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Alte Geschichte studieren

von Blum, Hartmut ; Wolters, Reinhard Fach: Geschichte; Reihe: UTB basics

Grundlegende Orientierung für Studienanfänger*innen

Der Band bietet sämtliche Basisinformationen zum Studium der Alten Geschichte. Behandelt werden Gegenstand und Fragestellungen des Faches sowie die Quellenkunde einschließlich der Hilfs- und Nachbardisziplinen und spezieller Zugangsweisen. Das Buch führt in die grundlegenden Arbeitstechniken und Darstellungsformen (Materialerschließung, Materialbewältigung, Darstellung) ein und gibt nützliche Hinweise zur Orientierung in der Universität, zur sinnvollen Anlage des Fachstudiums bis hin zu möglichen Berufsfeldern und Perspektiven.
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Details
ISBN 9783825252816
UTB-Titelnummer 2747
Auflagennr. 3. überarb. u. erw. Aufl.
Erscheinungsjahr 2021
Erscheinungsdatum 07.06.2021
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag UVK
Umfang 286 S., 48 Fotos, 20 farb. Abb., 47 Abb.
Inhalt
Vorwort
1 Alte Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart
1.1 Was ist ,Geschichte‘?
1.1.1 Begriffsbestimmung
1.1.2 Periodisierungen
1.2 Der Gegenstand des Fachs ,Alte Geschichte‘
1.2.1 Zeit
1.2.2 Raum
1.3 Der ,Sinn‘ der Alten Geschichte
1.3.1 Alte Geschichte als Teil der Geschichte
1.3.2 Zunahme der Quellen
1.3.3 Beantwortung neuer Fragestellungen.
1.3.4 Die Antike als das ,nächste Fremde‘
1.3.5 Relative Einfachheit und Abgeschlossenheit
1.3.6 Methodische Dichte
1.3.7 Tendenz zur Universalgeschichte
1.3.8 Ästhetischer Reiz
1.4 Die Geschichte des Fachs
1.4.1 Zwischen Philologie und Universalgeschichte
1.4.2 Forschungsfelder
1.4.3 Die Alte Geschichte in der Gegenwart
2 Die Quellen der Alten Geschichte und ihre Hilfs- und Nachbardisziplinen
2.1 Einleitung: Quellen und Quellengattungen
2.1.1 Quellen und Sekundärliteratur
2.1.2 Tradition und Überreste
2.1.3 Schriftquellen und Geschichte
2.1.4 Quellengattungen und Hilfswissenschaften
2.2 Literarische Quellen – die Philologien
2.2.1 Die Handschriftenüberlieferung
2.2.2 Die wissenschaftliche Textkritik.
2.2.3 Die kritische Edition
2.2.4 Literaturgattungen und Topik
2.2.5 Die antike Geschichtsschreibung
2.2.6 Formen der Geschichtsschreibung und Quellenkritik
2.2.7 Quellenkritik und ‚Quellenforschung‘
2.2.8 Die antike Biographie
2.2.9 Andere Literaturgattungen: Fachschriften, Dichtung, Reden und Briefe
2.2.10 Einzelstelle und gesamtes Werk
2.3 Inschriften – die Epigraphik
2.3.1 Gegenstand und Geschichte
2.3.2 Die Geburtsstunde der großen Inschriftencorpora
2.3.3 Die wichtigsten Inschriftenpublikationen heute.
2.3.4 Die Arbeit der Epigraphiker
2.3.5 Aufnahme und Dokumentation
2.3.6 Lesung und Textherstellung
2.3.7 Diakritische Zeichen
2.3.8 Datierungsmöglichkeiten.
2.3.9 Inschriftengattungen und Aussagemöglichkeiten
2.3.10 Die Bedeutung von Neufunden
2.4 Die Papyrologie
2.4.1 Der Gegenstand des Faches
2.4.2 Regionale und soziale Verbreitung
2.4.3 Zeitrahmen und Repräsentativität
2.4.4 Gliederung des Materials
2.4.5 Aufgaben der Papyrologie.
2.4.6 Aufbewahrung und ,Archive‘.
2.4.7 Editionen und Zitierweise
2.5 Münzen – die Numismatik
2.5.1 Der Gegenstand der Numismatik
2.5.2 Eigenschaften der Münzen.
2.5.3 Münzgeschichte .
2.5.4 Forschungsgebiete.
2.5.5 Bereitstellung des Materials: Zitierwerke
2.6 Materielle Überreste – die Archäologie
2.6.1 Archäologie als Grabungswissenschaft
2.6.2 Archäologie als Bildwissenschaft
2.6.3 New Archaelogy und Experimentelle Archäologie
2.6.4 Archäologie und Alte Geschichte
3 Arbeitstechniken und Darstellungsformen.
3.1 Einleitung: die historische Untersuchung.
3.1.1 Wie es eigentlich gewesen
3.1.2 Fakten und (Be)deutung
3.1.3 Material und Interpretation.
3.1.4 Die Zeitgebundenheit von Fragestellungen.
3.1.5 Interpretation und Wissenschaftlichkeit.
3.1.6 Die wissenschaftliche Methode.
3.2 Quellenrecherche
3.2.1 Digitale Quellenrecherche
3.2.2 Handbücher und Quellensammlungen
3.2.3 Spezialliteratur und Lexikonartikel
3.2.4 Vom Quellenbeleg zur Quelle: die Abkürzungen
3.2.5 Das Auffinden von Quellenpublikationen
3.3 Literaturrecherche
3.3.1 Unterschiedliche Literatur
3.3.2 … und unterschiedliche Recherche
3.3.3 Unsystematisches Bibliographieren: das ‚Schneeballsystem‘
3.3.4 Systematisches Bibliographieren
3.3.5 Digitale Literatursuche
3.3.6 Rezensionen und Recherche
3.4 Die Materialbewältigung
3.4.1 Quellenbearbeitung
3.4.2 Literaturbearbeitung
3.5 Darstellungsformen
3.5.1 Der mündliche Vortrag: das Referat
3.5.2 Protokolle und Rezensionen
3.5.3 Die schriftliche Darstellung: die wissenschaftliche Arbeit
3.5.4 Bibliographische Angaben und Zitierweisen
4 Spezielle Zugangsweisen
4.1 Die Chronologie
4.1.1 Jahreszählungen
4.1.2 Der Kalender
4.1.3 Synchronismen und Symbole, Rundzahlen und Berechnungsformen
4.1.4 Naturwissenschaftliche Methoden.
4.2 Die Historische Geographie
4.2.1 Geographie und Historische Geographie
4.2.2 Die Geographie in der Antike
4.2.3 Arbeitsweise der Historischen Geographie.
4.3 Die Prosopographie
4.3.1 Die prosopographische Arbeitsweise
4.3.2 Geschichte der Prosopographie
4.3.3 Prosopographische Werke
4.3.4 Grenzen und Chancen der Prosopographie
4.4 Die Historische Anthropologie
4.4.1 Anthropologie vs. Strukturgeschichte
4.4.2 Anthropologie vs. Geschichte.
4.4.3 Ausblick
5 Studium und Beruf
5.1 Das Studium
5.1.1 Sprachliche Voraussetzungen
5.1.2 Fächerkombinationen
5.1.3 Struktur des Studiums und Veranstaltungsformen
5.1.4 Der Stundenplan
5.1.5 Das Selbststudium.
5.1.6 Bibliotheken und ihre Benutzung
5.1.7 Prüfungen
5.2 Berufsperspektiven
5.2.1 Die Wissenschaft.
5.2.2 Das Lehramt
5.2.3 Andere Berufsfelder.
5.2.4 Das Praktikum.
Literaturverzeichnis .
Glossar
Literaturnachweise
Personenregister
Geographisches und ethnisches Register.
Sachregister
Bildnachweis.
Pressestimmen

