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Literatur und Zensur in der Demokratie

Die Bundesrepublik und die Freiheit der Kunst

von Lorenz, Matthias N. Fach: Literaturwissenschaft; Geschichte; Germanistik;

Matthias N. Lorenz führt in die Geschichte der Literaturzensur und die Organisation der Medienkontrolle ein. Exemplarisch steht die Bundesrepublik im Vordergrund – die Fragen nach den Grenzen der Toleranz und der Legitimation von Eingriffen in die Kunstfreiheit sind jedoch für alle demokratischen Gesellschaften relevant.

Vorgestellt werden exemplarische Fallgeschichten von der Ehrverletzung über die Jugendgefährdung bis hin zu aktuellen Kontroversen um Political Correctness und »Killerspiele«. In den Debatten um Literatur und Zensur treffen »Pornografen« auf Pädagogen, Terroristen auf Juristen – vor allem aber Literaten auf die Moralschranken
ihrer Zeit.

2009 wurde Matthias Lorenz mit dem Karl Peter Grotemeyer-Preis der Universität Bielefeld für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre ausgezeichnet.
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Details
ISBN 9783825232665
UTB-Titelnummer 3266
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2009
Erscheinungsdatum 16.09.2009
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Vandenhoeck & Ruprecht
Umfang 214 S.
Inhalt
Über dieses Buch 7
1. Kapitel: Zensurbegriffe 9
1.1 „Eine Zensur findet nicht statt.“ 9
1.2 Kontroversen um die Kunstfreiheit 10
1.3 Ursprünge von Begriff und Praxis der Zensur 13
1.4 Formen der Zensur 16
1.5 Was ist Zensur? 19
2. Kapitel: Zensurgeschichte 28
2.1 Literarische Salons und aufgeklärte Monarchen: Die Aufklärung 28
2.2 Karlsbader Beschlüsse und Verbot des Jungen Deutschland:
Das Zeitalter der Restauration 32
2.3 Der kurze Traum von Pressefreiheit: Die Märzrevolution von 1848 36
2.4 Sozialistengesetz, Lex Heinze und Kriegsrecht:
Zensur im Wilhelminismus 38
2.5 Pressefreiheit, Schund und Schmutz: Die Weimarer Republik 41
2.6 Bücherverbrennung, Vertreibung und totalitäre Kontrolle:
Das Dritte Reich 46
2.7 Verordnete Demokratie: Die Besatzungszeit in den Westzonen 49
3. Kapitel: Medienkontrolle 59
3.1 Die Freiheit der Kunst 59
3.2 Was ist eigentlich Kunst? 61
3.3 Der Schutz der Jugend 67
3.4 Der Paradigmenwechsel 2003 zur „regulierten Selbstregulierung“ 70
3.5 Weitere Medienkontrollinstitutionen in Deutschland 77
4. Kapitel: Medienwirkung 80
4.1 Können Texte töten? 80
4.2 Modelle der Medienwirkung 83
4.3 Die Angst vor den eigenen Kindern 86
4.4 Emphase, Imitatio und das rechtzeitige Aussteigen aus dem Text 89
5. Kapitel: Fallbeispiele 93
5.1 Pornografie: Die „Bombe Genet“ und der „Pornograph Grass“ 93
5.1.1 Das Ende des Normalmenschen 94
5.1.2 Obszöne Schülergeschichten 104
5.2 Persönlichkeitsrecht: Literarische „Schmähschriften“ 117
5.2.1 Ein falsches Bild aus der Sicht eines Emigranten 118
5.2.2 Die persönliche Ehre einer Aktiengesellschaft 133
5.3 Gewalt: Der linke Terror und die Terrorisierung der Linken 146
5.3.1 burn, ware-house, burn! 146
5.3.2 Der Blues beim Bombenbauen 157
5.4 Ausblick: Political Correctness und die Privatisierung der Zensur 172
5.4.1 Der Aufstand der Anständigen 173
5.4.2 Die Privatisierung der Zensur in Deutschland 195
Auswahlbibliografie: Zensur in Deutschland 204
Allgemein 204
Jugendmedienschutz und Medienwirkungsforschung 205
Zensur bis 1918 207
Zensur bis 1945 209
Zensur seit 1945 210
Pressestimmen
Aus: kulturbuchtipps.de – September 2010
[…] Matthias N. Lorenz hat ein interessantes Buch über ein wichtiges und gern verdrängtes Thema geschrieben: die Zensur in der Demokratie. Über dieses Thema zu diskutieren, wäre wichtiger und fruchtbarer als eine Diskussion über Thilo Sarrazins Provokationen zum Bildungsniveau in Deutschland und der Unterwanderung der deutschen Kultur durch Menschen mit Migrationshintergrund.
> Zum Volltext der Rezension

Aus: literaturkritik.de, Norbert Kluge, Nr. 2, Februar 2010
Allerdings können sich immer wieder in dem Spannungsfeld zwischen Freiheit der Kunst und einer möglicherweise vorliegenden schwerwiegenden Beeinträchtigung der Persönlichkeit im Grunde unlösbare Konflikte ergeben, die auch in Zukunft in einem liberalen Rechtsstaat tendenziell eher zur Stärkung der Kunstfreiheit als zu deren Einschränkung führen. Mehr kann man in einer Demokratie nicht erwarten. Diese komplexe Situation dem Leser im Großen und Ganzen doch recht gut transparent gemacht zu haben, ist das Verdienst des Buches, das man mit den genannten Einschränkungen durchaus empfehlen kann.
> Zum Volltext der Rezension
Autoreninfo

Lorenz, Matthias N.

Prof. Dr. Matthias Lorenz lehrt an der Uni Bern.
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