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Wirtschaftsgeographie

Ökonomische Beziehungen in räumlicher Perspektive

von Bathelt, Harald; Glückler, Johannes Fach: Betriebswirtschaftslehre; Geowissenschaften;

Dieses Buch erläutert systematisch klassische und neue Theorien der Wirtschaftsgeographie. Ausgehend von einer detaillierten Darstellung und kritischen Würdigung der raumwirtschaftlichen Standorttheorie entwickeln die Autoren eine relationale Wirtschaftsgeographie, die den Herausforderungen einer zunehmend globalisierten Weltwirtschaft durch die Integration interdisziplinärer Theorien begegnet.

Die komplett überarbeitete, 3. Auflage ist um Ansätze wie räumliche Innovationssysteme, globale Wertschöpfungsketten, Cluster und viele weitere aktuelle Diskussionen erweitert und umfassend aktualisiert. Sechs neue Kapitel und eine grundlegende Neugliederung unterstützen das vorlesungsbegleitende Selbststudium. Fallbeispiele und über 100 Grafiken machen komplexe Zusammenhänge gut verständlich.

Ein Bachelor- und Master-Studienbuch für Studierende der Geographie, der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie alle, die sich für das Verhältnis von Raum und Wirtschaft interessieren.

Dieser Titel ist auf verschiedenen e-Book-Plattformen (Amazon, Libreka, Libri) auch als e-Pub-Version für mobile Lesegeräte verfügbar.
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Details
ISBN 9783825284923
UTB-Titelnummer 8217
Auflagennr. 3. vollst. überarb. u. erw. Aufl.
Erscheinungsjahr 2012
Erscheinungsdatum 04.04.2012
Einband Gebunden
Formate UTB L (17 x 24 cm)
Originalverlag Ulmer
Umfang 319 S., 89 Abb., 16 Tab.
Inhalt
1 Zu einer Geographie der Wirtschaft 18
1.1 Warum eine Geographie der Wirtschaft? 18
1.2 Illustration: Wie funktioniert regionale Wirtschaftsentwicklung? 21
1.3 Aufbau des Buchs 23
2 Zu einer relationalen Wirtschaftsgeographie 26
2.1 Geographie im Paradigmenwechsel 26
2.1.1 Die Ursprünge wissenschaftlicher Geographie: Länder- und Landschaftskunde 28
2.1.2 Die methodologische Revolution: Geographie als Raumwissenschaft 29
2.1.3 Die (sozial-)theoretische Revolution: Geographie als Akteurswissenschaft 31
2.1.4 Die Evolution der Paradigmen im Zeichen der Moderne 34
2.2 Wirtschaftsgeographie im Paradigmenwechsel 35
2.2.1 Wirtschaftsgeographie in der Länderkunde 36
2.2.2 Raumwirtschaftslehre 37
2.2.3 Ansatzpunkte einer new economic geography 38
2.3 Das Argument der zweiten Transition in der Wirtschaftsgeographie 41
2.3.1 Storpers Konzeption der holy trinity 41
2.3.2 Neue relationale Positionen 43
2.3.3 Umrisse der relationalen Wirtschaftsgeographie 44
2.3.4 Grundkonzepte einer relationalen Wirtschaftsgeographie 48
3 Grundlagen ökonomischer Beziehungen 53
3.1 Bedürfnisse 53
3.2 Güter 54
3.3 Wirtschaftliche Produktion und Produktionsfaktoren 57
3.3.1 Produktionsfaktor Boden 58
3.3.2 Produktionsfaktor Arbeit 61
3.3.3 Produktionsfaktor Kapital 63
3.3.4 Relationale Sichtweise von Ressourcen 65
3.4 Markt 67
3.5 Leistungsmessung in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 71
4 Geographische Grundbegriffe 74
4.1 Positionale Raumkonzepte: Raum, Region, Territorium und Standort 74
4.1.1 Physikalischer Begriff des Raums 74
4.1.2 Region 75
4.1.3 Territorium 75
4.1.4 Abgrenzung von Regionen 75
4.1.5 Standort 78
4.2 Relationale Raumkonzepte: Distanz und Nähe 79
4.2.1 Messung von Distanz 79
4.2.2 Konzepte der Nähe 80
4.2.3 Zur Bedeutung temporärer Nähe in der globalen Ökonomie 83
4.3 Räumliche Disparitäten: Verdichtungsräume und ländliche Räume 84
4.3.1 Verdichtungsräume 87
4.3.2 Ländliche Räume 89
4.4 Möglichkeiten und Grenzen der Messung räumlicher Verteilungen 90
