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Sprachpsychologie

von Galliker, Mark Fach: Sprachwissenschaft/ Linguistik; Psychologie;

Wie entstand die Sprache des Menschen? Wie entwickelt sich das Sprachvermögen bei Kindern? Welche Vorgänge laufen beim Lesen- und Schreibenlernen ab?
Mit solchen sprachpsychologischen Fragen beschäftigt sich dieses Buch.

Bisher behandelte die Psychologie der Sprache ihre Gegenstände, das Sprechen und Zuhören, das Schreiben und Lesen, weitgehend individualistisch-experimentell, ohne Berücksichtigung der Evolution, Kultur und Kommunikation.

Im vorliegenden Lehrbuch werden diese drei Aspekte integriert und auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse psychologisch und auch neuropsychologisch ausdifferenziert. Die neuronale Aktivität wird nicht als eindimensionale Ursache des Sprachgebrauchs betrachtet, sondern als naturwissenschaftlich nachvollziehbarer Durchgang des kulturhistorisch aufgearbeiteten Gesamtprozesses.

Unter Berücksichtigung aktueller Forschungsresultate vermittelt dieser Band das notwendige Wissen über die Sprachpsychologie in einem gut verständlichen Überblick. Register und ein umfangreiches Glossar mit Fachbegriffen runden den Band ab.
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Details
ISBN 9783825240202
UTB-Titelnummer 4020
Auflagennr. 1. Aufl.
Erscheinungsjahr 2013
Erscheinungsdatum 17.07.2013
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag A. Francke
Umfang 320 S.
Zusatzmaterial
Inhalt
Vorwort VII
1. Evolution der Kommunikation 1
1.1 Verständigung im infrahumanen Bereich 1
1.2 Menschheits- und Sprachentwicklung 19
1.3 Von der natürlichen zur künstlichen Selektion 29
1.4 Zur historischen Entwicklung der Sprache 32
1.5 Kulturabhängigkeit der Kognition 37
2. Spracherwerb 47
2.1 Vorsprachliches Mutter-Kind-Verhältnis 47
2.2 Beginn des Sprechens 53
2.3 Entwicklung der Syntax 66
2.4 Das Kind als Dialogpartner 72
3. Zeichentheorie und Kommunikationsmodelle 84
3.1 Grundlagen der Zeichentheorie 84
3.2 Zeichentheoretische Ansätze 87
3.3 Kommunikationsmodelle 102
4. Sprachproduktion und Sprachrezeption 128
4.1 Die Sprachproduktion 128
4.2 Die Sprachrezeption 158
4.3 Sprechen und Verstehen 178
4.4 Sprachstörungen 186
5. Textproduktion und Textverständnis 201
5.1 Der Schreibprozess 201
5.2 Der Leseprozess 211
5.3 Textpräsentation und Textaneignung 225
5.4 Lese-Rechtschreibstörungen 237
Glossar 253
Literatur 279
Namenregister 299
Sachregister 304
Pressestimmen
Aus: socialnet Rezensionen – Jos Schnurer - 19.08.2013
[…] Fazit: Die im Lehrbuch „Sprachpsychologie“ überwiegend diskutierten und eingeführten kulturhistorischen, neurowissenschaftlichen und humanistischen Ansätze können dazu beitragen, dass sich in den sprachpsychologischen Bereichen eine Ergänzung – vielleicht sogar eine Wende – beim weitgehend naturwissenschaftlich geprägten Theorie- und Praxisdiskurs vollzieht. Das Buch liefert Studierenden und Wissenschaftlern der Psychologie, der Linguistik, der Neurologie, der Soziologie, der Kommunikations- und Kulturwissenschaften und nicht zuletzt der Pädagogik und Erziehungswissenschaft Informationen und Handlungsanregungen zu den theoretischen und praktischen Sprach- und Kommunikationsaspekten.
> Zum Volltext der Rezension

