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Theorien der Sozialen Arbeit

Ein Kompendium und Vergleich

von Lambers, Helmut Fach: Soziale Arbeit/ Sozialpädagogik;

Soziale Arbeit hat sich als wissenschaftliche Disziplin etabliert, sie verfügt indessen nicht über eine verbindliche Zentraltheorie.

Studierende Sozialer Arbeit müssen sich mit verschiedenen Konzeptionen disziplin- und professionstheoretischer Reflexion auseinandersetzen. Theoriebildung Sozialer Arbeit muss als Theoriediskurs verstanden werden.

Helmut Lambers führt in die komplexe Theorielandschaft der Sozialen Arbeit ein und sorgt für die nötige Orientierung.

Hierbei stehen die unterschiedlichen wissenschaftlichen Erkenntniskonzepte und Gegenstandsbestimmungen, Typisierungsversuche und auch die gemeinsamen Schnittmengen der Theoriebildungen Sozialer Arbeit im Vordergrund.

In der erweiterten vierten Auflage werden die in den letzten Jahren neu hinzugekommenen Theoriebildungen der Sozialen Arbeit mit vorgestellt. Neben der Einführung in die verschiedenen Theorien Sozialer Arbeit wird ein Theorienvergleich vorgenommen.
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Details
ISBN 9783825249854
UTB-Titelnummer 3775
Auflagennr. 4. überarb. u. erw. Aufl.
Erscheinungsjahr 2018
Erscheinungsdatum 11.06.2018
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Barbara Budrich
Umfang 474 S.
Inhalt
Abbildungen IX
Tabellen IX
Vorwort 1
Einleitung 3
1 Theorievorläufer – Vom Spätmittelalter
bis zur Industrialisierung 6
1.1 Vom Spätmittelalter bis zur Neuzeit: Von Thomas von Aquin bis zu Juan Luis Vives 6
1.2 Von der Neuzeit bis zur europäischen Aufklärung: Von Jean-Jacques Rousseau bis Christian Gotthilf Salzmann 8
1.3 Von der Aufklärung bis zur Industrialisierung: Von Johann Heinrich Pestalozzi bis Johann Hinrich Wichern 11
2 Theorieentwicklung zwischen Moderne und Spätmoderne 16
2.1 Erste sozialpädagogische Theorieentwicklungen 18
2.1.1 Paul Natorp 19
2.1.2 Herman Nohl 25
2.2 Erste fürsorgewissenschaftliche Theorieentwicklungen und nordamerikanische Ansätze 32
2.2.1 Alice Salomon 34
2.2.1.1 Exkurs 1: Mary Ellen Richmond 41
2.2.1.2 Exkurs 2: Laura Jane Addams 51
2.2.1.3 Epilog: Gründungsmütter Salomon, Richmond, Addams 57
2.2.2 Christian Jasper Klumker 62
2.2.3 Ilse Arlt 70
2.2.4 Hans Scherpner 81
2.3 Zweite sozialpädagogische Theorieentwicklungen 87
2.3.1 Klaus Mollenhauer 88
2.3.2 Karam Khella 92
2.3.3 Hans Thiersch 98
2.3.4 Hans-Uwe Otto und Bernd Dewe 106
2.3.5 Michael Winkler 113
2.3.6 Lothar Böhnisch 124
2.4 Sozialarbeitswissenschaftliche Theorieentwicklungen 131
2.4.1 Louis Lowy 132
2.4.2 Lutz Rössner 136
2.4.3 Lieselotte Pongratz 141
2.4.4 Marianne Hege und Karlheinz A. Geißler 145
2.4.5 Carel B. Germain und Alex Gitterman 151
2.4.6 Wolf Rainer Wendt 159
2.4.7 Silvia Staub-Bernasconi 165
2.4.8 Heiko Kleve 174
2.4.9 Weitere systemthoeretisch-konstruktivistisch orientierte Ansätze 181
2.4.9.1 Tilly Miller 181
2.4.9.2 Wolf Ritscher 187
2.4.9.3 Wilfried Hosemann und Wolfgang Geiling 192
2.4.9.4 Exkurs 3: Björn Kraus 196
2.4.10 Soziologie Sozialer Arbeit: Michael Bommes und Albert Scherr 201
2.5 Neue Theorieangebote 218
2.5.1 Lebensführung 218
2.5.1.1 Peter Sommerfeld 222
2.5.1.2 Dieter Röh 228
2.5.1.3 Jan V. Wirth 234
2.5.2 Gegenstandsbezogene Erweiterungen der Theoriebildung 239