4.4.1 Parameter der regionalen Strukturanalyse 91
4.4.2 Methoden der regionalen Wachstumsanalyse 95
4.5 Globale Verflechtungen 98
4.5.1 Grundkonzeption der Globalisierung 98
4.5.2 Wider die Hyperglobalisierung 101
4.5.3 Regionalisiertes Wachstum internationalen Handels 103
4.5.4 Internationalisierung von Kapitalverflechtungen durch Direktinvestitionen 107
4.5.5 Internationalisierung des Austauschs von Technologien und Wissen 108
Teil II: Ansätze und Grenzen der Raumwirtschaftslehre
5 Im Denken räumlicher Ordnung und Hierarchie 112
5.1 Lagerentenprinzip, Transportkostenprimat und landwirtschaftliche Landnutzung 112
5.1.1 Bodenrente und Lagerente 112
5.1.2 Prinzipien des isolierten Staats 113
5.1.3 Thünen’sche Ringe verschiedener Maßstabsebenen 116
5.1.4 Kritische Würdigung des isolierten Staats 118
5.2 Übertragung des Lagerentenprinzips auf den städtischen Bodenmarkt 120
5.2.1 Prinzipien der städtischen Landnutzungslehre 120
5.2.2 Kritische Würdigung der städtischen Landnutzungslehre 122
5.2.3 Stadtstruktur und Landnutzung 127
5.3 Optimale Versorgung im System zentraler Orte 129
5.3.1 Städtische Ballungen und zentrale Orte 129
5.3.2 Umlandbildung aus Produzentenperspektive 130
5.3.3 Umlandbildung aus Kundenperspektive 130
5.3.4 Anordnung der Einzugsbereiche in einem Hexagonalmuster 131
5.3.5 Hierarchisches System zentraler Güter und zentraler Orte 131
5.3.6 Marktnetze nach Lösch 133
5.3.7 Zentrale Orte in der Planungspraxis in Deutschland 133
5.3.8 Kritische Würdigung des Zentrale- Orte-Systems 137
5.3.9 Erweiterte Konzepte: Städtenetze versus Städteverbünde 141
5.3.10 Zentrale Orte und Stadtentwicklung 145
6 Industrielle Standortwahl 149
6.1 Raumabhängigkeit und Faktordominanzder industriellenStandortlehre 149
6.1.1 Kostenminimale Standortwahl 150
6.1.2 Konzept der Agglomerationsvorteile 152
6.1.3 Interdependente Standortwahl 155
6.1.4 Das Marginalprinzip 156
6.1.5 Behavioristische Standortwahl 157
6.2 Kritische Würdigung der traditionellen Standortlehre 159
6.2.1 Gewinnmaximierung 159
6.2.2 Kausalität 160
6.2.3 Unternehmenskonzept 160
6.2.4 Kostenorientierung 160
6.2.5 Footloose-Industrien und ubiquitification 161
6.2.6 Standortfaktorensicht 162
6.2.7 Statik 162
6.3 Vom Transportkostenprimat zu Standortfaktorenkatalogen 162
6.3.1 Abnehmende Bedeutung von Transportkosten 163
6.3.2 Agglomerationsvorteile im Wandel 165
6.3.3 Arbeitsmarktaspekte 167
6.3.4 Öffentlich-staatliche Einflüsse und Kapitalmarkt 170
6.3.5 Scheinbare Bedeutung von Umwelt- und Lebensbedingungen 172
6.3.6 Harte versus weiche Standortfaktoren 173
6.3.7 Standortwahl als Suchprozess 175
Teil III: Interaktion und Institution
7 Interaktion: Wirtschaftliches Handeln in sozialen Beziehungen 180
7.1 Wandel des Menschenbilds 180
7.1.1 Unvollständige Informationen 181
7.1.2 Grenzen der Rationalität 181
7.1.3 Grenzen des Opportunismus: homo reciprocans 182
7.1.4 Relationale Perspektive des Handelns 183
7.2 Soziale Situationen der Interdependenz 185
7.2.1 Soziale Situationen 185
7.2.2 Interdependenz und Koordinationsproblem 185
7.2.3 Interaktion und Transaktion 186
7.3 Interaktionen in sozialen Beziehungen 188
7.3.1 Vertrauen 189
7.3.2 Reputation 192
7.3.3 Soziales Kapital 195
7.3.4 Einfluss neuer Informations- und Kommunikationstechnologien 198
8 Institutionen 200
8.1 Institutionen und ökonomisches Handeln 200
8.1.1 Zur Regelmäßigkeit sozialen Handelns 200
8.1.2 Begriff und Arten von Institutionen 202
8.1.3 Institutionen zwischen Handeln und Struktur 204
8.1.4 Institutionen aus räumlicher Perspektive 205
8.2 Entstehung und Gestaltung von Märkten 206
8.2.1 Vom Markt zu Märkten 206
