utb-Shoputb-Shop

0 Artikel zum Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Gesamtsumme 0,00 €
Zwischensumme 0,00 €

Grundlagen der Psychiatrie

von Paulitsch, Klaus ; Karwautz, Andreas Fach: Medizin/ Ernährung/ Gesundheit; Psychologie;

Ausgehend von einer Einführung in psychiatrische Konzepte und deren historische Entwicklungen wird im allgemeinen Teil dieses Lehrbuchs auch ein Überblick zu Einrichtungen und Behandlungsmethoden für PatientInnen mit psychischen Störungen vermittelt. Im speziellen Teil werden konkrete psychiatrische Krankheitsbilder sowie deren Diagnose- und Therapiemethoden dargestellt. Dazu zählen beispielsweise Depressionen, Angsterkrankungen, Schizophrenie, Ess- oder Persönlichkeitsstörungen. Durch den praxisnahen und strukturierten Aufbau eignet sich das Buch sowohl als Lernbehelf für die Ausbildung wie auch als Nachschlagewerk. Ergänzt durch Fotografien von Ausdrucksformen psychischer Störungen, bildet dieses Werk eine anschauliche Einführung in die Psychiatrie.
Erweitern/ reduzieren Zusatzinformationen

Verfügbare Formate

Print-Ausgabe *(verfügbar)
27,99 €
2. aktual. u. überarb. Aufl.
Online-Zugang **(verfügbar)
22,99 €
2. aktual. u. überarb. Aufl.
Buch und Online-Zugang nur
33,74 €
AGB / Widerrufsbelehrung

Beim Kombi-Angebot sparen Sie 33% gegenüber dem Preis der Einzelprodukte!

Was ist der »Online-Zugang«?

ePUB **(verfügbar)
22,99 €
2. aktual. u. überarb. Aufl.
Dieses E-Book können Sie auf allen Geräten lesen, die ePUB- und DRM-fähig sind, z.B. auf den Tolino oder Sony Readern - nicht auf dem Kindle.
Mit dem Kauf des Downloads verzichten Sie auf das Widerrufsrecht für diesen Artikel.

* Print-Ausgabe inkl. 7% Mehrwertsteuer ** Online-Zugang/ePUB inkl. 19% Mehrwertsteuer
Kostenlose Lieferung innerhalb Deutschlands ab einem Bestellwert von 10,- €. Details

