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Methoden der neutestamentlichen Exegese

Eine Einführung für Studium und Lehre

von Finnern, Sönke ; Rüggemeier, Jan Fach: Theologie/ Religionswissenschaft;

Die Methoden der neutestamentlichen Bibelauslegung haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Neben die traditionellen Schritte der historisch-kritischen Methode sind neuere Ansätze aus Linguistik, Literaturwissenschaft oder Psychologie getreten. Im vorliegenden Band wird die vielfältige Praxis der Bibelexegese methodisch aufgenommen und in ein gut zu merkendes, integratives Gesamtmodell der Textauslegung überführt. Studierende erhalten so das grundlegende ‚Werkzeug‘ für den wissenschaftlich reflektierten Umgang mit biblischen und anderen Texten. Ein Buch zum Lernen, Lehren und Arbeiten, didaktisch aufbereitet, wichtig für das gesamte Studium, aber auch für die Zeit danach.

„Dieses Methodenbuch ist ein wertvoller Baustein zu einer neuen exegetischen Hochschuldidaktik, die Studierende motivieren und zur Exegese befähigen kann.“ Prof. Dr. Gerd Theißen

„Ein Lehrbuch, das auf innovative Weise ‚klassische‘ und ‚neuere‘ Methodenschritte in ein Gesamtsystem der Textanalyse überführt.“ Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein

Dieser Titel ist nicht als Dozenten-Freiexemplar erhältlich.
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Details
ISBN 9783825242121
UTB-Titelnummer 4212
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2016
Erscheinungsdatum 12.09.2016
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag A. Francke
Umfang 348 S.
Zusatzmaterial
Inhalt
1. Warum braucht man Methoden? 1
Zum Sinn dieses Methodenbuches
Teil I: Philologisches Interesse
Der Text selbst steht im Mittelpunkt der Analyse („B – E – S – E – N“).
2. Textbestimmung I – Äußere Kriterien 12
„Welche Textvarianten findet man in den Handschriften?“
3. Textbestimmung II – Innere Kriterien 27
„Welche Lesart ist die ursprüngliche?“
4. Textentstehung I – Der Entstehungskontext 41
„Wer schreibt für wen in welcher Situation?“
5. Textentstehung II – Analyse der Vorgeschichte 52
„Auf welchen Quellen basiert der Text?“
6. Textentstehung III – Redaktionsanalyse 68
„Wie ist der Autor mit den Quellen umgegangen?“
7. Textstruktur I – Form- und Gattungsanalyse 85
„Zu welcher Gattung gehört der Text?“
8. Textstruktur II – Gliederung, Kontext, Grammatik und Stil 103
„Wie kann man Strukturelemente des Textes beschreiben?“
9. Texterklärung I – Fragen stellen und Quellen finden 129
„Was muss jemand wissen, um die Bedeutung des Textes zu verstehen?“
10. Texterklärung II – Quellenauswahl und Interpretation 151
„Wie kann man die richtige Bedeutung finden und beschreiben?“
11. Texterklärung III – Analyse von Erzähltexten (Narratologie) 173
a) Perspektivenanalyse: „Wie beschreibt man die Erzählperspektive?“ 177
b) Figurenanalyse: „Wie beschreibt man Personen in einer Erzählung?“ 195
c) Handlungsanalyse: „Wie beschreibt man die erzählte Handlung?“ 211
d) Raumanalyse: „Wie beschreibt man den erzählten Raum?“ 228
12. Textnachwirkung 236
„Zu welchem Zweck wurde der Text geschrieben?“
Teil II: Historisches, thematisches, kritisches und praktisches Interesse
Man kommt von einer anderen Fragerichtung her und verwendet dafür den Text bzw. die Analyse.
13. Historisches, thematisches und kritisches Interesse 259
a) Historisches Interesse: „Ist das Erzählte historisch wahr?“ 259
b) Thematisches Interesse: „Welche Themen kommen im Text vor?“ 270
c) Kritisches Interesse: „Wie ist der Text zu beurteilen?“ 284
14. Praktisches Interesse: Verwendungsmöglichkeiten der Exegese 294
„Wofür kann ich die Analysen verwenden?“ (Beispiel: Seminararbeit)
Anhang: Literatur, Sach- und Personenregister 314
Bildnachweis 330
Pressestimmen
Aus: Für Arbeit und Besinnung 21/2016 – Martin Blauspieß, Lichtenstein-Honau
Um es vorwegzunehmen: Dieses Buch lohnt sich. Es bedeutet einen echten Fortschritt. Die Stärke dieses Buches liegt darin, dass die Autoren den Finger auf den entscheidenden Punkt legen und hier einsetzen: an der Beobachtung, dass die Methodenlehre und der Vollzug der Exegese, wie er in Kommentaren zu beobachten ist, zuweilen recht unverbunden nebeneinander stehen. […] Finnern und Rüggemeier gelingt es, ihre ‚neue historisch-kritische Methode‘, wie es zu Beginn bemerkenswert selbstbewusst heißt (S. 6), konsequent vom Text aus zu entwickeln. […]

