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Rekonstruktive Sozialforschung

Einführung in qualitative Methoden

von Bohnsack, Ralf Fach: Soziologie;

Die Gegenüberstellung von „qualitativ“ und „quantitativ“, welche als zentrale Leitdifferenz die Auseinandersetzung in der empirischen Sozialforschung wesentlich bestimmt, erscheint methodologisch wenig begründet. Zentrale Differenzen lassen sich eher mit der Gegenüberstellung von rekonstruktiven und standardisierten Verfahren fassen.

Das Buch stellt drei Wege rekonstruktiver Sozialforschung mit ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten vor: das Narrative Interview, die Objektive Hermeneutik und vor allem die Dokumentarische Methode.

Es werden grundlegende Anforderungen diskutiert, welche an Methodologie und Forschungspraxis rekonstruktiver Sozialforschung zu stellen sind. Im Zentrum steht die vom Verfasser selbst entwickelte Dokumentarische Methode in ihren methodologischen Grundlagen und forschungspraktischen Verfahrensweisen im Bereich der Textinterpretation (insbesondere der Gesprächsanalyse und Gruppendiskussion) sowie der Bild- und Videointerpretation.

Dieser Titel ist auf verschiedenen e-Book-Plattformen (Amazon, Libreka, Libri) auch als e-Pub-Version für mobile Lesegeräte verfügbar.