Details
ISBN 9783825252472
UTB-Titelnummer 3080
Auflagennr. 2. aktual. u. überarb. Aufl.
Erscheinungsjahr 2019
Erscheinungsdatum 11.06.2019
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag facultas
Umfang 370 S., 17 Fotos, 11 Abb., 9 Tab.
Inhalt
Vorwort zur 2. Auflage 15
Vorwort 17
Geleitwort 19
I Einführung 17
1 Begriffsbestimmung 17
2 Historische Aspekte 20
II Versorgungsstrukturen in der Psychiatrie 26
1 Reformen in der Psychiatrie 26
1.1 Voraussetzungen 26
1.2 Allgemeine Ziele von Reformen in der Psychiatrie 28
1.3 Umsetzung der Reform 28
2 Psychiatrische Einrichtungen 30
2.1 Vollstationäre Einrichtungen 30
2.2 Teilstationäre Einrichtungen 31
2.3 Ambulante Einrichtungen 33
3 Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie und rechtliche Rahmenbedingungen 34
3.1 Vorbemerkung 34
3.2 Zwangsmaßnahmen und Unterbringung 35
III Therapieverfahren 38
1 Psychopharmakotherapie 38
1.1 Einleitung 38
1.2 Antidepressiva 39
1.3 Phasenprophylaktika 42
1.4 Tranquilizer 45
1.5 Antipsychotika (Neuroleptika) 47
1.6 Weitere Psychopharmaka 50
2 Andere biologische Therapieverfahren 51
2.1 Elektrokrampftherapie (EKT) 51
2.2 Schlafentzugstherapie 53
2.3 Lichttherapie 53
3 Psychotherapie in der Psychiatrie 54
3.1 Definition 55
3.2 Wirkungsweise, Rahmenbedingungen, Indikationen der Psychotherapie 56
3.3 Psychotherapeutische Schulen und Methoden 58
4 Ergotherapie und Soziotherapie 64
4.1 Ergotherapie 64
4.2 Soziotherapie 65
IV Ursachen von psychischen Störungen 66
1 Begriffsdefinition 66
2 Risikofaktoren und prädisponierende Faktoren 68
2.1 Genetik 68
2.2 Neurobiologie 68
2.3 Prä- und Perinatalfaktoren bzw. virale Infektionen 69
2.4 Psychosoziale Ursachen 69
2.5 Auslösende Faktoren 70
3 Modelle psychischer Störungen 71
3.1 Medizinisches Krankheitsmodell 72
3.2 Psychodynamisches Modell 73
3.3 Verhaltenstheoretisches Modell 74
3.4 Kognitives Modell 74
3.5 Sozialpsychiatrisches bzw. systemisches Modell 75
3.6 Integratives Modell 75
3.7 Zusammenfassung 78
V Grundlagen der psychiatrischen Diagnostik 80
1 Einleitung 80
1.1 Bedeutung der Diagnose in der Psychiatrie 80
1.2 Diagnostische Ansätze 81
2 Psychopathologie 83
2.1 Symptom, Syndrom, Störung und Krankheit 83
2.2 Der psychopathologische Status 85
2.3 Syndrome 99
3 Grundlagen von modernen Diagnosesystemen (ICD-10, DSM-5) 100
3.1 Einleitung 100
3.2 Deskriptiver diagnostischer Ansatz 103
3.3 Komorbidität 103
3.4 Multiaxiale Diagnostik 104
3.5 Diagnosekategorien in der ICD-10 104
4 Krankheitsanamnese und Exploration 105
4.1 Hauptbeschwerden 106
4.2 Aktuelle Vorgeschichte 106
4.3 Psychiatrische Anamnese 107
4.4 Somatische Anamnese 107
4.5 Familienanamnese 108
4.6 Biografie 108
4.7 Beurteilung der prämorbiden Persönlichkeit 108
4.8 Abschluss der Exploration und Zusammenfassung 109
5 Zusatzbefunde in der Psychiatrie 109
5.1 Elektroenzephalografie (EEG) 110
5.2 Bildgebende Verfahren 110
5.3 Blut- und Harnanalyse, Liquordiagnostik 112
5.4 Psychologische Testverfahren 112
VI Schizophrenie und sonstige psychotische Störungen 115
1 Schizophrenie 115
1.1 Einleitung 115
1.2 Häufigkeit der Schizophrenie 116
1.3 Ursachen der Schizophrenie 116
1.4 Symptome der Schizophrenie 120
1.5 Verlaufsformen, Klassifikation und Typen der Schizophrenie 124
1.6 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 126
1.7 Therapie der Schizophrenie 127
2 Schizoaffektive Störung 130
3 Akute psychotische (schizophreniforme) Störung 131
4 Schizotype Störung 132
5 Wahnhafte Störung 133
6 Puerperalpsychose (früher „Stillpsychose“) 134
VII Affektive Störungen 136
1 Depressionen 136
1.1 Einleitung 136
1.2 Häufigkeit und Ursachen von Depressionen 137
1.3 Klinik der Depression 140
1.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 148
1.5 Therapie der Depression 148
2 Bipolare affektive Störungen 152
2.1 Einleitung 152
2.2 Häufigkeit und Ursachen der bipolaren affektiven Störung 153
2.3 Klinik der bipolaren affektiven Störung 154
2.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 160
2.5 Therapie der bipolaren affektiven Störung 160
VIII Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen 163
1 Angststörungen 164
1.1 Einleitung 164
1.2 Häufigkeit und Ursachen von Angststörungen 165
1.3 Klinik der Angststörungen 166
1.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 173
1.5 Therapie von Angststörungen 173
2 Zwangsstörung 178
2.1 Einleitung 178
2.2 Häufigkeit und Ursachen der Zwangsstörung 178
2.3 Klinik der Zwangsstörung 179
2.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 182
2.5 Therapie der Zwangsstörung 182
3 Psychische Reaktionen auf Belastungen 183
3.1 Einleitung 183
3.2 Häufigkeit und Ursachen von Belastungsreaktionen 184
3.3 Klinik der Belastungsstörungen 184
3.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 187
3.5 Therapie der Belastungsstörungen 189
3.6 Burnout-Syndrom 189
4 Dissoziative Störungen 190
4.1 Einleitung 190