Aus: Verstehen von Anfang an – Michael Schneider – Jahrgang 1/2016, Heft 2
[...] Sowohl auf der inhaltlichen als auch auf der didaktischen Ebene ist dem Band daher ein so klares wie reflektiertes Konzept zu bescheinigen […]. [...] äußerst vielfältig als Lehr- und Lernbuch einsetzbar. [...]

Aus: lehrerbibliothek.de – Thomas Bernhard – 23.12.2016
Das Methodenbuch erklärt erstmals ausführlich den aktuellen narratologischen Forschungsansatz (die kognitive Narratologie) für Studierende.

Autoreninfo

Rüggemeier, Jan

Jan Rüggemeier ist Wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Neues Testament der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Finnern, Sönke

Dr. Sönke Finnern ist Pfarrer in Bittenfeld (Baden-Württemberg).
Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von Ch. Stettler

Das Methodenbuch füllt eine jahrzehntelang bestehende Lücke. Es ist das erst neutestamentliche Methodenbuch (vielleicht abgesehen von den beiden Büchern von Söding; auch Egger/Wick füllt die Lücke nicht wirklich, da synchrone und diachrone Methoden nebeneinander stehen bleiben), das die exegetischen Methoden systematisch neu fasst und den neusten Stand der Linguistik und Literaturwissenschaft einbezieht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Kenntnis der Autoren von der wichtigsten und neusten exegetischen, linguistischen und literaturwissenschaftlichen Literatur ist beeindruckend. Sie schaffen es, sich nicht im methodischen Dschungel der unterschiedlichsten Ansätze zu verlieren, sondern Theorie und Praxisanleitungen klar und elementar zu destillieren. So ist eine einheitliche Anleitung zur Exegese entstanden.

Eine Reihe von Charakteristika des Buches sind besonders zu begrüssen. Es konzipiert den herkömmlich "Motivanalyse" oder "Traditionsgeschichte" genannten Methodenschritt von der neusten kognitiven Semantik her neu und führt damit nicht nur die exegetische Praxis, sondern auch die hermeneutische Diskussion wesentlich weiter. Das ist wohl die größte Stärke des Buchs. Weiter ist der Blick des Buchs - für eine auf Deutsch erschienene exegetische Publikation - erstaunlich und erfreulich weit gefasst: Die Autoren kennen und zitieren nicht nur deutschsprachige Literatur aus anderen exegetischen Schulen, was an sich schon auf die meisten anderen gängigen Methodenbücher nicht zutrifft, sondern berücksichtigen auch englischsprachige exegetische Literatur unterschiedlicher exegetischer Tradition. Dadurch wird ihre Darstellung vor manchen (andere Methodenbücher charaktierisierenden) Engführungen bewahrt. Gerade die Kapitel, welche sich mit der Textentstehung und der historischen Rückfrage befassen, sind von einer wohltuenden Zurückhaltung gekennzeichnet. Die Autoren machen Ernst mit der Tatsache, dass historische Rekonstruktionen je nach Quellenlage unterschiedliche Grade von Wahrscheinlichkeit aufweisen, und ermutigen die Leser(innen), dazu zu stehen und die eigenen Rekonstruktionen nicht zu überschätzen.

