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Geschichte der Sonderpädagogik

Eine Einführung

von Ellger-Rüttgardt, Sieglind Luise Fach: Sonderpädagogik;

Ein langer Weg: Das Recht auf Bildung für Menschen mit Behinderung.

Ausgehend von Fragen der Gegenwart rollt diese Einführung in die Geschichte der Sonderpädagogik die wichtigsten Etappen chronologisch auf: von der Zeit der Aufklärung über das 19. und 20. Jahrhundert bis hin zu gegenwärtigen Trends in Theorie und Praxis der pädagogischen Hilfesysteme für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Die Widersprüche moderner Pädagogik werden entfaltet an ihrer Spezialdisziplin Sonderpädagogik. Unterschiedliche theoretische Ansätze wie Ideen-, Sozial-, Institutions- und Alltagsgeschichte finden dabei Berücksichtigung.

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Details
ISBN 9783825287658
UTB-Titelnummer 8362
Auflagennr. 2. aktual. Aufl.
Erscheinungsjahr 2019
Erscheinungsdatum 07.10.2019
Einband Kartoniert
Formate UTB L (17 x 24 cm)
Originalverlag Ernst Reinhardt
Umfang 384 S., 42 Abb., 12 Tab.
Inhalt
Hinweise zur Benutzung dieses Lehrbuches 7
Vorwort zur 2. Auflage 9
1 Einleitung 11
2 Pädagogik der Aufklärung: Das späte 18. Jahrhundert 20
2.1 Die Idee der Bildsamkeit behinderter Menschen 20
2.2 Die ersten Institutionen 33
Paris 33
2.2.1 Die Taubstummenanstalt 33
2.2.2 Die Blindenanstalt 38
Wien 46
2.2.3 Das Taubstummen-Institut 46
Leipzig 50
2.2.4 Die Taubstummenanstalt 50
2.3 Die Erfindung neuer Methoden 62
3 Bildung und bürgerliche Gesellschaft: Das 19. Jahrhundert (bis etwa 1860) 72
3.1 Die preußische Reformära und die Bildung behinderter Menschen 72
3.2 Die Berliner Institute für Gehörlose und Blinde 78
3.3 Bildung und Erziehung geistig behinderter Menschen 87
3.4 Weitere Ausdifferenzierungen: Rettungshausbewegung und Erziehungsanstalten für krüppelhafte Kinder 99
3.5 Versuch einer institutionellen Absicherung des Bildungsanspruches: Die „Verallgemeinerungsbewegung“ 108
3.6 Zwischenbilanz 124
4 Industrialisierung und soziale Ungleichheit: Das Wilhelminische Kaiserreich (1871–1918) 131
4.1 Heilpädagogik zwischen Biologie, Ökonomie und Pädagogik 131
4.2 Ausdifferenzierung und Weiterentwicklung sonderpädagogischer Bildungsinstitutionen 142
4.3 Entstehung und Ausbau der Hilfsschule 152
4.4 Kritik an der Hilfsschule 163
4.5 Ein Blick zum Nachbarn: Die Debatte um lernschwache Schüler in Frankreich 173
4.6 Professionalisierung der Sonderpädagogen und Interessenvertretung behinderter Menschen 184
5 Demokratischer Aufbruch und „Blüte der Heilpädagogik“: Die Weimarer Republik (1918–1933) 199
5.1 Heilpädagogik und Allgemeine Pädagogik 199
5.2 Heilpädagogik und Reformpädagogik 207
5.3 Erneutes Streben nach Internationalität 214
5.4 Jüdische Heilpädagogik und Wohlfahrtspflege 216
5.5 Frauen in der Sonderpädagogik 225
6 Rassenpolitik und gesellschaftliche Ausgrenzung: Das „Dritte Reich“ (1933–1945) 242
6.1 Ideologische Grundlagen 242
6.2 Zur Praxis der NS-Behindertenpolitik 249
6.3 Hilfsschule im „Dritten Reich“ 255
6.4 Zur Rolle der Sonderpädagogen 267
6.5 Menschen mit Behinderung im Nationalsozialismus 278
7 Traumatisierung und Neuanfang: Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg (1945–1989) 291
7.1 Keine „Stunde Null“ 291
7.2 Restauration, Wiederaufbau und Reform der Sonderpädagogik in der Bundesrepublik Deutschland 293
7.3 Sonder- und Rehabilitationspädagogik in der sowjetisch besetzten Zone und in der DDR 310
7.4 Vergleichende Perspektiven und Desiderata 324
8 Ausblick: Erfolge, Niederlagen, Gefährdungen 331
Anhang 337
Anmerkungen 337
Literatur 339
1 Quellen 339
2 Darstellungen 345
Bildquellennachweis 359
Verzeichnis der Abkürzungen 360
Verzeichnis der Archive 361
Zeittafel 362
Namenregister 378
Autoreninfo

