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Medienwirkungsforschung

von Bonfadelli, Heinz ; Friemel, Thomas N. Fach: Medien- und Kommunikationswissenschaft;

Heinz Bonfadelli und Thomas N. Friemel behandeln grundlegende Konzepte, theoretische Ansätze und empirische Befunde der Medienwirkungsforschung. Die gleichzeitige Berücksichtigung der psychologisch und soziologisch orientierten Forschung erlaubt es, nicht nur die Nutzungsmuster und Wirkungen auf der Ebene einzelner Individuen zu verstehen (z. B. Informationssuche, Gewohnheiten, Sucht), sondern auch die Auswirkungen auf soziale Netzwerke (z. B. Meinungsführer, Gewalt) sowie auf die Gesellschaft als Ganzes (z. B. Kommunikationskampagnen, Wissenskluft, Agenda-Setting, Framing).

Die Neuauflage wurde inhaltlich aktualisiert und um didaktische Elemente wie Lernziele, kommentierte Literaturangaben und Übungsfragen erweitert.

Dieser Titel ist auf verschiedenen e-Book-Plattformen (Amazon, Libreka, Libri) auch als e-Pub-Version für mobile Lesegeräte verfügbar.
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Details
ISBN 9783825246990
UTB-Titelnummer 3451
Auflagennr. 6. überarb. Aufl.
Erscheinungsjahr 2017
Erscheinungsdatum 17.07.2017
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag UVK
Umfang 338 S., 93 Abb.
Inhalt
Vorwort 9
1 Medienwirkungen als Forschungsbereich 11
1.1 Gegenstand 11
1.1.1 Medienwirkungen als gesellschaftliches Problem 12
1.1.2 Themenfokus: Medienkompetenz 15
1.1.3 Entwicklung und Steuerung der Forschung 17
1.1.4 Definitionen von Medienwirkungen 19
1.2 Fragestellungen 21
1.2.1 Spektrum möglicher Medienwirkungsphänomene 21
1.2.2 Dimensionen der Medienwirkungen 24
1.2.3 Tendenzen der Medienwirkungsforschung 27
1.3 Forschungsentwicklung 28
1.3.1 1. Phase: Stimulus-Response-Modell und Medienallmacht 30
1.3.2 2. Phase: Einstellungsbestätigung und Medienohnmacht 32
1.3.3 3. Phase: Neuorientierung am Rezipienten ­ moderate Effekte 34
1.3.4 Sechs-Stufen-Modell der kumulativen Forschung 35
1.3.5 Erklärung von Medienwirkungen: Stand der Diskussion 36
1.4 Methoden 38
1.4.1 Kontrollprobleme 38
1.4.2 Untersuchungsanlagen 40
1.4.3 Methodische Tendenzen 44
2 Mediennutzung 47
2.1 Publikum 48
2.1.1 Publikum als hypothetisches Konstrukt 48
2.1.2 Dimensionen des Publikums 50
2.1.3 Publikumskonzeptionen und Forschungstypen 53
2.2 Mediennutzungsforschung 58
2.2.1 Buchmarkt- / Buchlese(r)forschung 58
2.2.2 Printmedien- / Leserschaftsforschung 60
2.2.3 Zuschauer- und Hörerforschung (Publikumsforschung) 62
2.2.4 Internetforschung 66
2.2.5 Intermedia-Forschung 67
2.3 Ausgewählte Befunde zur Mediennutzung 68
2.4 Glaubwürdigkeit und Images von Medien 71
2.5 Uses-and-Gratifications: Nutzenansatz (Blumler/Katz) 74
2.5.1 Theoretischer Bezugsrahmen 75
2.5.2 Forschungsfragen 76
2.5.3 Theoretische Probleme und Weiterentwicklungen 77
2.5.4 Empirische Umsetzung 81
2.6 Themenfokus: Eskapismus 85
2.7 Medienumgang: qualitative Perspektiven 86
2.8 Themenfokus: Mediensucht 91
2.8.1 Fernsehsucht: theoretische Perspektiven 92
2.8.2 Fernsehsucht: Definition, Dimensionierung, Messung 93
2.8.3 Internetsucht 98
2.9 Aktive versus passive Informationssuche 100
2.9.1 Aktive Informationssuche 101
2.9.2 Situationaler Informationsgebrauch (Dervin) 103
2.9.3 Dynamisch-transaktionaler Ansatz (Früh/Schönbach) 104
3 Medienrezeption 109
3.1 Aufmerksamkeit 109
3.2 Informationsverarbeitung und Verstehen 112
3.2.1 Basiskonzepte 112
