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Was ist Theorie?

Theoriebegriff und Dialogische Theorie in den Kultur- und Sozialwissenschaften

von Zima, Peter V. Fach: Literaturwissenschaft; Philosophie;

Was ist Theorie und wie könnte ein kultur- und sozialwissenschaftlicher Theoriebegriff aussehen?

Der Band nährt sich dem Theoriebegriff, indem er zunächst klärt, wie sich Theorien in den verschiedenen Wissenschaftsbereichen definieren lassen. Es folgt die Darstellung und kritische Bewertung der wichtigsten Theoriedebatten des 20. Jahrhunderts.

Am Schluss des Bandes führt der Autor die unterschiedlichen Ansätze im Konzept einer Dialogischen Theorie zusammen.

Ein anschaulicher Überblicksband zum kultur- und sozialwissenschaftlichen Theoriebegriff.
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Details
ISBN 9783825247973
UTB-Titelnummer 2589
Auflagennr. 2. überarb. Aufl.
Erscheinungsjahr 2017
Erscheinungsdatum 16.01.2017
Einband Kartoniert
Formate UTB S (12 x 18,5 cm)
Originalverlag A. Francke
Umfang 322 S.
Inhalt
Vorwort ix
Einleitung: Problem und Begriffsbestimmung 1
1. Theorie: strukturell und funktional 4
2. Theorie objektbezogen 12
3. Theorie als Diskurs und die Aufgabe der Philosophie 19
Erster Teil
Der theoretische Diskurs in den Sozial- und Kulturwissenschaften: Begriffsbestimmung 25
I. Die kulturelle Bedingtheit der Theorie 29
1. Rationalisierungsprozesse 30
2. Kultur als Problematik: Die kulturelle Bedingtheit kultur- und sozialwissenschaftlicher Theorien 34
3. Zur Institutionalisierung von Theorien 40
II. Die sprachliche und ideologische Bedingtheit von Theorien: Definition der Theorie als Soziolekt und Diskurs 47
1. Sozio-linguistische Situationen, Soziolekte und Diskurse 48
2. Ideologie und Theorie: Der Diskurs der Theorie 56
3. Subjektivität und Reflexion 65
III. Theorie, Wissenschaft, Institution und das strong programme 69
1. Theorie, Wissenschaft, Institution 70
2. Bloors und Barnes’ strong programme: Eine Kritik 71
3. Ideologie und Naturwissenschaft: Canguilhems Alternative 77
4. Die Besonderheit der Kultur- und Sozialwissenschaften 80
IV. Wertfreie, falsifizierbare Theorie? Zur Beziehung von Wertfreiheit, Intersubjektivität und Falsifizierbarkeit 85
1. Wertfreiheit als diskursives Problem 86
2. Falsifizierbarkeit, Intersubjektivität und Diskurs 90
3. Vom Kritischen Rationalismus lernen: Ausblick 99
V. Paradigmen in den Kultur- und Sozialwissenschaften? 101
1. Paradigma: Versuch einer Begriffsbestimmung 103
2. Zur Anwendbarkeit des Paradigmabegriffs in den Kultur und Sozialwissenschaften 106
3. Paradigmen, sozio-linguistische Situationen und Soziolekte 115
Zweiter Teil
Die Einheit der Gegensätze:
Prolegomena zu einer Dialogischen Theorie 119
VI. Zwischen Universalismus und Partikularismus: Popper und Lyotard (Kuhn, Winch) 123
1. Poppers Universalismus als Kritik an Kuhns „framework“ 124
2. Lyotards postmoderner Partikularismus als polemische Ergänzung des Kritischen Rationalismus 128
3. Von der Einheit der Gegensätze zum Dialog 134
VII. Intersubjektivität und Aspektstruktur: Davidson und Mannheim 137
1. Davidson: Subjektivität, Intersubjektivität und Sprache 138
2. Mannheim: Ideologie und Aspektstruktur 143
3. Für einen reflektierenden Dialog 149
VIII. Realismus und Konstruktivismus: Lukács und Glasersfeld 151
1. Georg Lukács oder der konstruierte Realismus 152
2. Ernst von Glasersfeld oder der Zerfall der Wirklichkeit in der Postmoderne 156
3. Ein Ausweg aus der Beliebigkeit? 163
IX. System und Feld: Luhmann und Bourdieu 167
1. Luhmann oder die Wahrheit des Systems 168
2. Bourdieu oder der Kampf um das Feld 175
3. Subjektivität, Wahrheit, Dialog 183
X. Intersubjektivität und Machtstruktur: Habermas und Foucault (Althusser, Pêcheux) 187
1. Habermas’ Intersubjektivität als Ideal und Abstraktion 189
2. Von Foucault zu Althusser und Pêcheux: Erkenntnis als Macht 197
3. Subjektivität und Verständigung zwischen Determinismus und Freiheit 203
Dritter Teil
Dialogische Theorie: Eine Metatheorie der Verständigung 207
XI. Kritische Theorie als Dialog: Ambivalenz und Dialektik, Nichtidentität und Alterität 213
1. Ambivalenz, Paradoxie und offene Dialektik 214
2. Nichtidentität, Alterität und Kritik 219
3. Alterität, Ambivalenz und Dialog 223
XII. Subjektivität, Reflexion und Objektkonstruktion im Diskurs 225
1. Nichtidentität und Objektkonstruktion 227
2. Objektkonstruktion als Selbstkonstruktion des Subjekts 233
3. Der Wahrheitsanspruch der Konstruktion 238
XIII. Der interdiskursive Dialog: Theorie 243
1. Interdiskursive Verständigung: Einige Voraussetzungen 245
2. Rekonstruktion, Übersetzung, Kritik 252
3. Interdiskursive Theoreme 259
XIV. Der interdiskursive Dialog: Praxis 263
1. Formalismus und Marxismus: Das „Wie“ und das „Warum“ 264
2. Sprechakttheorie, Semiotik und Dekonstruktion:
Wiederholung als Iterativität und Iterabilität 270
3. Ablehnung, Einverständnis und Mißverständnis 274
XV. Kommunikation in fragmentierter Gesellschaft: Pluralismus, Indifferenz und Ideologie 279
1. Pluralismus und Indifferenz 280
2. Die ideologischen Reaktionen und der Hermetismus der Theorie 284
3. Wozu Dialogische Theorie? 286
Bibliographie 289
Personenregister 301
Autoreninfo