2.5.2.1 Bringfriede Scheu und Otgar Autrata 240
2.5.2.2 Werner Schönig 244
3 Theorienvergleich 251
3.1 Vorbemerkung zur Vergleichsbildung 251
3.2 Disziplinäre Selbstbezeichnungen – Differenzen und Konvergenzen 252
3.2.1 Übersicht über disziplintheoretische Wurzeln 253
3.2.2 Begriffslinie: Sozialpädagogik 256
3.2.3 Begriffslinie: Sozialarbeit, soziale Arbeit 260
3.2.4 Soziale Arbeit als Konvergenzbegriff 261
3.2.5 Sozialarbeitswissenschaft und Wissenschaft Soziale Arbeit 262
3.2.6 Zusammenfassung 264
3.3 Bezugsproblem und wissenschaftlicher Gegenstand Sozialer Arbeit 266
3.3.1 Wozu Gegenstandsbestimmung? 267
3.3.2 Gegenstandsbestimmungen in der Gesamtsicht 270
3.3.3 Diskussion 280
3.3.4 Zusammenfassung 284
3.4 Allgemeine Formen und Merkmale der Theoriebildung 286
3.4.1 Unterschiedliche Formen der Erkenntnisgewinnung 286
3.4.2 Wissenschaftliche Anforderungen an Theoriebildung 288
3.4.3 Geschlossenheit der Theoriebildung 294
3.4.4 Unterscheidung von Theorieformen 296
3.4.5 Zusammenfassung 301
3.5 Typisierungsversuche 303
3.5.1 Stand und Schwierigkeiten 303
3.5.2 Neutypisierung nach vorwissenschaftlichen Beobachtungen 316
3.5.3 Bedeutsame Bezugstheorien in der Theoriebildung der Sozialen Arbeit 322
3.5.3.1 Hermeneutik 325
3.5.3.2 Phänomenologie 327
3.5.3.3 Dialektischer und Historischer Materialismus 330
3.5.3.4 Kritischer Rationalismus 332
3.5.3.5 Kritische Theorie 336
3.5.3.6 Chicagoer Schule, Pragmatismus, Symbolischer Interaktionismus 339
3.5.3.7 Systemtheorien 343
3.5.3.7.1 Systemtheoretisch-konstruktivistisch orientierter Zugang 344
3.5.3.7.2 Systemtheoretisch-ökologisch orientierter Zugang 348
3.5.3.7.3 Systemtheoretisch-ontologisch orientierter Zugang 353
3.5.3.8 Capability/-ies Approach 356
3.5.4 Bezüge der Theoriebildungen der Sozialen Arbeit zu den Bezugstheorien 361
3.5.5 Zusammenfassung 369
3.6 Konvergenz und Divergenz 370
3.6.1 Sozialarbeit und Sozialpädagogik: Historische Differenz? 371
3.6.2 Soziale Arbeit als Wissenschaft: Sozialarbeitswissenschaft? 377
3.6.2.1 Genese 377
3.6.2.2 Die Diskussion um den wissenschaftlichen Gegenstand 382
3.6.3 Soziale Arbeit als Profession: Semiprofession mit Doppelmandat? 390
3.6.4 Soziale Arbeit als Praxis: Empowerment? 397
3.6.4.1 Was ist Empowerment? 399
3.6.4.2 Anfragen an den Empowerment-Ansatz 401
Ausblick: Theorievielfalt statt Theoriedilemma 407
Literatur 411
Personen-/Sachregister 449
Pressestimmen
Aus: socialnet.de – Jan V. Wirth – 24.07.2015
[…] Fazit: Das Buch von Lambers ist ein wertvolles Buch für durch Seminare bzw. Blended-Learning gestütztes Selbststudium in den Studiengängen Sozialer Arbeit. Auch zur Konzepterstellung in Trägern Sozialer Arbeit kann es sehr gut Verwendung finden, da grundlegende Theoriebausteine erläutert und eingeordnet werden. Wohltuend ist, dass sich das Buch voreiliger Schlussfolgerungen und Parteinahmen enthält, obwohl sich ja viele Gelegenheiten böten. Ein explizit geringschätziges Exkludieren von Theorien (wie leider in anderen Theoriebüchern wenig nachvollziehbar geschehen) findet bei Lambers keine Fortsetzung.

Aus: Sozial Extra 11/12 2013
[…] Das Buch eignet sich sowohl für Theoretiker als auch Praktiker. Man kann sich selbst in eine reflexive Rolle bringen und seinen eigenen theoretischen Background erarbeiten. […].

