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Legasthenie - LRS

Modelle, Diagnose, Therapie und Förderung

von Klicpera, Christian; Schabmann, Alfred; Gasteiger-Klicpera, Barbara Fach: Psychologie; Sonderpädagogik;

Mit Legasthenie müssen sich alle angehenden Lehrerinnen und Lehrer auseinandersetzen: Wie erkennt man sie? Wie entwickelt sie sich? Was weiß man über ihre Ursachen? Wie kann man die Kinder unterstützen?

Anschaulich antwortet das Lehrbuch auf diese und viele weitere Fragen. Dabei werden Erklärungsansätze der Informationsverarbeitung, der Neurophysiologie, Biologie und soziale Ursachen vorgestellt. Auch der Kontext zu anderen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten spielt eine Rolle.

Die Autoren beschreiben Methoden der Diagnostik und stellen gängige Tests im kritischen Vergleich vor. Präventions- und Interventionsstrategien werden ausführlich vorgestellt: Theoretisch fundiert und mit Blick auf die künftige Praxis wird gezeigt, wie man Kinder mit Legasthenie in und außerhalb der Schule fördern kann.

Mit Marginalienspalte, Glossar und zahlreichen Übungsaufgaben zur Prüfungsvorbereitung bestens geeignet!
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Details
ISBN 9783825240639
UTB-Titelnummer 2472
Auflagennr. 4. Aufl. / Nachdruck geplant - Erscheinen unbestimmt
Erscheinungsjahr 2013
Erscheinungsdatum 23.10.2013
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Reinhardt
Umfang 337 S., 22 Abb.
Inhalt
Vorwort zur vierten Auflage 13
Vorwort zur dritten Auflage 14
Vorwort zur ersten Auflage 17
Einleitung 20
Erster Abschnitt –
Der geübte Leser und der geübte Schreiber
1 Die Entwicklung des Lesens und Rechtschreibens 23
1.1 Vorläuferfertigkeiten des Schriftspracherwerbs – die metalinguistische Bewusstheit 23
1.2 Die Entwicklung des Lesens 29
1.2.1 Phasenmodelle der Leseentwicklung 30
1.2.2 Das Kompetenzentwicklungsmodell des Lesens 31
1.3 Die Entwicklung des Rechtschreibens 36
1.3.1 Phasenmodelle der Rechtschreibentwicklung 38
1.3.2 Spezielle Voraussetzungen für korrektes Rechtschreiben 39
1.4 Der Zusammenhang zwischen Lesen und Rechtschreiben 43
1.5 Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen
zur Entwicklung – Stadien oder Strategien? 45
1.6 Übungsfragen 46
2 Modellannahmen zum Lesen und Rechtschreiben 47
2.1 Modelle über den Wortleseprozess 48
2.1.1 Zwei-Wege-Modelle 50
2.1.2 Netzwerkmodelle – Theorien des einfachen Zugangsweges 54
2.1.3 Kombinierte Modelle – die CDP-Modelle 56
2.2 Modelle zum Rechtschreibprozess 58
2.2.1 Das Modell von Simon und Simon 59
2.2.2 Zwei-Wege-Modelle 60
2.2.3 Netzwerkmodelle 62
2.2.4 Modellerweiterungen, Modellspezifizierungen 63
2.3 Eine Bewertung der Modelle zum Lesen und Rechtschreiben 65
2.4 Zusammenfassung 66
2.5 Übungsfragen 66
3 Leseverständnis und schriftliches Ausdrucksvermögen 68
3.1 Leseverständnis und Komponenten des Leseverständnisses 69
3.2 Die schriftliche Ausdrucksfähigkeit 80
3.2.1 Komponenten der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit –
Modelle über kognitive Prozesse beim Schreiben 81
3.2.2 Teilfertigkeiten als Voraussetzungen für geübtes Schreiben 83
3.3 Entwicklungsaspekte 85
3.4 Zusammenfassung 90
3.5 Übungsfragen 91
4 Lese- und Schreibunterricht 92
4.1 Grundsätzliche methodische Ansätze im Erstleseunterricht 92
4.2 Zusätzliche Hilfen im Erstleseunterricht 100
4.2.1 Handzeichen als Hilfe für das Behalten der Buchstaben-Laut-Zuordnung 100
4.2.2 Förderung der phonologischen Bewusstheit als Aufgabe des Erstleseunterrichts 100
4.2.3 Unterricht in Analogien und die Gliederung zwischen An- und Auslaut als Hilfe 101
