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Grundzüge der juristischen Methodenlehre

Bearbeitet von Peter Bydlinski

von Bydlinski, Franz Fach: Recht/ Jura;

Auch eine noch so genaue Kenntnis der Rechtslage allein reicht für die juristische Arbeit nicht aus. Die unvermeidliche Distanz zwischen konkretem Fall einerseits und generell-abstrakten Normen andererseits macht eine Interpretation unumgänglich. Dabei bedarf es einer gelegentlich durchaus aufwändigen methodischen Vorgangsweise. Darüber soll hier Auskunft gegeben werden, wobei die durchaus beabsichtigte Kürze sowohl zu manchen Vereinfachungen als auch zu Schwerpunktsetzungen zwingt. Die Schwerpunkte liegen bei der Auslegung von Rechtsnormen, bei der Arbeit mit (möglicherweise) lückenhaften oder überschießenden Regelungen (Stichworte: Analogie und Reduktion) sowie bei der Arbeit mit Präjudizien, also mit Vorjudikatur, die sich zur (neuerlich) aktuellen Rechtsfrage bereits geäußert hat (Stichwort Richterrecht).

Das Buch wendet sich an Studierende der Rechtswissenschaften wie auch an praktisch tätige Juristen.
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Details
ISBN 9783825236595
UTB-Titelnummer P3659
Auflagennr. 2. überarb. Aufl.
Erscheinungsjahr 2012
Erscheinungsdatum 16.11.2011
Einband Kartoniert
Formate UTB S (12 x 18,5 cm)
Originalverlag facultas
Umfang 151 S.
Inhalt
Vorwort zur 2. Auflage 5
Vorwort zur 1. Auflage 7
Abkürzungsverzeichnis 13
Ausgewählte Literaturhinweise 15
A. Einleitung: Was ist und wozu betreibt man juristische Methodenlehre? 17
I. Begriff und Aufgabe 17
II. Die Notwendigkeit der Methodenlehre 17
III. Gegenmodelle 19
IV. Methodenlehre für die Rechtsanwendung überhaupt oder für einzelne Rechtsgebiete? 23
B. Die Auslegung (im engeren Sinn) 26
I. Die wörtliche („grammatische“) Auslegung 26
1. Vorklärungen 26
2. Das Demonstrationsbeispiel 26
3. Das Auslegungsmaterial 27
4. Der einfache Fall und die schlichte Subsumtion 27
II. Die systematisch-logische Auslegung 31
1. Das Auslegungsmaterial 31
2. Beispiele 32
III. Die historische (subjektive) Auslegung 34
1. Der Streit um das „subjektive“ oder „objektive“ Auslegungsziel 34
2. Das Auslegungsmaterial 35
3. Beispiele 37
4. Wer ist „der Gesetzgeber“? 39
IV. Die objektiv-teleologische Auslegung 41
1. „Objektiver Zweck“? 41
2. Das Grundschema 42
3. Die teleologisch-systematische Auslegung 45
4. Die Auslegung entsprechend der „Natur der Sache“ . 48
5. Auslegung mit Hilfe eines argumentum ad absurdum 50
6. Auslegung entsprechend vorrangigem Recht (vor allem Verfassungsrecht) und Normkollision 54
7. Die rechtsvergleichende Auslegung 57
8. Die Bedeutung ökonomischer Gesichtspunkte bei der Auslegung 59
V. Das junge Phänomen der europarechtskonformen Auslegung 61
1. Ausgangslage 61
2. Anwendungsprobleme an einem konkreten Beispiel 62
VI. Die Auslegung von Einheitsrecht 64
VII. Die Auslegung in besonders schwierigen Fällen 64
1. Merkmale 64
2. Komplexe Streitfragen und juristische Theorien 66
3. Veranschaulichung an einem Beispiel (mit Ausführungen zu Rechtsprinzipien und deren Kollision)
69
C. Die ergänzende Rechtsfortbildung (vor allem Analogie und Reduktion) 76
I. Grundlagen 76
1. Das Verhältnis zur Auslegung im engeren Sinn 76
2. Der „allgemeine negative Satz“ 79
3. Die Gesetzeslücke 81
II. Analogie und Umkehrschluss 85
1. Die angebliche „Schaukel“ 85
2. Arten des Analogieschlusses 88
3. Die Größenschlüsse als verstärkte Unterarten der Analogie 90
III. Die teleologische Reduktion (Restriktion) 90
IV. Die Anwendung allgemeiner Rechtsgrundsätze 93
1. Allgemeines 93
2. Ermittlung und Beschaffenheit von Prinzipien 94
3. Die Prinziplücke 97
4. Beispiele 99
D. Der Rang der Rechtsfindungsmethoden 103
I. Die abstrakte Rangfrage 103
1. Das übliche pragmatische Vorgehen 103
2. Die theoretische Rechtfertigung der Rangfrage 105
3. Abweichende Modelle 106
II. Notwendige Modifikationen 108
1. Die Lex-lata-Grenze insbesondere 108
2. Die Hinausschiebung der Lex-lata-Grenze durch „Funktionswandel“ 110
3. Konkretisierung von Generalklauseln 113
E. Die Bedeutung von „Richterrecht“ und seine Anwendung 116
I. Das Phänomen und seine faktische Bedeutung 116
II. Der Streit um die rechtliche Bedeutung des Richterrechts 119
III. Unterschiedliche Ansätze zur beschränkten Bindungskraft des Richterrechts 127
IV. Die Lehre von der subsidiären Bindungskraft 129
V. Praktische Konsequenzen 136
VI. Einige Einzelheiten 138
VII. Rechtsprechungsänderung als isoliertes Problem? 140
Stichwortverzeichnis 149
Autoreninfo