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Details
ISBN 9783825285548
UTB-Titelnummer 8242
Auflagennr. 9. überarb. u. erw. Aufl.
Erscheinungsjahr 2014
Erscheinungsdatum 02.04.2014
Einband Kartoniert
Formate UTB L (17 x 24 cm)
Originalverlag Barbara Budrich
Umfang 316 S., 11 Abb.
Zusatzmaterial
Inhalt
Vorwort zur neunten Auflage 9
1. Einleitung 11
2. Rekonstruktive Verfahren in der empirischen Sozialforschung im Unterschied zu hypothesenprüfenden Verfahren 15
2.1 Zur Methodologie hypothesenprüfender Verfahren 16
2.2 Zur Kritik an den hypothesenprüfenden Verfahren 19
2.3 Zur Methodologie rekonstruktiver Verfahren 22
2.4 Zur Rekonstruktion der Rekonstruktion 26
3. Dokumentarische Methode 33
3.1 Zur Forschungspraxis der dokumentarischen Methode 33
3.2 Zur Methodologie dokumentarischer Interpretation 58
Der prekäre Charakter alltäglicher Verständigung: Beiträge der Ethnomethodologie 58
Verstehen und Interpretieren: konjunktive und kommunikative Erfahrung 60
Konjunktive Erfahrung und Kollektivität 62
„Einklammerung des Geltungscharakters“ und Reflexion 65
Zur Analyse von biographischen Interviews, Protokollen und Fachtexten 67
Habitualisierte Stile und intendierte Ausdrucksstile 68
Konjunktion und Distinktion 69
4. Objektive Hermeneutik 71
4.1 Zur Verfahrensweise der objektiven Hermeneutik 75
4.2 Zur Rekonstruktion der Methode der objektiven Hermeneutik 81
5. Zu einigen Unterschieden von dokumentarischer Methode und objektiver Hermeneutik 85
6. Narratives Interview 93
6.1 Zu den erzähltheoretischen Grundlagen des narrativen Interviews 94
6.2 Zu den biographietheoretischen Grundlagen des narrativen Interviews 98
7. Gruppendiskussionsverfahren und Gesprächsanalyse 107
7.1 Gruppendiskussionsverfahren und Milieuforschung 107
7.2 Unterschiede von Gruppendiskussion und narrativem Interview 115
7.3 Exkurs: Die Gesprächsanalyse der dokumentarischen Methode im Kontext soziolinguistischer Verfahren 123
Das Gespräch als ein sich selbst steuerndes System 123
Im Gespräch werden konjunktive Erfahrungsräume aktualisiert 123
Parallelen der dokumentarischen Gesprächsanalyse zur Kontrextualisierungs-Analyse 124
Zur Dramaturgie des Diskurses in der dokumentarischen
Gesprächsanalyse: Fokussierungsmetaphern 125
Zur Diskursorganisation in der dokumentarischen Gesprächsanalyse 126
Diskursbewegungen und Diskurseinheiten 126
Differenzen zwischen der dokumentarischen Gesprächsanalyse und der Gesprächsanalyse bei Goffman 128
„Gemeinsames Sprechen“ in der soziolinguistischen Gesprächsanalyse und kollektive Orientierungen in der dokumentarischen Gesprächsanalyse 128
„Speech Communities“, „Communities of Practice“ und konjunktive
Erfahrungsräume 129
8. Verstehen – Interpretieren – Typenbildung 131
8.1 Arbeitsschritte der Textinterpretation 136
Formulierende Interpretation 136
Reflektierende Interpretation 137
Fallbeschreibung 141
Typenbildung 143
8.2 Typenbildung als Prozessanalyse 146
8.3 Soziogenetische, sinngenetische und kausalgenetische Typenbildung 152
9. Qualitative Verfahren der Bildinterpretation und dokumentarische Methode 157
Die Marginalisierung des Bildes in den qualitativen Methoden 157
Verständigung durch das Bild versus Verständigung über das Bild 158
Ikonologie und dokumentarische Methode 160
Abbildende und abgebildete Bildproduzent(inn)en 162
Ikonik und dokumentarische Methode 162
Korrespondenz zwischen wichtigen Methodologien der Bildinterpretation 164
Die ,Einklammerung‘ des ikonografischen bzw. konnotativen Sinngehalts 164
Zur Rekonstruktion der formalen Bildkomposition 168
Sequenzanalyse versus Kompositionsvariation 170
Atheoretisches Wissen und dokumentarische Methode 171
10. Dokumentarische Video- und Filminterpretation 175
Grundlagen der Video- und Fiminterpretation 176
Der Zugang zum impliziten Wissen und zur Eigenlogik des Visuellen 178
Die korportierten Praktiken der abgebildeten Bildproduzent(inn)en 179
Die Gestaltungsleistungen der abbildenden Bildproduzent(inn)en: Einstellung und Montage 183
Die Relationierung von Relationen als Prinzip dokumentarischer Interpretation 187
11. Aspekthaftigkeit, Standortgebundenheit und Gültigkeit der Interpretation 191
12. Praxeologische Methodologie 205
Die umfassende Verankerung der wissenschaftlichen Erkenntnis in der sozialen Praxis 206
Implizites Wissen und die Paradigmenabhängigkeit der Erkenntnis 209
Implizites Wissen als Fehlerquelle und als unabdingbare Voraussetzung für Erkenntnis 210
Das Modell der Textinterpretation, die Generierung von Erkenntnis und die Kontrolle des Vorwissens 212
Zwei Wege der Erkenntnisgenerierung: „Abduktion“ und „qualitative Induktion“ 215
Erkenntnisgenerierende Forschungsstile und die komparative Analyse 216
13. Anhang 225
13.1 Reflexive Prinzipien der Initiierung und Leitung von Gruppendiskussionen 225
Gruppendiskussionen als methodisch kontrollierte Verschränkung zweier Diskurs 225
Beispiele der Initiierung und Leitung von Gruppendiskussionen 229
13.2 Exemplarische Interpretation einer Textpassage 230
Transkript der Passage: Differenzierungsstunde 231
Formulierende Interpretation 238
Reflektierende Interpretation 239
Zusammenfassung einiger zentraler Rahmenkomponenten des Tischgesprächs 252
13.3 Richtlinien der Transkription von Texten: TiQ 253
13.4 Exemplarische Bildinterpretationen 255
Exemplarische Bildinterpretation I 256
Exemplarische Bildinterpretation II 267
13.5 Prinzipien der Transkription von Videos: MoViQ 276
Interpretation, Transkription und Protokoll 276
Das Transkriptionssystem MoViQ 277
13.6 Arbeitsschritte dokumentarischer Video- und Filminterpretation 279
Zur Auswahl der für die Interpretation relevanten Sequenzen und Fotogramme 280
Überblick über die Arbeitsschritte im Ablauf 282
Arbeitsschritte im Bereich von Videos und Filmen als Eigenprodukte der Erforschten 282
Arbeitsschritte im Bereich von Videos als Erhebungsinstrument 282
Literaturverzeichnis 285
Sachregister 312
Autoreninfo

Bohnsack, Ralf

Ralf Bohnsack, Dr. rer. soc., Dr. phil. habil., Dipl. Soz., ist Professor a. D. der Freien Universität Berlin.

