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Handbuch Globale Klimapolitik

von Simonis, Georg Fach: Politikwissenschaft; Reihe: Grundkurs Politikwissenschaft

Das als Durchbruch gefeierte Abkommen von Paris (2015) hat erneut bestätigt, dass es auf die Fähigkeit der Politik zur Zusammenarbeit ankommt, weltweit, national und in Netzwerken, wenn die Stabilisierung des Weltklimas gelingen soll. Das Handbuch informiert über die wichtigsten Institutionen (IPCC, UN-Klimaregime), Akteure (USA, EU, China, Entwicklungsländer) und Kooperationsformen des noch jungen globalen Politikfeldes.
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Details
ISBN 9783825286729
UTB-Titelnummer 8672
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2017
Erscheinungsdatum 03.04.2017
Einband Gebunden
Formate UTB L (17 x 24 cm)
Originalverlag Schöningh
Umfang 556 S., 83 Abb., 48 Tab.
Inhalt
Tabellenverzeichnis 13
Abbildungsverzeichnis 15
Abkürzungsverzeichnis 18
1 Das Weltklima als Gegenstand eines politikwissenschaftlichen Handbuchs 21
Georg Simonis
1.1 Wozu ein Handbuch? 21
1.2 Fachdiszipliäre Einordnung 22
1.3 Aufbau des Bandes 24
1.4 Literaturempfehlungen und Informationsquellen 32
Literatur 32
Teil I: Transdisziplinäre Grundlagen 35
2 Klimawandel – Einführung in das transdisziplinäre Forschungsfeld 36
Georg Simonis
2.1 Definitionen: Wetter und Klima 37
2.2 Transdisziplinäres Forschungsgebiet 38
2.3 Globale sozio-technische Infrastruktur 41
2.4 Der Treibhauseffekt 44
2.5 Karbonkreislauf und Klimavariabilität 48
2.6 Anthropogen erzeugter Klimawandel 52
2.7 Wissenschaftliche Unsicherheit 60
2.8 Szenariotechnik 65
2.8.1 SRES-Szenarien 67
2.8.2 RCP-Szenarien 69
2.9 Mögliche Folgen des Klimawandels – der bedrohliche Impact 75
2.9.1 Konzepte: Vulnerabilität, Sensitivität, Resilienz, Anpassungsfähigkeit 76
2.9.2 Regionale Verteilung von Risiken 79
2.9.3 Extremwetterereignisse 81
2.10 Zusammenfassung 83
Literatur 84
3 Das Transformationsproblem 91
Georg Simonis
3.1 Das 2°C-Ziel 91
3.2 Leitbild der Transformation: „Contraction and Convergence“ 93
3.3 Der Budgetansatz des WBGU 94
3.3.1 Politische Umsetzbarkeit unwahrscheinlich 96
3.3.2 Zeitlicher Orientierungsrahmen 97
3.3.3 Alarmismus und steigender Legitimationsdruck 97
3.4 Die Mitigationslücke („emission gap“) 98
3.5 Handlungsfelder der Transformation 102
3.5.1 Sektorale Mitigationspotenziale 105
3.5.2 Emissionen der Staaten 106
3.5.3 Historische Entwicklung der THG-Emissionen 109
3.5.4 THG-Emissionen in Erzeuger- und Verbraucherstaaten 110
3.5.5 Produzenten und Exporteure fossiler Rohstoffe 110
3.5.6 Von der Förderung fossiler Rohstoffe abhängige Unternehmen 112
3.5.7 Emissionen der Landnutzung 114
3.6 Handlungsoptionen 116
3.6.1 Steigerung der Energieeffizienz 117
3.6.2 Rebound-Effekt 118
3.6.3 Substitution 118
3.6.4 Suffizienz 120
3.6.5 Nutzung natürlicher und technologisch entwickelter Senken 121
3.7 Baustellen des Transformationsprojekts 121
3.7.1 Technologische Transformation 123
