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Vom Kolonialismus zur Globalisierung

Europa und die Welt seit 1500

von Wendt, Reinhard Fach: Geschichte;

Reinhard Wendt bietet seinen Lesern keine der üblichen historischen Darstellungen europäischer Kolonialherrschaft. Vielmehr erzählt er die Geschichte der Interaktionen, der Kontakte und Austauschprozesse zwischen Europa und der Welt seit 1500.

Europa trug dazu bei, das Gesicht der Welt politisch, ökonomisch und kulturell zu verändern. Gleichzeitig aber verwandelte es sich seinerseits durch die Vielfalt der Impulse, die es aus der überseeischen Welt empfing. Seine Geschichte wird hier in ihrer Abhängigkeit von materiellen und immateriellen Importen aus der Fremde geschildert. Zahlreiche Karten, Abbildungen und Fallbeispiele veranschaulichen diese spannend geschriebene "europäische Weltgeschichte".

Die zweite Auflage wurde ergänzt und aktualisiert; auch neueste Entwicklungen sind berücksichtigt.
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Details
ISBN 9783825242367
UTB-Titelnummer 2889
Auflagennr. 2. aktual. Aufl.
Erscheinungsjahr 2015
Erscheinungsdatum 25.11.2015
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Schöningh
Umfang 456 S., 75 Abb., 1 Tab., 18 Karten
Inhalt
I. EINFÜHRUNG 11
II. MITTELALTERLICHE KONTINUITÄTEN 23
III. DIE IBERISCHE PHASE ODER DAS ZEITALTER DES KRONMONOPOLISMUS (1492-1820) 33
A. NORD-SÜD 33
1. Über die Grenzen der Alten Welt hinaus 33
2. Die Kolonialreiche Spaniens und Portugals 43
2.1. Das interkontinentale Stützpunktsystem der Portugiesen 44
2.2. Las Indias 48
2.3. Sonderfälle: Philippinen, Sibirien, Brasilien 52
3. Die europäischen Akteure 54
B. SÜD 59
1. Beginnender Kolonialismus und erste transkontinentale Verbindungen 59
1.1. Handel und Herrschaft 61
1.2. Mission 66
2. Indigene Gesellschaften und europäische Herausforderung: Kontakte, Konflikte und Austauschprozesse 72
3. Der japanische Sonderweg 75
4. Koloniale Gesellschaften 76
5. Grenzgänger 81
6. Vernetzungen 84
6.1. Weltumspannende ökonomische Verbindungslinien 85
6.2. Globaler Pflanzenaustausch 86
6.3. Freiwillige und erzwungene Migrationen 88
C. SÜD-NORD 90
1. Kolonialwaren: Import und Adaption mineralischer und pflanzlicher Rohstoffe 91
1.1. Nahrungs- und Genussmittel 92
1.2. Mineralische und gewerbliche Rohstoffe 97
2. Handel und Handwerk 98
3. Wissen, Informationswege, Weltbilder 100
3.1. Informationswege und Medien 101
3.2. Neue Weltbilder 107
IV. DIE NORDWESTEUROPÄISCHE PHASE ODER DIE ZEIT DER „CHARTERED COMPANIES“ (1600-1857) 111
A. NORD-SÜD 111
1. Der Kampf gegen den iberischen Monopolanspruch: Die Welt als Bühne I 115
2. Aufstand und Aufstieg der Niederlande 118
3. Die Niederländer in Übersee 122
3.1. Asien und die VOC 122
3.2. Afrika, der Pazifik und Amerika 124
4. England als „global player“ 127
4.1. Die niederländisch-englischen Rivalitäten im 17. Jahrhundert: Die Welt als Bühne II 130
4.2. Asien und die EIC 131
4.3. Afrika und Amerika 132
5. Frankreich und seine Handelskompanien 134
5.1. Der englisch-französische Konflikt um die Vorherrschaft in Übersee: Die Welt als Bühne III 136
5.2. Das Zweite Entdeckungszeitalter und die Erschließung des ozeanisch-pazifischen Raumes 142
6. Andere Mächte 146
7. Mission 147
8. Die europäischen Akteure 149
B. SÜD 155
1. Stufen der Interaktion 156
1.1. Berührung, Beziehung, Kulturtransfer 156
1.2. Vom Handel zu „informal empire“ 158
1.3. „Formal empire“ 161
1.4. Der japanische Sonderweg 163
2. Plantagenökonomien 164
3. Siedlungskolonien 166
4. Vernetzungsszenarien 168
4.1. Kolonialwarenhandel und –produktion 168
4.2. Globaler ökologischer Wandel 169
4.3. Erzwungene und freiwillige Migrationen 172
4.4. Das europäische Weltsystem zur Zeit der Kompanien 176
5. Koloniale Gesellschaften 178
6. Widerstand und Erste Dekolonisation 182
C. SÜD-NORD 185
1. Kolonialwarenimporte 185
2. Akklimatisation überseeischer Pflanzen 188
3. Stadien der Integration der überseeischen Importe 191