Zima, Peter V.

Peter V. Zima war seit 1984 bis zu seiner Emeritierung 2012 Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft bzw. Institut für Kultur-, Literatur- und Musikwissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er erhielt den Forschungspreis der Ellen-und-Max-Woitschach-Stiftung für ideologiefreie Wissenschaft (1993) und ist Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (1998) sowie Mitglied der Academia Europaea in London (2010).
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Hintergründe für Theoretiker oder eine Metatheorie der Theorie?

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Kundenmeinung von Wolfgang Braun

Das Buch von Peter V. Zima "Was ist Theorie" beschäftigt sich mit eben dieser Frage. In vielen kultur- und sozialwissenschaftlichen Arbeiten werden Theorien ihrerseits vorausgesetzt oder benutzt. Die Frage, was aber genau eine Theorie ist, bleibt dabei meist unbeantwortet. Dieses Buch soll hier in seiner zweiten Auflage Licht ins Dunkel bringen.

Gibt es ideale Theorien? Oder sind die meisten nur Ideologien und Feldstrategien? Wie werden entwickeln sich Theorien im Diskurs? Dies sind nur einige Fragen, wie der Autor an den Anfang des Buches stellt.

Das Buch ist in drei Hauptteile gegliedert. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Begriffsbestimmung des theoretischen Diskurses in den Sozial- und Kulturwissenschaften. Hier werden Aspekte wie Rationalisierungsprozesse, Institutionalisierung von Theorien oder auch sprachliche und ideologische Bedingtheit von Theorien, Falsifizierbarkeit und Paradigmenwechsel durch neue Theorien näher beleuchtet. Der zweite Teil beschreibt die "Einheit der Gegensätze". Es geht hier beispielsweise um Universalismus vs. Partikularismus oder auch Realismus vs. Konstruktivismus. Auch hier stehen, wie auch im ersten Teil, Soziologen und Philosophen wie Foucault, Popper oder auch Luhmann und Bourdieu (um nur einige wenige zu nennen) Pate für eine Vertiefung der jeweils behandelten Kapitel innerhalb der Hauptteile. Im dritten Teil gibt es Analysen zur Dialogischen Theorie als Metatheorie der Verständigung. Der Aufbau des Buches ist somit thematisch gut strukturiert und lässt dem Leser die Möglichkeit gezielt personenbezogen zum Thema zu suchen.