3.2.2 Anwendungsbeispiel: TV-Nachrichten 113
3.3 Identifikation und parasoziale Interaktion 115
3.3.1 Identifikation 115
3.3.2 Parasoziale Interaktion/parasoziale Beziehung 117
3.4 Emotionale Prozesse und Unterhaltung 119
3.4.1 Definition, Perspektiven und Messung von Emotionen 119
3.4.2 (Medien-)Emotionen und Flow-Erleben 121
3.4.3 Komplexitätstheorie 122
3.4.4 Aktivierung und Transportation 124
3.4.5 Stimmungsregulierung: Mood-Management-Theorie (Zillmann) 126
3.4.6 Affective-Disposition-Theorie 127
4 Medienwirkungen 131
4.1 Information und Wissen als Basiskonzepte 132
4.2 Einstellungen als Basiskonzept 133
4.2.1 Definitionen 134
4.2.2 Dimensionen und Funktionalität 135
4.2.3 Messung von Einstellungen 136
4.2.4 Einstellungsbildung 138
4.2.5 Einstellungsänderungen 139
4.2.6 Einstellungen und Informationsverarbeitung 140
4.2.7 Einstellung und Verhalten 143
4.2.8 Themenfokus: Gewalt 145
4.3 Konsistenztheorien 148
4.3.1 Balancetheorie (Heider) 149
4.3.2 Kongruenzmodell (Osgood/Tannenbaum) 150
4.3.3 Kognitive Dissonanztheorie (Festinger) 151
4.3.4 Inokulationstheorie (McGuire) 153
4.3.5 Anwendungsbeispiel: Tabakprävention 155
4.4 Lerntheorien 156
4.4.1 Instrumentelle Lerntheorie (Hovland) 156
4.4.2 Sozial-kognitive Lerntheorie (Bandura) 158
4.4.3 Elaboration-Likelihood-Modell (Petty/Cacioppo) 161
4.4.4 Heuristisch-systematische Informationsverarbeitung 164
4.4.5 Anwendungsbeispiele: Werbung 166
4.5 Attributionstheorie 168
5 Thematischer Kontext von Medienwirkungen 173
5.1 Agenda-Setting (McCombs/Shaw) 173
5.1.1 Der Ansatz 174
5.1.2 Konzeptionelle Weiterentwicklung 177
5.1.3 Empirische Umsetzung 181
5.1.4 Mediatisierende Faktoren und Prozesse 184
5.1.5 Praktische Relevanz 186
5.1.6 Fazit 187
5.2 Framing (Entman/Iyengar et al.) 188
5.2.1 Entwicklung der Schema- bzw. Framing-Theorie 189
5.2.2 Schema- / Framing-Theorie in der Wirkungsforschung 193
5.2.3 Fazit 196
5.2.4 Anwendungsbeispiel: Gesundheitskampagnen 197
6 Interpersonaler Kontext von Medienwirkungen 203
6.1 Interpersonale Kommunikation über Massenmedien 204
6.2 Two-Step-Flow-Theorie (Lazarsfeld et al.) 206
6.2.1 Die Wahlstudien 206
6.2.2 Kritik am Zwei-Stufen-Fluss der Kommunikation 208
6.3 Diffusions- und Innovationsforschung (Rogers) 210
6.4 Ko-Orientierung und Mediennutzung (Newcomb) 215
6.5 Third-Person-Effekt (Davison) 217
6.6 Hostile-Media-Effekt 221
6.7 Soziale Netzwerke der Kommunikation 222
6.8 Theorie der Schweigespirale (Noelle-Neumann) 226
6.9 Anwendungsbeispiel: politische Kommunikation 231
6.9.1 Interpersonale Kommunikation versus Massenmedien 231
6.9.2 Interpersonale Kommunikation und politische Informiertheit 233
7 Gesellschaftlicher Kontext von Medienwirkungen 235
7.1 Wissensvermittlung durch Medien 236
7.1.1 Fragestellungen und theoretische Perspektiven 236
7.1.2 Perspektive der Mediendependenz 238
7.1.3 Mediennutzung, Wissen und Bildung 239
7.2 Wissenskluft-Perspektive (Tichenor/Donohue/Olien) 241
7.2.1 Fragestellung und Ausgangshypothese 241
7.2.2 Theoretischer Hintergrund 241
7.2.3 Gesellschaftliche Relevanz 242
7.2.4 Erklärungen 243
7.2.5 Forschungsstand und Forschungsrichtungen 243
7.2.6 Konzeptionelle Weiterentwicklungen 248
7.2.7 Fazit 251
7.3 Kultivierungs-Analyse (Gerbner et al.) 252
7.3.1 Hintergrund 252
7.3.2 Kultivierungshypothese 253
7.3.3 Methodische Umsetzung 254
7.3.4 Befunde 256
7.3.5 Kritik 257
7.3.6 Weiterentwicklung 259
7.4 Media-Malaise-These (Robinson) 260
8 Fazit 265
Literatur 269
Index 334
Autoreninfo