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Leserbewertungen

Bewertungen

Toller Überblick über die verschiedenen Anwendungsgebiete und Auswertungsverfahren der Rekonstruktiven Sozialforschung

Bewertung

Kundenmeinung von Sabrina Pensel

Das Lehrbuch „Rekonstruktive Sozialforschung“ von Ralf Bohnsack gehört meines Erachtens (Soziologiestudentin im 2. Mastersemester) zu den absoluten Klassikern im Bereich der qualitativen Methoden. Der Aufbau des Buches ist dabei so angelegt, dass zunächst grundlegende Informationen über die Methode und (ganz wichtig) eine argumentative Abgrenzung zu hypothesengeleiteten Verfahren dargelegt werden. Besonders für Studierende ist dieser Teil entscheidend, da es in der empirischen Sozialforschung ja immer auch darum geht, sich gegenüber anderen Verfahren abzugrenzen und den eigenen Standort zu rechtfertigen. Ansonsten werden im Aufbau verschiedene Anwendungsgebiete und Auswertungsmethoden der rekonstruktiven Sozialforschung berücksichtigt wie beispielsweise die dokumentarische Methode, die objektive Hermeneutik, Gruppendiskussionsverfahren, Typenbildung sowie auch Bild- und Filminterpretation. Aus meiner Sicht ein sehr gelungener Überblick über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten.
Was es zu beachten gilt: das Buch ist meines Erachtens nicht unbedingt geeignet für Bachelorstudierende in den unteren Semestern, da man einige methodische Vorkenntnisse bereits haben sollte. Zudem erfordert die Anwendung der im Buch dargestellten Verfahren einiges an Übung und methodischem Feingefühl. Ich denke daher, dass sich die Lektüre vor allem für Bachelorstudierende im fortgeschrittenen Studium sowie für Masterstudierende und Doktoranden empfiehlt. Ich selbst verwende das Buch gerade für ein Lehrforschungsprojekt im Masterstudium und ziehe es zur Auswertung von Gruppendiskussionen zur Rate. Es eignet sich darüber hinaus auch sehr für empirische Hausarbeiten, Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten.
Der Inhalt des Buches ist auf jeden Fall verständlich und sinnvoll aufbereitet. Besonders gut gefällt mir, dass immer wieder mit Beispielen gearbeitet wird. So finden sich zahlreiche Transkriptions- und Auswertungsbeispiele, die deutlich machen, wie und warum die Methodik gebraucht wird. Die grafische Gestaltung des Buches ist eher schlicht gehalten, was ich aber nicht als negativ empfinde. Wichtige Schlüsselbegriffe sind kursiv gedruckt.
Das Buch eignet sich primär für einen Überblick, was die Verfahren der rekonstruktiven Sozialforschung betrifft, und hilft bei der Entscheidung für die Methodik sowie bei der Auswahl passender Auswertungsverfahren. Wer sich dabei mit einem spezifischen Verfahren intensiver aussetzen möchte, sollte trotz allem zusätzliches Lektürematerial zur Rate ziehen.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von K. Graalmann

- Grundlagen zur Dokumentarischen Methode (aus methodologischer und methodischer Perspektive)
- gute Anwendungsanleitung für Studierende
- Wesentliches kompakt zusammengefasst und verständlich niedergeschrieben

Viel erhofft, leider enttäuscht

Bewertung

Kundenmeinung von Anja Hof

Der Aufbau ist gut strukturiert und beim ersten Durchlesen erhält man gute eine Orientierung über die Thematik. Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Rekonstruktiven Verfahren, die dokumentarische Methode und die Objektive Hermeneutik. Das narrative Interview, die Gruppendiskussion, sowie weitere qualitative Verfahren werden ausführlich dargestellt.
Leider habe ich mir von dem Buch mehr erhofft. Der Titel „Einführung in qualitative Methoden“ ist irreführend. Es ist sehr mühsam sich durch die langen, fremdwortgeprägten, verschachtelten Sätze durchzukämpfen und ein Vorwissen ist auch nötig. Daher ist dies eher ein Buch für diejenigen, die schon tiefer in der „Materie“ sind und keinesfalls eine Einführung. Das Kapitel Gruppendiskussionen und den dazugehörigen Anhang empfand ich jedoch als gut gelungen. Wer ein Praxisbuch sucht, der wird hier leider nicht fündig werden. Das Buch bietet sich nur für diejenigen an, die ein tiefergehendes Verständnis für das Thema erwerben wollen und das entsprechende Vorwissen dazu haben.
Zum Layout. Das Buch ist vorwiegend nur in Textform, nicht sehr ansprechend und arm an Grafiken. Somit ist ein schnelles zurechtfinden selten möglich.
Ich selbst studiere einen sozialwissenschaftlichen Studiengang im Master. Das Buch sollte als Vorbereitung für meine Master Thesis dienen, es wird jedoch erst mal beiseitegelegt, da mir einfach noch das nötige Vorwissen fehlt und das Buch einfach „zu tief“ im Thema einsteigt.
Ich denke jedoch, dass es mir später einen guten Dienst erweisen wird.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von A. Schneider

Die Neuauflage macht viele Bereiche verständlicher und bezieht auch aktuellere Methodiken ein.

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