3.1. Neue Produkte und neue Konsumgewohnheiten 193
3.2. Substitute und Surrogate 195
3.3. Tassen, Kannen, Pfeifen: Innovationen im Gebrauchsgütersektor 195
3.4. Die Reize des Exotismus 197
3.5. Überseeische Importe und gewerbliche Entwicklung 201
4. Fremde Menschen 204
5. Neue Lebensformen 206
6. Gewinne, Kapitalakkumulation und Arbeitsplätze 207
7. Global-lokale Schnittstellen 210
8. Wissen und Bilder von der Welt 212
8.1. Texte 213
8.2. Bilder 214
8.3. Rezeption 216
8.4. Wahrnehmungen der überseeischen Welt: Überlegenheitsgefühle und Selbstzweifel 221
V. DIE PHASE DER EUROPÄISCHEN DOMINANZ (1857-1930) 225
A. NORD-SÜD 225
1. Europa dominiert die Welt 225
2. Freihandel und Imperialismus 231
3. Die Aufteilung der Welt 232
3.1. Die Kolonialreiche 232
3.1.1. Das britische Empire 234
3.1.2. Die Kolonialreiche der übrigen Mächte 236
3.2. „Informal empire“ 239
3.3. Das Deutsche Reich und seine kolonialen Aktivitäten 240
4. Mission und Imperialismus 244
5. Die europäischen Akteure 248
B. SÜD 258
1. Die „Verdichtung“ des europäischen Weltsystems 259
1.1. Ökonomische Durchdringung 259
1.2. Politische Steuerung 264
2. Die Aufhebung der Sklaverei 269
3. Vernetzungsszenarien und Globalisierungsprozesse 271
3.1 Verkehrs- und Nachrichtenwesen 271
3.2. Globaler Pflanzentransfer 272
3.3. Erzwungene und freiwillige Migrationen 275
4. Die kolonialen Gesellschaften 277
5. Imperialismus, Verwestlichung, Kreolisierung, Selbstbehauptung: Kultur und Kolonialismus 280
6. Der „Sonderfall“ Japan 285
7. Die zweite Dekolonisation 288
C. SÜD-NORD 292
1. Kolonialwarenimporte 295
2. Akklimatisation überseeischer Pflanzen 297
3. Stadien der Integration überseeischer Importe 298
4. Industriegesellschaftliche Lebensformen und ihre Überseebezüge 302
5. Bilanzen und Beschäftigungsmöglichkeiten 303
6. Weltbilder und Weltsichten 307
7. Menschen auf dem Weg von Süd nach Nord 317
VI. DEKOLONISATION, NEOKOLONIALISMUS, GLOBALISIERUNG 321
A. NORD-SÜD 321
1. Das Ende formeller westlicher Dominanz 321
2. Die Rahmenbedingungen der „farbigen“ Dekolonisation 326
2.1. Weltwirtschaftskrise 326
2.2. Japanischer Imperialismus und Zweiter Weltkrieg 327
2.3. Ost-West-Konflikt 329
2.4. Der Zusammenbruch der Sowjetunion 330
3. Dekolonisation und „informal empire“ 331
3.1. Die Dekolonisation von „informal empire“ 331
3.2. Die Dekolonisation: von „formal“ zu „informal empire“? 331
4. Globalisierung als „informal empire“? 332
5. Die europäischen Akteure 336
B. SÜD 339
1. Die Völker der südlichen Hemisphäre erringen ihre Unabhängigkeit 342
1.1. Die Chronologie 342
1.2. Der Charakter der Unabhängigkeitsbewegungen 347
1.3. Die Köpfe der Befreiungsbewegungen 349
2. Koloniale Erblasten und postkoloniale Gesellschaften: Suche nach Zusammenhalt und Identität 351
3. Vom „informal empire“ zur Globalisierung 356
4. Kulturelle Verwestlichung 362
5. Vernetzungsszenarien 370
C. SÜD-NORD 376
1. Die Rolle überseeischer Ressourcen 377
1.1. Aneignung 377
1.2. Kolonialwarenimporte und globaler Pflanzentransfer 379
2. Von der Dekolonisation zur Globalisierung: Konsequenzen für die westliche Welt 381
3. Immigration aus Übersee 382
4. Übersee und soziokultureller Wandel in den westlichen Gesellschaften 385
4.1. Kritische Gegenöffentlichkeit 385
4.2. Solidaritätsszene 387
5. Nachfrage nach östlicher Sinnstiftung 389
6. Lebensformen und Freizeitverhalten: neue Trends und Orientierungen 390
7. Europa in einer globalisierten Welt 393
VII. EUROPA UND DIE WELT: VERSUCH EINER SCHLUSSBETRACHTUNG 397
VIII. BIBLIOGRAFIE 407
1. Allgemeines 407
2. Mittelalterliche Kontinuitäten 410
3. Die Iberische Phase oder das Zeitalter des Kronmonopolismus 410
4. Die nordwesteuropäische Phase oder die Zeit der „Chartered Companies“ 414
5. Die Phase der europäischen Dominanz 421
6. Dekolonisation, Neokolonialismus, Globalisierung 427
IX. ABBILDUNGSNACHWEIS 431
X. REGISTER 435
1. Geografische Namen 436
2. Personen 444
3. Sachbegriffe 449
Autoreninfo

