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Medienwirkungsforschung

von Bonfadelli, Heinz; Friemel, Thomas N. Fach: Medien- und Kommunikationswissenschaft;

Heinz Bonfadelli und Thomas N. Friemel behandeln grundlegende Konzepte, theoretische Ansätze und empirische Befunde der Medienwirkungsforschung. Die gleichzeitige Berücksichtigung der psychologisch und soziologisch orientierten Forschung erlaubt es, nicht nur die Nutzungsmuster und Wirkungen auf der Ebene einzelner Individuen zu verstehen (z. B. Informationssuche, Gewohnheiten, Sucht), sondern auch die Auswirkungen auf soziale Netzwerke (z. B. Meinungsführer, Gewalt) sowie die Gesellschaft als Ganzes (z. B. Kommunikationskampagnen, Wissenskluft, Agenda-Setting, Framing).

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Details
ISBN 9783825242473
UTB-Titelnummer 3451
Auflagennr. 5. überarb. Aufl.
Erscheinungsjahr 2014
Erscheinungsdatum 19.11.2014
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag UVK
Umfang 352 S., 90 Abb.
Zusatzmaterial
Inhalt
Vorwort 11
Teil I Grundlagen der Medienwirkungsforschung
1 Medienwirkungen als Forschungsbereich 15
1.1 Gegenstand 15
1.1.1 Medienwirkungen als gesellschaftliches Problem 16
1.1.2 Themenfokus: Medienkompetenz 19
1.1.3 Entwicklung und Steuerung der Forschung 21
1.1.4 Definition von Medienwirkungen 23
1.2 Fragestellungen 25
1.2.1 Spektrum möglicher Medienwirkungsphänomene 26
1.2.2 Dimensionen der Medienwirkungen 28
1.2.3 Tendenzen der Medienwirkungsforschung 32
1.3 Forschungsentwicklung 33
1.3.1 1. Phase: Stimulus-Response-Modell und Medienallmacht 35
1.3.2 2. Phase: Einstellungsbestätigung und Medienohnmacht 37
1.3.3 3. Phase: Neuorientierung am Rezipienten – moderate Effekte 38
1.3.4 Sechs-Stufen-Modell der kumulativen Forschung 40
1.3.5 Erklärung von Medienwirkungen: Stand der Diskussion 41
1.4 Methoden 43
1.4.1 Kontrollprobleme 43
1.4.2 Untersuchungsanlagen 45
1.4.3 Beispiel: Klassisches Glaubwürdigkeits-Experiment 47
1.4.4 Beispiel: Klassische Feldstudie zum Bildungs-TV 48
1.4.5 Methodische Tendenzen 50
Teil II Medienwirkungen in den Phasen des Kommunikationsprozesses
2 Mediennutzung 53
2.1 Publikum 54
2.1.1 Publikum als hypothetisches Konstrukt 54
2.1.2 Dimensionen des Publikums 55
2.1.3 Publikumskonzeptionen und Forschungstypen 58
2.2 Mediennutzungsforschung 63
2.2.1 Buchmarkt- / Buchlese(r)forschung 64
2.2.2 Printmedien- / Leserschaftsforschung 65
2.2.3 Zuschauer- und Hörerforschung 67
2.2.4 Internetforschung 71
2.2.5 Intermedia-Forschung 73
2.3 Ausgewählte Befunde zur Mediennutzung 74
2.4 Glaubwürdigkeit und Images von Medien 77
2.5 Uses-and-Gratifications: der Nutzenansatz 79
2.5.1 Theoretischer Bezugsrahmen 80
2.5.2 Forschungsfragen 82
2.5.3 Theoretische Probleme und Weiterentwicklungen 82
2.5.4 Empirische Umsetzung 87
2.6 Themenfokus: Eskapismus 91
2.7 Medienumgang: qualitative Perspektiven 92
2.8 Themenfokus: Mediensucht 98
2.8.1 Fernsehsucht: theoretische Perspektiven 98
2.8.2 Fernsehsucht: Definition, Dimensionierung, Messung 100
2.8.3 Internetsucht 105
2.9 Aktive versus passive Informationssuche 108
2.9.1 Aktive Informationssuche 109
2.9.2 Situationaler Informationsgebrauch 111
2.9.3 Dynamisch-transaktionaler Ansatz 112
3 Medienrezeption 115
3.1 Aufmerksamkeit 115
3.2 Informationsverarbeitung und Verstehen 117
3.2.1 Basiskonzepte 118
3.2.2 Anwendungsbeispiel: TV-Nachrichten 119
3.3 Identifikation und parasoziale Interaktion 121