Für Studenten der Kultur- und Sozialwissenschaften, die sich ja nun immer wieder mit Theorien in sämtlichen Ausrichtungen auseinandersetzen und anwenden, ist es sinnvoll dieses Buch innerhalb ihres Studium einmal näher betrachtet zu haben, allein um sich darüber klar zu werden, was man denn da genau als Werkzeug für seine Argumentationen benutzt. Für Studienanfänger, je nach Vorbildung, nach der trockene Text doch etwas sperrig sein, deswegen fällt eine Lektüre des vorliegenden Buches sicher nach ein paar Eingangssemestern leichter, wenn man gelernt hat auch schwerere Texte leichter zu lesen. Auch das ist ein Lernprozess in einem kultur- und sozialwissenschaftlichen Studiengang. Einen Studienanfänger, der erst langsam eintaucht in die Welt der Theorien, wäre vielleicht mit der Erstlektüre am Studienbeginn etwas überfordert. Ansonsten ist dieses Buch auch für alle späteren Semester sehr gut geeignet und immer empfehlenswert.

Eine direkte Prüfungsrelevanz würde ich dem Buch nicht unterschreiben wollen, sehr wohl aber eine indirekte, viel weiter reichende. Wer weiß, was eine Theorie an sich genau bedeutet kann, vor allem in der definitionslastigen Philosophie, sehr viel Gewinn daraus ziehen, der sich in den Prüfungstexten der Studenten und der späteren Publikationen, zwischen den Zeilen positiv niederschlägt.

Der Buch Text an sich ist nicht zu sehr überladen mit unverständlichen Fachbegriffen. Aber aufgrund seiner Thematik, nämlich der Theorie, für den ein oder anderen, der nicht den direkten Zugang zu solch "trockenem" Material hat, sperrig und zäh. Zudem ist es nicht populärwissenschaftlich geschrieben, was den Leserkreis deutlich einschränkt.

Wie es sich für ein Buch über Theorien gehört, befindet sich nicht eine einzige auflockernde Grafik auf den etwas mehr als 300 Seiten. Auflockernd hin oder her: sie sind für das Thema auch nicht nötig. Dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man sich dieses Buch anschafft. Deswegen gibt es auch zum Layout nicht viel zu sagen. Das Frontcover ist ebenfalls ohne Grafik. "utb - Autor - Titel - Auflage". Minimalistisch und nur auf das allernotwendigste beschränkt. Angenehm fällt die Fußnotenzitierung der Publikation auf, da diese für viele Studenten auch heute noch bindend ist und sich von der Harvard-Zitierung absetzt oder einfach mit Zahlen belegt, deren Texte und Verweise man ständig im Buch blätternd im hinteren Teil abrufen muss. Ansonsten glänzt das Buch auch bei Lernhilfen oder zusätzlichen Materialien durch Minimalismus: es gibt keine Lernhilfen oder Zusatzmaterialien. Es gibt eine Bibliographie und es gibt ein Personenverzeichnis am Ende des Buches. Wenn man es positiv sehen möchte: es gibt nichts, das den Leser mit Bildern, Verlinkungen oder ständigem Blättern in den hinteren Buchseiten und den dadurch erzwungenen Abbruch der nötigen Aufmerksamkeit und Konzentration für den Text, ablenken würde.

Fazit: das Buch ist in seiner Konzeption für den interessierten Wissenschaftler, der kultur- und sozialwissenschaftliche Theorien anwendet und verarbeitet, in jedem Status seiner Laufbahn empfehlenswert. Man bekommt sicher den ein oder anderen Zugang zu den Theorien die man selbst verwendet hat oder die man bisher nie hinterfragt hat - oder auch auf die nie gestellte Frage was denn eine Theorie genau ist, obwohl man diese als Werkzeug bereits in jahrelangen Prozessen internalisiert hat.

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