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Grundriss der Neueren deutschsprachigen Literaturgeschichte

von Neuhaus, Stefan Fach: Literaturwissenschaft; Reihe: UTB basics

Wie frei kann ein Individuum in einer Gesellschaft überhaupt sein? Goethes Götz stirbt im Kerker, seine letzten Worte lauten: "Freiheit! Freiheit!" Schillers Marquis Posa fordert vom spanischen König Philipp: "Geben Sie Gedankenfreiheit!" Für die orientierungslosen Figuren der Gegenwartsliteratur gilt hingegen: "Die Freiheit kommt, wenn sie irrelevant geworden ist" (Zygmunt Bauman). Freiheit ist der Schlüsselbegriff der Neueren deutschsprachigen Literaturgeschichte. Dazu kommt, dass Freiheit die Grundlage schöpferischer Produktion und damit der Entwicklung von Literatur ist. Diese Einführung gibt nicht nur einen Überblick über die Literaturgeschichte, sondern verknüpft diesen Überblick mit der zentralen Frage nach der (Un-)Möglichkeit, frei zu sein.
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Details
ISBN 9783825248215
UTB-Titelnummer 4821
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2017
Erscheinungsdatum 11.09.2017
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag A. Francke
Umfang 432 S.
Inhalt
Siglenverzeichnis XI
1 Einleitung: Eine allgemeine Literaturgeschichte mit einem besonderen Blick1
2 Die Erfindung der Freiheit und die Neuere deutschsprachige Literaturgeschichte5
2.1 Die Erfindung der Freiheit 6
2.2 Das Problem der individuellen Freiheit 9
2.3 Das Problem der Organisation von Freiheit 12
2.4 Freiheit und Literatur 16
3 Barock, Aufklärung, Empfindsamkeit und Sturm & Drang 19
3.1 Einführung 20
3.2 Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: Der abenteuerliche Simplicissimus (1668) 28
3.3 Gotthold Ephraim Lessing: Emilia Galotti (1772) 34
3.4 Johann Wolfgang von Goethe: Götz von Berlichingen (1773) 40
3.5 Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther (1774/87) 48
3.6 Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise (1779) 55
3.7 Friedrich Schiller: Die Räuber (1781) 62
3.8 Friedrich Schiller: Der Verbrecher aus verlorener Ehre (1786) 69
3.9 Friedrich Schiller: Don Carlos. Infant von Spanien (1787) 74
4 Klassik und Romantik 83
4.1 Einführung 84
4.2 Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen (1795) 94
4.3 Novalis: Heinrich von Ofterdingen (1802) 99
4.4 Friedrich Schiller: Wilhelm Tell (1804) 105
4.5 Heinrich von Kleist: Penthesilea (1808) 114
4.6 Johann Wolfgang von Goethe: Faust I und II (1808/1833) 121
4.7 E. T. A. Hoffmann: Der goldne Topf (1814) 134
4.8 E. T. A. Hoffmann: Der Sandmann (1816) 140
4.9 E. T. A. Hoffmann: Der Einsiedler Serapion (1819) 146
5 Vormärz, Realismus und Naturalismus 155
5.1 Einleitung 156
5.2 Heinrich Heine: Buch der Lieder (1827) 164
5.3 Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche (1842) 169
5.4 Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen (1844) 175
5.5 Georg Büchner: Woyzeck (1879) 179
5.6 Gerhart Hauptmann: Die Weber (1892) 183
5.7 Theodor Fontane: Effi Briest (1895) 187
6 Literarische Moderne (Jahrhundertwende, Expressionismus, Weimarer Republik) und Exil 199
6.1 Einleitung 200
6.2 Thomas Mann: Buddenbrooks (1901) /Der Tod in Venedig (1912) 209
6.3 Franz Kafka: Das Urteil (1913) 221
6.4 Franz Kafka: Die Verwandlung (1916) 227
6.5 Kurt Pinthus: Menschheitsdämmerung (1919) 232
6.6 Bertolt Brecht: Hauspostille (1927) 238
6.7 Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper (1928) 247
6.8 Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz (1929) 252
6.9 Erich Kästner: Emil und die Detektive (1929) 260
6.10 Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen (1932) 268
7 Nachkriegszeit, Studentenrevolution, Popliteratur und Gegenwart 275
7.1 Einleitung 276
7.2 Günter Grass: Die Blechtrommel (1959) 287
7.3 Hilde Domin: Nur eine Rose als Stütze (1959) 295
7.4 Michael Ende: Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer/Jim Knopf und die Wilde 13 (1960/1962) 300
7.5 Christa Wolf: Der geteilte Himmel (1963) 309
7.6 Uwe Timm: Heißer Sommer (1974) 317
7.7 Martin Walser: Ein fliehendes Pferd (1978) 324
7.8 Elfriede Jelinek: Die Klavierspielerin (1983) 332
7.9 Ruth Klüger: Weiter leben (1992) 339
7.10 Christian Kracht: Faserland (1995) 344
7.11 Ulla Hahn: Das verborgene Wort (2001) 353
7.12 Felicitas Hoppe: Johanna (2006) 358
7.13 Thomas Bernhard: Meine Preise (2009 365
7.14 Wolfgang Herrndorf: Tschick (2010) /Bilder deiner großen Liebe (2014) 372
8 Epilog: Johann Nestroy: Freiheit in Krähwinkel (1849) 377
9 Literatur und Freiheit gestern und heute. Ein vorläufiges Fazit 383
10 Literaturverzeichnis 387
10.1 Primärliteratur 387
10.2 Forschungsliteratur 393
11 Abbildungsverzeichnis 405
12 Personenregister 411
13 Sachregister 415
Pressestimmen
Aus: lehrerbibliothek.de – Dieter Bach – 04.02.2018
[…] Verständliche Sprache und übersichtlich-klarer Aufbau ermöglichen einen kompakten, epochenorientierten Grundriss der Hauptepochen der Literaturgeschichte und rekonstruieren die literarische Entwicklung in ihren kulturellen und sozialen Kontexten.[…] Durch seine klare Struktur, das detaillierte Stichwortverzeichnis und das übersichtliche Layout findet man schnell das Gesuchte. Kurze Zusammenfassungen am Beginn der jeweiligen Epochen-Kapitel bieten Einstiegs- und Lernhilfe.