Wendt, Reinhard

Prof. Dr. Reinhard Wendt lehrte von 1998 bis 2015 Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte an der FernUniversität in Hagen.
Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von A. Pinwinkler

Thematisch breit gefächerte Darstellung der europäischen Expansion und überzeugende Form der Gliederung des Stoffs entlang der wechselseitigen Kulturtransfers von Nord nach Süd und umgekehrt.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von W. Muno

Inhaltlich sehr gut, aber auch anspruchsvoll. Eher für Fortgeschrittene geeignet. Werde ich zukünftig in Vertiefungsseminaren einsetzen.

Super Überblick über das Themengebiet

Bewertung

Kundenmeinung von Louisa Tücks

Das Werk "Vom Kolonialismus zur Globalisierung" von Reinhard Wende welcher von 1998 bis 2015 an der Fernuniversität Hagen Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte lehrte, ist ein sehr gelungenes und empfehlenswertes Buch für jeden Studenten der sich mit dieser Thematik beschäftigen möchte.
Zuerst sticht die Gliederung des Buches ins Auge, die einzelnen Kapitel sind nicht wie oft üblich rein thematisch sondern thematisch-geographisch gegliedert, was die Thematik der Europäischen Expansion seit 1500 sehr schön übersichtlich und verständlich darstellt.
Zahlreiche Graphiken und Karten veranschaulichen den Kontext zudem und komplettieren den Überblick noch umfassender.
Unkompliziert und schlüssig erklärt, ohne von einer Wucht von Fachtermini erschlagen zu werden kann das Werk von Reinhard Wende als Standartwerk eines jeden Studenten, ohne den wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren gesehen werden.
Der rote Faden des Buches ist gut nachzuvollziehen und man findet sich gut darin zurecht.
Zur Vor- als auch zur Nachbereitung von Prüfungen und Hausarbeiten wunderbar geeignet, nicht nur wegen der umfassenden Literaturangaben.
Zusammenfassend kann das Buch in jedem Fall empfohlen werden.

gutes Einführungs- und Nachschlagewerk

Bewertung

Kundenmeinung von O.Höppner

Das Buch "Vom Kolonialismus zur Globalisierung" von Reinhard Wendt bietet eine fundierte, sehr gut lesbare Übersicht europäischer Expansionsgeschichte. Dieser Blick bleibt jedoch nicht einseitig sondern der Autor stellt ebenso Rückbezüge und Interaktion zwischen Kontinenten, Ländern und Regionen dar. Es wird zwar aus europäischer Sicht geschrieben und beschrieben jedoch ist es ein Ansatz, die Entwicklung Europas in einem anderen, kontextualisiertem Ansatz zu beschreiben.

Der Aufbau ist gut gestaltet und gliedert sich in sieben Hauptkapitel und eine Schlussbetrachtung. Der Aufbau ist so gewählt, dass auch einzelne Kapitel gelesen und verstanden werden können. Der Text ist gut, sogar spannend geschrieben. Lediglich das Layout ist stellenweise unschön gestaltet und manchmal wäre es hilfreich gewesen, Grafiken und Karten farbig abzudrucken.

Für mich ist ein sehr bereicherndes Buch mit einer Fülle von Informationen, das ich sicherlich öfter aufschlagen werde.