Bonfadelli, Heinz

Bonfadelli, Heinz

Prof. Dr. Heinz Bonfadelli lehrt an der Universität Zürich.

Friemel, Thomas N.

Friemel, Thomas N.

Prof. Dr. Thomas Friemel lehrt an der Universität Bremen Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt Methodeninnovation.

Weitere Titel von Bonfadelli, Heinz; Friemel, Thomas N.

Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von E. Wachter

Nur wenige Übersichtswerke auf diesem hochkomplexen Forschungsfeld sind in der Lage, die Erkenntnisse der Medienwirkungsforschung für Lehrende und Studierende auf eine umfassende Weise fruchtbar zu machen. Dieses Werk gehört dazu. Es vermittelt einen Einblick in die Komplexität der über 100-jährigen Wirkungsforschung im Kontext der Forschungsentwicklung und ordnet den Untersuchungsgegenstand dem übergeordneten Kommunikationsprozess zu. Vor diesem Hintergrund werden theoretische Konzepte und Ansätze und bzw. mikro- bis makrosoziologische Wirkungen entfaltet. Dieses Werk eignet sich mit tiefgehenden Einblicken in die Medienwirkungsforschung für thematisch einschlägige Seminare und Wahlmodule und kann den Studierenden hierfür empfohlen werden.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von R. Zeh

Es ist das aktuellste und am besten strukturierte Überblickswerk zur Medienwirkungsforschung.

Medien & Psychologie - damit wird einem geholfen!

Bewertung

Kundenmeinung von Tino B.

Als Student der Medienpsychologie ist die 2015 erschienene Neuauflage des Buches „Medienwirkungsforschung“ schon fast ein Muss. Insgesamt gliedert sich das Buch in drei große Themenblöcke, die sich in sieben bzw. mit dem abschließenden Fazit acht Kapitel erstrecken.

