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Lehr-Lernprozesse in der Schule: Studium

Allgemeindidaktische Kategorien für die Analyse und Gestaltung von Unterricht

von Maier, Uwe Fach: Schulpädagogik;

Was macht guten Unterricht aus?

Das zentrale Handlungsfeld von Lehrkräften ist die Planung und Durchführung von Unterricht. Uwe Maier führt Lehramtsstudierende zunächst in die Grundlagen der Analyse und Gestaltung von schulischen Lehr-Lernprozessen ein: Neurobiologische und lernpsychologische Erkenntnisse, Befunde der empirischen Unterrichtsforschung, Lernziele, Bildungsstandards, Kompetenzmodelle, Lehr-Lernmodelle und Pädagogische Diagnostik. Anschließend werden allgemeine Kategorien für die Planung und schriftliche Begründung von Lehr-Lernprozessen vorgeschlagen: Curriculare und fachwissenschaftliche Vorgaben, Lernvoraussetzungen und Kompetenzentwicklung, methodische Dimensionen, organisatorische Dimensionen und Evaluation von Lehr- Lernprozessen.

Das Buch ist in verständlicher Sprache geschrieben und enthält zur Veranschaulichung zahlreiche Grafiken. Die Planungskategorien können von Lehramtsstudierenden als Leitfaden für die schriftliche Planung von Unterrichtseinheiten im Schulpraktikum genutzt werden.
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Details
ISBN 9783825247201
UTB-Titelnummer 3767
Auflagennr. 2. überarb. Aufl.
Erscheinungsjahr 2016
Erscheinungsdatum 13.02.2017
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Klinkhardt
Umfang 271 S., 23 Abb., 8 Tab.
Zusatzmaterial
Inhalt
1 Einleitung 7
1.1 Didaktik und Professionalisierung von Lehrkräften 7
1.2 Perspektiven allgemeindidaktischer Theoriebildung 10
1.3 Grundlinien einer lehr-lerntheoretischen Didaktik 23
2 Neurobiologische und lernpsychologische Grundlagen 29
2.1 Vorsicht Neuromythen! 30
2.2 Architektur des Wissens 34
2.3 Lerntheorien und Prozesse des Wissenserwerbs 41
2.4 Bedeutung von Emotionen und Lernmotivation 49
3 Befunde der Lehr-Lernforschung 53
3.1 Exemplarische Studien der Lehr-Lernforschung 54
3.2 Metaanalysen in der Lehr-Lernforschung 61
3.3 Kriterien für Unterrichtsqualität 67
4 Lehr-lerntheoretische Grundlagen 73
4.1 Von Lernzieltaxonomien zu Kompetenzmodellen 75
4.2 Allgemeindidaktische Lehr-Lernmodelle 110
4.3 Domänenspezifi sche Lehr-Lernmodelle 135
4.4 Leistungsdiagnostik in Lehr-Lernprozessen 151
5 Kategorien der Analyse und Gestaltung von Lehr-Lernprozessen 171
5.1 Von den curricularen und fachwissenschaftliche Vorgaben zu Lernzielen 178
5.2 Von den Lernvoraussetzungen zur Verlaufsplanung 196
5.3 Methodische Dimensionen des Lehr-Lernprozesses 213
5.4 Organisatorische Aspekte des Lehr-Lernprozesses 237
5.5 Refl exion und Evaluation des Lehr-Lernprozesses 248
6 Literatur 259
7 Anhang 269
Pressestimmen
Aus: lehrerbibliothek.de – Oliver Neumann - 26.01.2013
Planung und Durchführung von Unterricht - das ist das Alltagsgeschäft von Lehrern! Das muss in Fleisch und Blut übergehen, das muss kompetent und zügig von der Hand gehen, will man im Alltag bestehen. Und es will in der 2. Ausbildungsphase kompetent (und mit einer guten Abschlußnote) erlernt werden, wenn eine Einstellung als Lehrer/in erfolgen soll. Also stehen Bücher wie das hier anzuzeigende im Focus der Lehrerausbildung. Die Darstellung ist auf dem neuesten Stand der Dinge, was u.a. daran zu erkennen ist, dass z.B. vor "Neuromythen" gewarnt wird (S.30ff): Neuromythen sind entweder verzerrte oder falsche Aussagen über Lernen und Gehirn unter Berufung auf vermeintliche Ergebnisse der modernen Hirnforschung.
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Aus: ekz-infodienst – Reinhold Heckmann- KW 8/2013
[…] Ein Studienbuch zur Grundlagen-Vermittlung für Lehramts-Studierende[…]
> Zum Volltext der Rezension
Autoreninfo

