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Theorien der Sozialen Arbeit

Ein Kompendium und Vergleich

von Lambers, Helmut Fach: Soziale Arbeit/ Sozialpädagogik;

Soziale Arbeit hat sich als wissenschaftliche Disziplin etabliert, sie verfügt indessen nicht über eine verbindliche Zentraltheorie.

Studierende Sozialer Arbeit müssen sich mit verschiedenen Konzeptionen disziplin- und professionstheoretischer Reflexion auseinandersetzen. Theoriebildung Sozialer Arbeit muss als Theoriediskurs verstanden werden.

Helmut Lambers führt in die komplexe Theorielandschaft ein und sorgt für die nötige Orientierung. Neben der Einführung in die verschiedenen Theorien nimmt er einen Theorienvergleich vor und stellt die unterschiedlichen wissenschaftlichen Erkenntniskonzepte, Gegenstandsbestimmungen, Typisierungsversuche und die gemeinsamen Schnittmengen der Theoriebildungen in den Vordergrund.
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Details
ISBN 9783825254766
UTB-Titelnummer 3775
Auflagennr. 5. überarb. Aufl.
Erscheinungsjahr 2020
Erscheinungsdatum 05.10.2020
Einband Kartoniert
Formate UTB M (15 x 21,5 cm)
Originalverlag Barbara Budrich
Umfang 463 S.
Zusatzmaterial
Inhalt
Abbildungen IX
Tabellen IX
Vorwort zur 5. Auflage 1
Einleitung 3
I. Kompendium 5
1. Erste sozialpädagogische Theorieentwicklungen 8
1.1 Paul Natorp: Aufbau einer Idealgesellschaft 8
1.2 Herman Nohl: Kulturelle Identitätsentwicklung 14
2. Erste fürsorgewissenschaftliche Theorieentwicklungen und nordamerikanische Ansätze 22
2.1 Alice Salomon: Soziale Diagnostik und soziale Gerechtigkeit 24
2.2 Mary Ellen Richmond: Soziale Diagnostik und Selbsthilfe 31
2.3 Laura Jane Addams: Demokratisierung, Friedensgestaltung und soziale Gerechtigkeit 40
2.4 Epilog: Gründungsmütter Salomon, Richmond, Addams 46
2.5 Ilse Arlt: Armutsbekämpfung 52
2.6 Christian Jasper Klumker: Volkswirtschaftlicher Auftrag 62
2.7 Hans Scherpner: Persönliche Hilfe und Menschenführung 72
3. Zweite sozialpädagogische Theorieentwicklungen 79
3.1 Klaus Mollenhauer: Emanzipation 79
3.2 Karam Khella: Befreiung der Arbeiterklasse 83
3.3 Hans Thiersch: Alltagsbewältigung 90
3.4 Hans-Uwe Otto und Bernd Dewe: Professionskritik 98
3.5 Michael Winkler: Subjektentwicklung 105
3.6 Lothar Böhnisch: Lebensbewältigung 116
4. Sozialarbeitswissenschaftliche Theorieentwicklungen 124
4.1 Louis Lowy: Agogische Intervention 125
4.2 Lutz Rössner: Soziale Diagnostik und Verhaltensanpassung 129
4.3 Marianne Hege und Karlheinz A. Geißler: Verteidigung des Subjekts 134
4.4 Lieselotte Pongratz: Ideologiekritik 140
4.5 Carel B. Germain und Alex Gitterman: Bewältigung kritischer Lebensereignisse 144
4.6 Wolf Rainer Wendt: Lebensgestaltung 152
4.7 Silvia Staub-Bernasconi: Lösung sozialer Probleme 159
4.8 Heiko Kleve: Dekonstruktion und soziale Teilhabe 168