4.2 Häufigkeit und Ursachen von dissoziativen Störungen 191
4.3 Klinik der dissoziativen Störungen 192
4.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 195
4.5 Therapie der dissoziativen Störungen 195
5 Somatoforme Störungen 196
5.1 Einleitung 196
5.2 Häufigkeit und Ursachen von somatoformen Störungen 196
5.3 Klinik der somatoformen Störungen 197
5.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 202
5.5 Therapie der somatoformen Störungen 202
IX Essstörungen 204
1 Einleitung 204
2 Häufigkeit und Ursachen von Essstörungen 204
3 Klinik und Klassifikation 206
3.1 Anorexia nervosa 207
3.2 Bulimia nervosa (Bulimie) 210
4 Früherkennung und Warnsignale 211
5 Therapie 212
5.1 Therapie der Anorexia nervosa 212
5.2 Therapie der Bulimia nervosa 213
6 Prävention 214
X Schlafstörungen und sexuelle Störungen 215
1 Schlafstörungen 215
1.1 Einleitung 215
1.2 Häufigkeit und Ursachen von Schlafstörungen 216
1.3 Klinik der Schlafstörungen 216
1.4 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 218
1.5 Therapie von Schlafstörungen 218
2 Sexuelle Störungen 220
2.1 Einleitung 220
2.2 Häufigkeit und Ursachen von sexuellen Störungen 221
2.3 Klinik und Formen von sexuellen Störungen 222
2.4 Diagnostik und Abgrenzung von sexuellen Störungen 227
2.5 Therapie von sexuellen Störungen 228
XI Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen 230
1 Spezifische Persönlichkeitsstörungen 230
1.1 Einleitung 230
1.2 Häufigkeit und Ursachen von Persönlichkeitsstörungen 232
1.3 Klinik von spezifischen Persönlichkeitsstörungen 233
1.4 Klinik der Borderline-Persönlichkeitsstörung 237
1.5 Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen 242
1.6 Therapie von Persönlichkeitsstörungen 242
2 Sonstige Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen 244
2.1 Andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung 244
2.2 Andauernde Persönlichkeitsveränderung nach psychischer Erkrankung 245
2.3 Störung der Impulskontrolle 245
2.4 Münchhausen-Syndrom 247
3 ADHS bei Erwachsenen 248
XII Suizidalität 250
1 Begriffsbestimmung 250
2 Häufigkeit 251
3 Ursächliche Faktoren von Suizidalität 252
3.1 Neurobiologische Faktoren 252
3.2 Psychische Störungen 252
3.3 Risikogruppen und –merkmale 252
3.4 Psychosoziale und psychodynamische Modelle von Suizidalität 253
4 Beurteilung der Suizidalität 256
4.1 Beurteilung nach Schemen 256
4.2 Gesprächsführung zur Einschätzung der Suizidalität 257
5 Therapie 257
5.1 Psychosoziale Interventionen 258
5.2 Pharmakotherapie 259
XIII Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigkeit 260
1 Begriffe und Klassifikation 260
2 Alkoholabhängigkeit 263
2.1 Einleitung 263
2.2 Häufigkeit und Ursachen von Alkoholabhängigkeit 263
2.3 Charakteristikum von Alkohol 264
2.4 Klinik und Verlauf der Alkoholabhängigkeit 265
2.5 Folgekrankheiten 267
2.6 Therapie 270
3 Drogenabhängigkeit 272
3.1 Opiatabhängigkeit 273
3.2 Cannabisabhängigkeit 277
3.3 Kokainabhängigkeit 278
3.4 Halluzinogenabhängigkeit 280
3.5 Amphetaminabhängigkeit 282
4 Benzodiazepinabhängigkeit 283
4.1 Einleitung 283
4.2 Pharmakologie und klinische Wirkung 283
4.3 Therapie 284
5 Nikotinabhängigkeit 285
5.1 Einleitung 285
5.2 Häufigkeit und Ursache von Nikotinabhängigkeit 285
5.3 Klinische Wirkung 285
5.4 Therapie 286
XIV Organische psychische Störungen 288
1 Demenz 288
1.1 Einleitung 288
1.2 Häufigkeit und Ursachen der Demenz 289
1.3 Klinik und Typen der Demenz 290
1.4 Diagnose und Abgrenzung zu anderen Störungen 295
1.5 Therapie der Demenz 296
2 Delir (Akute organische Störung) 298
2.1 Einleitung 298
2.2 Häufigkeit und Ursache des Delirs 299
2.3 Klinik des Delirs 300
2.4 Abgrenzung zu anderen Störungen 301
2.5 Therapie des Delirs 301
3 Organisches Psychosyndrom (OPS) 302
3.1 Ursachen von organischen Psychosyndromen 302
3.2 Klinik der organischen Psychosyndrome 302
3.3 Therapie der organischen Psychosyndrome 304
XV Intelligenzminderung 305
1 Einleitung 305
2 Häufigkeit und Ursachen von Intelligenzminderung 305
3 Klassifikation und Klinik 307
3.1 Einteilung nach dem Intelligenzquotienten (IQ) (ICD-10) 307
3.2 Diagnostik 308
4 Abgrenzung zu anderen Störungen 308
5 Therapie 309
5.1 Psychosoziale Maßnahmen 309
5.2 Psychopharmaka 310
XVI Kinder- und Jugendpsychiatrie 311
1 Einleitung 311
2 Ursachen kinderpsychiatrischer Störungen 312
2.1 Grundlagen 312
2.2 Entwicklungsaufgaben 313
3 Diagnostik und Klassifikation von Störungen in der Kinderund Jugendpsychiatrie 315
3.1 Entwicklungsaspekte in der Diagnostik 315
3.2 Multiaxiale Diagnostik 315
3.3 Diagnostik und Klassifikation nach ICD-10 316
4 Therapeutische Prinzipien 318
5 Psychische Krankheiten und Störungen des Kindes- und Jugendalters 319
5.1 Unspezifische psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters 319
5.2 Spezifische psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters 330
Literatur 343
Sach- und Personenregister 357
Autoreninfo