Autoreninfo

Galliker, Mark

Galliker, Mark

Studium der Psychologie bei Herrn Prof. Dr. Foppa und Mario und Prof. Mario v. Cranach an der Universität Bern - Lizentiat- und Habilitation im Gebiet der Sprach- und Gedächtnispsychologie - Forschungsassistent an der Interdisziplinären Konfliktforschungsstelle des Soziologischen Instituts der Universität Zürich - Humboldt-Stipendium am Lehrstuhl für Soziologie und Wissenschaftstheorie von Prof. Dr. Hans Albert an der Universität Mannheim - Dozent an der Universität Heidelberg für Theoretische Psychologie und Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen des von Prof. Dr. Theo Herrmann und Prof. Dr. Carl Friedrich Graumann geleiteten Sonderforschungsbereich 245 "Sprache und Situation" (Mannheim/Heidelberg) - Diverse Forschungsaufträge der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Schweizerischen Nationalfondes (u.a. zur Sprachlichen Diskriminierung von Migranten, Frauen und Betagten in amerikanischen, britischen, deutschen und schweizerischen Printmedien). - Honorarprofessur am Institut für Psychologie der Universität Bern insbesondere für "Geschichte und Paradigmen der Psychologie", "Emotion und Motivation" sowie "Gesprächsführung und Beratung". - Module "Sprachpsychologie" und "Emotion und Motivation" bei den Universitären Fernstudien Schweiz. Praktische Tätigkeit: Zwölfjährige Berufserfahrung als Gesprächspsychotherapeut und Präventionsfachmann an Schulpsychologischen Diensten und Jugendberatungsstellen in der Schweiz. Mehr Infos und alle Publikationen finden Sie auf der Autorenseite: http://www.galliker.de
Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von Dozentin

Das Buch ist sehr umfassend, es holt weit aus von Saussures Zeichentheorie zu kontemporären Sprachproduktionsmodellen (z.B. Levelt 1989). Das Kapitel zum Spracherwerb ist sehr verständlich geschrieben. Die kleinen Übungseinheiten zwischendurch sind gut nachvollziehbar und durchführbar. Schön, dass es viele Beispiele gibt, die sich auch formal vom Fliestext abheben (ebenso die Übungen). Der Kasten mit den Lektüreempfehlungen ist gut, und die Empfehlungen darin sind tatsächlich wichtig und gut geignet zur Vertiefung. Das Layout ist hervorragend und sehr übersichtlich!

Fächerübergreifendes Fachbuch für besseres "Verständnis"

Bewertung

Kundenmeinung von Romana S.