Beide Autoren haben ihren eigenen wissenschaftlichen Schwerpunkt bei den narratologischen Methoden. Das bildet sich direkt in der Schwerpunktsetzung in ihrem Methodenbuch ab: Von 313 Seiten sind 62 der Narratologie gewidmet. Dieser Abschnitt ist bedeutend detaillierter als die Darstellung der übrigen Methodenschritte. Da sich im Neuen Testament abgesehen von den Gleichnissen keine Erzählungen im engeren literaturwissenschaftlichen Sinn (fiktive Erzählung) finden, sondern der Großteil des Erzählstoffes den Anspruch hat, historisch Geschehenes zu erzählen, sind die literaturwissenschaftlichen Methoden hier nur sehr begrenzt einsetzbar. Das reflektiert das Methodenbuch zu wenig. Hier wäre eine drastische Kürzung auf ein praktikables (und den Texten angemessenes) Maß wünschenswert.

Während die Narratologie m.E. zu viel Raum einnimmt, kommen andere Methodenschritte zu kurz. Die Abschnitte zur Textentstehung (4-7) und zum "historischen Interesse" (13.a) könnten noch stärker an die etablierte Methode der Quellenkritik der historischen Wissenschaft angeglichen werden. Hier spielen die äußeren Kriterien (Bezeugung, Verlässlichkeit von Autor und Quelle) eine viel größere Rolle als im vorliegenden Methodenbuch (und in den meisten anderen neutestamentlichen Methodenbüchern). Neuere Erkenntnisse über die historischen Bedingungen der Evangelientradition sollten hier stärker berücksichtigt werden (z. B. Theissen, Gerhardsson, Bailey, Riesner, Bauckham, Dunn).
Der Abschnitt über "biblische Theologie" (S. 271f.) ist im Verhältnis zu seiner großen Bedeutung allzu kurz geraten. Während die Autoren sonst auch selber Position beziehen, lassen sie es bei dem kurzen Hinweis bewenden, dass diese Frage "in der Forschung allerdings noch strittig" sei (272). Im internationalen Horizont gesehen ist die Frage nach einer gesamtbiblischen Theologie von wachsender Bedeutung in der Exegese. Neben den grundlegenden deutschen Publikationen (Stuhlmacher, Hofius, Gese, Betz) wären eine ganze Reihe neuerer englischer Darstellungen erwähnenswert. Es ist zu hoffen, dass dieser Mangel in einer Neuauflage behoben wird.
Der Abschnitt zur Textkritik orientiert sich stark an der Methode von Aland, die international gesehen eine Minoritätsmeinung darstellt und in der Praxis die Studierenden überfordert. Es wäre wünschenswert, diesen Abschnitt neu zu schreiben und die international vorherrschende textgeschichtliche Methode darzustellen (vgl. z. B. die online verfügbare "Encyclopedia of New Testament Textual Criticism" von Robert B. Waltz, s.v. Text Type).

Die Reihenfolge der einzelnen Methodenschritte kann im Einzelnen sicher diskutiert werden. Meines Erachtens wäre es sinnvoll, die Analyse der Textstruktur, die Texterklärung und die Überlegungen zur Textnachwirkung vor die Rekonstruktion der Textentstehung zu setzen. Dadurch würde Letztere davor bewahrt, am Text Brüche und Inkohärenzen zu konstatieren, die möglicherweise inhärente Strukturmerkmale des Textes sind und keine Hinweise auf Quellen und redaktionelle Bearbeitung. Der Abschnitt zum "thematischen Interesse" (13.b) wäre vielleicht besser bei der Texterklärung untergebracht (10).

Insgesamt ist den Autoren ein hervorragender Neuentwurf gelungen, dem breite Beachtung zu wünschen ist.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von N. Österreich

Bis auf die Textkritik, mit der ich fachlich-methodisch nicht ganz einverstanden bin, ist dieses Lehrbuch fürs Proseminar bahnbrechend.
Endlich packt mal jemand methodisch versiert und sehr gut verständlich die Erkenntnisse der neutestamentlichen Wissenschaft und der Literaturwissenschaft in ein anschaulich aufbereitetes und didaktisch hochwertiges Lehrbuch. Da steckt sehr viel Können und Arbeit drin.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von R. Groß

Sehr gut präsentiert, Layout und Struktur sind sehr übersichtlich un hilfreich.
Es deckt auf auf verständliche Weise alle relevanten Inhalte ab.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von D. Schumann