Karwautz, Andreas

Prof. Dr. Karwautz ist Oberarzt an der Wiener Universitätsklinik für Psychiatrie.

Paulitsch, Klaus

Dr. Paulitsch ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeut und lehrt an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien.

Weitere Titel von Paulitsch, Klaus; Karwautz, Andreas

Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von S. Springensguth

Das Lehrbuch ist bestens geeignet für Studierende, die bereits ein wenig Vorwissen in Psychopathologie und Diagnostik haben. Die Grundlagen der Psychiatrie werden in verständlicher Sprache sehr anschaulich vermittelt. Praxisnah und dennoch theoretisch fundiert führt der Autor in die Versorgungsstrukturen der Psychiatrie ein. Die verschiedenen Therapieverfahren werden zwar immer nur sehr kurz, aber für ein Grundlagenbuch ausreichend vorgestellt. Gleiches gilt für die ausgewählten Störungen, mit denen sich das Buch beschäftigt.

Es wird hier sehr gut verständlich profundes Wissen vermittelt - ein gutes Grundlagenbuch für alle, die Psychologie studieren

Empfehlenswert

Bewertung

Kundenmeinung von V. Alex

Da ich momentan im 2. Semester meiner Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bin, wollte ich mir mit diesem Buch einen Überblick und Nachschlagewerk zulegen, da nun mein Psychiatriejahr ansteht und ich als gelernte Sozialpädagogin keinerlei Vorerfahrungen habe. Da dieses Buch sehr verständlich geschrieben und übersichtlich gestaltet ist, ist es, wie für mich, sehr gut geeignet sollte noch kein allzu großes Vorwissen vorhanden sein. Es ist auf jeden Fall ein guter Lernbehelf bzw. Nachschlagewerk für psychische Störungen. Ich fand es jedoch etwas schade, dass der Teil des Buches, der exakt auf meine Ausbildung ausgerichtet ist, etwas kurz ausfällt und daher das Thema der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie relativ oberflächlich anreißt.

Kompakte und verständliche Darstellung rund um die Psychiatrie

Bewertung

Kundenmeinung von Pascal Backes

Das Lehrbuch „Grundlagen der Psychiatrie“ richtet sich an alle Berufsgruppen, die in einer Psychiatrie tätig sind. Die Intention der Autoren war es, sowohl ein Lehrbuch für die Ausbildung sowie ein „Nachlagewerk für psychische Störungen“ zu verfassen. Die komplexe Sprache der PsychiaterInnen soll den anderen Berufsgruppen verständlich vermittelt werden.