3.3.1 Identifikation 121
3.3.2 Parasoziale Interaktion / Parasoziale Beziehung 122
3.4 Emotionale Prozesse und Unterhaltung 125
3.4.1 Definition, Perspektiven und Messung von Emotionen 125
3.4.2 (Medien-)Emotionen und Flow-Erleben 127
3.4.3 Komplexitätstheorie 128
3.4.4 Aktivierung und Transportation 131
3.4.5 Stimmungsregulierung: Mood-Management-Theorie 132
3.4.6 Affective-Disposition-Theorie 133
4 Medieneffekte 137
4.1 Information und Wissen als Basiskonzepte 137
4.2 Einstellungen als Basiskonzept 139
4.2.1 Definitionen 139
4.2.2 Dimensionen und Funktionalität 141
4.2.3 Messung von Einstellungen 142
4.2.4 Einstellungsbildung 144
4.2.5 Einstellungsänderungen 145
4.2.6 Einstellungen und Informationsverarbeitung 147
4.2.7 Einstellung und Verhalten 150
4.2.8 Themenfokus: Gewalt 152
4.3 Konsistenztheorien 154
4.3.1 Balancetheorie (Heider) 155
4.3.2 Kongruenzmodell (Osgood/Tannenbaum) 157
4.3.3 Kognitive Dissonanztheorie (Festinger) 158
4.3.4 Inokulationstheorie (McGuire) 160
4.3.5 Anwendungsbeispiel: Tabakprävention 162
4.4 Lerntheorien 163
4.4.1 Instrumentelle Lerntheorie (Hovland) 164
4.4.2 Sozial-kognitive Lerntheorie (Bandura) 166
4.4.3 Elaboration-Likelihood-Modell (Petty/Cacioppo) 168
4.4.4 Heuristisch-systematische Informationsverarbeitung 171
4.4.5 Anwendungsbeispiele: Werbung 173
4.5 Attributionstheorie 175
Teil III Kontexte von Medienwirkungen
5 Thematischer Kontext von Medienwirkungen 181
5.1 Agenda-Setting 181
5.1.1 Der Ansatz 181
5.1.2 Konzeptionelle Weiterentwicklung 184
5.1.3 Empirische Umsetzung 189
5.1.4 Mediatisierende Faktoren und Prozesse 192
5.1.5 Praktische Relevanz 194
5.1.6 Fazit 195
5.2 Framing 196
5.2.1 Entwicklung der Schema- bzw. Framing-Theorie 196
5.2.2 Schema-/Framing-Theorie in der Wirkungsforschung 201
5.2.3 Fazit 204
5.2.4 Anwendungsbeispiel: Gesundheitskampagnen 205
6 Interpersonaler Kontext von Medienwirkungen 209
6.1 Interpersonale Kommunikation über Massenmedien 210
6.2 Two-Step-Flow-Theorie (Lazarsfeld et al.) 212
6.2.1 Die Wahlstudien 212
6.2.2 Kritik am Zwei-Stufen-Fluss der Kommunikation 215
6.3 Diffusions- und Innovationsforschung (Rogers) 217
6.4 Ko-Orientierung und Mediennutzung 222
6.5 Third-Person-Effekt 225
6.6 Hostile-Media-Effekt 228
6.7 Soziale Netzwerke der Kommunikation 230
6.8 Theorie der Schweigespirale (Noelle-Neumann) 234
6.9 Anwendungsbeispiel: Politische Kommunikation 239
6.9.1 Interpersonale Kommunikation versus Massenmedien 240
6.9.2 Interpersonale Kommunikation und politische Informiertheit 241
7 Gesellschaftlicher Kontext von Medienwirkungen 243
7.1 Wissensvermittlung durch Medien 244
7.1.1 Fragestellungen und theoretische Perspektiven 244
7.1.2 Perspektive der Mediendependenz 246
7.1.3 Mediennutzung, Wissen und Bildung 247
7.2 Wissenskluft-Perspektive 249
7.2.1 Fragestellung und Ausgangshypothese 249
7.2.2 Theoretischer Hintergrund 250
7.2.3 Gesellschaftliche Relevanz 251
7.2.4 Erklärungen 251
7.2.5 Forschungsstand und Forschungsrichtungen 252
7.2.6 Konzeptionelle Weiterentwicklungen 256
7.2.7 Fazit 260
7.3 Kultivierungs-Analyse 260
7.3.1 Hintergrund 261
7.3.2 Kultivierungshypothese 262
7.3.3 Methodische Umsetzung 262
7.3.4 Befunde 264
7.3.5 Kritik 266
7.3.6 Weiterentwicklung 268
7.4 Media-Malaise-These 269
8 Fazit 273
Literatur 277
Sachregister 348
Autoreninfo

Bonfadelli, Heinz

Bonfadelli, Heinz

Prof. Dr. Heinz Bonfadelli lehrt an der Universität Zürich.