Autoreninfo

Neuhaus, Stefan

Prof. Dr. Stefan Neuhaus lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau.

Weitere Titel von Neuhaus, Stefan

Reiheninfo
Unsere Lehrbücher für die "Generation @": Die Bände der Reihe utb basics bereiten den Stoff in kompakter, leicht verständlicher und übersichtlicher Form auf. Damit ist der Lernerfolg garantiert – quer durch alle Studienfächer.

basics steht für Lehrbücher, die in knapper und didaktisch ausgearbeiteter Form Einführungen in wesentliche Fachgebiete bieten.

Der didaktische Aufbau ermöglicht eine:
schnelle Orientierung durch Kapitelübersichten und Zusammenfassungen
• Arbeitsaufgaben mit Lösungen erlauben eine rasche Überprüfung des gelernten Stoffes
• Grafische Elemente erleichtern die Leserführung und strukturieren den Stoff auch optisch
• Stichworte, Glossare, Definitionen, Merksätze und ausführliche Register ermöglichen einen direkten Zugriff auf einzelne Passagen zum Nachlesen und Wiederholen
Das einheitliche Layout sorgt für rasches Zurechtfinden. Die Reihe zeichnet sich durch eine leicht verständliche Sprache aus, Fremdwörter und Fachbegriffe werden nicht vorausgesetzt.