Das Buch ist in viele verschiedene Kapitel gegliedert. Zu Beginn gibt es eine kurze Einführung in der relevante Begriffe erläutert und historische Aspekte dargestellt werden. Es folgt eine kurze Darstellung rund um die Psychiatrie. Hier werden die Reformen, die psychiatrischen Einrichtungen sowie die Zwangsmaßnahmen und rechtlichen Rahmenbedingungen erläutert und vorgestellt. Kapitel III – V widmen sich den „Therapieverfahren“, den „Ursachen von psychischen Störungen“ und den „Grundlagen der psychiatrischen Diagnostik“. Die Kapitel sind ebenfalls kurz bzw. kompakt gehalten. Die einzelnen Unterkapitel gehen teilweise nur über eine halbe Seite. Die Kapitel VI bis XVI gehen schließlich ausführlich auf „alle[.] relevanten psychischen Störungen“ ein. Das letzte Kapitel beschäftigt sich speziell mit den psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter.

Wie bereits geschrieben, erfolgt in der Einführung eine kurze Begriffserläuterung. Diese bezieht sich hauptsächlich auf die Erläuterung der unterschiedlichen Psychiatrieeinrichtungen, sowie der allgemeinen Begriffe wie „Psychosomatik“, „Neurologie“ und „Psychologie“. Weitere Begriffserläuterungen erfolgen themenbezogen in den einzelnen (Unter-)Kapiteln. Obwohl die Begriffe teilweise sehr komplex sind, werden sie durch die Autoren verständlich dargestellt. Das Lehrbuch enthält zwar nur sehr wenige ausgewählte Abbildungen, diese tragen jedoch ebenfalls zur Verständlichkeit bei. Sehr schön sind die einzelnen Photos, die die verschiedenen „Ausdrucksformen [der] psychische[n] Störungen“ verdeutlichen. Somit erhält der Leser eine Vorstellung über die einzelnen Ausdrucksformen der Erkrankungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass den Autoren mit ihrem Lehrbuch ein sehr interessantes und aufschlussreiches Buch gelungen ist. Das besondere Anliegen der Autoren, die Verständnisschwierigkeiten zwischen den einzelnen Berufsgruppen zu reduzieren, ist ihnen ausreichend gelungen. Es ist jedoch anzumerken, dass das vorliegende Buch dennoch sehr komplex ist. Auch wenn das Buch „Grundlagen der Psychiatrie“ heißt, ist es für Studienanfänger aber eher weniger geeignet. Dies ist allerdings nicht weiter von Bedeutung, da sich die Autoren, wie bereits erwähnt, an die in einer Psychiatrie tätigen Personen richten. Studenten sind somit nicht die primäre Zielgruppe. Für alle die sich jedoch über die Studieninhalte hinaus weiterbilden wollen, ist es ein sehr interessantes und empfehlenswertes Lehrbuch.

Dieses Buch schließt eine Lücke

Bewertung

Kundenmeinung von Andreas Schmidt, Wien

Die bislang vorhandene Lücke von passenden aktuellen Lehr- und Fachbüchern für die Vermittlung eines ausreichend satten Grundstockes im Studienfach Psychiatrie für Studenten, die sich mit psychisch leidenden Patienten befassen, ist mit Erscheinen dieses Werkes endlich geschlossen. Ähnlich wie in dem besonders für den Einstieg im diagnostischen Umgang mit dem ICD-10 der WHO sehr empfehlenswerten Buch "Praxis der ICD-10 Diagnostik" vom Autor Klaus Paulitsch, orientiert man sich taxonomisch an der Grundstruktur des derzeit geltenden ICD-10 selbst. Der in der Ethologie üblichen Darstellung von Ethogrammen (qualitativer Verhaltenskatalog) zum Studium und Erforschen des Verhaltens wird hier erstmalig Rechnung getragen unter Verwendung von sehr ausdrucksstarken Photographien des Psychiaters Daniel Schützenberger. Die Autoren haben überwiegend das Werk in Einleitende Beschreibung, Klassifikation und Diagnostik, Häufigkeit und Ursachen, Abgrenzungen (besonders wichtig für Störungen phänomenologisch ähnlicher Symptomatik), Klinik und Therapie strukturiert. Sie verwenden eine sehr verständliche Sprache.
Ein löbliches (wohlverdientes) Geleitwort widmet kein geringerer als der Begründer der Kognitiven Verhaltenstherapiestation im AKH Wien, Gerhard Lenz.