Friemel, Thomas N.

Friemel, Thomas N.

Prof. Dr. Thomas Friemel lehrt an der Universität Bremen Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methodeninnovation.

Weitere Titel von Bonfadelli, Heinz; Friemel, Thomas N.

Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von R. Zeh

Es ist das aktuellste und am besten strukturierte Überblickswerk zur Medienwirkungsforschung.

Medien & Psychologie - damit wird einem geholfen!

Bewertung

Kundenmeinung von Tino B.

Als Student der Medienpsychologie ist die 2015 erschienene Neuauflage des Buches „Medienwirkungsforschung“ schon fast ein Muss. Insgesamt gliedert sich das Buch in drei große Themenblöcke, die sich in sieben bzw. mit dem abschließenden Fazit acht Kapitel erstrecken.

Heinz Bonfadelli und sein Co-Autor Thomas Friemel schaffen es hervorragend eine Brücke zwischen klassischer Nutzungsforschung und der Rezeption & Aneignung von Medien zu schlagen, wobei gerade nach den einführenden Kapiteln psychologische Konstrukte zur Erklärung von Medieneffekten herangezogen werden. Erfreulicherweise äußert sich das beispielsweise darin, dass mit dem Übergang von Kapitel III („Identifikation/ parasoziale Beziehungen" und „Emotionale Prozesse und Unterhaltung") zu den Medieneffekten (IV) wichtige psychologische Modelle und Theorien verständlich zusammengefasst und in den medialen Kontext eingebettet werden.

Ob man nun noch Laie oder schon erfahrenerer Student medien- und kommunikationswissenschaftlicher Lektüre ist, als Nachschlagewerk sollte dieses Buch im Regal nicht fehlen. Wer in die Tiefe gehen möchte, der wird in jedem Abschnitt mit unzähligen Literaturverweisen versorgt.

Die weiterführenden Kapitel V, VI und VII gehen über die meist statischen Modell-Annahmen hinaus und beschäftigen sich mit den thematischen Kontexten von Medienwirkung. In diesen Sektionen trifft man auf wohl bekannte Konzepte, wie beispielsweise dem Agenda-Setting oder Framing-Effekten, die ebenfalls zum Wissens-Repertoire eines in diesem Bereich Studierenden oder Forschenden gehören sollte. Die thematisch abschließende Erörterung der Umstände bzw. Kontexte von Medienwirkung rundet das 352-seitige Überblickswerk ab und weist auf den individuellen bzw. gesellschaftlichen Bezugsrahmen der Betrachtung von Medienwirkungsphänomenen hin. Absolute Empfehlung – 5 Sterne!

Ein Standardwerk der Medienwirkungsforschung - geeignet für Neulinge und alte Hasen

Bewertung

Kundenmeinung von Katrin H.

Das Werk "Medienwirkungsforschung" von Heinz Bonfadelli und Thomas N. Friemel kann als Standardwerk für all diejenigen bezeichnet werden, die sich innerhalb der Medien- und Kommunikationwissenschaft eingehender mit diesem Thema beschäftigen wollen. Es ist übersichtlich in drei aufeinander aufbauenenden Großteile "Grundlagen der Medienwirkungsforschung", "Medienwirkungen in den Phasen des Kommunikationsprozesses", sowie "Kontexte von Medienwirkungen" gegliedert, welche sich ihrerseits nochmal in sieben Unterkapitel aufteilen. Besonders hervorzuheben ist, dass durch die klare Gliederung, welche auch Neulinge der Matiere langsam und strukturiert an den Stoff heranführt, das Eintauchen in das Gebiet leichtfällt und Spaß macht.