Sehr hilfreich sind m.E. die vielen Analogien die zum gegenwärtigen Zeitgefühl und Erleben gezogen werden und dem Leser ein Verständnis von Textentstehung und Textweiterentwicklung geben. Interessant sind auch die z.T. neu abgeschrittenen Wege der Methodenschritte. So z.B. die lectio perturbata (die durcheinandergewirbeltere Lesart ist die ursprünglichere), die allerdings in gewissem Sinne der lectio deficilior entspricht. Welche Vorzüge es haben kann, die diachronen Analyseschritte vor den synchronen abzuarbeiten ist mir noch nicht ganz klar, greifen doch die diachronen ganz grundsätzlich auf die Ergebnisse der synchronen zurück. Erfreulich ist das Kapitel zur Narratologie, dass in anderen Methodenbüchern zum Teil eher stiefmütterlich behandelt wird.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von S. Breuer

Das Methodenbuch von Sönke Finnern und Jan Rüggemeier 'Methoden der neutestamentlichen Wissenschaft. Ein Lehr- und Arbeitsbuch' erwies sich für den Einführungskurs 'Methoden der neutestamentlichen Wissenschaft' als ein gut verständliches und klar strukturiertes Arbeitsbuch, dass durch eine leicht verständliche und dennoch präzise Sprache anhand vieler Beispiele und bunter Bebilderung zur Verdeutlichung eines Sachverhaltes den Studierenden einen guten Einstieg und Überblick in die Thematik eröffnet.

Dem ungeschulten Leser ermöglicht es zunächst einen Überblick über die Notwendigkeit der Aneignung eines Methodenrepertoires und stellt ebenso leseororientiert durch vielfältige Beispiele mit Aktualitätsbezug die Textentstehung (Text und Kontext, Vorgeschichte) mit all ihren Aspekten und ihrer Bedeutung für den Leser und Ausleger dar (vgl. S. 41ff., Textentstehung am Beispiel von Raumschiff Enterprise). Dabei wird die entsprechende Terminologie zunächst beispielhaft eingeführt.

Fachbegriffe werden anhand biblischer Beispiele vermittelt und deutlich zu machen versucht (vgl. S. 58-62) - was gelingt! Die Arbeitsweisen der verschiedenen Schulen wie die Redaktionsgeschichte unter Bezugnahme auf die Textentstehung und die Form- und Gattungsgeschichte unter Bezugnahme auf die Textstruktur werden detailliert in ihrer Arbeitsweise und Intention dargelegt. Für die Überprüfung des Lernerfolgs stellen Finnern und Rüggemeier am Ende eines Kapitels Wiederholungsfragen auf. Diese dialogische Anlage wirkt sehr ansprechend und eröffnet weiterhin die Möglichkeit, einen Lernzuwachs sicherzustellen. In seiner weiteren Zuwendung zur synchronen Analyse mit Erläuterung grammatischer und rhetorischer Phänomene sowie der Zuwendung zur diachronen Analyse bereitet es den Weg zu einer strukturierten Exegese, der folgend eine umfangreiche exegetische Arbeit entstehen kann (vgl. Kap. 10f.).

Der in zwei Teile gegliederte Band wendet sich in seiner zweiten Hälfte der Frage nach dem historischen, thematischen und kritischen Interesse sowie dem Verwendungszweck der exegetischen Analysen zu. Dadurch wird das den Studierenden oft zu abstrakt und antiquiert wirkende Fach der Exegese in die Gegenwart geholt und ein Aktualitätsbezug hergestellt. Damit gewinnt dieses gut ausgearbeitete und ansprechende Buch zusätzlich an Qualität für die neutestamentliche Exegese.

Der Einsatz der Monographie ist in einem Erstsemesterkurs (wie auch in aufbauenden Kursen) aufgrund seiner Anlage mit den Bildern, den eingängigen lebensnahen Beispielen und der ansprechenden sprachlichen Gestaltung als durchweg positiv zu bewerten.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von M. Jost

Das Buch bietet eine interessante und kritische Darstellung der Methoden der Exegese. Das Buch schafft es grundsätzlich neue Impulse für die exegetische Arbeit im Fach Neues Testament zu geben. Als Einführung im Proseminar ist das Buch aber zu umfangreich und gewisse Abschnitte zu anspruchsvoll. Jedoch kann das Buch zur Vertiefung gewisser methodischer Diskussionen im weiteren Verlauf des Studiums bestens herangezogen werden.

