr verständliche Sprache.
Ein löbliches (wohlverdientes) Geleitwort widmet kein geringerer als der Begründer der Kognitiven Verhaltenstherapiestation im AKH Wien, Gerhard Lenz.

Zum Inhalt: Einführend im Kapitel I wird kurz auf die wissenschaftshistorische Entwicklung der Psychiatrie eingegangen. Nicht selten stellten diese Forscherpersönlichkeiten gewisse "Eckpfeiler" in der weltweiten Psychiatrie dar. Ebenso wird auch der Entwicklungsverlauf der Psychiatrie im vorigen Jahrhundert im Bezug auf die Psychiatrieversorgung dargestellt. Der Stand des Gegenwärtigen in Österreich ist genau angeführt, auch Deutschland und Schweiz ist kurz umrissen (Kapitel II). Im Kapitel III wird die Psychopharmakatherapie im Überblick beschrieben. Die Angabe von Wirkstoffen und Präparatenamen ist ebenso evident wie in Kürze deren Wirkungsweise, Klinische Anwendung und Indikationen. Weiters wird die Elektrokrampftherapie, Schlafentzugstherapie, Lichttherapie, Psychotherapie und deren einzelner Subrichtungen in Herunft und Eigenheiten, Ergotherapie und Soziotherapie erklärt.

Das Kapitel IV befasst sich mit den Ursachen von psychischen Störungen, erklärt Begriffe wie Pathogenese, Pathoplastik und Ätiologie und diskutiert unterschiedliche Zugangsmodelle der allzuoft multifaktoriellen Genese von psychischen Störungen. Das Kapitel V beinhaltet Grundlagen der psychiatrischen Diagnostik und Psychopathologie, Erläuterung von Symptom, Syndrom, Anamnese, Störung und Krankheit. Der auch für Psychotherapeuten unerlässliche psychopathologische Status wird detailiert dargestellt und ist für die Exploration in der Praxis genauso zu beherrschen wie es hier angeführt ist. Es sind, wohl auch für den praktizierenden Arzt interessant, allfällig einzuholende Zusatzbefunde angeführt und erklärt.

Im Kapitel VI wird auf die Schizophrenie und sonstige psychische Störungen eingegangen, da dieser Störungsbereich schon medizinhistorisch eine oftmalige Wandlung und auch Missverständnisse erfahren hatte. Besonders bestechend sind die im Buch ab hier verwendeten Verlaufskurven der unterschiedlichen Subgruppen (in Form von graphischen Abbildungen) und helfen überaus großartig dem Studierenden die essentiellen Unterschiede leicht zu unterscheiden und memorieren. Die sehr verbreiteten Affektiven Störungen sind das Thema des Kapitel VII und ebengleich mit Verlaufskurven der verschiedenen Arten von Depressionen versehen. Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen werden im Kapitel VIII behandelt. Das wären im Einzelnen die Angststörungen, Zwangsstörungen, Psychische Reaktionen auf Belastungen, Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen) und für die diagnostische Praxis eine hilfreiche Zusammenfassung körperlicher Beschwerden, für die keine somatische Ursache gefunden werden kann (somatoforme Störungen). Das Kapitel IX beschreibt die Essstörungen, ebengleich wie andere Kapitel durchstrukturiert und ist durch forschungserfahrene Grundinhalte unter anderem - der Prävention - erweitert. Die Schlafstörungen und sexuelle Störungen sind Inhalt des Kapitel X. Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen finden im Kapitel XI Platz, dabei erfährt auch die \"Modediagnose\" Borderline seine notwendige präzise Nosologie. Hier erläutern die Autoren wieder wichtige grundsätzliche Abgrenzungen und nehmen aus den DSM IV tabellarische Cluster für Unterscheidungen zuhilfe. Der Suizidalität wird unter anderem aufgrund der latenten Lebensgefahr und der oftmaligen (fachlichen) Unterschätzung im Kapitel XII Raum gegeben. Der Bereich der nicht minder unterschätzten Alkohol, Drogen und Medikamentenabhängigkeit ist Thema des Kapitel XIII. Vielfältige Fachtermini werden definiert und praxisnahe erläutert. Die in diesem Bereich auch notwendige Historische Einleitung, kurze Allgemeine und Spezielle Pharmakologie, Häufigkeit und Ursache(n) als auch Klinische Wirkung(en) mitsamt Therapien gewährleisten in der gewohnten gelungenen Prägnanz des Schreibstiles einen raschen guten Überblick. Organische psychische Störungen behandelt das Kapitel XIV. Demenz, Delir, Organisches Psychosyndrom finden hier seine Beschreibung. Die Intelligenzminderung wird im Kapitel XV definiert und macht ebenfalls von erfahrener Sichtweise eine Unterscheidung für den Leser glasklar. Das in der Psychiatrie eigene Spezialisierungsfeld der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist Inhalt des Kapitel XVI, welches auch ein besonderes Spezialisierungsgebiet des Autors Andreas Karwautz darstellt. Sie wird vom derzeitig amtierenden Klinikvorstand und Lehrgroßmeisters Max H. Friedrich als auch von seinem Vorgänger Walter Spiel als Epitheton ornans \"Kleine Psychiatrie\" bezeichnet, dementsprechend hat sie auch ihre speziellen Grundlagen und erfährt zur Zeit in Fächern der Pädagogik, Klin.Psychologie und Kinder- und Jugendpsychotherapie gerade einen besonderen Aufschwung.