Bydlinski, Franz

Franz Bydlinski war Universitätsprofessor in Wien.
Leserbewertungen

Bewertungen

Kurz, übersichtlich, anspruchsvoll

Bewertung

Kundenmeinung von A. Schulz

Das Buch gibt einen Einblick in die juristische Methodenlehre. Bewusst nicht zu umfangreich gibt dieses Buch Anfängern eine gute Möglichkeit des Verständnisses der juristischen Methodenlehre.
Begonnen wird nach der Einleitung mit der Auslegung und der Erläuterung der vier klassischen Auslegungsmethoden, ergänzt durch Beispiele.
Weiterhin geht es um Analogien, teleologische Reduktion und die Rechtsfortbildung durch das Richterrecht.
Die Sprache ist klar und verständlich und bringt die Dinge auf den Punkt.
Negativ ist allein, dass vorher nicht erkennbar war, dass es sich um die österreichische Methodenlehre handelt. So sind bestimmte Beispielsparagraphen oft die des ABGB, teilweise wird dort aber auch auf §§ des BGB hingewiesen.

Anspruchsvoll zu lesen, aber sehr zu empfehlen

Bewertung

Kundenmeinung von Philipp Konzett

"Grundzüge der juristischen Methodenlehre" von Franz Bydlinski legt übersichtlich die juristische Methodenlehre dar. Der Umfang von 147 Seiten ist offensichtlich bewusst knapp gemessen. Das führt tatsächlich dazu, dass der Anfänger sich nicht in Detailausführungen verliert und den roten Faden beibehalten kann.
Das Buch ist eingeteilt in die Abschnitte "Einleitung", "Auslegung", "Ergänzende Rechtsfortbildung" (Analogie und Reduktion), "Rang der Rechtsfindungsmethoden" und einen Abschnitt über die Bedeutung des Richterrechts und seine Anwendung. Der Aufbau geht damit vom Kleinen ins Große.
Inhaltlich behandelt dieses Buch hauptsächlich die zivilrechtliche Methodenlehre (lässt also die öffentlich-rechtliche und vor allem strafrechtliche weitgehend beiseite). Es bezieht sich in den angeführten Beispielen idR auf österreichisches Privatrecht, führt aber oft entsprechende (Paralell-)Normen des deutschen BGB an.
Die Sprache ist phasenweise verschachtelt und kompliziert, die graphische Gestaltung puristisch. Dadurch ist das Lesen oft anspruchsvoll. Dies ist wohl bei der vom Autor beabsichtigten Kürze nicht anders zu bewerkstelligen.
Aus studentischer Sicht lässt sich das Buch mE für Studierende, die sich bereits beim Lernen näher mit dem Privatrecht beschäftigen wollen, als zusätzliche Lektüre empfehlen, da dadurch Analogieschlüsse, der Auslegungsvorgang usw. leichter nachvollziehbar werden.

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