Aus: socialnet Rezensionen – Wilfried Hosemann - 02.04.2013
Fazit: Ein wichtiges Buch, dem eine hohe Verbreitung und eine intensive Diskussion zu wünschen ist. Es stärkt den Diskurs über die Identität der Sozialen Arbeit. Es werden zum einen Hintergründe, wissenschaftliche Entscheidungen und Aufgabenstellungen der Theorieentwicklung und zum anderen notwendige Kontroversen deutlich, z.B. welche/wessen Kriterien für die Gegenstandsbestimmung, den Disziplin- oder Autonomiestatus gelten sollen oder ob die Theorieentwicklung weiter über Personen oder Diskurse voran getrieben werden soll?

Aus: Soziale Arbeit -5/13
[…]. Im Ergebnis werden verschiedene Zugänge im Hinblick auf ihre Selbstbezeichnungen, Gegenstandsbestimmungen und übergeordneten Denkschulen verglichen, wobei auch die Bedeutung des Begriffs ‚Empowerment’ als gemeinsamer Nenner im Blickfeld steht. Thematisch geordnete Literaturhinweise ermöglichen eien gezielte Vertiefung für Studierende der Sozialpädagogik und Sozialen Arbeit.

Autoreninfo

Lambers, Helmut

Prof. Dr. Helmut Lambers ist Professor im Fachbereich Sozialwesen an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Münster.

Weitere Titel von Lambers, Helmut

Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von D. Kulke

Sehr gute Theorieübersicht mit systematischem Theorievergleich. Gute, kompakte Zusammenfassungen der einzelnen Autor*innen mit hilfreichen Hinweisen zum Weiterlesen. Auch sehr gut als Nachschlagewerk geeignet. Die Auswahl ist natürlich selektiv, aber umfasst viele wesentlichen Theorien.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von S. Schmidt

Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über die Vielfalt der Theorien.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von K. Motzke

Sehr gut systematisierter und aktualisierter Überblick über Theorien der Sozialen Arbeit inkl. ausführlichem Theorienvergleich.

empfehlenswert für das gesamte Studium

Bewertung

Kundenmeinung von Silvia Meußer

Ein idealer Begleiter für das Studium der Sozialen Arbeit. Alle wichtigen (und noch einige mehr) Theorien werden ausführlich vorgestellt und diskutiert. Zu jeder Theorie gibt es Literaturtipps für das Vertiefungsstudium.
In einem Theorievergleich sind die Theorien anschaulich in kurzen Schlagworten dargestellt.
Rundum ein Buch, dessen Anschaffung sich für die gesamte Studiendauer lohnt.

gelungene Übersicht über aktuelle Theorien der Sozialen Arbeit / für Einsteiger aber auch Fortgeschrittene geeignet

Bewertung

Kundenmeinung von E.L.

Ich habe mir dieses Buch nun zum zweiten Mal gekauft, da es in der 4. Auflage um einige neue Ansätze erweitert wurde. Mit der ersten Auflage habe ich bereits gerne gearbeitet und daher habe ich mir nun die neue Auflage geholt, um einen ersten Einstieg in neuerer Theorien der Sozialen Arbeit zu bekommen.

Das Buch ist aus meiner Sicht hervorragend geschrieben und mir gefällt, dass es eine gute Übersicht und erste Anregungen zu kritischen Reflexion der Theorien liefert.