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Autoreninfo

Blum, Hartmut

Dr. Hartmut Blum lehrt Alte Geschichte an der Universität Tübingen.

Wolters, Reinhard

Prof. Dr. Reinhard Wolters ist Vorstand des Instituts für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien.

Weitere Titel von Blum, Hartmut; Wolters, Reinhard

Reiheninfo
Unsere Lehrbücher für die "Generation @": Die Bände der Reihe utb basics bereiten den Stoff in kompakter, leicht verständlicher und übersichtlicher Form auf. Damit ist der Lernerfolg garantiert – quer durch alle Studienfächer.

basics steht für Lehrbücher, die in knapper und didaktisch ausgearbeiteter Form Einführungen in wesentliche Fachgebiete bieten.

Der didaktische Aufbau ermöglicht eine:
schnelle Orientierung durch Kapitelübersichten und Zusammenfassungen
• Arbeitsaufgaben mit Lösungen erlauben eine rasche Überprüfung des gelernten Stoffes
• Grafische Elemente erleichtern die Leserführung und strukturieren den Stoff auch optisch
• Stichworte, Glossare, Definitionen, Merksätze und ausführliche Register ermöglichen einen direkten Zugriff auf einzelne Passagen zum Nachlesen und Wiederholen
Das einheitliche Layout sorgt für rasches Zurechtfinden. Die Reihe zeichnet sich durch eine leicht verständliche Sprache aus, Fremdwörter und Fachbegriffe werden nicht vorausgesetzt.