Maier, Uwe

Maier, Uwe

Dr. Uwe Maier, geb. 1971, ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Empirische Schulforschung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind datenbasierte Schulentwicklung, formative Leistungsdiagnostik und lehr-lerntheoretische Didaktik.

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Kundenmeinung von K. D.-L.

Das Buch gibt einen guten Überblick über theoretische Grundlagen und empirische Befunde zur Lehr-Lern-Forschung. Es verbindet psychologische und pädagogische Aspekte zur Konzeption und Gestaltung von Lerngelegenheiten. Es ist jedoch für Einsteiger, die nicht über ein Grundwissen in pädagogischer Psychologie verfügen, eher überfordernd. Wichtige Aspekte werden im Überblick dargestellt, bleiben jedoch ohne entsprechendes Hintergrundwissen oberflächlich. Für Studierende des Orientierungspraktikums waren Kapitel 5 und der Anhang für die erste Unterrichtsplanung hilfreich.

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Kundenmeinung von Birte Jensen

„Lehr-Lernprozesse in der Schule: Studium“ ist in seiner Aufmachung ein typisches UTB: übersichtlich gegliedert, allgemein verständlich und gekleidet in vertrautes rot-blau. Sowohl der etwas eigentümlich anmutende Titel, als auch das langatmige Unterkapitel (immerhin 13 Seiten) über die „Perspektiven allgemeindidaktischer Theoriebildung“ zwecks Einleitung, das Maier wirklich hätte kürzer fassen können, täuschen nicht darüber hinweg, dass es sich bei dieser Publikation um eine ausgewogene und grundsolide Lektüre handelt. Als Zielgruppe sind vor allem angehende Lehrer_Innen im Studium insbesondere in und um Praktikumssituationen und außerdem Referendar_Innen genannt. Zur konkreten Unterrichtsplanung scheint es jedoch nicht geeignet – theoretisch fundiert konsequent strukturiert ist es jedoch.
Maier zitiert den aktuellen Forschungsstand an und präsentiert das Lehr-Lerntheoretische Denken in der allgemeinen Didaktik als Neuheit, die angehende Lehrer_Innen und Forschung wohl die nächsten Jahre beschäftigen dürften. Sein mutiger, interdisziplinärer Ansatz sucht Neurowissenschaften, Lernpsychologie, Lehr-Lernforschung und die pädagogische Diagnostik in die Konzepte der allgemeinen sowie der Fachdidaktiken mit einzubinden. Weiterhin entlarvt er diverse neorologische Mythen und deren unreflektierte Übertragung auf den Lern-Lehr-Kontext. Bei den Lerntheorien wäre allerdings die Ergänzung von Kritikpunkten derselbigen angebracht. Des Weiteren ist ein Überblick über den Forschungsstand und die Forschungsgeschichte anhand der Präsentation von Studien zwar interessant, bleibt aber isoliert stehen und wird nicht praktisch nutzbar gemacht. Auch lässt sich eine gewisse Langatmigkeit der Lektüre trotz der bewussten Verknappung vieler Darstellungen nicht leugnen.

Insgesamt liest sich „Lehr-Lernprozesse in der Schule: Studium“ ziemlich trocken, auch bleibt es an den meisten Stellen zu sehr auf der Metaebene, um für die Praxis wirklich fruchtbar zu werden. Trotzdem werden praktische Beispiele aus vielen Fächern genannt – was als ein eindeutiger Vorteil zu bewerten ist. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine in Auswahl zu empfehlende Lektüre mit Potenzial nach oben.

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