Ein Lehrbuch, wie man es sich wünscht!

Bewertung

Kundenmeinung von Lukas Just

Das Lehr- und Arbeitsbuch „Methoden der neutestamentlichen Exegese“ von Sönke Finnern und Jan Rüggemeier hat mich sehr positiv überrascht! So wenig inhaltlich (zumindest von studentischer Warte aus) zu bemängeln ist, überzeugt es doch vor allem durch seine übersichtliche, eingängige Struktur und setzt mit seiner Klarheit und pädagogischen Effektivität Maßstäbe.

Ich selbst befinde ich mittlerweile am Ende meines B.A.-Studiums in Katholischer Theologie und habe in beiden Fächern der Biblischen Theologie einige Dozenten und Lehrbücher kennenlernen dürfen und habe das Buch parallel zu einem Exegeseseminar zum Selbststudium verwendet. Der methodische Aufbau der vorgestellten Schrittfolge der Historisch-Kritischen Exegese unterscheidet sich zwar durchaus von dem, was an meiner Fakultät vermittelt wird – dies wird aber äußerst transparent offengelegt und genau erläutert. So dürfte es niemandem schwerfallen, jederzeit die richtige Stelle im Buch zu finden obwohl der Dozent im Seminar vielleicht einen anderen Namen für den jeweiligen Methodenschritt verwendet.

Zu Beginn habe ich bereits erwähnt, wie sehr mich der optische Stil und die Didaktik des Buches begeistern. Ein typischer Methodenschritt wird dem Leser bereits in der Einführung anhand biblischer sowie alltäglicher Beispiele schnell vertraut gemacht, ohne dabei gezwungen oder gar peinlich zu wirken (vielleicht passe ich als Mittzwanziger aber auch einfach nur in eine Zielgruppe, die etwas mit Star Trek, Herbert Grönemeyer und der Autobiographie von Phillip Lahm anfangen kann, um nur einige der verwendeten Exempel zu nennen). Wichtige Begriffe werden sauber herausgearbeitet und gelungene Tabellen veranschaulichen viele Konzepte. Besonders gewinnbringend sind aber die in jedem Kapitel angewandten „Demos“, die den Methodenschritt einmal an einem neutestamentlichen Fallbeispiel durchexerzieren – und die das Kapitel abschließenden Wiederholungsfragen zur Selbstüberprüfung. Die Literaturangaben sind ausführlich und mir geläufige Standardwerke und Autoren sind regelmäßig vertreten.

Eigentlich eignet sich das Buch sogar zum völlig autonomen Selbst- oder Gruppenstudium (für letzteres sind besonders die Anregungen zur „Vernetzung“ brauchbar) und ich würde es auch (nicht-universitären) Laien empfehlen, die sich wissenschaftlicher mit der Heiligen Schrift auseinandersetzen wollen. Die Frage, ob eine Anschaffung begleitend zu einem Seminar gerade für Ersthörer ratsam ist, muss aber dennoch erlaubt sein – gerade bei Anwesenheitspflicht und Lektüreaufträgen des Dozenten kann das parallele Durcharbeiten eines weiteren Lehrbuchs doch einiges an studentischem Ehrgeiz abverlangen. Dieses Problem stellt sich allerdings bei jedem Lehrbuch, das nicht die Ehre hat ausdrücklich als Seminarlektüre verwendet zu werden – und die „Methoden der neutestamentlichen Exegese“ liefern in meinen Augen so viel Mehrwert, dass man sich auch nach dem Semester ergiebig mit ihnen beschäftigen kann, zum Beispiel um die Seminararbeit vorzubereiten. Auch für Studierende, die ihren Schwerpunkt in der Exegese des Neuen Testamentes sehen, dürften die „Methoden“ ganz sicher eine lohnende Auffrischung vor dem Start ins Hauptseminar oder gar die Bachelor-Arbeit sein.