8.2.2 Konstitution von Märkten 207
8.2.3 Performativität von Märkten 209
8.2.4 Märkte in räumlicher Perspektive 210
8.3 Institutioneller Wandel 214
8.3.1 Inkrementelle Anpassung von Institutionen 214
8.3.2 Persistenz von Institutionen und institutionelle Hysterese 215
8.3.3 Institutional entrepreneurship 216
8.3.4 Institutionen und Macht 219
8.3.5 Zur Rolle von Institutionen in Innovationsprozessen 220
Teil IV: Organisation
9 Organisation wirtschaftlichen Austauschs 224
9.1 Transaktionskosten und räumliche Produktionsorganisation
in der neuen Institutionenökonomie 224
9.1.1 Unternehmensorganisation als Transaktionsproblem 224
9.1.2 Transaktionskostenansatz 225
9.1.3 Transaktionskosten in räumlicher Perspektive 228
9.2 Embeddedness und Netzwerkbildung in der new economic sociology 229
9.2.1 Der embeddedness-Ansatz 230
9.2.2 Embeddedness in räumlicher Perspektive 231
9.2.3 Unternehmensnetzwerke 232
9.2.4 Paradoxon der embeddednes und lock-in 235
9.3 Temporäre Kooperation in Projekten 237
9.3.1 Projektorganisation 239
9.3.2 Projekte in räumlicher Perspektive 241
9.3.3 Kritische Würdigung der Projektorganisation 242
10 Geographische Cluster 245
10.1 Nationale Wettbewerbsvorteile und industrielle Cluster 245
10.1.1 Faktorbündel zur Erklärung industrieller Cluster 246
10.1.2 Kritische Würdigung des Porter’schen Diamanten 247
10.2 Industriedistrikte und innovative Milieus 248
10.2.1 Dreigeteilte räumliche Wirtschaftsstruktur in Italien 249
10.2.2 Konzeption der Industriedistrikte in Italien 251
10.2.3 Probleme der Übertragbarkeit des Dritten Italien 254
10.2.4 Milieuansatz der GREMI-Schule 256
10.2.5 Innovatives Milieu 256
10.2.6 Konvergenz der Milieu- und Distriktansätze 258
10.3 Theorie regionaler Cluster 260
10.3.1 Clusterdimensionen und trade-offs 260
10.3.2 Lokales Rauschen und globales Pfeifen:
Zu einer wissensbasiertenClustertheorie 269
10.3.3 Temporäre Cluster zur Herstellung globaler Vernetzungen 273
10.3.4 Zum Verhältnis temporärer und permanenter Cluster 278
11 Geographie des Unternehmens 280
11.1 Strategie und geographische Organisation von Unternehmen 280
11.1.1 Wechselwirkung von Strategie und Struktur 280
11.1.2 Tripolare Unternehmenstypologie 283
11.1.3 Entwicklungsstufen der Unternehmensorganisation 286
11.2 Internationalisierung von Unternehmen 288
11.2.1 Strategien der Internationalisierung 289
11.2.2 Eklektisches Paradigma und Stufentheorien 290
11.2.3 Netzwerktheorie der Internationalisierung 294
11.3 Globale Organisation der Wertschöpfung 296
11.3.1 Typen international agierender Unternehmen 296
11.3.2 Marktmacht und oligopolistischer Wettbewerb 300
11.3.3 Aushandlungsprozesse zwischen Staat und Unternehmen 301
11.3.4 Globale Waren- und Wertschöpfungsketten 305
11.3.5 Globale Produktionsnetzwerke 309
Teil V: Evolution
12 Regionales Wachstum und Entwicklung 312
12.1 Neoklassische Theorie 312
12.1.1 Grundmodell regionalen Wachstums 312
12.1.2 Kritische Würdigung der neoklassischen Theorie 313
12.2 Polarisationstheorie 314
12.2.1 Sektorale Polarisation 314
12.2.2 Regionale Polarisation 315
12.2.3 Zirkuläre Verursachung kumulativer Prozesse 316
12.2.4 Zentrum-Peripherie-Modelle 317
12.2.5 Kritische Würdigung der Polarisationstheorie 319
12.3 Exportbasis-Ansatz und regionale Wirtschaftspolitik 320
12.3.1 Regionalwirtschaftliche Multiplikatoreffekte im Exportbasis-Ansatz 320
12.3.2 Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur 322
12.3.3 Europäische Regionalpolitik und Wirtschaftsförderung 325
12.4 Geographical economics 328
12.4.1 Regionale Industrieballungen 329
12.4.2 Kleinräumige Industriespezialisierungen 331
12.4.3 Dynamik von Konzentrations- und Entleerungsprozessen 331