Weitere Titel aus dieser Reihe anzeigen

Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von P. Kritzinger

Eine Einführung in ein wissenschaftliches Fach muss notgedrungen Abstriche machen - d.h. der Auswahl des Stoffes kommt eine zentrale Rolle zu. Diese Auswahl ist den beiden Autoren ausgezeichnet gelungen. Sie beherrschen zudem den Stoff meisterhaft und präsentieren ihn unprätentiös. Insgesamt lassen sich die Ausführungen selbst zu den komplexesten Bereichen sehr gut lesen und begreifen.

Eine rundum gelungene Einführung: Klare Empfehlung!!!

Hervorragender Einstieg in die Alte Geschichte

Bewertung

Kundenmeinung von Rouven Heynmöller

Blum und Wolters bieten mit ihrer Einführung eine gute Basis für das Entdecken der Alten Geschichte als facettenreichem Forschungsgebiet. Dabei bietet es sich aufgrund seiner guten Lesbarkeit sowie der Erklärung von Fachtermini nicht nur Studienbeginnern, sondern ebenso aufgrund weiterführender Kapitel sowie Literaturhinweisen fortgeschrittenen Studenten als Wiederholung an.
Als Einstieg dient eine Definition des Faches, die auf besondere Problematiken, wie die Periodisierung, den Raum, die Quellenarmut und nicht zuletzt den "Sinn" der Alten Geschichte eingeht. Darauf folgt ein kurzer, aber lesenswerter Durchgang durch die Forschungsgeschichte. Im nächsten Kapitel wiederum widmen sich Blum und Wolters den Quellen der Alten Geschichte sowie den daran anknüpfenden Hilfs- und Nachbarwissenschaften. Hierbei erhält man eine gute Einführung in die philologisch-kritische bzw. historisch-kritische Quellenarbeit, indem nach einer knappen Beschreibung der jeweiligen Hilfswissenschaft ebenfalls ihre Möglichkeiten wie auch Grenzen anhand eines Beispiels thematisiert werden. Als Abschluss jedes Unterkapitels folgt ein fundiertes Literaturverzeichnis, das zum Vertiefen des jeweiligen Gegenstandes anregt. Das dritte Kapitel befasst sich darauf mit einer Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Hierbei werden neben der Quellenrecherche, dem Bibliographieren und der Deutung alle wichtigen Arbeitstechniken und daran anschließend Darstellungsformen (Exzerpt, Rezension, Hausarbeit) aus dem Studienalltag eines Althistorikers beschrieben. Eine besondere Erwähnung gebührt hierbei der digitalen Literatursuche wie auch dem Verweis auf elektronische Publikationen, da sie unserem Medienzeitalter Rechnung tragen und stetig an Einfluss gewinnen. Im folgenden Kapitel, "Spezielle Zugangsweisen" genannt, folgen in gewohnter Weise (siehe Kapitel 2) Einführungen in Chronologie, Historische Geographie, Prosopographie und Historische Anthropologie, wobei ihre Frageansätze und ihr methodisches Werkzeug zunächst erläutert und in einem weiteren Schritt exemplarisch verdeutlicht werden. Das fünfte Kapitel hingegen thematisiert sowohl das Studium selbst mit Verweisen auf dessen sprachliche Voraussetzungen, Fächerkombinationen und Struktur als auch mögliche berufliche Perspektiven in den üblichen Berufszweigen (Lehramt, Archivdienst, Lektorat, Öffentlichkeitsarbeit). Schließlich erwecken ein nach Themen sortiertes, aktualisiertes Literaturverzeichnis, ein Glossar sowie ein Sachregister den Eindruck eines runden Abschlusses.
Blum und Wolters bieten mit dieser Einführung ein gut leserliches Kompendium zum Studium der Alten Geschichte, das insbesondere durch seine Komprimierung, Strukturierung und nicht zuletzt Leserlichkeit hervorsticht. Des Weiteren brilliert sie aufgrund ihrer wohl eingesetzten Exempla, welche die Darstellung an keiner Stelle trocken oder missverständlich erscheinen lassen. Daneben sorgen die etymologisch erklärten Fachtermini für ein reflektiertes Aufnehmen und Anwenden dieser Begriffe. Allerdings sollte beispielsweise im Falle von Epen (S. 52) als etymologischer Hinweis besser das Substantiv Epos als der Aorist Infinitiv Aktiv von legein verwendet werden. Ein weiteres, kleines Manko besteht in den teilweise lieblosen Fragen als Wiederholung zu den vorangegangenen Darstellungen, da sie in der Regel einfach überblättert werden. Ein letzter Kritikpunkt gilt schließlich der stellenweise nicht augenscheinlich sinnvollen Bebilderung (S.229, 238).

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