Heinz Bonfadelli und sein Co-Autor Thomas Friemel schaffen es hervorragend eine Brücke zwischen klassischer Nutzungsforschung und der Rezeption & Aneignung von Medien zu schlagen, wobei gerade nach den einführenden Kapiteln psychologische Konstrukte zur Erklärung von Medieneffekten herangezogen werden. Erfreulicherweise äußert sich das beispielsweise darin, dass mit dem Übergang von Kapitel III („Identifikation/ parasoziale Beziehungen" und „Emotionale Prozesse und Unterhaltung") zu den Medieneffekten (IV) wichtige psychologische Modelle und Theorien verständlich zusammengefasst und in den medialen Kontext eingebettet werden.

Ob man nun noch Laie oder schon erfahrenerer Student medien- und kommunikationswissenschaftlicher Lektüre ist, als Nachschlagewerk sollte dieses Buch im Regal nicht fehlen. Wer in die Tiefe gehen möchte, der wird in jedem Abschnitt mit unzähligen Literaturverweisen versorgt.

Die weiterführenden Kapitel V, VI und VII gehen über die meist statischen Modell-Annahmen hinaus und beschäftigen sich mit den thematischen Kontexten von Medienwirkung. In diesen Sektionen trifft man auf wohl bekannte Konzepte, wie beispielsweise dem Agenda-Setting oder Framing-Effekten, die ebenfalls zum Wissens-Repertoire eines in diesem Bereich Studierenden oder Forschenden gehören sollte. Die thematisch abschließende Erörterung der Umstände bzw. Kontexte von Medienwirkung rundet das 352-seitige Überblickswerk ab und weist auf den individuellen bzw. gesellschaftlichen Bezugsrahmen der Betrachtung von Medienwirkungsphänomenen hin. Absolute Empfehlung – 5 Sterne!

Ein Standardwerk der Medienwirkungsforschung - geeignet für Neulinge und alte Hasen

Bewertung

Kundenmeinung von Katrin H.

Das Werk "Medienwirkungsforschung" von Heinz Bonfadelli und Thomas N. Friemel kann als Standardwerk für all diejenigen bezeichnet werden, die sich innerhalb der Medien- und Kommunikationwissenschaft eingehender mit diesem Thema beschäftigen wollen. Es ist übersichtlich in drei aufeinander aufbauenenden Großteile "Grundlagen der Medienwirkungsforschung", "Medienwirkungen in den Phasen des Kommunikationsprozesses", sowie "Kontexte von Medienwirkungen" gegliedert, welche sich ihrerseits nochmal in sieben Unterkapitel aufteilen. Besonders hervorzuheben ist, dass durch die klare Gliederung, welche auch Neulinge der Matiere langsam und strukturiert an den Stoff heranführt, das Eintauchen in das Gebiet leichtfällt und Spaß macht.

Die Autoren haben darauf geachtet, dass unbekannte Fachbegriffe vor ihrer regelmäßigen Benutzung definiert werden. Visuell ist es ausserdem sehr hilfreich und ansprechend, dass wichtige Themenkomplexe und Stichworte kursiv hervorgehoben werden, was ihr Wiederfinden erheblich erleichtert.
Erleichternd ist es ebenso, dass zu Anfang des Buches ein guter Überblick über den konkreten Inhalt der drei Großteile gegeben wird, welcher stichwortartig kursiv gehalten ist (Beispiel für Teil I: Gegenstand, Fragestellungen, Forschungsentwicklung, etc.).

Daher ist es gut für Anfänger des Forschungsbereiches geeignet, also Studierende in der Mitte ihres Bachelorstudiums, die aber schon mit grundlegenden Begriffen ihres Faches vertraut sind, aber auf dem Gebiet der Medienwirkungsforschung ihr Wissen gerne gezielt erweitern möchten. Aber auch "alte Hasen" werden im gesamten Buch thematisch passende Literaturhinweise zum Vertiefungsstudium vorfinden, was ich als echtes Qualitätsmerkmal empfunden habe, da es mich zur eingehenderen Beschäftigung mit der Thematik angeregt hat.
Ich bin dankbar, mich durch die Hinweise tiefer einlesen zu können, halte das Werk aber alleine als fundiert genug, um meine Prüfung im Modul "Medienwirkungsforschung" zu bestehen, da vieles im Buch Angesprochene so oder so ähnlich in der Vorlesung behandelt wird.