Die Autoren haben darauf geachtet, dass unbekannte Fachbegriffe vor ihrer regelmäßigen Benutzung definiert werden. Visuell ist es ausserdem sehr hilfreich und ansprechend, dass wichtige Themenkomplexe und Stichworte kursiv hervorgehoben werden, was ihr Wiederfinden erheblich erleichtert.
Erleichternd ist es ebenso, dass zu Anfang des Buches ein guter Überblick über den konkreten Inhalt der drei Großteile gegeben wird, welcher stichwortartig kursiv gehalten ist (Beispiel für Teil I: Gegenstand, Fragestellungen, Forschungsentwicklung, etc.).

Daher ist es gut für Anfänger des Forschungsbereiches geeignet, also Studierende in der Mitte ihres Bachelorstudiums, die aber schon mit grundlegenden Begriffen ihres Faches vertraut sind, aber auf dem Gebiet der Medienwirkungsforschung ihr Wissen gerne gezielt erweitern möchten. Aber auch "alte Hasen" werden im gesamten Buch thematisch passende Literaturhinweise zum Vertiefungsstudium vorfinden, was ich als echtes Qualitätsmerkmal empfunden habe, da es mich zur eingehenderen Beschäftigung mit der Thematik angeregt hat.
Ich bin dankbar, mich durch die Hinweise tiefer einlesen zu können, halte das Werk aber alleine als fundiert genug, um meine Prüfung im Modul "Medienwirkungsforschung" zu bestehen, da vieles im Buch Angesprochene so oder so ähnlich in der Vorlesung behandelt wird.

Die grafische Gestaltung empfinde ich im Kontext des "Corporate Designs" der Veröffentlichungen des Verlags als gelungen, da ein hoher Wiedererkennungswert existiert. Die Menschen auf dem Cover sind "wie du und ich", Menschen in ihrem Alltag, was einen sympathischen Eindruck hinterlässt und einem das Gefühl gibt, dass das Buch "einen da abholt, wo man steht".

Alles in allem kann ich es jedem Studierenden und allgemein jedem, der die Medienwirkungsforschung von Grund auf verstehen und mit ihrer Hilfe die Wirkung der Medien auf ihre Rezipienten und vice versa verstehen will, empfehlen. Positiv anzumerken ist außerdem die stets aktuelle Anpassung des Buches an die schnelllebige Medienwelt, beispielsweise durch das Einarbeiten des Themas "Internet". Dadurch hat der Leser das Gefühl, den aktuellen Forschungsstand vorliegen zu haben, was auf diesem dynamischen Gebiet ein großer Vorteil sein kann.

