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Leiblichkeit

Geschichte und Aktualität eines Konzepts

von Alloa, Emmanuel; Bedorf, Thomas; Grüny, Christian; Klass, Tobias Nikolaus Fach: Philosophie; Kultur/ Musik/ Theater;

Erweiterung des Körperbegriffs

Der "body-" oder "corporeal turn" beschäftigt seit einiger Zeit die Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften. Der vorliegende Band bietet einen Überblick über die wichtigsten Autoren und Aspekte des "Leib"-Begriffs, der spätestens seit Husserl eine bedeutende Erweiterung des Körperbegriffs (und damit für den genannten turn) darstellt.
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Details
ISBN 9783825236335
UTB-Titelnummer 3633
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2012
Erscheinungsdatum 04.04.2012
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Mohr Siebeck
Umfang 400 S.
Inhalt
Einleitung 1
I. Der Leibbegriff in der Phänomenologie
Emmanuel Alloa / Natalie Depraz:
Edmund Husserl – „Ein merkwurdig unvollkommen konstituiertes Ding“ 7
Stefan Kristensen:
Maurice Merleau-Ponty I – Korperschema und leibliche Subjektivitat 23
Emmanuel Alloa:
Maurice Merleau-Ponty II – Fleisch und Differenz 37
David Espinet:
Martin Heidegger – Der leibliche Sinn von Sein 52
Thomas Bedorf:
Emmanuel Levinas – Der Leib des Anderen 68
Karel Novotný:
Jan Pato?ka – Korper, Leib, Affektivitat 81
Julia Scheidegger:
Michel Henry – Transzendentale Leiblichkeit 100
Jörg Sternagel:
Bernhard Waldenfels – Responsivitat des Leibes 116
Kerstin Andermann:
Hermann Schmitz – Leiblichkeit als kommunikatives Selbstund
Weltverhaltnis 130
II. Zur Geschichte des Leibbegriffs
Marc Rölli:
Philosophische Anthropologie im 19. Jahrhundert – Zwischen Leib
und Korper 149
Tobias Nikolaus Klass:
Friedrich Nietzsche – Denken am „Leitfaden des Leibes“ 162
Andreas Cremonini:
Sigmund Freud – Der gelebte vs. der phantasmatische Leib 178
Uta Noppeney:
Kurt Goldstein und Frederik Buytendijk – Der Leib-Begriff in der
organismischen Biologie 194
Volker Schürmann:
Max Scheler und Helmuth Plessner – Leiblichkeit in der Philosophischen
Anthropologie 207
Marion Lauschke:
Ernst Cassirer und Aby Warburg – Kulturanthropologie 224
III. Grenzen und Kritik des Leibbegriffs
Christian Grüny:
Theodor W. Adorno – Soma und Sensorium 245
Ulrich Johannes Schneider:
Michel Foucault – Der Korper und die Korper 260
Burkhard Liebsch:
Paul Ricoeur – Das leibliche Selbst begegnet dem Widerstand des Anderen 273
Mirjam Schaub:
Gilles Deleuze – Was weis ein „Korper ohne Organe“ vom Leib? 288
Kathrin Busch:
Jean-Luc Nancy – Exposition und Beruhrung 305
Shaun Gallagher:
Kognitionswissenschaften – Leiblichkeit und Embodiment 320
Marie-Luise Angerer:
Gender und Performance – Ist leibliche Identitat ein Konstrukt? 334
Gesamtbibliographie 351
Arbeitsbibliographie 381
Biographien 387
Autorinnen und Autoren 393
Sachregister 401
Pressestimmen
Aus: literaturkritik.de– Stephan Krause – Nr. 2, Februar 2013
[…] Der Band […] eignet sich als ausgezeichneter und verlässlicher Begleiter auch für interdisziplinär Interessierte. Die bequeme und spannende Lesbarkeit und die inhaltliche Handhabbarkeit der einzelnen Kapitel machen „Leiblichkeit“ nicht nur zu einem reichhaltigen Handbuch, sondern zu einer sehr praktischen Sammeldarstellung theoretischer Ansätze zum Leibkonzept, die keine Vorgänger hat. Der Band schließt fraglos eine Lücke – und dies mit hoher Qualität.

Autoreninfo

Alloa, Emmanuel

Prof. Dr. Emmanuel Alloa lehrt an der Universität St. Gallen.

Bedorf, Thomas

Prof. Dr. Thomas Bedorf lehrt an der FernUni Hagen.

Grüny, Christian

Prof. Dr. Grüny lehrt an der Universität Witten/Herdecke

Klass, Tobias Nikolaus

Prof. Dr. Tobias Nikolaus Klass lehrt an der Universität Wuppertal.
Leserbewertungen

Bewertungen

Leiblichkeit

Bewertung

Kundenmeinung von Karin Birk

Der Begriff Leiblichkeit wird aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und verständlich dargestellt. Das Leib-Seelen Problem wird angesprochen und sachlich dargestellt. Es ist einerseits als Lektüre und andererseits als Nachschlagewerk geeignet! Das Buch ist sehr gut gegliedert und komplexe Texte verständlich dargestellt.

Ein sehr guter Überblick

Bewertung

Kundenmeinung von Gabriele Paschek

Das Sammelwerk enthält Beiträge von 22 Autoren zu verschiedenen Philosophen oder Themen im Zusammenhang mit der „Leiblichkeit“, gegliedert nach dem Leibbegriff in der Phänomenologie, seiner Geschichte und Grenzen und Kritik des Leibbegriffs. UTB bietet die Möglichkeit des „Blick ins Buch“, was eine gute Information über Inhalt, Autoren und Sachregister gibt und eine kleine Leseprobe bietet, so dass an dieser Stelle nichts näher beschrieben werden muss. Daneben gibt es noch eine umfangreiche Gesamt-, eine Arbeitsbibliographie und Biographien.
Das Layout ist angenehm, der Druck ist gut, alles ist übersichtlich gegliedert. Die Informationen sind kompakt, jeder Beitrag umfasst in etwa 15 Seiten und ist wieder in sich mit Überschriften gegliedert.
Das Buch gibt damit einen schönen Überblick über den Begriff der Leiblichkeit, ist gut zu lesen und für Studenten, aber auch andere Interessierte zu empfehlen. Es mag sowohl der Lektüre als auch der Verwendung als Nachschlagewerk dienen.


Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von A. Rauh

Das Buch fasst das Thema der Leiblichkeit sehr gut zusammen, in der historischen und systematischen Aufarbeitung zentraler Texte! Ein Lob an die Herausgeber!

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