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Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft

Eine Einführung

von Schössler, Franziska Fach: Literaturwissenschaft; Germanistik;

Die Einführung präsentiert einschlägige Theoriemodelle einer kulturwissenschaftlichen Literaturwissenschaft überblicksartig und doch textnah.

Ausgehend von den Kulturwissenschaften um 1900 werden aktuelle Ansätze aus den Bereichen New Historicism, Gender und Postcolonial Studies, Anthropologie, Erinnerungstheorien u.a. vorgestellt, zentrale Texte zusammengefasst, die Forschungsdiskussionen nachgezeichnet und die methodischen Möglichkeiten durch Beispiellektüren veranschaulicht. Die behandelten Autoren und Autorinnen werden in kurzen biographischen Abrissen vorgestellt. Zudem geben kommentierte Literaturangaben am Ende der einzelnen Kapitel wertvolle Hinweise für die eigenständige Vertiefung.

Zur schnellen Orientierung finden sich am Schluss des Bandes ein Sach- und ein Personenregister sowie ein Glossar, das zentrale Begriffe definiert.


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Details
ISBN 9783825227654
UTB-Titelnummer P2765
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2006
Erscheinungsdatum 06.04.2006
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag A. Francke
Umfang 283 S.
Inhalt
Vorbemerkung VII
I. Historische Kulturtheorien
1. Kulturphilosophie und Kulturwissenschaften um 1900 3
1.1 Kultur als Wertsystem: Heinrich Rickert 5
1.2 Kultur als Tragödie: Georg Simmel 8
1.3 Kultur als symbolische Form: Ernst Cassirer 13
1.4 Kultur des Ökonomischen: Max Weber 18
1.5 Kultur als Triebsublimation: Sigmund Freud 22
2. Cultural Studies am Birmingham Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS) 28
2.1 Die Kultur der Arbeiterklasse 30
2.2 Die Genese des kulturellen Raums 31
2.3 Die Kultur der Massenmedien. 34
3. Soziohistorische und -theoretische Modelle 37
3.1 Kultur als disziplinatorischer Machtapparat: Michel Foucault 37
3.1.1 Der Begriff des Diskurses 37
3.1.2 Diskursive Praktiken um 1800 42
3.1.3 Diskurs und Literaturwissenschaft 46
3.2 Kultur als Distinktionsverfahren: Pierre Bourdieu 52
3.2.1 Die Hochkultur als Lebensstil 52
3.2.2 Die Genese der autonomen Kunst 55
3.2.3 Das literarische Feld nach 1945 in Österreich 59
3.3 Kultur als Gedächtnis und Beobachtung: Niklas Luhmann 65
3.3.1 Die Autonomie der Systeme 65
3.3.2 Die Systeme Kultur und Kunst 69
II. Aktuelle Debatten
1. Der New Historicism und die Poetik der Geschichte 79
1.1 Kultur als narrative Verhandlung: Stephen Greenblatt. 80
1.1.1 Affirmation und Subversion 82
1.1.2 Text und Kontext. 83
1.1.3 Tauschprozesse und Aneignungen 85
1.1.4 Kritik und Diskussionen 89
1.1.5 Verhandlungen zwischen Kriminologie, Medizin und Literatur in Émile Zolas Roman Au Bonheur des Dames 94
1.2 Die Poetik der Geschichte: Hayden White. 101
1.2.1 Gattungen und Anordnungstypen 101
1.2.2 Sprachfiguren und das tropologische Bewusstsein 104
2. Gender Studies 109
2.1 Geschichte und Themen 109
2.2 Geschlecht als kulturelle Konstruktion: Judith Butler 119
2.2.1 Subjektkritik und Travestie 119
2.2.2 Macht und Ohnmacht des Subjekts 125
2.3 Queer Studies 127
2.4 Film Studies 129
2.5 Cross-dressing in Virginia Woolfs Roman Orlando. 133
3. Postcolonial Studies 140
3.1 Geschichte und Themen 140
3.2 Die Konstruktion des Orients: Edward W. Said. 146
3.3 Die Ähnlichkeit von Ich und Anderem: Homi K. Bhabha 149
3.4 Die (unmögliche) Stimme der Subalternen: Gayatri Chakravorty Spivak 153
3.5 Der Fetisch Haut in John Fenimore Coopers Roman Conanchet oder Die Beweinte von Wish-ton-Wish 156
4. Ethnologie, Anthropologie und literarische Anthropologie. 164
4.1 Geschichte und Themen 164
4.2 Kultur als Text: Clifford Geertz 169
4.3 Kultur als Liminalität: Victor Turner 176
4.4 Kultur als Differenz: René Girard 181
4.5 Literatur als Ritual 186
4.6 Literarische Anthropologie 187
5. Erinnerungstheorien 195
5.1 Geschichte und Themen 195
5.2 Kollektive Erinnerung. 202
5.3 Memoria und Kanon in Johann Wolfgang Goethes Roman Wilhelm Meisters Wanderjahre 207
5.4 Dialogische Erinnerung 213
5.5 Kanon und Archiv. 216
5.6 Intertextualität. 219
5.7 Hypotexte in Thomas Manns Roman Königliche Hoheit 225
Bibliographie 231
Glossar 251
Personenregister 263
Sachregister 269
Pressestimmen
Aus: KULT Online Rezensionsmagazin – Bingel, Hanna – Ausgabe 13 (2007)
[…] Schößler liefert in ihrem Einführungsbuch auf strukturierte und weitgehend gut verständliche Weise einen Überblick über eine expandierende und mittlerweile kaum mehr überschaubare Forschungslandschaft der Themen Kultur und Kulturwissenschaften […]
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Bewertungen