Weitere Titel aus dieser Reihe anzeigen

Leserbewertungen

Bewertungen

Eine solide Einführung - und noch mehr

Bewertung

Kundenmeinung von Jonas Meurer

Der Koblenzert Literaturwissenschaftler Stefan Neuhaus legt mit seinem ‚Grundriss der Neueren deutschsprachigen Literaturgeschichte‘ ein sehr gelungenes Buch im hart umkämpften Terrain einführender Literaturgeschichten vor. Dessen Alleinstellungsmerkmal ist der Mut, die Geschichte der deutschsprachigen Literatur seit der frühen Neuzeit (Grimmelshausens ‚Simplicissimus‘) bis zur unmittelbaren Gegenwart (Herrndorfs ‚Tschick‘ und ‚Bilder deiner großen Liebe‘) konsequent im Hinblick auf die (Un-)Möglichkeit von Freiheit hin darzustellen.

Neuhaus beginnt mit einem sehr knappen ideengeschichtlichten Parforceritt zum Konzept der Freiheit – zur Sprache kommen u.a. Smith und Kant, Freud und Mill, Foucault und Rousseau, Schiller und Hobbes, Montesquie und Schopenhauer uvm. Freiheit wird hier als der zentrale „Schlüsselbegriff der Moderne“ (S. 5) eingeführt, die Literatur wiederum als eine korrespondierende „Tochter der Freiheit“ (Friedrich Schiller) – und zwar sowohl was ihre Inhalte und Themen als auch was ihre formale und stilistische Organisation angeht. Dieses Kapitel ist auch isoliert betrachtet lesenswert, selbst wenn der ein oder andere Gemeinplatz unterbracht ist („Nur wenn wir wissen, woher wir kommen, wissen wir auch, wer wir sind und wer wir sein können“, S. 16) und obwohl es sich Neuhaus womöglich zu einfach macht, wenn er auch für die medial so ausdifferenzierte Gegenwart am „Ende der Gutenberg-Galaxis“ (Norbert Bolz) davon ausgeht, dass Literatur in ihr „in nicht zu unterschätzender Weise“ ein „Medium der Freiheit“ (S. 17) darstellt.

Mit dieser ‚Lese- und Interpretationsbrille‘ führt Neuhaus im Anschluss in fünf großen Kapiteln durch die Literaturgeschichte (1. Barock, Aufklärung, Empfindsamkeit und Sturm & Drang, 2. Klassik und Romantik, 3. Vormärz, Realismus und Naturalismus, 4. Literarische Moderne, 5. Nachkriegszeit, Studentenrevolution, Popliteratur und Gegenwart). Jede Großepoche wird dabei zu Beginn in groben Zügen umrissen, danach werden jeweils charakteristische und kanonische Texte besprochen und dabei verschiedentlich ästhetisch und historisch kontextualisiert. Dass dabei natürlich eine in mehrfacher Hinsicht streitbare Auswahl getroffen werden musste, dass es nur mit Abstrichen gelingen kann, den ganzen Naturalismus anhand Hauptmanns ‚Drama ‚Die Weber‘ auf gerade einmal vier Druckseiten darzustellen oder dass man die Literaturgeschichte schlicht und ergreifend auch ganz anders erzählen kann – geschenkt, zumal Neuhaus in seiner Einleitung und seinem Schlusskapitel selbstreflexiv und -kritisch auf die Grenzen und ‚blinden Flecken‘ seiner Darstellung hinweist.

Was also zählt ist, dass es ihm gelingt, plastische Bilder aller Epochen und der einzelnen Texte zu zeichnen. Zurückzuführen ist das vor allem auf sein Vermögen, zu verknappen und zu verdichten, ohne zu vereinfachen oder gar zu entstellen. Es gelingt ihm, das Kleine im Großen und das Große im Kleinen zu zeigen, sodass Schneisen im ‚Unterholz‘ der Literaturgeschichte sichtbar werden. In ihnen lässt es sich nicht nur angenehm lesend flanieren, von ihnen ausgehend lassen sich durch vertiefende Lektüren auch eigene Pfade entdecken – dazu jedenfalls lädt Neuhaus auf jeder einzelnen Seite ein. Dieser Einladung folgt man angesichts des einer Einführung angemessen unprätentiösen Stils sehr gerne, vor allem weil immer wieder die Leidenschaft des Kenners durchschimmert oder aufblitzt.