Die grafische Gestaltung empfinde ich im Kontext des "Corporate Designs" der Veröffentlichungen des Verlags als gelungen, da ein hoher Wiedererkennungswert existiert. Die Menschen auf dem Cover sind "wie du und ich", Menschen in ihrem Alltag, was einen sympathischen Eindruck hinterlässt und einem das Gefühl gibt, dass das Buch "einen da abholt, wo man steht".

Alles in allem kann ich es jedem Studierenden und allgemein jedem, der die Medienwirkungsforschung von Grund auf verstehen und mit ihrer Hilfe die Wirkung der Medien auf ihre Rezipienten und vice versa verstehen will, empfehlen. Positiv anzumerken ist außerdem die stets aktuelle Anpassung des Buches an die schnelllebige Medienwelt, beispielsweise durch das Einarbeiten des Themas "Internet". Dadurch hat der Leser das Gefühl, den aktuellen Forschungsstand vorliegen zu haben, was auf diesem dynamischen Gebiet ein großer Vorteil sein kann.

Klare Struktur, klarer Aufbau

Bewertung

Kundenmeinung von D. Bilyk

Das Buch hat eine sehr klare Struktur bzw. einen sehr klaren Aufbau. Es wird in sieben Oberkapiteln aufgeteilt, die zusammen drei thematische Inhaltsblöcke bilden: Grundlagen der Medienwirkungsforschung, Medienwirkungen in den Phasen des Kommunikationsprozesses, Kontexte von Medienwirkungen.
Es wird von der Einleitung in die allgemeine Mediennutzung über die Kette Medienrezeption –> Medieneffekt zu theoretischen Konzepten und Ansätzen herübergeleitet, die sich mit eigentlichen Auswirkungen von Medien sowohl auf individueller, als auch auf interpersoneller bzw. gesellschaftlicher Ebene auseinandersetzten.
Allerdings erscheint die Aufteilung des Medienwirkungsteils des Buchs als uneinheitlich, das sie sich gleichzeitig auf mehrere Dimensionen der Medienwirkungen bezieht: So heißt der erste Kapitel des Teils „Tematischer Kontext von Medienwirkungen“ und impliziert somit die inhaltliche Seite des Mediencontents, der zweite und der dritte Kapitel behandeln dennoch den interpersonalen und gesellschaftlichen Kontext der Medienwirkungen, wodurch eine vollkommen andere Forschungsperspektive eingenommen wird, nämlich die soziologische, sprich auf den Medienrezepienten und sein Handeln bezogene.
Dennoch verschafft das Werk von Heinz Bonfadelli und Thomas N. Friemel einen umfangreichen Überblick auf die Genese der Medienwirkungsforschung und ihre vielfältigen Erscheinungen, wodurch ein interdisziplinärer Blick auf den Gegenstand gewährleistet wird. Man merkt zwar eine eindeutige Prävalenz der kommunikationswissenschaftlichen Forschungsperspektive, die verschiedene Mediennutzungs- und Medienwirkungsprozesse eher auf der Mikro- (individuellen) oder Meso- (interpersonellen) Ebene betrachtet, wobei die soziologische Forschungsperspektive eher mangelhaft in das Gebilde des Buchs eingebettet ist.
Die meisten im Buch dargestellten Theorien- bzw. Ansätze werden ausreichend und anschaulich mithilfe von Tabellen und Abbildungen (vor allem bei Modellen) zusammengefasst. Auch textuelle Zusammenfassungen sind am Ende jedes Kapitels durchgehend vorhanden. Die Abbildungen und Tabellen sind meistens in einem schlichten akademischen Stil angefertigt.
Als Einstiegs- bzw. Nachschlagelehrbuch ist das Werk allen Interessenten zu empfehlen, da es über eine kurze und knappe, sprachlich leicht zugängliche Darstellung zahlreicher Aspekte der Medienwirkungsforschung auch in vollem Umfang Hinweise auf die weiteren Literaturquellen gibt, die explizit auf entsprechende Einzelthemen eingehen. Das Buch wäre also somit vor allem Studienanfängern, aber auch denen zu empfehlen, die im Laufe des Studiums zum ersten Mal mit dem Thema Medien und ihre Einflüsse auf Individuen und Gesellschaft konfrontiert werden.
Auch vor einer Prüfung, in der entweder das Thema der allgemeinen Mediennutzungs- bzw. Medienwirkungsforschung oder auch einzelne Aspekte dieser behandelt werden, kann das Buch sehr hilfreich sein. Außerdem ließe sich ein thematischer Einstieg vor dem Verfassen einer Abschlussarbeit im medien- und kommunikationswissenschaftlichen, aber auch im mediensoziologischen, medienpsychologischen sowie politikwissenschaftlichen Bereich verschaffen.
Zu erwähnen ist auch die zeitliche Anpassung des Buchs an die sich rasch entwickelnde mediale Landschaft: Das Thema Internet und Neue Medien wurde von den Autoren nicht vernachlässigt und besitzt eine gleichwertige Stellung mit anderen Medienarten bei der Behandlung des einen oder anderen Kapitels. Jedoch würde man sich eine noch tiefere Behandlung neuer Medien und eine noch „zeitnähere“ Ansammlung an Studien- und anderen Literaturhinweisen in Bezug auf Letztere wünschen, z.B. was die zeitgemäße empirische Forschung der Onlinenutzung oder das Phänomen der „digitalen Spaltung“ anbelangt.