Alles in allem ein Lehrbuch wie ich als Student es mir wünsche, vielen Dank den Autoren!

Ein innovatives und didaktisch wertvolles Lehrbuch

Bewertung

Kundenmeinung von Simon Gönner

Das Lehrbuch "Methoden der neutestamentlichen Exegese" von Sönke Finnern und Jan Rüggemeier ist eine wirklich gelungene Darstellung und Heranführung an die Methoden der ntl. Bibelauslegung.

Neu und innovativ an der Art der Darstellung ist dreierlei: Zum einen verbindet das Buch bewährte klassische Auslegungsmethoden, die es in solider Weise lehrt, mit neueren, teils aus dem englischsprachigen Raum gewonnenen Auslegungsmethoden. Besonders eindrücklich und gut gelungen ist m.E. das Kapitel 11: "Texterklärung III: Analyse von Erzähltexten", das in die narratologischen Auslegungsmethoden einführt, die gerade an den vielen erzählenden Texten der Evangelien und der Apostelgeschichte angewandt werden können.

Zum andern liefert das Buch zu jedem Methodenschritt eindrückliche Demos - teils von den Verfassern selbst, teils von TeilnehmerInnen ihrer ntl. Proseminare erarbeitet. In diesen Demos werden die Methoden exemplarisch an einzelnen Bibeltexten angewandt. Dies hilft zu verstehen, wie die jeweilige Methode verwendet werden kann und welchen Ertrag sie zu bringen vermag.

Zum dritten ist das Buch didaktisch gelungen. Es fasst die Methoden in einem leicht zu merkenden einprägsamen Gesamtsystem zusammen. Abgekürzt durch das Akronym B-E-S-E-N (Bestimmung-Entstehung-Struktur-Erklärung-Nachwirkung) werden alle Methoden zu einem großen Ganzen verbunden, sodass deutlich wird, dass sie alle demselben Zweck dienen: der genauen Erschließung der Bedeutung ntl. Texte.

Einziges Manko an dem Buch (und deshalb "nur" vier Sterne): Es ist sehr dick. Teilweise verlieren sich die einzelnen Kapitel zu sehr in der historischen Darstellung dessen, wie und warum die einzelnen Methoden entwickelt wurden. Teilweise sind die Erläuterungen der Notwendigkeit einzelner Methodenschritte unnötig lang und ans Belanglose heranreichend, etwa wenn die Notwendigkeit der Textkritik in Kapitel 2: "Textbestimmung I - Äußere Kriterien" mit einer Filmpremiere auf der Berlinale eingeleitet wird. Und das obwohl ihre Notwendigkeit danach noch einmal am Beispiel eines ntl. textkritischen Problems (Mk 6,13) herausgestellt wird.

Alles in allem ist es aber ein hilfreiches Lehrwerk, dass in der Lage ist seine LeserInnen zu kompetenten Auslegungen der ntl. Texte zu befähigen.

Modern, wissenschaftlich und gut

Bewertung

Kundenmeinung von Andreas Schmierer

Sönke Finnern und Jan Rüggemeier ist mit diesem Methodenbuch ein wirklich großer Wurf gelungen: Ihr Buch schafft es - didaktisch sinnvoll aufbereitet - auf wissenschaftlichem Niveau die Methoden der ntl. Bibelauslegung darzustellen und durch praktische Übungen auszuprobieren und zu vertiefen.

Als besonderes Merkmal dieses Werkes darf die Verbindung von traditionellen ntl. Exegesetechniken mit eher modernen Einflüssen etwa im Bereich der Literaturwissenschaft oder auch der Psychologie gewertet werden. Dadurch wird die Textanalyse wirklich umfassend.

Durch Symbole, farbige Elemente und ein klares Layout genügt das Buch auch aus grafischer Sicht hohen Ansprüchen und macht damit Freude gelesen und bearbeitet zu werden. Gute Beispiele liefern auch kleinere Ausarbeitungen von Studenten, welche aus der Praxis der Autoren im Unialltag entstanden sind. Kurzum: Ein Lehr- und Arbeitsbuch, das auf keinem Schreibtisch eines Theologiestudenten, aber auch in der späteren wissenschaftlichen Praxis oder im Gemeindekontext fehlen sollte!

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