12.4.4 Kritische Würdigung von Krugmans geographical economics 333
13 Evolution von Unternehmen und Standorten 335
13.1 Evolution in der Organisationsökologie 335
13.1.1 Grundzüge evolutionärer Theorien 335
13.1.2 Evolution und Organisationsökologie 337
13.1.3 Organisationsökologie in räumlicher Perspektive 339
13.1.4 Kritische Würdigung der Organisationsökologie 340
13.2 Unternehmensgründungen aus evolutionärer Sicht 342
13.2.1 Gründungs-, Standort- und Wachstumsfaktoren 343
13.2.2 Schumpeter’scher Unternehmerbegriff 344
13.2.3 Saatbeet-Hypothese 345
13.2.4 Inkubator-Hypothese 346
13.2.5 Neugründungen als spin-offs 346
13.2.6 Gründungsforschung und Förderpolitik 349
13.3 Evolutionäres Modell geographischer Industrialisierung 355
13.3.1 Lokalisation und windows of locational opportunity 356
13.3.2 Selektive Clusterungsprozesse 357
13.3.3 Dispersionsprozesse in growth peripheries 358
13.3.4 Shifting centers 359
13.4 Entstehungsprozess und Evolution von regionalen Unternehmensballungen 364
13.4.1 Ursachen der Entstehung von Clustern 364
13.4.2 New industrial spaces und Super-Cluster 367
13.5 Ansätze einer evolutionsökonomischen
Wirtschaftsgeographie 371
13.5.1 Perspektiven und Grundkonzepte 371
13.5.2 Variation durch Innovation und verwandte Vielfalt 372
13.5.3 Räumlich differenzierte Selektion 372
13.5.4 Reproduktion in Entwicklungspfaden 373
13.5.5 Kritische Würdigung der evolutionsökonomischen Wirtschaftsgeographie 374
Teil VI: Innovation
14 Innovation und Unternehmen 378
14.1 Innovation 378
14.1.1 Innovation als Ergebnis 378
14.1.2 Innovation als Prozess 379
14.1.3 Invention versus Imitation 380
14.2 Produktzyklustheorie 381
14.2.1 Forschung und Entwicklung im linearen Modell 381
14.2.2 Produktzyklustheorie in räumlicher Perspektive 383
14.2.3 Unternehmens-, Industrie- und Regionalzyklen 388
14.2.4 Kritische Würdigung der Produktzyklustheorie 389
14.3 Evolutionäre Perspektive technologischen Wandels 390
14.3.1 Evolutionäres Modell konkurrierender Technologien 391
14.3.2 Wissensaustausch und Lernen im Innovationsprozess 394
14.3.3 Institutionen des technologischen Wandels 396
15 Technologischer und gesellschaftlicher Wandel 401
15.1 Theorie der langen Wellen 401
15.1.1 Schumpeters Theorie der langen Wellen 401
15.1.2 Lange Wellen in räumlicher Perspektive 403
15.1.3 Kritische Würdigung der Theorie der langen Wellen 404
15.1.4 Technisch-ökonomische Paradigmen im neoschumpeterianischen Ansatz 405
15.2 Regulationsansatz 406
15.2.1 Akkumulationsregime und Regulationsweise 407
15.2.2 Entwicklungsphase und -krise in räumlicher Perspektive 409
15.2.3 Aus der Fordismuskrise zu einer neuen Entwicklungsphase? 412
15.2.4 Nachfordistische Strukturen in räumlicher Perspektive 413
15.2.5 Kritische Würdigung der Regulationstheorie 416
15.3 Innovationssysteme 417
15.3.1 Typen von Innovationssystemen 417
15.3.2 Nationale Innovationssysteme 418
15.3.3 Regionale Innovationssysteme 421
15.3.4 Lernen und Innovation in räumlicher Perspektive 423
15.4 Varieties of capitalism 425
15.4.1 Institutionelle Ebenen und Komplementaritäten 425
15.4.2 Liberale und koordinierte Marktwirtschaften in räumlicher Perspektive 426
15.4.3 Kritische Würdigung des varieties of capitalism-Ansatzes 426
Literaturverzeichnis 429
Sachregister 475
Verzeichnis der Fallbeispiele 483
Pressestimmen
Aus: rezensionen.ch – Florian Englert – 11.01.2015
Zu Recht gilt der "Bathelt und Glückler" als das Standardwerk für das Studium der Wirtschaftsgeographie: […] Ein umfassendes, fundiertes Lehrbuch für Grund- und Hauptstudium oder Bachelor und Master, das sich auch als Nachschlagewerk eignet!