3.7.2 Ökonomische Transformation 125
3.7.3 Sozio-kulturelle Transformation 127
3.7.4 Politische Transformation 130
3.8 Zusammenfassung 130
Literatur 131
Teil II: Strukturmerkmale des Politikfeldes 137
4 Theoretischer Rahmen: Governance 138
Georg Simonis
4.1 Die Governanceperspektive 138
4.2 Governanceansatz 142
4.3 Problemdefinition 149
4.4 Governanceformen – ausdifferenzierte Regelungsstruktur 155
4.4.1 Überblick 157
4.4.2 Governanceregime 158
4.4.3 Formen internationaler Governance 160
4.4.4 Regimekopplung 162
4.4.5 Programmgovernance 163
4.5 Wandel des Politikfeldes globaler Klimagovernance 166
4.6 Zusammenfassung 169
Literatur 170
5 Strukturmerkmale des neuen Politikfeldes 176
Georg Simonis
5.1 Definition des Politikfeldes 176
5.2 Wissensbasiertes Politikfeld 180
5.2.1 Der Weltklimarat als Brückeninstitution 181
5.2.2 Klimagovernance als Kommunikationsraum 183
5.2.3 Messung der Effektivität von Mitigation und Anpassung 185
5.3 Nachhaltigkeit als Norm und Leitbild 186
5.4 Governanceakteure unterschiedlicher Funktionsbereiche 190
5.4.1 Handeln – geprägt durch Strukturen 191
5.4.2 Neue Formen der Kooperation 195
5.5 Mehrdimensionale Konfliktformation 196
5.5.1 Wandel der politischen Relevanz der Zeit 197
5.5.2 Konflikt zwischen Mitigation und Anpassung 197
5.5.3 Konflikt um die Verteilung der THG-Emissionsrechte 198
5.5.4 Pragmatische Konfliktbewältigung 201
5.6 Zusammenfassung 202
Literatur 202
Teil III: Das Mehrebenensystem der Klimagovernance 211
6 Verflochtene Handlungsebenen 212
Georg Simonis
6.1 Globales Mehrebenensystem 212
6.1.1 Vertikale Interessenvermittlung 214
6.1.2 Hybridisierung 215
6.1.3 Zwei-Ebenen-Verhandlungen 217
6.1.4 Flexibilisierung 217
6.1.5 Leitbildgesteuerte Selbstkoordination 218
6.1.6 Wettbewerb 219
6.1.7 Vorreiterstrategien 220
6.2 Internationaler Regimekomplex (New Modes of Governance) 221
6.2.1 Begriff des Regimekomplexes 222
6.2.2 Ausbildung von fokalen Punkten 222
6.3 Nationale Klimagovernance, Governancedilemmas und Handlungsbedingungen 227
6.3.1 Dominanz der nationalen Entscheidungsebene 228
6.3.2 Optionen und Handlungsdilemmas 230
6.3.3 Nationale Strukturbedingungen und Interessenkonfigurationen 234
6.3.4 Politikfeldverflechtung – Klima und Energie 235
6.3.5 Dominanz der Energiegovernance 236
6.3.6 Entscheidungskalküle 243
6.4 Die subnationale Ebene – Kommunen als Governanceakteure 246
6.5 Zusammenfassung und darüber hinaus 248
Exkurs: UN-Konventionen und die daraus entstandenen Regime 250
Literatur 252
7 Entstehung und Ausdifferenzierung des UN-Klimaregimes 260
Daniel Otto
7.1 Theoretisches Rüstzeug oder: Warum kooperieren Staaten? 260
7.2 Das internationale Klimaregime: Genese und theoretische Einordnung 263
7.2.1 Phase I: Entstehung des Klimaregimes, 1988 bis 1994 264
7.2.2 Die Politisierung des Klimawandels aus Sicht des epistemic communities Ansatzes 265
7.2.3 Beginn der zwischenstaatlichen Klimaverhandlungen 267
7.2.4 Die Klimarahmenkonvention aus Sicht machtbasierter Ansätze 268