Fesselnd und hilfreich

Bewertung

Kundenmeinung von Jan Röder

Reinhard Wendt leitet den Arbeitsbereich neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte an der Fernuniversität in Hagen. Seinen Lesern bietet er keine der üblichen europäischen Kolonialgeschichten, sondern eine „europäische Weltgeschichte“ über Interaktionen, Austauschprozesses und Kontakte zwischen Europa und der Welt seit 1500.

Wendt geht es um die Darstellung von Wechselwirkungen, denn einerseits trug Europa dazu bei, das Gesicht der Welt ökonomisch, kulturell und politisch zu verändern, andererseits wandelte sich die „alte Welt“ selbst durch die Impulse aus Übersee. Er möchte weder eine Geschichte heroischer Entdecker und selbstloser Zivilisierer schreiben, noch eine in düsteren Farben gehaltene Abrechnung mit Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung indigener Kulturen. Vielmehr klassifiziert er den Blickwinkel seines Buches als „positiven Eurozentrismus.“ Er orientiert sich dabei an den Überlegungen zu einer „neuen Weltgeschichte“ oder „Globalgeschichte.“ Europa bleibt stets der Bezugsrahmen seiner Darstellung, die transkontinentale Kommunikations- und Austauschprozesse ins Zentrum der Ausführungen stellt.

Die vier Hauptkapitel seines Buches sind regional, sondern weitgehend systematisch/thematisch gegliedert, folgen aber einer chronologischen Ordnung, die mit Blick auf Europa gewählt wurde. Es beginnt in Kapitel III mir der iberischen Expansion nach Asien und Amerika. Kapitel IV behandelt die Phase der privilegierten privaten Handelsgesellschaften, welche sich besonders in England und den Niederlanden bildeten (Ostindienkompanie). In Kapitel V widmet sich Wendt der Phase der europäischen Dominanz, welche im Laufe des 19. Jahrhunderts begann und in den 1930er Jahren endete. In Kapitel VI thematisiert er die Phase der Dekolonialisierung seit den 1960ern und zieht in Kapitel VII ein Resümee. Im Anhang befindet sich ein Register zum Nachschlagen sowie eine ausführliche Bibliographie (Stand 2007).

500 Jahre Weltgeschichte auf 400 Seiten darzustellen scheint ein gewagtes Unternehmen zu sein. Wendt gelingt dies jedoch durch seine klare Strukturierung und Fokussierung, wobei er eine große thematische Bandbreite aus solziologischen, anthropologischen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten abdeckt. Es geht um die Akklimatisierung überseeischer Pflanzen (Stichwort Kartoffel), die Reize des Exotismus, um fremde Menschen, neue Lebensformen (und neue Genüsse wie Kaffee), aber auch um Missionare, Imperialismus, Kriege, Wirtschaftskrisen sowie Aufstieg und Fall großer Mächte.

Von den etwas nüchtern-funktional gehaltenen Überschriften soll man sich nicht abschrecken lassen. Durch seine lebendige Erzählweise und klare Sprache gelingt es Wendt seinen Leser stets zu fesseln. Sein Buch eignet sich durch seine kleinteilige Gliederung zum schnellen Nachschlagen, aber auch als Begleitern für Mußestunden, in denen man einfach mal Blättern und schmökern möchte. Zahlreiche Fotografien illustrieren und untermalen das Erzählte, in Kästchen und Tabellen werden wichtige Aspekte kompakt zusammengefasst und auf Landkarten werden Handels- und Migrationsströme aber auch der Sklavenhandel erklärt.

Gerade die aktuellen Diskussion um Globalisierung machen es erforderlich sich näher mit der Geschichte dieses Phänomens auseinanderzusetzen. Wer Wendts Buch gelesen hat weiß, Globalisierung ist keine Erfindung des 20./21. Jahrhunderts sondern hat Wurzeln, die in das europäische Mittelalter zurückreichen.

Unentbehrliches Hilfsmittel für den Geschichtsstudenten

Bewertung

Kundenmeinung von Ute Wendler

Das Studienbuch stellt in übersichtlicher Weise die Geschichte des Verhältnisses von Europa und Übersee seit dem Jahr 1492 dar. Gegliedert nach zeitliche Epochen einerseits und Weltregionen andererseits werden der Einfluss Europas auf außereuropäische Gebiete, die Rückwirkungen dieser Beziehungen auf Europa und die Relationen dieser Gebiete untereinander aufgezeigt, wobei sich der Bogen von den Anfängen des Kolonialismus bis zur Dekolonisation und Globalisierung spannt.