Aus: Zeitschrift für Wirtschaftsgeographie Jg. 56 (2012) Heft 4, S.274-283 – Walter Thomi
[...] Dieses umfangreiche und außerordentlich kluge Lehrbuch betont dabei die Bedeutung der gesellschaftlichen embeddedness (Institutionen) des wirtschaftlichen Handelns (Interaktion) sowie die daraus resultierenden Organisationen und Dynamiken (Evolution). […] Hervorzuheben ist allerdings, dass der „Wirtschaftsgeographie“ von Bathelt/Glückler, auch wegen ihres Umfanges, am ausgeprägtesten der Charakter eines Lehrbuches aus einem Guss zukommt. […]
Autoreninfo

Bathelt, Harald

Bathelt, Harald

Prof. Dr. Harald Bathelt ist Professor am Department of Political Science der University of Toronto, Kanada, wo er den Canada Research Chair für Innovation & Governance innehält. Er ist zudem Professor am Department of Geography and Planning der University of Toronto und Research Associate am Viessmann Research Centre der Wilfrid Laurier University in Waterloo, Kanada. Zuvor war er als Professor an der Universität Frankfurt/Main und an der Universität Marburg sowie als Gastprofessor an den Geographischen Instituten der Wilfrid Laurier University, Kanada und der East China Normal University in Shanghai, China tätig. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich Wirtschafts- und Industriegeographie, Politische Ökonomie und Methodik. Seine Forschungstätigkeit beschäftigt sich mit einem relationalen Forschungsansatz in der Wirtschaftsgeographie, wissensbasierten Clusterkonzeptionen, „local buzz“ und „global pipelines“, temporären Clustern, Innovationssystemen und sozioökonomischen Konsequenzen des regionalen und industriellen Wandels. Weitere Informationen über seine gegenwärtigen Forschungsaktivitäten und Publikationen finden sich unter http://www.harald-bathelt.com.

Glückler, Johannes

Prof. Dr. Johannes Glückler lehrt an der Universität Heidelberg.
Leserbewertungen

Bewertungen

Ideal für Studierende

Bewertung

Kundenmeinung von R. Bissling

Die Autoren Bathelt und Glückler haben mit der nun dritten Auflage ihres Werkes „Wirtschaftsgeographie“ eine überarbeitete und der aktuellen Forschungsbasis angepasste Ausgabe herausgegeben. Eingegliedert in sechs Abschnitten, wird der/die Leser/in durch einen sehr übersichtlichen Grundaufbau systematisch in die Thematik eingeführt. Von den obligatorischen, aber hier sehr aufwendig und detailliert dargelegten Grundlagen und Begriffsklärungen wird man zu (kritischen) Diskussionen klassischer Theorien der Wirtschaftsgeographie geführt, um schließlich in aller Ausführlichkeit der Entwicklung einer relationalen Wirtschaftsgeographie zu begegnen, in welcher die Autoren die aktuellen Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft durch die Integration fachübergreifender Theorien aufgreifen .
Das Werk ist durch seine Tiefe und Aufmachung wärmstens zu empfehlen: eine riesige Bandbreite an Theorien, Hypothesen, Diskussionen und Modellen wird verständlich behandelt und erklärt, Theorie und Praxis werden verknüpft. Durch Fallbeispiele werden komplexe Themen eingehender aufgegriffen, 118 Abbildungen und 22 Skizzen sorgen für eine gute optische Veranschaulichung. Sowohl zur Studienbegleitung und zur Prüfungsvorbereitung als auch als ständiges Nachschlagewerk eine immense Bereicherung!