4.2.4 Geschwindigkeit des Vorgehens im Erstleseunterricht 102
4.2.5 Erhöhung der Lesegeläufigkeit als Aufgabe der zweiten bis vierten Klassenstufe 103
4.3 Unterricht im Rechtschreiben 105
4.4 Unterricht im Leseverständnis 109
4.4.1 Erweiterung des Wortschatzes 109
4.4.2 Textbezogene Verständnisstrategien 110
4.4.3 Unterrichten von Verständnisstrategien 111
4.5 Unterricht im schriftlichen Ausdruck 112
4.6 Unterrichtsorganisation 113
4.7 Zusammenfassung 116
4.8 Übungsfragen 117
5 Förderung durch die Eltern beim Erlernen des Lesens und Schreibens 118
5.1 Frühe Förderung der Vorläuferfertigkeiten im Elternhaus: Entwicklung der Literalität 118
5.2 Erwerb der Grundfertigkeiten des Lesens und Schreibens in der ersten und zweiten Klasse 122
5.3 Förderung in den höheren Grundschulklassen: Leseflüssigkeit und Leseverständnis 124
5.4 Förderung des Leseverständnisses und der schriftlichen
Ausdrucksfähigkeit in der Sekundarstufe 125
5.5 Zusammenfassung 125
5.6 Übungsfragen 126
Zweiter Abschnitt – Lesen und Schreiben bei schwachen Schülern
6 Definition, Häufigkeit und Prognose von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 128
6.1 Klassifikation 128
6.2 Epidemiologie 130
6.3 Prognose im Vorschulalter 136
6.4 Verlauf 137
6.5 Zusammenfassung 140
6.6 Übungsfragen 141
7 Entwicklung des Lesens und Schreibens bei schwachen Schülern 143
7.1 Beziehung der Teilfertigkeiten des Lesens und Schreibens zueinander 143
7.2 Entwicklung des Worterkennens 145
7.3 Entwicklung des Leseverständnisses 150
7.4 Entwicklung des Rechtschreibens 152
7.5 Schriftlicher Ausdruck 154
7.6 Zusammenfassung 155
7.7 Übungsfragen 157
8 Unterscheidung von Kindern mit verschiedenen
Formen von Lese- und Schreibschwierigkeiten 158
8.1 Unterscheidung zwischen Schwierigkeiten in verschiedenen
Teilbereichen des Lesens und Schreibens 159
8.1.1 Dimensionen der Lese- und Schreibfertigkeiten 159
8.1.2 Kinder mit speziellen Problemen in der Lesegeläufigkeit 159
8.1.3 Kinder mit speziellen Problemen beim Rechtschreiben 160
8.1.4 Kinder mit speziellen Problemen beim Leseverständnis 161
8.1.5 Kinder mit speziellen Problemen im schriftlichen Ausdruck 163
8.1.6 Hyperlexie als besondere Untergruppe 164
8.1.7 Unterscheidung zwischen einem phonologischen und einem orthographischen Subtyp 165
8.2 Gruppenbildungen nach anderen Merkmalen
als den Leistungen beim Lesen und Schreiben 167
8.2.1 Differenzierung zwischen spezifischen und unspezifischen Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 167
8.2.2 Gruppen mit geringem phonologischen Bewusstsein
bzw. geringer Benennungsgeschwindigkeit und einem „doppelten Defizit“ 168
8.3 Zusammenfassung 168
8.4 Übungsfragen 169
Dritter Abschnitt:
Ursachen, Diagnostik, Intervention
9 Ursachen der Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 171
9.1 Biologische Faktoren 172
9.1.1 Genetische Faktoren 173
9.1.2 Neuropsychologische Erklärungsmodelle 180
9.2 Mangelnde kognitive Lernvoraussetzungen 188
9.2.1 Visuelle Wahrnehmungsschwächen als Ursachen
von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 188
9.2.2 Zusammenhang mit sprachlichen Entwicklungsbeeinträchtigungen 192
9.2.3 Auditive Wahrnehmungsschwächen oder Rückstand
in der Entwicklung der Sprachwahrnehmung 193
9.2.4 Abweichende Verarbeitung oder Repräsentation von Wörtern 194
9.2.5 Geringe Benennungsgeschwindigkeit 195
9.2.6 Beeinträchtigungen des Gedächtnisses 196
9.3 Soziale Ursachen von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 197
9.3.1 Der Einfluss der sozioökonomischen und familiären Verhältnisse 197
9.3.2 Häufigkeit außerschulischen Lesens 200