Die Darstellung ist kompakt und lässt die wesentlichen Aspekte deutlich hervortreten, dennoch ist das Buch auch für Laien gut lesbar und ansprechend gestaltet. Zahlreiche Illustrationen und schematische Darstellungen sorgen für Anschaulichkeit und erleichtern das Verständnis. Ungewohnt ist die Verwendung von nur wenigen Quellenangaben in Fußnoten, dafür entschädigt eine umfangreiche Bibliographie. Exkurse und Fachbegriffe werden in farblich abgesetzten Kästen vertieft behandelt, ohne dass hierdurch der Lesefluss gestört wird.

Das Buch ist ein unentbehrliches Hilfsmittel für den Geschichtsstudenten, der hier nicht nur eine erste Einführung in die außereuropäische Geschichte erhält, sondern darüber hinaus in vielen Punkten detailliertes Wissen und Anregungen für ein vertieftes Studium. Es ist damit gleichermaßen geeignet für eine erste Annäherung an den Stoff als auch für eine Wiederholung beispielsweise als Prüfungsvorbereitung. Aber auch dem interessierten Laien wird hier ein zuverlässiger Überblick über die Hintergründe geboten, die für das Verständnis heutiger Konflikte und Problemfelder, aber auch alltäglicher Einflüsse durch koloniale Vergangenheiten grundlegend sind.

Ein umfassender Überblick über die außereuropäische Geschichte

Bewertung

Kundenmeinung von Wolfgang Braun

Das Buch ist sehr gut räumlich und zeitlich, sowie auch thematisch strukturiert und bietet einen umfassenden Überblick über die sogenannte "Europäische Expansion". Man kann dieses Buch schon als ein Standardwerk bezeichnen, das jedem Studenten begegnen muss, der sich mit den verschiedenen Themen der außereuropäischen Geschichte auseinander setzt.

Das Buch wird durch einstreuen von aussagekräftigen Bildern und erklärenden Kästen, in denen explizit Begriffe oder kleine Randhandlungen erläutert werden, aufgelockert und positiv aufgewertet. Der Inhalt beginnt sehr allgemein, wird im Verlauf aber immer spezieller, wobei aber immer auf eine einfache und schlüssige, sowie unkomplizierte Weise des Erklärens Wert gelegt wird .

Das Buch eigent sich hervorragend zur Einführung in die Problematiken der europäischen Ausbreitung in der Welt, wie sie seit Ende des 15. Jh. in der Seefahrt stattfanden. Für Studenten der Geschichte in den ersten Semestern unumgänglich, wenn sie sich mit außereuropäischer Geschichte beschäftigen. Wenn immer es um Kolonialismus, außereuropäische Handelskontakte, EIC und VOC, gehandelten Produkte und vieles mehr geht, ist dieses Buch genau richtig. Es wird zwischendurch immer wieder auf einzelne Handelsgüter, wie Tabak und Tomaten, um nur zwei Beispiele zu nennen, eingegangen und ihr Ursprung genauer erläutert.

Für Hausarbeiten und mündlichen Prüfungen bietet das Buch ausreichenden Horizont, auch um im Nachhineinen aufgrund der zahlreichen Literaturangaben ein Thema weiter zu vertiefen. In Fragen zur außereuropäischen Geschichte, sei es zum Handel, zur Globalisierung, zu den Expansionsphasen etc. sollte dieses Buch in keiner Literaturangabe fehlen.

Der Inhalt ist nicht völlig überladen mit geschichtswissenschaftlichen Fachtermini, ohne jedoch den wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren, was sich die Kunst des Schreibens hier wiederspiegelt - man darf aber nicht vergessen, dass sich das Werk an Wissenschaftler richtet, somit ist ein völliges Eliminieren der Fachtermini nicht machbar um Sachverhalte klar darzulegen.

Der Text ist verständlich erklärt und auch der rote Faden des Buches ist leicht zu verfolgen, obwohl es eine zusätzliche Schwierigkeit war, das ganze Buch so zu strukturieren wie es vorliegt: Zum einen zeitlich chronologisch, innerhalb der Kapitel dann räumlich und thematisch. Es ist durchaus gelungen hier den roten Faden einzuflechten, was sich im Textfluss auch immer wieder bestätigt.

Das Einstreuen der Grafiken lockert das Buch deutlich auf. Die Bilder wurden gut gewählt und passend in den Kontext eingestellt.
Das äußere Layout ist funktional, schlicht.

Es gibt im Buch eine umfassende, thematisch geordnete Bibliographie. Lernhilfen wie Wissensüberprüfungen in Form von Fragen oder Lernhilfen wie Schalagworte am Rand sind nicht vorhanden. Es handelt sich um ein reines Fachbuch, das dieser Bezeichnung aber in jeder Hinsicht genügt.

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