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von K. Lenk

Diese Werk umfasst meiner Meinung nach sehr gut strukturiert und inhaltlich-verständlich alle wichtigen und wesentlichen Grundlagen, Konzepte und Inhalte der Wirtschaftsgeographie.
Besonders gut gefällt mir die gute Visualisierung anhand von Tabellen, Karten und Boxen. Für manche Studierende sperrige Teilbereiche wie z.B. Regulationsansätze oder Schumpeters Theorie der langen Wellen werden kompakt, aber dennoch vollständig und interessant verdeutlicht.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von T. Lungu

Das Buch enthält alle wichtigen Themen, ist gut strukturiert und findet im Hauptstudium seine Anwendung. Ist auch ein sehr gutes Buch zum Anstieg in das Thema.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von N. Scharfenort

Sehr strukturierte und didaktisch aufgebaute Einführung in die Wirtschaftsgeographie; sehr informationsdicht auf hohem sprachlichen Niveau.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von D. Hardt

Das Buch ist eine ausführliche und strukturierte Einführung in die Wirtschaftsgeographie.
Für das schnelle Nachschlagen um kompakte Informationen zu erhalten, eignet es sich weniger.

Enthält hochaktuelle Theorien

Bewertung

Kundenmeinung von Theresa

Für dieses Lehrbuch, das mittlerweile in der dritten Auflage vorliegt, sprechen die logische Gliederung, viele anschaulichen Beispiele zu den Theorien (teils auch in farblich hervorgehobenen Hintergrundkästen, so dass sie den Lesefluss nicht stören) und die Vollständigkeit. Es werden alle wichtigen Theorien behandelt, die beispielsweise in einem wirtschaftsgeografischen Studium von Belang sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bathelt/Glückler auch mit der dritten Auflage ein hervorragend strukturiertes und in weiten Teilen verständliches Lehrbuch vorlegen, das als eines der wenigen auf dem deutschen Markt hochaktuelle Theorien enthält. Doch die Autoren präsentieren keine leichte Kost: Der von ihnen angestoßene Paradigmenwechsel wird zunächst zwar einleuchtend begründet, in seinen Details aber nicht anschaulich und verständlich genug erklärt. Will man ihre Logik nachvollziehen, muss man sich bis zum Ende durchkämpfen.

Empfehlenswertes Gesamtwerk

Bewertung

Kundenmeinung von Johanna

Dieses Buch gibt einen anschaulichen und umfangreichen, obwohl sehr allgemeinen, Überblick zum Thema der Wirtschaftsgeographie. Die Gestaltung (Abbildungen, hervorgehobene Boxen etc.) ist verständlich und interessant gegliedert.

Auch die inhaltliche Aufteilung ist durch sinnvolle und gut gegliederte Kapitel nachvollziehbar und es lassen sich gesuchte Informationen schnell finden (hierzu hilft auch das umfangreiche Sachregister).
Weiterhin gibt es eine Hinführung zum Thema allgemein, welche vor allem fachfremden Personen helfen kann; erst im Verlauf des Buches werden die Informationen detaillierter und spezifisch. Das Werk vermittelt die wichtigsten (Grundlagen-)Kenntnisse und Theorien und bezieht sich dabei auf relevante und oftmals aktuelle Fallbeispiele, die gut gewählt sind.
Die Texte sind wissenschaftlich fundiert und dennoch sehr gut verständlich geschrieben.

Es handelt sich um ein empfehlenswertes Gesamtwerk.