Nun ist abschließend zu erwähnen, daß der Inhalt dieses Lehr- und Fachbuches dem Anspruch, eine profunde Grundkenntnis im Studienfach der Psychiatrie - auch mit Stellenwert auf den heutigen Stand des Wissens - sprichwörtlich hervor-ragend vermittelt, vollauf gerecht wird. Dieses damit "erstudierte" Wissen ist ein wahrer Goldschatz für das Anwenden in der Praxis und sollte auch für die entsprechenden Professionalisten ständig im Geiste, speziell im "Psychodiagnostikhirn", dauerhaft bereitgehalten werden. Für einen engagierten fachinteressierten Medizinstudenten, der ich selbst in den 1990ern an der Universität Wien auch war, zeitigt dieses Werk ebenso eine exzellente Einführung in profunde Heilkundlerlehre. Gerade der für Fachbücher gar nicht einfach zu gestaltende Brückenschlag zwischen Kompaktheit und notwendiger Tiefe ist meiner Ansicht nach in diesem Werk sehr gelungen. Ebenso ist es für Ärzte, die ihre Kenntnisse in Psychiatrie auf den heutigen Stand bringen wollen und sollten, ein kompaktes Schrifttum für eine praxisnahe aktuelle Weiterbildung. Es besteht heute mehr denn je die Notwendigkeit auf Weiterbildung als auch von vornherein die gesetzliche Verpflichtung zur Zusammenarbeit vom Arzt und Psychotherapeuten. Ich kann guten Gewissens für psychiatrie/psychotherapie-interessierte Studierende der Pflegewissenschaften, Pädagogik, Sozialarbeit und Auszubildende in ähnlichen Berufsfeldern dieses praxisorientierte Buch wärmstens empfehlen, da die Autoren eine besonders für alle verständliche Sprache, mit enorm viel Berufserfahrung dahinterstehend, verwenden. Beide Autoren sind in Wien in beiden Professionen des Psychiaters und des Psychotherapeuten an entsprechenden Hochschulen lehrend und "heilend" in Klinik und freier Praxis wirkend.

Diesen sehr engagierten fachkundigen Autoren als auch dem Verlag facultas-WUV/UTB ist für die Ermöglichung der Herstellung dieses essentiellen Studienwerkes großer Dank auszusprechen.
und nach dem Studium nicht vergessen: repetitio est mater studiorum

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