Mark Gallikers Lehrbuch„Sprachpsychologie“ richtet sich „an Studierende und Wissenschaftler der Psychologie, der Linguistik, der Neurologie, der Soziologie, der Kommunikations- und Kulturwissenschaften, sowie der Pädagogik und Erziehungswissenschaften.“ (ebd. Vorwort: Seite IX).
Es ist nicht nur ein fächerübergreifendes Lehrbuch, sondern vielmehr ein Fach- und Arbeitsbuch, welches aufgrund der zahlreichen Übungsbeispiele auch zur Reflexion des eigenen Sprachhandelns einlädt.
Das erste Kapitel betrachtet (immer belegt mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen) die Evolution der Kommunikation – jene der Tiere, wie jene des Menschen. Mark Galliker geht der Frage nach, wie aus den vorsprachlichen Ausdrucksformen im Tierreich die humane Sprache entstehen konnte. Die Bedeutung der Sprach(entwicklung) für die Evolution des Menschen (auch im Zusammenhang mit der kulturellen Entwicklung) bildet den zweiten Teil dieses Kapitels.
Das zweite Kapitel widmet sich dem Spracherwerb und zeigt die Bedeutsamkeit der Rollen der primären Bezugspersonen auf. Das vorsprachliche Mutter-Kind-Verhältnis und die dabei bedeutsamen Theorien (z.B. Lernen am Modell, Spiegelzellen usw.) bis zum Beginn des Sprechens in seinen gesamten Facetten: von der Erkennung und Bildung der Laute bis zur Sprachproduktion, dem Verständnis von Äußerungen und dem phonologischen Arbeitsgedächtnis. Einen weiteren Schwerpunkt dieses Bereiches bildet die Entwicklung der Syntax. Ergänzt wird dieses Kapitel um einen – aus meiner beruflichen Praxis gesehen – wichtigen Punkt: „Das Kind als Dialogpartner“, der nicht nur die empathische Haltung gegenüber den Kindern betont, sondern auch die Bedeutung der Sprache für das Denken und die Selbststeuerung.
Das dritte Kapitel „Zeichentheorie und Kommunikationsmodelle“ erklärt die Grundlagen der Zeichentheorie. Als Zeichen wird hier „die Klasse aller sinnlich wahrnehmbarer Signale verstanden, die sich auf ein und denselben Sachverhalt oder Gegenstand in der Realität beziehen“ (ebd. S. 87). Jedes Wort ist in ein assoziatives Feld eingebettet, welches von Person zu Person, aber auch von Sprache zu Sprache variiert bzw. variieren kann (ebd. S. 91f). Das semiotische Dreieck und die triadische Zeichentheorie runden diesen Teil des Kapitels ab. Der zweite Teil, die „Kommunikationsmodelle“, behandelt kurz, aber sehr einfühlsam (im Sinne der Gesprächspsychotherapie) wie wichtig es ist mit dem Dialogpartner zu einem gemeinsamen Verständnis zu kommen (dialogische Resonanz und kommunikatives Dreieck).
Das vierte Kapitel behandelt die „Sprachproduktion und Sprachrezeption“. Mark Galliker stellt hier Modelle und Theorien der klassischen Psycholinguistik dar. Er vergleicht diese mit konnektionistischen Modellen und neuronalen Netzwerken. Immer wieder verweist der Autor auch auf die Bedeutung der Arbeiten von Lurija und Wygotskij für funktionale neuronale Systeme hin. Die Vorläuferbedingungen für die Sprachproduktion werden genau beschrieben und mit neurologischen Befunden belegt. Die Sprachrezeption, also die Wahrnehmung der „durch den Gesprächspartner produzierten Sprache bzw. das Verstehen von verbalen Äußerungen“ (ebd. S. 158), und die daraus möglicherweise entstehenden Sprachmissverständnissen („Sprache und Verstehen“) bildet einen weiteren Schwerpunkt dieses Kapitels. Abschließend werden noch Sprachstörungen i. B. der Bereich der Aphasie besprochen.
Den Abschluss bildet ein Kapitel über „Textproduktion und Textverständnis“: die Aneignung der Schriftsprache (von der Entstehung flüssiger Schreibbewegungen bis zum automatischen und intentionalen Schreiben), der Leselernprozess und die Bedeutung der Textpräsentation und der Textaneignung. Besonders dieses Kapitel bieten viele wichtige Grundlagen und Hinweise für die Förderung und Therapie zur Verbesserung von Lese-, Schreib- und Verstehensprozessen.
An diesem Buch begeistert mich vor allem, dass jedes Themengebiet fächerübergreifend behandelt wird. Hervorzuheben ist auch, dass neben den vielen und gut fundierten theoretischen Fakten immer die Bedeutung der Beziehung zum und zwischen den Menschen herausgearbeitet wird – es ist also auch ein Buch für ein besseres gegenseitiges Verständnis. Zahlreiche Fallbeispiele und Übungen (Selbsterfahrung) führen zu einem tieferen Verständnis und bieten Möglichkeiten zur Selbstreflexion. Abgerundet werden alle Kapitel mit Lektüreempfehlungen für die Vertiefung des dargestellten. Bedanken möchte ich mich auch für das umfangreiche Glossar, sodass fachfremde Stichwörter schnell und einfach nachgeschlagen werden können. Eine ausführliche Literaturliste, sowie ein Namens- und Sachregister runden das Buch ab.
Neben den oben genannten Leserkreis sollte dieses Buch eine Basisliteratur für alle jene Personen sein, die in der sprachlichen Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen tätig sind. Es vertieft zum einen das Verständnis für die Hürden im Spracherwerb und jener Probleme, die den Erwerb der Textproduktion und des Textverständnisses betreffen. Einige „Missverständnisse“ zwischen PädagogInnen und Kindern könnten durch eine genauere Kenntnis dieser Thematik bereits im Vorfeld verhindert und so Frustrationen vermieden und Motivation aufgebaut werden.

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