Eine gute Investition

Bewertung

Kundenmeinung von Lisa

Gestaltung: Im Allgemeinen ist das Buch in einer angenehmen Textgröße und -verteilung abgedruckt. [...]Außerdem ist er durch sofort erkennbare Überschriften (herausstechend durch ihre blaue Farbe) gegliedert. Aufgelockert wird der prozentual überwiegende Text durch viele Grafiken, die auch trotz ihrer reinen schwarz-weiß-blau Darstellung gut auswertbar, informativ und sinnvoll ergänzend sind. [...]

Inhalt: Inhaltlich handelt es sich um eine gute Einweisung in alle wichtigen Theorien und Begriffe der Wirtschaftsgeographie. Besonders im Vergleich zu den vorherigen Auflagen ist positiv hervor zu heben, dass nun auch modernere Ansätze aufgegriffen wurden, die zur aktuellen Themendiskussion in jedem Falle dazu gehören. [...] Daraus ergibt sich der enorme Vorteil, dass man das Buch nicht in einem Stück lesen oder durcharbeiten muss, sondern durchaus in der Lage ist hin und her zu springen und sich nur das heraus zu suchen, was man gerade braucht.
[...]

Zusammenfassung: Durch die tiefgründige aber trotzdem nicht zu spezifische Darstellung ist das Buch sicherlich sowohl für Bachelor- und Masterstudiengänge geeignet, die eine Beschäftigung mit dem Thema „Wirtschaftsgeographie“ aufweisen. Meine Empfehlung: Bei echtem Bedarf eine gute Investition.

Für Humangeographen ein "Must-Have"

Bewertung

Kundenmeinung von Joana

Für alle Humangeographen ist dieses Buch von Bathelt/ Glückler ein „Must-Have“, da es durch seinen Umfang einen sehr guten Überblick über das Themengebiet gibt und man damit immer ein wissenschaftlich fundiertes Nachschlagewerk parat hat. Das Buch ist sechs Teile gegliedert (Einführung; Ansätze und Grenzen der Raumwirtschaftslehre; Interaktion und Institution; Organisation; Evolution und Innovation), die sich weiterhin in 15 weitere Unterkapitel untergliedern. Auf 483 Seiten gibt es insgesamt 118 Abbildungen und 22 Tabellen, die allesamt gut und verständlich dargestellt sind. Durch das Sachregister und die Hervorhebungen im Text findet man sehr schnell die gesuchten Informationen. Dadurch verplempert man nicht viel Zeit, wenn man das Buch nur für eine kurze Recherche verwenden möchte. Für Studenten der Geographie (oder auch anderer Fachrichtungen) ist der Inhalt verständlich dargestellt und wird anhand von unterschiedlichen Fallbeispielen verdeutlicht. Zwar ist das Buch preislich gesehen nicht sehr billig, jedoch lohnt sich die Investition schon, wenn man sich für das Thema interessiert und ein gutes Standard-Werk für diverse Recherchen benötigt. Am Ende kann ich dieses Buch mit bestem Gewissen jedem ans Herz legen, der sich für die Wirtschaftsgeographie interessiert und auch gerne sein Regal um ein schickes Buch erweitern will.

Sehr übersichtlich gestaltet

Bewertung

Kundenmeinung von Desireé

Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet und die Inhalte sinnvoll gegliedert. Wer etwas Bestimmtes sucht, kann das Sachregister nutzen und kommt so rasch zu seinen Informationen.

Die Texte im Fließtext sind wissenschaftlich und sehr ausführlich. Dennoch versteht man sie gut. Immer wieder gibt es Grafiken, Diagramme usw. Diese empfand ich als sehr hilfreich, da so einige Informationen aus dem Text noch besser nachvollzogen werden konnten. Gleiches gilt für die Fallbeispiele!
Dennoch muss man sich natürlich bewusst sein, dass es sich hier um ein Fachbuch handelt, d.h. dass die Texte durchaus anspruchsvoll sind und in Ruhe nachvollzogen werden müssen.

Die Kapitel, die ich bisher gelesen habe, haben die Informationen aus meiner Vorlesung vertieft und noch umfangreicher behandelt (besser gesagt: Innerhalb meines Geographiestudiums ist das Werk tlw. sogar \"zu\" umfangreich), so dass ich mich auch auf eine Prüfung sehr gut vorbereitet fühle. Auch denke ich, dass das Buch gut für das Selbststudium nutzbar ist.

Insgesamt kann ich dieses Buch weiterempfehlen.
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