7.2.5 Phase II: Das Kyoto-Protokoll, 1994 bis 1997 268
7.2.6 Die (Sonder-)Rolle Deutschlands in der internationalen Klimapolitik 270
7.2.7 Der Kyoto-Verhandlungsprozess 270
7.2.8 Die Entstehung des Kyoto-Protokolls aus Sicht interessenbasierter Ansätze 272
7.2.9 Phase III: Die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls, 1997 bis 2005 273
7.2.10 Phase IV: Die Verhandlungen über ein Post-Kyoto-Abkommen 275
7.2.11 COP 13, Bali 2007 276
7.2.12 Übereinkunft von Kopenhagen (COP 15): Pledge and Review und das Zwei-Grad-Ziel 278
7.2.13 Der Post-2012-Prozess aus Sicht der Normentheorie 280
7.2.14 Phase V: Die Verhandlungen über ein Post-2020-Abkommen 282
7.2.15 Die Zukunft des Klimaregimes nach 2020 285
7.2.16 Die Architektur des Klimaregimes 286
7.2.17 Der Emissionshandel 289
7.2.18 Sektorale Governance 290
7.3 Problemstellungen und Schlüsselfragen im Klimaregime 291
7.3.1 Rolle von Leadership 292
7.3.2 Differenzierung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern 293
7.4 Zusammenfassung 294
Literatur 295
Teil IV: Transformationsgovernance 301
8 Die Europäische Union 302
Jenny Tröltzsch
8.1 Einleitung 302
8.2 Rahmenbedingungen für die Klimapolitik der EU 303
8.2.1 Derzeitige Situation in EU und EU-Mitgliedsstaaten 303
8.2.2 EU-Institutionen in klimapolitischen Entscheidungsprozessen 308
8.3 Historische Entwicklung der EU-Klimapolitik 310
8.4 Die Vorreiterrolle der EU in der Klimapolitik 315
8.4.1 Eigenschaften einer Vorreiterrolle in der Klimapolitik 315
8.4.2 Aktivitäten der EU in den internationalen
Klimaverhandlungen 316
8.5 Umsetzung der EU-Klimaschutzziele 319
8.5.1 Klimapolitische Programme der EU 319
8.5.2 Klimapolitische Maßnahmen der EU 322
8.6 Fazit 327
Literatur 328
9 Die USA 334
Georg Simonis
9.1 Einleitung 334
9.2 Der Beitrag der USA zum globalen Klimawandel 335
9.3 Akteur im Rahmen der internationalen Klimagovernance 339
9.4 Scheitern einer umfassenden Klimagesetzgebung 347
9.5 Administrative Klimagovernance 352
9.6 Das Gerichtswesen als eigenständiger Akteur der Klimapolitik 357
9.7 Klimagovernance auf der bundesstaatlichen Ebene 360
9.8 Transformationskonflikte 368
9.9 Zusammenfassung 372
Literatur 372
10 China und andere Schwellenländer 377
Sebastian Gebauer
10.1 Einleitung: Klimagovernance in Schwellenländern 377
10.2 Chinas Rolle in der globalen Klimapolitik 379
10.3 Herausforderungen an die chinesische Klimapolitik 381
10.3.1 Fragmentierte Entscheidungsstrukturen 381
10.3.2 Infrastrukturelle Realitäten 383
10.3.3 Sozio-ökonomische Grenzen 385
10.4 Unilaterale Maßnahmen auf nationaler Ebene 387
10.4.1 Steigerung der Energieeffizienz 387
10.4.2 Ausbau der erneuerbaren Energien 388
10.4.3 Einführung eines Emissionshandelssystems 390
10.5 Gründe für Chinas unilaterale Maßnahmen 391
10.6 Die Debatte um die Verantwortlichkeit in der Klimapolitik 393
Literatur 394
11 Klimapolitik und Entwicklung 397
Wolfgang Hein, Joachim Betz, Dennis Eucker, Jonas Hein, Lars Holstenkamp und Babette Never