Klare Struktur, klarer Aufbau

Bewertung

Kundenmeinung von D. Bilyk

Das Buch hat eine sehr klare Struktur bzw. einen sehr klaren Aufbau. Es wird in sieben Oberkapiteln aufgeteilt, die zusammen drei thematische Inhaltsblöcke bilden: Grundlagen der Medienwirkungsforschung, Medienwirkungen in den Phasen des Kommunikationsprozesses, Kontexte von Medienwirkungen.
Es wird von der Einleitung in die allgemeine Mediennutzung über die Kette Medienrezeption –> Medieneffekt zu theoretischen Konzepten und Ansätzen herübergeleitet, die sich mit eigentlichen Auswirkungen von Medien sowohl auf individueller, als auch auf interpersoneller bzw. gesellschaftlicher Ebene auseinandersetzten.
Allerdings erscheint die Aufteilung des Medienwirkungsteils des Buchs als uneinheitlich, das sie sich gleichzeitig auf mehrere Dimensionen der Medienwirkungen bezieht: So heißt der erste Kapitel des Teils „Tematischer Kontext von Medienwirkungen“ und impliziert somit die inhaltliche Seite des Mediencontents, der zweite und der dritte Kapitel behandeln dennoch den interpersonalen und gesellschaftlichen Kontext der Medienwirkungen, wodurch eine vollkommen andere Forschungsperspektive eingenommen wird, nämlich die soziologische, sprich auf den Medienrezepienten und sein Handeln bezogene.
Dennoch verschafft das Werk von Heinz Bonfadelli und Thomas N. Friemel einen umfangreichen Überblick auf die Genese der Medienwirkungsforschung und ihre vielfältigen Erscheinungen, wodurch ein interdisziplinärer Blick auf den Gegenstand gewährleistet wird. Man merkt zwar eine eindeutige Prävalenz der kommunikationswissenschaftlichen Forschungsperspektive, die verschiedene Mediennutzungs- und Medienwirkungsprozesse eher auf der Mikro- (individuellen) oder Meso- (interpersonellen) Ebene betrachtet, wobei die soziologische Forschungsperspektive eher mangelhaft in das Gebilde des Buchs eingebettet ist.
Die meisten im Buch dargestellten Theorien- bzw. Ansätze werden ausreichend und anschaulich mithilfe von Tabellen und Abbildungen (vor allem bei Modellen) zusammengefasst. Auch textuelle Zusammenfassungen sind am Ende jedes Kapitels durchgehend vorhanden. Die Abbildungen und Tabellen sind meistens in einem schlichten akademischen Stil angefertigt.
Als Einstiegs- bzw. Nachschlagelehrbuch ist das Werk allen Interessenten zu empfehlen, da es über eine kurze und knappe, sprachlich leicht zugängliche Darstellung zahlreicher Aspekte der Medienwirkungsforschung auch in vollem Umfang Hinweise auf die weiteren Literaturquellen gibt, die explizit auf entsprechende Einzelthemen eingehen. Das Buch wäre also somit vor allem Studienanfängern, aber auch denen zu empfehlen, die im Laufe des Studiums zum ersten Mal mit dem Thema Medien und ihre Einflüsse auf Individuen und Gesellschaft konfrontiert werden.
Auch vor einer Prüfung, in der entweder das Thema der allgemeinen Mediennutzungs- bzw. Medienwirkungsforschung oder auch einzelne Aspekte dieser behandelt werden, kann das Buch sehr hilfreich sein. Außerdem ließe sich ein thematischer Einstieg vor dem Verfassen einer Abschlussarbeit im medien- und kommunikationswissenschaftlichen, aber auch im mediensoziologischen, medienpsychologischen sowie politikwissenschaftlichen Bereich verschaffen.
Zu erwähnen ist auch die zeitliche Anpassung des Buchs an die sich rasch entwickelnde mediale Landschaft: Das Thema Internet und Neue Medien wurde von den Autoren nicht vernachlässigt und besitzt eine gleichwertige Stellung mit anderen Medienarten bei der Behandlung des einen oder anderen Kapitels. Jedoch würde man sich eine noch tiefere Behandlung neuer Medien und eine noch „zeitnähere“ Ansammlung an Studien- und anderen Literaturhinweisen in Bezug auf Letztere wünschen, z.B. was die zeitgemäße empirische Forschung der Onlinenutzung oder das Phänomen der „digitalen Spaltung“ anbelangt.

Ein Buch, an dem Medienwissenschaftler nicht vorbei kommen

Bewertung

Kundenmeinung von Nikolas Wick

Was machen die Menschen mit den Medien – und: was machen die Medien mit dem Menschen? Wer sich in der Medien- und Kommunikationsforschung mit diesen Fragen auseinandersetzen möchte, der kommt an Heinz Bonfadellis und Thomas N. Friemels „Medienwirkungsforschung“ nicht vorbei.

Das Lehrbuch befasst sich auf rund 280 Seiten in einfacher Sprache mit den vier wichtigsten Dimensionen dieses wissenschaftlichen Teilgebiets: zunächst der Mediennutzung, ergo der Frage nach den Nutzungsgewohnheiten des Rezipienten. Sodann mit der Medienrezeption, sprich dem: „Was machen Medien mit dem, der sie benutzt?“ Und nicht zuletzt gibt das Werk einen umfangreichen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung, weist den Leser also in die empirischen Grundlagen (und Problematiken) der Medienwirkungsforschung ein – und erläutert freilich auch die wichtigsten und gängigsten Theorien.

Von Heiders Balancetheorie, die unter anderem bei der Erklärung von Parasozialer Interaktion (PSI) nützlich ist, über Lazarfelds berühmten „Zwei-Stufen-Fluss“ der Kommunikation bis hin zu Noelle-Neumanns „Schweigespirale“ zur Erklärung von Massenkommunikation – um nur einige zu nennen – erklärt dieses Buch die essentiellen Theorien en detail, kritisiert diese, konkretisiert die Problemfelder, in denen die Theorien eingesetzt werden können, und vergisst es ebenfalls nicht, gängige Begriffe zunächst ausgewogen zu definieren und zu problematisieren. So spielt der Begriff „Sucht“ und „Mediensucht“ eine nicht unwesentliche Rolle.

Dieses Buch eignet sich insbesondere für Studenten der Medien- und Kommunikationswissenschaft, da diese mit den besprochenen Theorien während ihrer Lehre stets konfrontiert werden.

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