Neue Ansätze in der Theorieentwicklung Sozialer Arbeit ohne herrschaftstheorien

Bewertung

Kundenmeinung von m.lausberg

Dieses Buch von Helmut Lambers erscheint bereits in der vierten aktualisierten Auflage. Es wurden inhaltliche Änderungen und Erweiterungen vorgenommen. Fünf neue Theoriebildungen der Sozialen Arbeit der letzten Jahre und vier ältere systemtheoretische-konstruktivistische Ansätze wurden aufgenommen. Eine Überarbeitung haben die Zuordnungen der Theorievertreter zu den wissenschaftlichen Denkkonzepten sowie die Analysen über die Bezugsprobleme und Gegenstandsbestimmungen erfahren.
Es besteht aus zwei Teilbereichen: Zunächst stellt er die gängigen Theorien der Sozialen Arbeit vor. Dies ist dann die Basis für einen Theorievergleich der einzelnen Ansätze, wobei er Trennendes (unterschiedliche Erkenntniskonzepte, Gegenstandsbestimmungen, Typisierungsversuche) und Gemeinsames (Schnittmengen der Theoriebildung) hervorhebt.
Im ersten Teil werden die Theorien vom Spätmittelalter bis zur Industrialisierung, die Entwicklung zwischen Moderne und Spätmoderne, die sozialarbeitswissenschaftlichen Theorieentwicklungen sowie neue Theorien vorgestellt.
Anschließend folgt der Vergleich der einzelnen Theorien: Zuerst werden disziplinäre Selbstbezeichnungen, Bezugsprobleme, eine Gegenstandsbestimmung, Allgemeine Formen und Merkmale der Theoriebildung besprochen, bevor die Typisierungsversuche mit einer anschließenden Zusammenfassung folgen. Weiter geht es mit den Konvergenzen und Divergenzen von Sozialarbeit und Sozialpädagogik, die Frage nach einer Sozialarbeitungswissenschaft, die soziale Arbeit als Profession sowie der praktische Ansatz des Empowerments. In einem Ausblick hebt er die wachsende Zahl der Theoriebildung als Perspektiven der Disziplinentwicklung hervor: „Theorienvielfalt der Sozialen Arbeit ist ein Ausdruck menschlicher Kommunikation schlechthin. (…) Neue Ansätze in der Theorieentwicklung Sozialer Arbeit behindern nicht, sondern ermöglichen erst die Disziplinbildung und den Ausblick auf sich stets aufeinander neu beziehende Kommunikation. (…) Die größte Herausforderung einer theoretischen Zusammenführung liegt jedoch vermutlich nicht in der Frage, was zu einer Wissenschaft der Sozialen Arbeit gehört, sondern auf welche wissenschafts- und erkenntnistheoretische Basis sich diese Disziplin auf Dauer verständigen kann.“ (S. 408f) Im Anhang gibt es noch ein Literaturverzeichnis und ein Personen-und Sachregister.


Das mit vielen Tabellen und Abbildungen angereicherte Buch gibt den aktuellen Stand der Theoriebildung in der Sozialen Arbeit wieder. Sozialwissenschaftliche Theorien und Konzeptionen von Macht und Herrschaft gehören jedoch in jede Theorie der sozialen Berufe mit hinein: Gramsci, Weber, die Protagonisten der Frankfurter Schule, Bourdieu, Foucault und Z. Bauman sind dafür nur einige Beispiele.
Der Autor hat Recht, dass bei der Bezugnahme auf Theorien aus anderen Bereichen keine Nivellierung stattfindet, sondern eine Bereicherung des augenblicklichen Standes des Wissens. Soziale Arbeit muss immer interdisziplinär ausgerichtet sein und die Forschungen in anderen Bereichen progressiv aufnehmen.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von G. Wawrok

Ideal als Einstiegsliteratur.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von V. Boxberg

Das Buch bietet einen schnellen und umfassenden Überblick. Der Theorievergleich bietet ein vertiefendes Verständnis der Unterschiede der einzelnen Theorien.

Gut gemacht!

Bewertung

Kundenmeinung von Jana

Ich studiere nun beinahe 5 Jahre Soziale Arbeit und bin erst jetzt auf Helmut Lambers Übersichtswerk gestoßen – leider! Der Vielfalt der Theorien der Sozialen Arbeit wird hier mit Ordnung und chronologischer Strukturiertheit begegnet, sodass auch die Entwicklungstendenzen der Profession erkennbar und wie ich finde auch endlich verständlich werden. Lambers gibt einen Überblick über die wichtigsten Theoretiker der Sozialen Arbeit. Dabei geht er vor indem er seine Ausführungen unterteilt in drei Rubriken: Die erste Rubrik beschreibt die Person (z.B. Klaus Mollenhauer) und den Werdegang dieser, im zweiten Schritt stellt Lambers die Theorie vor um dann im dritten eine Verortung dieser in der heutigen Sozialen Arbeit vorzunehmen. Dieses Vorgehen gefällt mir sehr gut. Seine Ausführungen beschränken sich auf das Wesentliche und die Theorie wird verständlich.

Ein Muss fürs Studium!

Bewertung

Kundenmeinung von Larissa Wiechmann

Leider habe ich diese Buch erst jetzt, zum Ende meines Master-Studiums der Sozialen Arbeit, entdeckt. Mit diesem Werk ist es Lambers gelungen, die verschiedenen Theorien des Feldes der Sozialen Arbeit gut verständlich und übersichtlich darzulegen und diese dennoch kritisch zu reflektieren. Die sorgfältige Ausarbeitung und die vielfältigen Ansätze repräsentieren einen Diskurs, der sich am aktuellen Stand des Feldes orientiert und für jede Sozialpädagogin und jeden Sozialpädagogen nur zu empfehlen ist. Dieses Buch ist ein beachtlicher Beitrag sowie ein hervorragendes Indiz für die Etablierung der Sozialen Arbeit als wissenschaftliche Disziplin. Ich möchte es nicht mehr missen.
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