11.1 Klima und Entwicklung – grundlegende Probleme und Konzepte 398
11.1.1 Klima und nachhaltige Entwicklung 398
11.1.2 Klimarahmenkonvention, Kyoto-Protokoll und die wichtigsten Vertragsstaatenkonferenzen seit 2004 401
11.1.3 Anpassung, Minderung und Entwicklung: Zur Begriffsklärung 405
11.1.4 Probleme der Governance von „Klimawandel und Entwicklung“ 406
11.2 Klimawandel und Entwicklung – Politikfelder im Überblick 409
11.3 Einzelne Politikfelder 412
11.3.1 Energieversorgung in Entwicklungsländern 412
11.3.2 Entwicklung und Anpassung an den Anstieg des Meeresspiegels 418
11.3.3 Klimawandel und Migration 422
11.4 Anpassung an den Klimawandel: Governance auf der nationalen Ebene 427
11.5 Klimapolitik und Global Governance 429
11.5.1 Globale Energiepolitik 430
11.5.2 Globale Umwelt- und Waldpolitik 432
11.5.3 Klimapolitik als „institutioneller Dschungel“ 438
11.6 Fazit 439
Literatur 441
Teil V: Politische Rahmenbedingungen 449
12 Governance von Innovationen im Energiesektor: Zwischen Anpassung und Erneuerung 450
Gerhard Fuchs und Sandra Wassermann
12.1 Einleitung 450
12.2 Sozialwissenschaftliche Innovationsforschung 451
12.2.1 Inkrementelle vs. radikale Innovationen 451
12.2.2 Sektorale Besonderheiten: Energiegewinnung, CCS und Photovoltaik 452
12.3 Die Förderung von CCS in Deutschland und Norwegen 454
12.3.1 CCS in Norwegen 454
12.3.2 CCS in Deutschland 457
12.4 Die Förderung der Photovoltaik in Deutschland und Japan 461
12.4.1 Photovoltaik: Entwicklung in Japan 461
12.4.2 Beispiel Deutschland 464
12.5 Fazit: Governance von Innovationen im Energiesektor 469
Literatur 470
13 Freiwillige Klimagovernance 473
Brigitte Biermann
13.1 Einleitung 473
13.2 Klimabilanz: Vorgehen und Nutzung 473
13.2.1 Ziel und Vorgehen 473
13.2.2 Vorgaben 476
13.2.3 Methodische Herausforderungen und Probleme 478
13.2.4 „Klimaneutralität“ und Offsetting 481
13.3 Klimagovernance von Unternehmen 482
13.4 Klimabilanzen in Unternehmen 483
13.4.1 Klimabilanzen als Teil von Nachhaltigkeitsstrategien 485
13.4.2 Klimabilanzen in der Nachhaltigkeitskommunikation 486
13.5 Klimabezogene Informationen auf Produkten 488
13.5.1 Energielabel 488
13.5.2 Exkurs: Was könnte ein CO2e-Label bewirken? 490
13.5.3 Informationen über Klimaemissionen 491
13.6 Ausblick 492
Literatur 494
Teil VI: Perspektiven 497
14 Komplexe Governance – Governanceversagen? 498
Georg Simonis
14.1 Mitigation 499
14.2 Indikatoren und Risiken 503
14.3 Anpassung 506
14.4 Governancedynamik im polyzentrischen Governancesystem 509
14.5 Restriktionen globaler Klimapolitik 519
14.6 Zusammenfassung 520
Literatur 521
15 Globale Klimapolitik im Überblick 527
Georg Simonis
15.1 Klimapolitik – ein globales Politikfeld 527
15.2 Zusammenfassung – die wichtigsten Merkmale des Politikfeldes 529
15.3 Fazit 534
Register 535
Die Autorinnen und Autoren 556
Autoreninfo

Simonis, Georg

Georg Simonis ist Professor em. für Internationale Konflikte und Umweltpolitik.
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