4.9 Tilly Miller: Beziehungsgestaltung 175
4.10 Dieter Röh: Daseinsmächtige Lebensführung 181
4.11 Jan V. Wirth: Individuelle und gesellschaftliche Lebensführung 187
5. Theorien der Wissenschaft Soziale Arbeit 193
5.1 Peter Sommerfeld: Integration und Lebensführung 193
5.2 Epilog: Theorien der Lebensführung 200
5.3 Björn Kraus: Relationale Soziale Arbeit 203
5.4 Wilfried Hosemann und Wolfgang Geiling: Kommunikation und soziale Teilhabe 208
5.5 Wolf Ritscher: Handlungsfähigkeit 213
5.6 Bringfriede Scheu und Otger Autrata: Sozialbeziehungen und soziale Handlunge 217
5.7 Werner Schönig: Theorierahmung 222
5.8 Michael Bommes und Albert Scherr: Soziologische Reflexion 229
II. Theorienvergleich 245
1. Vorbemerkung zur Vergleichsbildung 245
2. Disziplinäre Selbstbezeichnungen 246
2.1 Übersicht über disziplintheoretische Wurzeln 247
2.2 Begriffslinie: Sozialpädagogik 250
2.3 Begriffslinie: Sozialarbeit, soziale Arbeit 254
2.4 Soziale Arbeit als Subsumtions- und Konvergenzbegriff 256
2.5 Sozialarbeitswissenschaft und Wissenschaft Soziale Arbeit 257
2.6 Zusammenfassung 259
3. Bezugsproblem und wissenschaftlicher Gegenstand Sozialer Arbeit 261
3.1 Wozu Gegenstandsbestimmung? 262
3.2 Gegenstandsbestimmungen in der Gesamtsicht 265
3.3 Diskussion 276
3.4 Zusammenfassung 279
4. Formen, Merkmale und Typenbildungen 282
4.1 Unterschiedliche Formen der Erkenntnisgewinnung 282
4.2 Wissenschaftliche Anforderungen an Theoriebildung 284
4.3 Geschlossenheit der Theoriebildung 290
4.4 Unterscheidung von Theorieformen 292
4.5 Probleme bisheriger Typisierungsversuche 297
4.6 Neutypisierung nach vorwissenschaftlichen Beobachtungen 300
4.7 Zusammenfassung 316
5. Bedeutsame Bezugstheorien in der Theoriebildung der Sozialen Arbeit 319
5.1 Hermeneutik 322
5.2 Phänomenologie 324
5.3 Dialektischer und Historischer Materialismus 327
5.4 Kritischer Rationalismus 328
5.5 Kritische Theorie 332
5.6 Chicagoer Schule, Pragmatismus, Symbolischer Interaktionismus 336
5.7 Systemtheorien 340
5.7.1 Systemtheoretisch-konstruktivistisch orientierter Zugang 340
5.7.2 Systemtheoretisch-ökologisch orientierter Zugang 345
5.7.3 Systemtheoretisch-ontologisch orientierter Zugang 350
5.8 Capability/-ies Approach 353
5.9 Bezüge der Theoriebildungen der Sozialen Arbeit zu den Bezugstheorien 358
5.10 Zusammenfassung 365
6. Konvergenz und Divergenz 367
6.1 Sozialarbeit und Sozialpädagogik: Historische Differenz? 367
6.2 Soziale Arbeit als Wissenschaft: Sozialarbeitswissenschaft? 374
6.3 Soziale Arbeit als Profession: Semiprofession mit Doppelmandat? 379
6.4 Soziale Arbeit als Praxis: Empowerment? 386
6.4.1 Was ist Empowerment? 388
6.4.2 Anfragen an den Empowerment-Ansatz 391
Ausblick: Theorievielfalt statt Theoriedilemma 396
Literatur 399
Personen-/Sachregister 439
Pressestimmen