9.3.3 Fernsehkonsum 201
9.4 Zusammenfassung 202
9.5 Übungsfragen 203
10 Zusammenhang mit Verhaltensauffälligkeiten 205
10.1 Der Zusammenhang zwischen Verhaltensschwierigkeiten und
Lese-Rechtschreibschwierigkeiten im Vorschulalter 206
10.2 Zur Entwicklung im Schulalter: Interaktionen zwischen Verhaltensauffälligkeiten
und Lese-Rechtschreibschwierigkeiten 208
10.3 Langfristige Entwicklung: Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
und Verhaltensschwierigkeiten sowie delinquentes Verhalten in der Adoleszenz 211
10.4 Langfristige Folgen: Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
und psychische Gesundheit im frühen Erwachsenenalter 215
10.5 Zusammenfassung 216
10.6 Übungsfragen 217
11 Diagnostik 218
11.1 Früherkennung von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten im Vorschulalter 218
11.2 Diagnostik der schulischen Leistungen im Lesen und Schreiben 222
11.2.1 Instrumente zur frühzeitigen Diagnose
von Problemen beim Schriftspracherwerb 224
11.2.2 Diagnostik des Leistungsstands im Lesen und Rechtschreiben 225
11.3 Diagnose von weiteren für das Lesen- und Schreibenlernen bedeutsamen Fähigkeiten 238
11.3.1 Bestimmung der phonologischen Bewusstheit
während bzw. nach Abschluss des Erstleseunterrichts 238
11.3.2 Bestimmung der Benennungsgeschwindigkeit 241
11.3.3 Diagnostik der Intelligenz und weiterer sprachlicher Fähigkeiten 242
11.3.4 Diagnose des mündlichen Sprachverständnisses (des Hörverständnisses) 243
11.3.5 Diagnostik von Gedächtnisleistungen 243
11.4 Diagnose des Verhaltens sowie der emotionalen und psychosozialen Anpassung 244
11.4.1 Diagnose des Selbstkonzepts, der Prüfungsangst 244
11.4.2 Einschätzung des Verhaltens der Kinder durch Eltern und Lehrer 245
11.5 Zusammenfassung 245
11.6 Übungsfragen 246
12 Intervention und Therapie bei Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten 247
12.1 Frühe Intervention zur Vermeidung von Lese und Rechtschreibschwierigkeiten 248
12.2 Frühzeitige Interventionen begleitend zum Erstleseunterricht 252
12.3 Förderung des Worterkennens und mündlichen Lesens 261
12.4 Deutschsprachige Programme zum Erlernen der Graphem-Phonem-Korrespondenzen 262
12.4.1 Das Förderprogramm von Reuter-Liehr 262
12.4.2 Lesen lernen durch lautgetreue Leseübungen 263
12.4.3 Kieler Leseaufbau 264
12.5 Förderung eines Sichtwortschatzes und der Lesegeschwindigkeit 264
12.6 Überblick über die Wirksamkeit von
Fördermaßnahmen bei Leseschwierigkeiten 269
12.7 Förderung der Fertigkeit im Schreiben von Buchstaben 272
12.8 Förderung des Rechtschreibens 273
12.8.1 Deutschsprachige Förderprogramme für das Rechtschreiben 274
12.8.2 Beispiele für Förderprogramme,in denen das regelgeleitete,
orthographisch korrekte Rechtschreiben vermittelt werden soll 277
12.9 Förderung des Leseverständnisses 279
12.10 Förderung des schriftlichen Ausdrucks 282
12.11 Erweiterung der Einsicht seitens der Kinder
(= Scaffolding) als wesentlicher didaktischer Ansatz im Förderunterricht 283
12.12 Organisatorische Alternativen in der Durchführung der Förderung 283
12.12.1 Förderung im schulischen Kontext:
Differenzierung im Lese- und Rechtschreibunterricht 283
12.12.2 Probleme bei der Auswahl und der Durchführung schulischer Fördermaßnahmen 284
12.12.3 Einbeziehung der Eltern 286
12.12.4 Einzelförderung durch Tutoren 287
12.13 Behandlung von Teilleistungsschwächen 290
12.14 Therapieplanung und Berücksichtigung der Stärken und Schwächen jedes Schülers 292
12.15 Zusammenfassung 293
12.16 Übungsfragen 294
Schlusswort 296
Glossar 301
Literatur 305
Sachverzeichnis 333
Autoreninfo