Zum Inhalt: Einführend im Kapitel I wird kurz auf die wissenschaftshistorische Entwicklung der Psychiatrie eingegangen. Nicht selten stellten diese Forscherpersönlichkeiten gewisse "Eckpfeiler" in der weltweiten Psychiatrie dar. Ebenso wird auch der Entwicklungsverlauf der Psychiatrie im vorigen Jahrhundert im Bezug auf die Psychiatrieversorgung dargestellt. Der Stand des Gegenwärtigen in Österreich ist genau angeführt, auch Deutschland und Schweiz ist kurz umrissen (Kapitel II). Im Kapitel III wird die Psychopharmakatherapie im Überblick beschrieben. Die Angabe von Wirkstoffen und Präparatenamen ist ebenso evident wie in Kürze deren Wirkungsweise, Klinische Anwendung und Indikationen. Weiters wird die Elektrokrampftherapie, Schlafentzugstherapie, Lichttherapie, Psychotherapie und deren einzelner Subrichtungen in Herunft und Eigenheiten, Ergotherapie und Soziotherapie erklärt.

Das Kapitel IV befasst sich mit den Ursachen von psychischen Störungen, erklärt Begriffe wie Pathogenese, Pathoplastik und Ätiologie und diskutiert unterschiedliche Zugangsmodelle der allzuoft multifaktoriellen Genese von psychischen Störungen. Das Kapitel V beinhaltet Grundlagen der psychiatrischen Diagnostik und Psychopathologie, Erläuterung von Symptom, Syndrom, Anamnese, Störung und Krankheit. Der auch für Psychotherapeuten unerlässliche psychopathologische Status wird detailiert dargestellt und ist für die Exploration in der Praxis genauso zu beherrschen wie es hier angeführt ist. Es sind, wohl auch für den praktizierenden Arzt interessant, allfällig einzuholende Zusatzbefunde angeführt und erklärt.

Im Kapitel VI wird auf die Schizophrenie und sonstige psychische Störungen eingegangen, da dieser Störungsbereich schon medizinhistorisch eine oftmalige Wandlung und auch Missverständnisse erfahren hatte. Besonders bestechend sind die im Buch ab hier verwendeten Verlaufskurven der unterschiedlichen Subgruppen (in Form von graphischen Abbildungen) und helfen überaus großartig dem Studierenden die essentiellen Unterschiede leicht zu unterscheiden und memorieren. Die sehr verbreiteten Affektiven Störungen sind das Thema des Kapitel VII und ebengleich mit Verlaufskurven der verschiedenen Arten von Depressionen versehen. Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen werden im Kapitel VIII behandelt. Das wären im Einzelnen die Angststörungen, Zwangsstörungen, Psychische Reaktionen auf Belastungen, Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen) und für die diagnostische Praxis eine hilfreiche Zusammenfassung körperlicher Beschwerden, für die keine somatische Ursache gefunden werden kann (somatoforme Störungen). Das Kapitel IX beschreibt die Essstörungen, ebengleich wie andere Kapitel durchstrukturiert und ist durch forschungserfahrene Grundinhalte unter anderem - der Prävention - erweitert. Die Schlafstörungen und sexuelle Störungen sind Inhalt des Kapitel X. Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen finden im Kapitel XI Platz, dabei erfährt auch die \"Modediagnose\" Borderline seine notwendige präzise Nosologie. Hier erläutern die Autoren wieder wichtige grundsätzliche Abgrenzungen und nehmen aus den DSM IV tabellarische Cluster für Unterscheidungen zuhilfe. Der Suizidalität wird unter anderem aufgrund der latenten Lebensgefahr und der oftmaligen (fachlichen) Unterschätzung im Kapitel XII Raum gegeben. Der Bereich der nicht minder unterschätzten Alkohol, Drogen und Medikamentenabhängigkeit ist Thema des Kapitel XIII. Vielfältige Fachtermini werden definiert und praxisnahe erläutert. Die in diesem Bereich auch notwendige Historische Einleitung, kurze Allgemeine und Spezielle Pharmakologie, Häufigkeit und Ursache(n) als auch Klinische Wirkung(en) mitsamt Therapien gewährleisten in der gewohnten gelungenen Prägnanz des Schreibstiles einen raschen guten Überblick. Organische psychische Störungen behandelt das Kapitel XIV. Demenz, Delir, Organisches Psychosyndrom finden hier seine Beschreibung. Die Intelligenzminderung wird im Kapitel XV definiert und macht ebenfalls von erfahrener Sichtweise eine Unterscheidung für den Leser glasklar. Das in der Psychiatrie eigene Spezialisierungsfeld der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist Inhalt des Kapitel XVI, welches auch ein besonderes Spezialisierungsgebiet des Autors Andreas Karwautz darstellt. Sie wird vom derzeitig amtierenden Klinikvorstand und Lehrgroßmeisters Max H. Friedrich als auch von seinem Vorgänger Walter Spiel als Epitheton ornans \"Kleine Psychiatrie\" bezeichnet, dementsprechend hat sie auch ihre speziellen Grundlagen und erfährt zur Zeit in Fächern der Pädagogik, Klin.Psychologie und Kinder- und Jugendpsychotherapie gerade einen besonderen Aufschwung.