Dem selbstgestellten Anspruch, eine „vorläufige Karte“ und einen „ersten Kompass“ (S. 383) zur Verfügung zu stellen, wird Neuhaus schlussendlich gerecht. Durch den spezifischen Zugang über das Konzept der Freiheit kann sein Buch sogar noch ein wenig mehr und regt womöglich auch jene, die sich in der Literaturgeschichte schon besser auskennen, zum Nach- und Weiterdenken an. Es ist aber, wie er zum Schluss ganz richtig feststellt, nun einmal die „Freiheit der Leser“ (S. 383), diese Werkzeuge auch zu verwenden und auf diese Weise gut ausgerüstet die deutschsprachige Literatur der letzten Jahrhunderte (und nicht nur ambitionierte HBO-Serien) als „Laboratorium“ und „Simulationsraum“ (S. 384) individueller und kollektiver Freiheit (neu) zu entdecken.

Ein gelungener Überblick

Bewertung

Kundenmeinung von Ann-Katrin Dürrschmidt

Das Buch ist, wie es bereits selbst in seinem Titel sagt: ein Grundriss. Übersichtlich gestaltet gibt es einen guten Überblick über die neuere Literaturgeschichte des Deutschen. Allerdings macht es das Ganze detailliert wirklich nur an Hand einiger ausgewählter kanonischer Texte - wie auch nicht anders möglich.
Allerdings gelingt es dem Autor Verständlichkeit und Übersichtlichkeit in sein Buch zu bringen. Durch seine klare Struktur, das detaillierte Stichwortverzeichnis und das übersichtliche Layout findet man schnell die gewünschten Textpassagen.
Durch Verweise auf selbst so populäre Werke wie Harry Potter im Kontext eher älterer Texte wirkt es zeitgemäßer und moderner als manch andere Literaturgeschichte.
Für einen Einstieg perfekt – für etwas tiefergehendes die weitere Literatur heranziehen.
Ein Überblick von Grimmelshausens Simplicissimus über Goethe, Schiller, Lessing, Hoffmann, Heine, Kafka, Brecht, Grass, Walser, Jelinek u.a. hin zu Herrndorfs Tschick der durchaus gelungen ist.

Literaturgeschichte und Freiheit

Bewertung

Kundenmeinung von Ute Schmidthaler

Dieses Einführungswerk in die neuere deutschsprachige Literaturgeschichte verfolgt einen besonderen Ansatz – dieser macht es zugleich wertvoll, das Werk zu lesen, lässt aber daher auch Lücken, die die „üblichen“ Einführungswerke durchaus bieten.
Der Autor möchte Literaturgeschichte mit dem Fokus auf den Begriff „Freiheit“ erzählen, denn mit der Aufklärung beginnt, wie er schreibt, das unvollendete Projekt der größtmöglichen individuellen Freiheit (S.1) So sei die Freiheit sowohl auf der Ebene der literarischen Form als auch auf der Ebene der literarischen Handlung das zentrale Thema, das verhandelt wird.
Mithilfe dieses Begriffs und dieses Blickpunkts wird nun die Literaturgeschichte vom Barock bis hin zur Gegenwartsliteratur aufgerollt und erzählt – kurze Einleitungskapitel und Kapitel zu einzelnen Werken wechseln sich dabei ab. Kurze Zusammenfassungen am Beginn der jeweiligen Epochen-Kapitel sind sicher als Einstiegs- oder auch Lernhilfe gedacht.
Ich habe das Buch durchaus bereichernd gefunden, als „alleinige“ Einführung in die Literaturgeschichte würde es mir jedoch nicht ausreichen. Gerade darauf weist der Autor aber auch hin – sein Ziel ist, wie er schreibt, zum Lesen und Weiterlesen anzuregen. Das gelingt ihm auch durchwegs: Der Durchgang durch die Texte unter dem Fokus der Freiheit ist sehr ansprechend gestaltet. Eine systematische Einführung in die neuere deutschsprachige Literaturgeschichte bietet das Buch allerdings nicht.

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