Ellger-Rüttgardt, Sieglind Luise

Prof. Dr. Sieglind Ellger-Rüttgardt ist Professorin im Ruhestand und lehrte an der Humboldt-Universität zu Berlin.
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Gleichzeitigkeit von Universalität und Partikularität

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Kundenmeinung von Dr. Michael Lausberg

Ausgehend von Fragen der Gegenwart stellt diese Einführung der die wichtigsten Etappen der Geschichte der Sonderpädagogik chronologisch von der Aufklärung bis heute dar. Unterschiedliche theoretische Ansätze wie Ideen-, Sozial-, Institutions- und Alltagsgeschichte finden dabei Berücksichtigung. Sie geht dabei von dem Universalitätsanspruch einer Bildung für alle Kinder und Jugendliche ausgehen. Wenn dieser Anspruch auch auf Kinder und Jugendliche mit Lebens- und Lernschwierigkeiten zutrifft, erweist sich die Umsetzung dieses Anspruches in der praktischen Realisierung als ein sehr ambivalenter. Daher geht sie von folgenden Prämissen aus: „Dieses Phänomen der Ambivalenz und Widersprüchlichkeit ist – und das sei hier besonders betont – konstitutiv für den Charakter der Pädagogik seit ihrem Entstehen als Disziplin im 18.Jahrhundert. Die vorliegende Einführung in das pädagogische Spezialgebiet Sonderpädagogik unternimmt demzufolge den Versuch, die Idee der Bildsamkeit im Hinblick auf den Personenkreis behinderter Kinder und Jugendlicher unter dem Aspekt der Gleichzeitigkeit von Universalität und Partikularität zu untersuchen. Dabei ist das Ziel, sowohl die Idee selbst in ihrer Variabilität als auch die Referenzräume von Methoden, Institutionen und Profession zu analysieren.“ (S. 18)
In einer längeren Einleitung stellt sie ihre Vorgehensweise und ihre Fragestellungen vor. Danach beginnt sie mit der Pädagogik der Aufklärung, wo die Idee der Bildsamkeit behinderter Menschen, die ihren Institutionen und deren Methoden im Mittelpunkt stehen. Anschließend geht es um die weitere Entwicklung bis 1860, wo die preußischen Bildungsreformen, die Ausdifferenzierungen und der Versuch einer institutionellen Absicherung des Bildungsanspruches thematisiert werden. Die weiteren Entwicklungen im deutschen Kaiserreich (Ausdifferenzierungen, Biologismus, Professionalisierung), ein Vergleich mit Frankreich und die Diskussion um die Hilfsschule werden dann vorgestellt.
Die „Blüte der Heilpädagogik“ in der Weimarer Republik wird dann präsentiert. Das Verhältnis der Heilpädagogik zur Reformpädagogik und zur Allgemeinen Pädagogik, Frauen in der Sonderpädagogik und die Etappen der jüdischen Heilpädagogik. Das dunkle und eliminatorische Kapitel der NS-Zeit folgt danach: Darin werden Ideologie und Praxis der NS-Behindertenpolitik, die Hilfsschule, die Verquickung von Sonderpädagogen mit den Zielen des NS-Regimes und Widerstand und die gesellschaftliche Ausgrenzung behinderter Menschen behandelt. Die Kontinuitäten nach 1945 und der Versuch eines Neuanfangs werden dann getrennt in der BRD und der SBZ/DDR geschildert. Die beiden parallelen Entwicklungen werden sodann verglichen und Folgerungen aus diesen Entwicklungen gezogen.
In einem Ausblick werden dann noch die Erfolge und Niederlagen in der Geschichte der Sonderpädagogik herausgearbeitet und gegenwärtige Debatten diskutiert. Im Anhang findet man noch die Anmerkungen, Quellen und Darstellungen, der Bildquellennachweis, ein Verzeichnis der Abkürzungen, ein Verzeichnis der Archive, eine ausführliche Zeittafel und ein Namensregister.

Der Ansatz der Autorin wurde in diesem Buch gut umgesetzt. Erfreulich ist, dass die jüdische Heilpädagogik ausführlich diskutiert wird und der Mythos der „Stunde Null“ dekonstruiert wurde. Mit Blick auf das „lange 19. Jahrhundert“ hätten das dritte und vierte Kapitel leicht zusammengefasst werden können. Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels wären didaktisch gut gewesen. Hervorzuheben ist der opulente Anhang, eine Zeittafel erleichtert das schnelle Nachschlagen dort sehr.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von R. Kruschel

Das Buch ist logisch aufgebaut und beschreibt die Geschichte der Sonderpädagogik im richtigen Umfang.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von R. Kruschel

Stimmiger Überblick, der einen Einstieg in die Thematik für die Student*innen leicht macht.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von T. Arnold

Das Buch eignet sich hervorragend, um mit Diagnostik befassten Grundschullehrkräften einen relevanten Überblick über die Entwicklung in der Sonderpädagogik zu geben.

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