Nun ist abschließend zu erwähnen, daß der Inhalt dieses Lehr- und Fachbuches dem Anspruch, eine profunde Grundkenntnis im Studienfach der Psychiatrie - auch mit Stellenwert auf den heutigen Stand des Wissens - sprichwörtlich hervor-ragend vermittelt, vollauf gerecht wird. Dieses damit "erstudierte" Wissen ist ein wahrer Goldschatz für das Anwenden in der Praxis und sollte auch für die entsprechenden Professionalisten ständig im Geiste, speziell im "Psychodiagnostikhirn", dauerhaft bereitgehalten werden. Für einen engagierten fachinteressierten Medizinstudenten, der ich selbst in den 1990ern an der Universität Wien auch war, zeitigt dieses Werk ebenso eine exzellente Einführung in profunde Heilkundlerlehre. Gerade der für Fachbücher gar nicht einfach zu gestaltende Brückenschlag zwischen Kompaktheit und notwendiger Tiefe ist meiner Ansicht nach in diesem Werk sehr gelungen. Ebenso ist es für Ärzte, die ihre Kenntnisse in Psychiatrie auf den heutigen Stand bringen wollen und sollten, ein kompaktes Schrifttum für eine praxisnahe aktuelle Weiterbildung. Es besteht heute mehr denn je die Notwendigkeit auf Weiterbildung als auch von vornherein die gesetzliche Verpflichtung zur Zusammenarbeit vom Arzt und Psychotherapeuten. Ich kann guten Gewissens für psychiatrie/psychotherapie-interessierte Studierende der Pflegewissenschaften, Pädagogik, Sozialarbeit und Auszubildende in ähnlichen Berufsfeldern dieses praxisorientierte Buch wärmstens empfehlen, da die Autoren eine besonders für alle verständliche Sprache, mit enorm viel Berufserfahrung dahinterstehend, verwenden. Beide Autoren sind in Wien in beiden Professionen des Psychiaters und des Psychotherapeuten an entsprechenden Hochschulen lehrend und "heilend" in Klinik und freier Praxis wirkend.

Diesen sehr engagierten fachkundigen Autoren als auch dem Verlag facultas-WUV/UTB ist für die Ermöglichung der Herstellung dieses essentiellen Studienwerkes großer Dank auszusprechen.
und nach dem Studium nicht vergessen: repetitio est mater studiorum

4 Artikel

Bewerten Sie den Titel "Grundlagen der Psychiatrie"

 
1 Stern
2 Sterne
3 Sterne
4 Sterne
5 Sterne
Bewertung
Produktfragen

Fragen zu Grundlagen der Psychiatrie

Es wurden bis jetzt noch keine Fragen gestellt.

Stellen Sie eine Frage

Grundlagen der Psychiatrie
 
  Lade...