Gasteiger-Klicpera, Barbara

Prof. Dr. Barbara Gasteiger-Klicpera lehrt am Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Uni Graz.

Klicpera, Christian

Christian Klicpera (1947–2012), Dr. med. Dr. phil. Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, war Professor für Angewandte und Klinische Psychologie am Institut für Psychologie der Universität Wien.

Schabmann, Alfred

Alfred Schabmann, Dipl.-Psych. Dr. phil., ist Professor am Institut für Psychologie der Universität Wien.

Weitere Titel von Klicpera, Christian; Schabmann, Alfred; Gasteiger-Klicpera, Barbara

Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von E. Bader

Gut strukturiert und gut verständlich.

sehr empfehlenswert für Studium und Schulpraxis

Bewertung

Kundenmeinung von Zuckerbacher

Durch Inklusion, neue Schuleingangsstufe, intensiver Forschung im Bereich des Schriftspracherwerbs und einem daraus resultierenden Umdenken in der Didaktik, war es an der Zeit, schon nach drei Jahren eine Neuauflage des Titels zu veröffentlichen. Den Autoren ist es sehr gut gelungen, neueste Trends und Sichtweisen anhand wissenschaftlicher Studien zu belegen und dem Leser zu erklären. Besonders positiv ist, dass das aktuelle Verständnis des Begriffs Lese- und Rechtschreibschwäche vor den aktuellen Hintergründen nochmals neu erklärt wird und ausführlich darauf eingegangen wird, welche Konsequenzen sich für das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten und stehen Förderalltag daraus ergeben. Besonders die Betonung von Kompetenzentwicklungsmodellen und praktischen Erklärungen wie zum Beispiel zu der Sichtweise von Fehlern sind hilfreich. Als Arbeitserleichterung zeigen sich auch die Hinweise auf Zusammenfassungen von Kapiteln, die sehr in wissenschaftliche Details gehen sehr positiv. Ab Kapitel 8 gehen die Autoren detailliert auf Diagnostik und Förderung ein. Dem Leser werden wichtige Diagnosekriterien vorgestellt und Kriterien an die Hand gegeben, um einen Blick für die Schwierigkeiten der Kinder zu entwickeln. Zuletzt geben die Autoren einen umfassenden Überblick über Fördermöglichkeiten. LRS-Legasthenie ist verständlich geschrieben und verfügt sogar im Anhang noch über ein Glossar. Das Buch ist für Studium und Praxis eine sinnvolle Investition.

Sehr hilfreich für das Studium

Bewertung

Kundenmeinung von Dorothea

Das Buch liefert einen guten Einblick in das Thema LRS.
Insgesamt ein sehr gut strukturiertes Buch, das durch Beispiele und anschauliche Grafiken einen ansprechenden Überblick in die Thematik bietet.
Zudem bieten die Verständnisfragen am Ende jedes Kapitels eine sehr gute Grundlage zur Wiederholung der Inhalte.
Verweise auf weitere Modelle regen zum Vertiefen der Inhalte an.

Gut fürs Studium

Bewertung

Kundenmeinung von Nicole Bär

Das Buch eignet sich sehr gut fürs Studium um einen Überblick über das Thema LRS zu erhalten. Es ist gut strukturiert und sehr verständlich erklärt. Die Übungsfragen helfen beim gezielten Wiederholen der wichtigsten Inhalte. Kleinen Abzug gibt es für die fehlenden Beispiele bei abstrakteren Themen.

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