Anspruchsvolle, aber interessante Einführung

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Kundenmeinung von Daniel Münch

Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft: Eine Einführung – (Prof. Dr.) Franziska Schößler (Universität Trier) nimmt sich einer komplexen Thematik an, deren Popularität immer mehr zunimmt.
Der Inhalt dieses Buches gliedert sich in zwei verschiedene, sich aber komplettierende Bereiche, die durch eine sehr gute und informative Vorbemerkung eingeleitet werden:
Im ersten Bereich werden Historische Kulturtheorien präsentiert, die als Basis in der kulturwissenschaftlichen Forschung gelten können. Protagonisten dieser einschlägiger Theorien wie Georg Simmel, Ernst Cassirer, Max Weber, Sigmund Freud, Pierre Bourdieu, Michel Foucault und Niklas Luhmann werden dem Leser zugänglich gemacht und mithilfe von informativen Steckbriefen in grau hinterlegten Informationskästchen definiert.
Der zweite Bereich charakterisiert sich durch Aktuelle Debatten wie dem New Historicism, Gender Studies, Postcolonial Studies, usw. die umfassend dargestellt und diskutiert werden. Die Theorien werden anhand kanonischer Literatur exemplifiziert und praxisorientiert umgesetzt. Speziell die kontroverse Diskussion um Gender Studies und Postcolonial Studies wird hervorragend debattiert. Die Darstellung erfolgt durchgängig kohärent und führt sukzessive tiefer in die Konzepte ein, die dem Leser (mitunter) aber ein sehr hohes Abstraktionsniveau abverlangen. Zum vollständigen Verständnis der ungefähr jeweils 30 Seiten langen Subkapitel muss man an wissenschaftliche Literatur und die Terminologie literatur- bzw. kulturwissenschaftlicher Theorien gewöhnt sein. Das Werk wird als Einführung klassifiziert, was insgesamt sicher zutrifft, dafür an manchen Stellen allerdings ein zu großes Vorwissen präsupponiert (z.B. Teile der Freud’schen Psychoanalyse). In diesem Kontext soll auch erwähnt werden, dass es kein Resümee am Ende eines Kapitels gibt, das den Inhalt rekapitulieren würde. Unterstützend wirken allerdings das Glossar, das signifikante Konzepte nennt und präzisiert und die Marginalien (Randnoten), die prägnante Stichwörter liefern. Auch die zitierte Forschungsliteratur, die als Fußnote bzw. im Literaturverzeichnis und am Ende jedes Kapitels zu finden ist, stellt sich als hilfreich dar, um konkrete Phänomene im Original zu recherchieren.
Insgesamt erweist sich dieses Buch als sehr interessant und aufschlussreich und besticht durch hohe Wissenschaftlichkeit, vorbildliches Layout und thematische Ausgewogenheit. Die Unterteilung in zwei Hauptkapitel ist didaktisch sehr sinnvoll und simplifiziert den Einsteig.
Aufgrund persönlicher Erfahrungen erscheint es plausibel Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft Studierenden (ob Anglistik, Germanistik oder Romanistik) nahe zu legen, die sehr an der interdisziplinarischen Beziehung zwischen Kultur- und Literaturwissenschaft interessiert sind und die an der Universität Einführungen in beide Fachbereiche absolviert haben. Das Buch eignet sich hervorragend um vorhandenes Wissen zu fundieren und „tiefer in die Materie“ einzutauchen. Relevanz erlangt es vor allem durch die historisch skizzierte Entwicklung dieses Fachbereiches und das Aufzeigen methodologischer Ansätze, die bei der eigenen Forschung (u.a. Haus- oder Abschlussarbeiten) von Nutzen sein können.

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