Aus: socialnet.de – Jan V. Wirth – 24.07.2015
[…] Fazit: Das Buch von Lambers ist ein wertvolles Buch für durch Seminare bzw. Blended-Learning gestütztes Selbststudium in den Studiengängen Sozialer Arbeit. Auch zur Konzepterstellung in Trägern Sozialer Arbeit kann es sehr gut Verwendung finden, da grundlegende Theoriebausteine erläutert und eingeordnet werden. Wohltuend ist, dass sich das Buch voreiliger Schlussfolgerungen und Parteinahmen enthält, obwohl sich ja viele Gelegenheiten böten. Ein explizit geringschätziges Exkludieren von Theorien (wie leider in anderen Theoriebüchern wenig nachvollziehbar geschehen) findet bei Lambers keine Fortsetzung.

Aus: Sozial Extra 11/12 2013
[…] Das Buch eignet sich sowohl für Theoretiker als auch Praktiker. Man kann sich selbst in eine reflexive Rolle bringen und seinen eigenen theoretischen Background erarbeiten. […].

Aus: socialnet Rezensionen – Wilfried Hosemann - 02.04.2013
Fazit: Ein wichtiges Buch, dem eine hohe Verbreitung und eine intensive Diskussion zu wünschen ist. Es stärkt den Diskurs über die Identität der Sozialen Arbeit. Es werden zum einen Hintergründe, wissenschaftliche Entscheidungen und Aufgabenstellungen der Theorieentwicklung und zum anderen notwendige Kontroversen deutlich, z.B. welche/wessen Kriterien für die Gegenstandsbestimmung, den Disziplin- oder Autonomiestatus gelten sollen oder ob die Theorieentwicklung weiter über Personen oder Diskurse voran getrieben werden soll?

Aus: Soziale Arbeit -5/13
[…]. Im Ergebnis werden verschiedene Zugänge im Hinblick auf ihre Selbstbezeichnungen, Gegenstandsbestimmungen und übergeordneten Denkschulen verglichen, wobei auch die Bedeutung des Begriffs ‚Empowerment’ als gemeinsamer Nenner im Blickfeld steht. Thematisch geordnete Literaturhinweise ermöglichen eien gezielte Vertiefung für Studierende der Sozialpädagogik und Sozialen Arbeit.

Autoreninfo

Lambers, Helmut

Prof. Dr. Helmut Lambers ist Professor im Fachbereich Sozialwesen an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Münster.

Weitere Titel von Lambers, Helmut

Leserbewertungen

Bewertungen

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von S. Baer

Helmut Lambers schafft es in seinem Kompendium umfassend die akuellen theoretischen Positionen Sozialer Arbeit anschaulich darzustellen und motiviert zur vertieften Auseinandersetzung.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von D. Kulke

Sehr gute Theorieübersicht mit systematischem Theorievergleich. Gute, kompakte Zusammenfassungen der einzelnen Autor*innen mit hilfreichen Hinweisen zum Weiterlesen. Auch sehr gut als Nachschlagewerk geeignet. Die Auswahl ist natürlich selektiv, aber umfasst viele wesentlichen Theorien.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von S. Schmidt

Das Buch gibt einen sehr guten Überblick über die Vielfalt der Theorien.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von K. Motzke

Sehr gut systematisierter und aktualisierter Überblick über Theorien der Sozialen Arbeit inkl. ausführlichem Theorienvergleich.

empfehlenswert für das gesamte Studium

Bewertung

Kundenmeinung von Silvia Meußer

Ein idealer Begleiter für das Studium der Sozialen Arbeit. Alle wichtigen (und noch einige mehr) Theorien werden ausführlich vorgestellt und diskutiert. Zu jeder Theorie gibt es Literaturtipps für das Vertiefungsstudium.
In einem Theorievergleich sind die Theorien anschaulich in kurzen Schlagworten dargestellt.
Rundum ein Buch, dessen Anschaffung sich für die gesamte Studiendauer lohnt.

gelungene Übersicht über aktuelle Theorien der Sozialen Arbeit / für Einsteiger aber auch Fortgeschrittene geeignet

Bewertung

Kundenmeinung von E.L.

Ich habe mir dieses Buch nun zum zweiten Mal gekauft, da es in der 4. Auflage um einige neue Ansätze erweitert wurde. Mit der ersten Auflage habe ich bereits gerne gearbeitet und daher habe ich mir nun die neue Auflage geholt, um einen ersten Einstieg in neuerer Theorien der Sozialen Arbeit zu bekommen.

Das Buch ist aus meiner Sicht hervorragend geschrieben und mir gefällt, dass es eine gute Übersicht und erste Anregungen zu kritischen Reflexion der Theorien liefert.