Ein Buch, an dem Medienwissenschaftler nicht vorbei kommen

Bewertung

Kundenmeinung von Nikolas Wick

Was machen die Menschen mit den Medien – und: was machen die Medien mit dem Menschen? Wer sich in der Medien- und Kommunikationsforschung mit diesen Fragen auseinandersetzen möchte, der kommt an Heinz Bonfadellis und Thomas N. Friemels „Medienwirkungsforschung“ nicht vorbei.

Das Lehrbuch befasst sich auf rund 280 Seiten in einfacher Sprache mit den vier wichtigsten Dimensionen dieses wissenschaftlichen Teilgebiets: zunächst der Mediennutzung, ergo der Frage nach den Nutzungsgewohnheiten des Rezipienten. Sodann mit der Medienrezeption, sprich dem: „Was machen Medien mit dem, der sie benutzt?“ Und nicht zuletzt gibt das Werk einen umfangreichen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung, weist den Leser also in die empirischen Grundlagen (und Problematiken) der Medienwirkungsforschung ein – und erläutert freilich auch die wichtigsten und gängigsten Theorien.

Von Heiders Balancetheorie, die unter anderem bei der Erklärung von Parasozialer Interaktion (PSI) nützlich ist, über Lazarfelds berühmten „Zwei-Stufen-Fluss“ der Kommunikation bis hin zu Noelle-Neumanns „Schweigespirale“ zur Erklärung von Massenkommunikation – um nur einige zu nennen – erklärt dieses Buch die essentiellen Theorien en detail, kritisiert diese, konkretisiert die Problemfelder, in denen die Theorien eingesetzt werden können, und vergisst es ebenfalls nicht, gängige Begriffe zunächst ausgewogen zu definieren und zu problematisieren. So spielt der Begriff „Sucht“ und „Mediensucht“ eine nicht unwesentliche Rolle.

Dieses Buch eignet sich insbesondere für Studenten der Medien- und Kommunikationswissenschaft, da diese mit den besprochenen Theorien während ihrer Lehre stets konfrontiert werden.

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