Neue Ansätze in der Theorieentwicklung Sozialer Arbeit ohne herrschaftstheorien

Bewertung

Kundenmeinung von m.lausberg

Dieses Buch von Helmut Lambers erscheint bereits in der vierten aktualisierten Auflage. Es wurden inhaltliche Änderungen und Erweiterungen vorgenommen. Fünf neue Theoriebildungen der Sozialen Arbeit der letzten Jahre und vier ältere systemtheoretische-konstruktivistische Ansätze wurden aufgenommen. Eine Überarbeitung haben die Zuordnungen der Theorievertreter zu den wissenschaftlichen Denkkonzepten sowie die Analysen über die Bezugsprobleme und Gegenstandsbestimmungen erfahren.
Es besteht aus zwei Teilbereichen: Zunächst stellt er die gängigen Theorien der Sozialen Arbeit vor. Dies ist dann die Basis für einen Theorievergleich der einzelnen Ansätze, wobei er Trennendes (unterschiedliche Erkenntniskonzepte, Gegenstandsbestimmungen, Typisierungsversuche) und Gemeinsames (Schnittmengen der Theoriebildung) hervorhebt.
Im ersten Teil werden die Theorien vom Spätmittelalter bis zur Industrialisierung, die Entwicklung zwischen Moderne und Spätmoderne, die sozialarbeitswissenschaftlichen Theorieentwicklungen sowie neue Theorien vorgestellt.
Anschließend folgt der Vergleich der einzelnen Theorien: Zuerst werden disziplinäre Selbstbezeichnungen, Bezugsprobleme, eine Gegenstandsbestimmung, Allgemeine Formen und Merkmale der Theoriebildung besprochen, bevor die Typisierungsversuche mit einer anschließenden Zusammenfassung folgen. Weiter geht es mit den Konvergenzen und Divergenzen von Sozialarbeit und Sozialpädagogik, die Frage nach einer Sozialarbeitungswissenschaft, die soziale Arbeit als Profession sowie der praktische Ansatz des Empowerments. In einem Ausblick hebt er die wachsende Zahl der Theoriebildung als Perspektiven der Disziplinentwicklung hervor: „Theorienvielfalt der Sozialen Arbeit ist ein Ausdruck menschlicher Kommunikation schlechthin. (…) Neue Ansätze in der Theorieentwicklung Sozialer Arbeit behindern nicht, sondern ermöglichen erst die Disziplinbildung und den Ausblick auf sich stets aufeinander neu beziehende Kommunikation. (…) Die größte Herausforderung einer theoretischen Zusammenführung liegt jedoch vermutlich nicht in der Frage, was zu einer Wissenschaft der Sozialen Arbeit gehört, sondern auf welche wissenschafts- und erkenntnistheoretische Basis sich diese Disziplin auf Dauer verständigen kann.“ (S. 408f) Im Anhang gibt es noch ein Literaturverzeichnis und ein Personen-und Sachregister.


Das mit vielen Tabellen und Abbildungen angereicherte Buch gibt den aktuellen Stand der Theoriebildung in der Sozialen Arbeit wieder. Sozialwissenschaftliche Theorien und Konzeptionen von Macht und Herrschaft gehören jedoch in jede Theorie der sozialen Berufe mit hinein: Gramsci, Weber, die Protagonisten der Frankfurter Schule, Bourdieu, Foucault und Z. Bauman sind dafür nur einige Beispiele.
Der Autor hat Recht, dass bei der Bezugnahme auf Theorien aus anderen Bereichen keine Nivellierung stattfindet, sondern eine Bereicherung des augenblicklichen Standes des Wissens. Soziale Arbeit muss immer interdisziplinär ausgerichtet sein und die Forschungen in anderen Bereichen progressiv aufnehmen.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von G. Wawrok

Ideal als Einstiegsliteratur.

Dozentenbewertung

Bewertung

Kundenmeinung von V. Boxberg

Das Buch bietet einen schnellen und umfassenden Überblick. Der Theorievergleich bietet ein vertiefendes Verständnis der Unterschiede der einzelnen Theorien.

Gut gemacht!

Bewertung

Kundenmeinung von Jana

Ich studiere nun beinahe 5 Jahre Soziale Arbeit und bin erst jetzt auf Helmut Lambers Übersichtswerk gestoßen – leider! Der Vielfalt der Theorien der Sozialen Arbeit wird hier mit Ordnung und chronologischer Strukturiertheit begegnet, sodass auch die Entwicklungstendenzen der Profession erkennbar und wie ich finde auch endlich verständlich werden. Lambers gibt einen Überblick über die wichtigsten Theoretiker der Sozialen Arbeit. Dabei geht er vor indem er seine Ausführungen unterteilt in drei Rubriken: Die erste Rubrik beschreibt die Person (z.B. Klaus Mollenhauer) und den Werdegang dieser, im zweiten Schritt stellt Lambers die Theorie vor um dann im dritten eine Verortung dieser in der heutigen Sozialen Arbeit vorzunehmen. Dieses Vorgehen gefällt mir sehr gut. Seine Ausführungen beschränken sich auf das Wesentliche und die Theorie wird verständlich.
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